Autor: Ann-Katrin (Seite 1 von 2)

Wir sind zurück!

Hallöchen ihr Lieben!

Der Sommer ist (zumindest meteorologisch gesehen) vorbei und damit auch unsere Urlaubszeit. Wir haben uns ordentlich erholt und ihr hoffentlich auch, denn wir voller Energie wieder in die Bibliothek zurückgekehrt und motiviert, euch erneut Einsichten in unsere Ausbildung zu geben.

Vergangener Donnerstag war für uns alle sehr spannend: neues Ausbildungsjahr, neue Abteilungen, neue Aufgaben und neue Azubis! Dieses Jahr haben wir sogar drei statt der üblichen zwei Neuankömmlinge und alle werden sich euch vorstellen, also haltet die Augen offen. ;)

Für den sanften Einstieg in die wilde Welt der FaMI-Ausbildung haben wir mit unseren neuen Kolleg:innen gemütlich gebruncht und sind dann eine Runde über den Campus spaziert. Sie wurden Donnerstag und Freitag, an ihrem ersten Tag in der Berufsschule, mit Informationen überflutet, auch von uns, da kann man ja entspannt anfangen.

Für Leonie geht’s nun also ins zweite Lehrjahr, bei ihr steht demnächst also die Zwischenprüfung an. Und Jan und ich gehen ins dritte und damit letzte Lehrjahr über, wir sind also schon im Endspurt und arbeiten auf die Abschlussprüfungen hin.

Freut euch also wieder auf viel Content von uns, von Prüfungen, Abteilungen und anderen Veranstaltungen, an denen wir teilnehmen. Die Jahre vergingen so schnell, ich für meinen Teil kann gar nicht glauben, dass ich schon im dritten Lehrjahr bin und damit auf der Zielgeraden. Es bleibt also spannend und aufregend, nicht nur für uns, sondern auch für euch, da wir im Detail darüber berichten werden.

Das wäre es dann von mir. Bleibt gesund und bis zum nächsten Mal! :)

Von mittelalterlichen Handschriften und alten Zeitungen

Hallo ihr Lieben!

Das Abteilungshopping ist für mich erstmal vorbei, ich bin seit Dienstag in der TB Technik und Sozialwesen und verstärke dort das Team. Darüber möchte ich heute aber gar nicht erzählen (das kommt bestimmt noch), sondern von der vorherigen Abteilung, in der ich war: der Digitalisierung.

Wie der Name verrät ist die Hauptaufgabe der Digitalisierung, Bücher und andere Druckwerke zu digitalisieren. Dazu stehen den Kolleg:innen vier verschiedene Scanner zur Verfügung, z.B. ein Durchzugscanner oder ein Aufsichtscanner für größere Formate. An diesen Geräten werden verschiedenste Medien gescannt, ein aktuelles und großes Projekt ist die Digitalisierung der Drucksachen der Bremischen Bürgerschaft aus dem Zeitraum zwischen 1823 und 1999.  Bereits abgeschlossene Projekte sind beispielsweise die mittelalterlichen Handschriften, Theaterzettel aus dem 18. bis 20 Jahrhundert und alte Zeitungen aus dem 17. Jahrhundert. Wenn ihr also interessiert an Geschichte seit, könnt ihr gerne mal die Sammlungen durchsuchen, denn die Angebote stehen kostenlos zur Verfügung. Nur Digitalisate auf Anfrage kosten etwas. Trotzdem ist es möglich, sich die gedruckten Originale anzuschauen, dafür muss vorher aber ein Termin abgemacht werden und man darf die Bücher auch nur unter Aufsicht im Handschriftenlesesaal ansehen. Immerhin sind das sehr alte und damit wertvolle Bücher, die man nicht mal eben so ersetzen kann.

Ein Beispiel für ein Werk, was man nicht mal eben so ersetzen kann: Ausschnitt aus “Petrus Lombardus” aus dem Jahre 1166

Ob die Bücher für die Digitalisierung überhaupt geeignet sind, wird vorher geprüft. Denn wenn das Buch schon recht alt ist, kann es durch die Vorgänge beim Scannen eventuell kaputt gehen, und das möchte man natürlich vermeiden. Deswegen wird vorher festgelegt,  in welchem Winkel das Buch z.B. aufgeschlagen werden darf und an welchem Scanner es gescannt werden kann. Wenn es nicht komplett aufgeschlagen werden darf, ist der Aufsichtscanner nicht so gut geeignet, da bietet sich ein V-Scanner eher an.

