Dateien verschicken – mit croc

Schematische Darstellung des Dateiversands mit croc
Mit croc kannst du beliebig viele und große Dateien einfach und sicher zwischen zwei Geräten verschicken.
(Bild: aufbauend auf Bebilderung von Entwickler*in)
  • Aaaaarghh! DIESE DATEI!!!!
    Für ’ne E-Mail zu groß, Seafile hast du nicht, deine Dingsbox ist voll, der Chat kann das nicht, im selben Netzwerk seid ihr nicht, einen FTP-Server… WAS bitte!?
  • … und deine Brieftaube ist gerade frühstücken…

Willkommen!
Es ist 2021 – und immer noch so ätzend umständlich “nur eine Datei” zu übertragen, wie eh und je!

Oh, hey – darf ich dir croc vorstellen!?

croc ist das nette Krokodil von nebenan, dass deine Dateien durchs Internet bringt. Ohne viel Klimbim. Und das nicht nur auf allen Betriebssystemen, sondern auch als App für dein Smartphone (natürlich im freien App-Store F-Droid).

Deine Dateien werden nicht nur sicher (Ende-zu-Ende) verschlüsselt übertragen, sondern du kannst auch gleich mehrere Dateien versenden und auch abgebrochene Downloads weiterführen.

Hinweis:
Klingt zu schön, um wahr zu sein?
Okay, hier das Häkchen: das Programm croc hat (außer auf dem Smartphone) (noch) keine grafische Oberfläche, sondern funktioniert über die Kommandozeile (Texteingabe).
Aber hey – es ist einfacher als Brieftaubenzucht und was hast du jetzt noch zu verlieren, wo du schon all deine Nerven los bist?)

Nachdem du das Programm installiert hast, kannst du croc über die Kommandozeile aufrufen – natürlich mit dem Befehl croc. Wenn du es ohne zusätzliche Angaben aufrufst, möchte croc einen Download-Code haben – dazu gleich mehr.

Wenn du eine Datei verschicken willst, gibst du ein: croc send DATEINAME, also in etwa so:

croc send TESTDATEI.jpg

Oder bei zwei Dateien also entsprechend:

croc send TESTDATEI1.jpg TESTDATEI2.zip

Tipp:
Du musst dafür im gleichen Verzeichnis wie die Dateien sein oder den Dateipfad angeben. Auf allen Betriebssystemen stehen dir ein paar Befehle zur Verfügung, um deinen Aktuellen “Standort” herauszufinden:
pwd (Linux / MacOS) zeigt das “present working directory” an (das Verzeichnis, in dem du aktuell bist).
Mit cd und einem Verzeichnisnamen wechselst du zwischen Verzeichnissen.
Mit ls (Linux / MacOS) oder dir (Windows) listest du alle Dateien und Ordner in einem Verzeichnis auf.

croc generiert dann einen einfach zu merkenden, einzigartigen Download-Code, der in etwa so aussieht:

1234-pepper-camel-water

Eine andere Person, die diese Datei empfangen soll, ruft croc bei sich mit croc 1234-pepper-camel-water auf – und schon startet der Versand!

Tipp:
Statt einem zufälligen Code könnt ihr auch einen eigenen festlegen. Das hat den Vorteil, dass ihr euch z.B. vor dem Versand nicht mehr unbedingt erneut absprechen müsst, wie euer Download-Code lautet.

https://github.com/schollz/croc

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