LaTeX – Textsatz für Wissenschaft, Buchdruck und Typograf*innen

  • LaTeX ist ein… nein. Ja, genau. Du solltest nicht einfach “Latex” in deine Suchmaschine eingeben…

Egal was du da gerade gefunden hast – LaTeX ist ein Textsatz-System für Dokumente.
Damit geht alles: ob Brief oder Lebenslauf, Bücher, technische Dokumentationen oder deine Doktorarbeit.

Neben einer eingebauten Verwaltung von Quellen und Zitaten (BibTeX) gibt es außerdem viele Möglichkeiten für Tabellen und Grafiken, Verzeichnisse und typografische Feinheiten.

Hinweis:
Wenn du eine Literaturverwaltung für LaTeX suchst, solltest du dir entweder Jabref oder Zotero einmal genauer ansehen. Beide Literaturverwaltungen findest du ebenfalls auf Studytools.

Gerade für umfangreiche Projekte, Zeichnungen und Formeln ist LaTeX besonders gut geeignet. Daher wird es gerade in den Natur- und Technikwissenschaften verwendet.

LaTeX bzw. TeX wurde zwar schon in den 1970er Jahren programmiert, gilt aber bis heute noch immer als der Standard für Layout und Typografie. Die Qualität der Dokumente ist bis heute einfach unübertroffen gut und die Dokumente sind auch nach 50 Jahren noch mit demselben Programm zu bearbeiten!
(Ha! Nimm das, Word!)

Warum verwenden dann nicht alle LaTeX, wenn es so super ist?

Der größte Unterschied ist die Bedienung – die für viele erst einmal sehr ungewohnt ist:

  • bei Office-Programmen wird das Layout des Dokuments schon während du schreibst angezeigt – als wäre es schon gedruckt.
  • bei LaTeX schreibst du Anweisungen für das Layout in deinen Text (ein bisschen wie beim Programmieren). Das fertige Dokument wird erst nach dem Umwandeln in ein Dokumentenformat wie PDF sichtbar.

Vorteile von LaTeX

  1. keine kaputten Layouts: Da LaTeX-Dokumente einfache Textdateien sind, treten keine Layout-Fehler beim Schreiben auf, wie z.B. oft bei unterschiedlichen Office-Programmen.
  2. freie Wahl des Editors: LaTeX-Dokumente (Textdateien) sind theoretisch mit jedem Texteditor zu bearbeiten. Mehr Komfort bieten allerdings spezielle LaTeX-Editoren (wie z.B. TeXstudio), mit Textvervollständigung Schaltflächen und Tastenkürzeln für wichtige Funktionen haben (ähnlich wie ein Office-Programm).
  3. gut für Bücher und lange Dokumente: LaTeX ist ein Programm für den Textsatz (früher war „Setzerin“ ein eigenständiger Beruf). Du als Texterin schreibst also Anweisungen, wie die Arbeit später gegliedert sein soll und LaTeX (Setzer*in) kümmert sich darum, alles “in Form” zu bringen. Mit LaTeX schreibst du beispielsweise \tableofcontents für ein Inhaltsverzeichnis. Und selbst bei 4000-Seiten-Dokumenten mit 900 Bildern funktioniert LaTeX noch superschnell.
  4. perfekte Formeln und Typografie: Formeln funktionieren einfach perfekt und Feineinstellungen für den Buchdruck gibt es auch. Den Qualitätsunterschied siehst du dann einfach!

LaTeX sieht ein bisschen nach Programmieren aus und ist tatsächlich so – aber es lohnt sich. Gerade wenn du in Natur- oder Technikwissenschaften studierst oder an sehr langen Dokumenten arbeitest, solltest du LaTeX lernen.

Hinweis:
Den LaTeX-Editor TeXstudio stellen wir dir in einem anderen Artikel vor.

Tipp:
Die Standard-Schriftart ist wirklich gut(!) auf Papier, sieht aber vielleicht für dich aus wie Keilschrift. Andere Schriften lassen sich aber problemlos nutzen (schau im Latex Font Catalogue nach anderen Schriften).

https://www.latex-project.org/

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