Nach dem Scannen werden die Seiten strukturiert, d.h. in die richtige Reihenfolge gebracht (manchmal sind einzelne Seiten vertauscht) und Abschnitte und Seitenzahlen eingefügt. Außerdem schaut man auch auf die Qualität der Scans, man soll ja nach Möglichkeit alles gut lesen können. Und damit die Recherche noch einfacher wird, werden die Scans im Anschluss mit der sogenannten OCR (Optical Character Recognition) gescannt, sodass die Digitalisate im Volltext durchsuchbar werden. Das funktioniert sogar, wenn das Original in Frakturschrift geschrieben wurde. Wenn all diese Schritte getan sind, kann das Digitalisat hochgeladen werden und steht unseren Nutzer:innen zur Verfügung.

Beide Bilder sind aus “Stundenbuch” aus der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts

Diese Einblicke waren total interessant und ich habe eine Menge sehr schöner Handschriften aus dem Mittelalter begutachten können. :)
Auch die Digitalisierung arbeitet mit vielen anderen Abteilungen zusammen, sogar über die SuUB hinaus. Das Projekt um die Drucksachen der Bürgerschaft z.B. ist mit Zusammenarbeit mit dem Staatsarchiv Bremen und der Bremer Bürgerschaft.

So, das war’s mal wieder von mir. Bleibt gesund und bis zum nächsten Mal! :)

Abstecher in die IT

Hallöchen ihr Lieben!

Ich durfte, wie ihr dem Titel entnehmen konntet, einen kleinen Abstecher in unsere hauseigene IT machen. Ein Abstecher, der sich auf jeden Fall lohnt, in vielerlei Hinsicht.

Unsere IT kümmert sich im Haus um eine Menge Dinge, z.B. um unseren Katalog E-LIB, Software-Updates, Fragen und Hilfestellung rund um die Mtarbeiter- und Publikums-PCs usw. Die Kolleg:innen haben also eine Menge zu tun. An meinem ersten Tag dort war ich direkt den ganzen Tag mit in einer Videokonferenz mit einem Mitarbeiter der Software DX-Union. Die Software sorgt per Server in unserem Netzwerk dafür, dass Software-Pakete simultan installiert werden können. Dieser Server wurde umgestellt und der Mitarbeiter hat ihn zusammen mit unseren Kolleg:innen eingerichtet und war daneben auch noch ein wenig auf Fehlersuche. Eine teils sehr kleinteilige Angelegenheit, von der ich persönlich nicht allzu viel verstanden habe. Trotzdem war auch das sehr interessant anzusehen.

Am zweiten Tag ging es dann “richtig” los. Ich wurde erstmal auf mein Fachwissen getestet, indem ich die Hardware-Komponenten eines PCs benennen sollte. Kein wirkliches Problem für mich, da mein eigener Desktop-PC Marke Eigenbau ist (ich habe mir also die einzelnen Komponenten zusammen gekauft, alles auf ein Mainboard gesteckt und angeschlossen und keinen fertigen PC gekauft) und das auch schon durchaus in der Berufsschule Thema war. Außerdem stand für mich auf dem Plan, ein eigenes kleines Projekt zu realisieren. In zwei Wochen ist leider nicht allzu viel möglich, deswegen “nur” ein kleines. Von den Vorschlägen habe ich mich dafür entschieden, einen kleinen Server für den Datenaustausch aufzusetzen. Und da wurde mir quasi freie Hand gelassen. Ich habe mich also erstmal mit passenden Betriebssystemen auseinandergesetzt und habe die nötigen Mittel zur Verfügung gestellt bekommen. Und dann habe ich losgelegt. Zwischendurch habe ich aber auch den Kolleg:innen geholfen, indem ich einen PC gesäubert (Pro-Tipp: vom Strom nehmen (!!!!), aufmachen und mit Druckluft-Spray den ganzen Staub wegpusten und wieder zumachen. Läuft dann wieder wie ne 1) und wieder mit einer Festplatte ausgestattet habe.

frisch installiertes Ubuntu mit Quallen-Hintergrund

Ich habe mich nach eingehender Recherche für Ubuntu als Betriebssystem entschieden und habe alles soweit aufgesetzt und dann festgestellt: es funktioniert nicht. Also erstmal Fehler suchen. Und da bekomme ich Flashbacks vom ersten Tag in der IT, nun erlebe ich es selber: Es sind kleine Dinge, die man ändert und hofft dadurch, dass es endlich klappt. Am Ende habe ich eine Kollegin gefragt, ob sie mir helfen könne und nach vielem Ausprobieren haben wir festgestellt, dass es im Endeffekt ein Fehler im Tutorial war, welches einen Schritt nicht genau genug beschrieben hat. Geändert und zack, es lief endlich. Erstes Projekt also erfolgreich. Zweites Projekt sollte ähnlich sein, aber statt eines PCs mit Ubuntu-Betriebssystem war es dann ein Raspberry Pi und eine externe Festplatte. Und das war… nicht ganz erfolgreich. Leider war meine Zeit schon rum, bevor ich überhaupt etwas ändern oder neu machen konnte. Ich kann euch aber sagen, dass es, wenn auch nur kurz, geklappt hat.

Zwischendurch gab es dann noch Infos über Media-Server, Creative Commons und DOI. Und auch darüber, wie unser Katalog eigentlich funktioniert. Es war überaus interessant zu sehen, in welche Prozesse innerhalb der Bibliothek die IT, wenn auch im Hintergrund, involviert ist. Die zwei Wochen dort haben mir auch einen möglichen Weg nach der Ausbildung aufgezeigt, nämlich den der Systembibliothekarin. In dieser Position fungiert man quasi als Schnittstelle zwischen Bibliothek und IT. Außerdem ist es sehr hilfreich, die eigene IT-Kompetenz zu erweitern.

Ich habe in dieser kurzen Zeit eine Menge gelernt und ziehe den oben genannten Weg durchaus in Betracht. Und wie alles miteinander verzahnt ist, war auch sehr spannend zu sehen, auch wenn ich noch lange nicht alles gesehen habe.

Ok, das war’s mal wieder von mir. Bleibt gesund und bis zum nächsten Mal! :)

Besuch im Archiv

Hallöchen ihr Lieben!

Wie ihr sicher schon wisst, besuchen wir im Laufe unserer Ausbildung auch einige Einrichtungen außerhalb der SuUB. Ich war für ein Praktikum bisher bei Kamloth & Schweitzer und in der Stadtbibliothek Bremen. Heute berichte ich euch, wie Jan und Julia vor mir, aus dem Klaus Kuhnke-Institut.

Und ich sage euch, ich bin zu einer spannenden Zeit hier, einer Zeit des Umbruchs quasi. Neue Leitung, neuer Name, neue Website, … Aber alles von vorne. Denn erstmal hätte ich mich fast verlaufen. Das Archiv befindet sich nämlich in den Räumlichkeiten der Hochschule für Künste im Fachbereich Musik im Zentrum Bremens, direkt beim Schnoor. Ich kannte die Hochschule vorher aber gar nicht (und habe mich ehrlich gesagt auch nicht richtig umgeschaut), aber glücklicherweise ist das Archiv direkt am Eingang ausgeschildert. Im Archiv angekommen wurde ich vom Archivleiter Nico Thom freundlich begrüßt. Mit ihm habe ich auch die meiste Zeit verbracht, denn die anderen Kollegen waren meist zu meinen Berufsschultagen da, mal krank oder im Homeoffice. Trotzdem durfte ich alle kennenlernen und jeder von ihnen hat mir seinen Bereich gezeigt. Denn ganz grob lassen sich die Sammelbereiche unterteilen in Tonträger, Bücher und Zeitschriften. Ich habe in meiner Zeit hier auch einiges über die Entstehung des Archivs gelernt, welche ihr bei Interesse auf der wunderschönen neuen Website nachlesen könnt.

Nachdem ich also das Archiv gefunden habe und begrüßt wurde, ging es erstmal in die “heiligen Hallen”: die Archivräume, die sich unter dem Büro erstrecken. Es sind unzählbar viele Regalmeter voll mit Schallplatten, CDs, Büchern, Zeitschriften und einigen DVDs (wie viele genau könnt ihr auch auf der Website nachlesen (; ). Zudem hat man die Möglichkeit, die Geräte zu nutzen, also z.B. Plattenspieler oder Kassetten-/CD-Player. Und ich habe ein Gerät kennengelernt, welches man auch nicht alle Tage sieht: eine, ich nenne sie mal, Plattenspülmaschine.

Die Namensänderung ist auch ein großes Thema aktuell. Vorher hieß die Einrichtung “Klaus Kuhnke-Archiv für Populäre Musik”, jetzt wurde sie umbenannt in “Klaus Kuhnke-Institut für Populäre Musik”. Das soll zeigen, dass das Archiv primär eine Forschungsstätte und damit wissenschaftliche Einrichtung ist und auch als solche wahrgenommen werden soll. In Zukunft soll der Fokus auch mehr auf die Forschung zu selbst gesetzten Themenschwerpunkten liegen, da wird also in den kommenden Jahren einiges aufkommen. Und mit dem neuen Namen muss natürlich auch eine neue Website her, die Nico Thom selbst übernommen und geschrieben hat. Er ist gerade mal seit Anfang des Jahres der neue Archivleiter (er hat die Nachfolge vom langjährigen Leiter Ulrich Duve übernommen, der jetzt seinen Ruhestand genießt) und man merkt: er hat eine Menge vor, will vieles anders und/oder neu machen. Ihr und ich können auf jeden Fall sehr gespannt sein, wie sich das Archiv in den kommenden Jahren entwickeln wird.

Einblick ins Büro

Innerhalb der drei Wochen habe ich eine Menge Zeitschriften und CDs sortiert, beim Verpacken und Verschicken von Dubletten geholfen (am Ende waren es 38 Kartons und insgesamt ca. 5000 CDs) und habe viele, viiieeeeleeee Tonträger in einigen Formen gesehen. Und natürlich habe ich auch bei der Katalogisierung von Medien geholfen. Es sind eine Menge Medien, die noch im Archiv stehen und im Katalog nachgewiesen werden müssen, und ständig kommen neue (durch z.B. Spenden) hinzu. Und wie alle IuD-Einrichtungen hat auch das KKI ein Problem: Platzmangel. Daher können nicht alle Spendenanfragen positiv beantwortet werden, eine Vorfilterung ist vonnöten. Zudem ist das KKI ein Archiv für Populäre Musik, deswegen fällt alles zur Klassischen Musik erstmal weg. Von letzterer hört man aber vieles auf dem Campus der HfK, es war echt schön zu hören, wenn über einem in die Klaviertasten gehauen, die Violinensaiten gestrichen und die Stimmbänder vibriert haben. Für mich als jemand, die Klassische Musik schön findet und in Chören gesungen hat, war das eine kleine Wohltat.

Ihr mögt jetzt vielleicht denken: ‘Das klingt jetzt aber nach nicht sehr viel, was du gemacht hast’ und ja, da habt ihr vielleicht recht. Auf dem Papier klingt das nach wenig, aber trotzdem habe ich die Zeit immer sinnvoll verbracht und konnte den Kollegen unter die Arme greifen und helfen, ihnen zumindest ein bisschen Arbeit abzunehmen, und wenn es eben reine Vorsortierung ist. Ich konnte in der Zeit ein wenig in Musikzeitschriften blättern und habe viel Musik gehört. Und das alles hat Spaß gemacht! Jetzt sind die drei Wochen im KKI schon wieder rum und es ging schon wieder so schnell.

Ok ok, der halbe Roman ist jetzt zu Ende. Ihr habt es geschafft. Kleines Fazit meinerseits zum Praktikum: Es hat sich gelohnt und Spaß gemacht und ich hoffe, dass die Kollegen die gesetzten Ziele erreichen werden.

Jetzt aber wirklich: Bleibt gesund und bis zum nächsten Mal! :)

Abstecher in die Stadtbibliothek

Hallöchen ihr Lieben!

Heute berichte ich euch aus einer Bibliothek, aber nicht aus der SuUB. Ich war 3 Wochen für ein Praktikum in der Stadtbibliothek Bremen, wovon ich euch im Folgenden berichten möchte.

Die Stadtbibliothek Bremen ist, anders als die SuUB, eine öffentliche Bibliothek. Sie hat also einen etwas anderen Auftrag und damit einen anderen Nutzerkreis. In der Stadtbibliothek gehen viele verschiedene Nutzergruppen ein und aus, vornehmlich “gemeine Bürger”. Die Bibliothek ist auch ein Treffpunkt für Menschen und ein Ort für vielerlei Veranstaltungen. Nicht, dass in der SuUB keine Veranstaltungen wären, aber diese wenden sich eben an ganz andere Nutzer:innen, und das merkt man relativ schnell. Eine meiner ersten Eindrücke von der Stadtbibliothek war zudem, dass es etwas lauter ist als die SuUB. Versteht mich nicht falsch, das war keine Kritik, aber es fällt auf, wenn man sonst eher die Stille gewohnt ist.

Direkt an meinem ersten Pratikumstag habe ich direkt eine der Kernveranstaltungen beiwohnen dürfen: einer Klassenführung. Denn Schüler:innen soll möglichst früh die Bibliothek als Lernort gezeigt werden. Die Kolleg:innen zeigen ihnen deswegen die Angebote und die Räumlichkeiten. Da das an dem Tag eine 8. Klasse war, war die Motivation… naja, es hielt sich in Grenzen. ; ) Aber als wir dann bei den “interessanten” Abteilungen ankamen (Jugendbibliothek, Mangas und Konsolenspiele), kehrte die Motivation dann doch ein bisschen zurück. Wie ich finde hat die Bibliothek aber schon ihr Ziel erreicht, indem die Jugendlichen sehen, dass sie nicht alles kaufen müssen, sondern auch in die Bibliothek kommen und sich Medien ausleihen können.

Ein weiterer großer Teil meines Praktikums waren die Auskunftsdienste. Nutzer:innen kommen wegen verschiedensten Fragen an die Info, da unterscheidet sich die Stadtbibliothek kaum von der SuUB. Zwar konnte ich in den meisten Fällen nicht wirklich helfen, ich kenne ja die Räumlichkeiten und den Bestand nicht so gut, bekam aber so einen guten Einblick in die Arbeitsweisen einer öffentlichen Bibliothek. Und lasst euch gesagt sein: da der Sachbuchbestand auf Ebene 2 in einem Ring angeordnet sind, kommt man unweigerlich am Zielort an, auf dem langen oder kurzen Weg.

Was man nicht alles am 01. April im Waschbecken findet…

An meinem letzten Tag war ich zu Besuch in der Kinderbibliothek. Hier kann man Medien für verschiedene Altersgruppen finden und ausleihen. Von Bilderbüchern aus Pappe über “Ich lese schon alleine” bis hin zu Mangas und Konsolenspiele kann man vieles entdecken.

Alles in allem kann ich sagen, dass mir das Praktikum in der Stadtbibliothek sehr viel Spaß gemacht hat und ich eine Menge mitnehmen konnte. Die Kolleg:innen sind alle wirklich klasse und haben sich die größte Mühe gegeben, mir alles zeigen. Informiert euch auf der Homepage der Stadtbibliothek Bremen über die zahlreichen Angebote, ihr könnt nur profitieren! :)

So, das war’s dann mal wieder von mir. Bleibt gesund und bis zum nächsten Mal! :)

Film oder lieber zweidimensional bewegtes Bild?

Hallöchen ihr Lieben!

Ich habe die Zeitschriftenstelle hinter mir gelassen und habe quasi kaum Zeit, einmal Luft zu holen. Es geht direkt weiter mit der nächsten Abteilung, diesmal bin ich den Monat in der Mediathek.

In der Mediathek werden AV-Medien erworben, katalogisiert, systematisiert, archiviert und für die Nutzung zur Verfügung gestellt. Sie stellt diverse Medien bereit, von DVDs zu CDs, über VHS-Kassetten bis hin zu 16mm-Filmrollen (solltet ihr nicht wissen, was für Datenträger die beiden Letztgenannten sind, habe ich den jeweiligen Wikipedia-Eintrag verlinkt). Aber auch Medienkombinationen, zum Beispiel Bücher mit CDs kann man in der Mediathek ausleihen. So sind Sprachlehrgänge, Musik, Filme und Serien die gängigsten Medien.

Aber auch wenn die Ressourcen andere sind, so ist die Bearbeitung der Medien, sprich die Katalogisierung beispielsweise, in weiten Teilen gleich mit der von Monografien. Natürlich unterscheiden sie sich in den sogenannten IMD-Typen. In der Katalogisierung beschreibt man so die physische Form eines Mediums, I steht für Inhaltstyp, M für Medientyp und D für Datenträgertyp. Beispiel: Eine Monografie, also ein Buch, hat die IMD-Typen I = Text, M = “ohne Hilfsmittel zu benutzen” und D = Band. Bei einem Film auf DVD sehen die Typen schon anders aus: I = “zweidimensional bewegtes Bild”, M = Video und D = Videodisk. Und auch wenn die Bezeichnng “zweidimensional bewegtes Bild” auf den ersten Blick ein wenig seltsam und vielleicht auch abstrakt wirkt, so beschreibt es einen Film auf DVD doch ganz gut. Und damit genug vom Exkurs zu IMD-Typen. :)

Was einem auch direkt auffällt: Es werden auch Personen in den Datensatz aufgenommen, über die man sonst nicht so genau nachdenkt, z.B. Kameramann, Regisseur, Komponist usw. Das war für mich erstmal eine neue Erfahrung, aber nichtsdesotrotz eine sehr spannende. Ich habe bis zur Ankunft in der Mediathek lediglich mit Monografien und Zeitschriften zu tun gehabt, jetzt mal DVDs und CDs in der Hand zu haben und damit zu arbeiten fällt da dann positiv auf.

Über die Mediathek können, neben verschiedenen Medien, auch Studios und Einzelkabinen gebucht werden. Diese sind schalldicht und mit allerlei Geräten ausgestattet, mit denen man z.B. Kassetten abspielen kann. Aber auch Musik machen wäre hier kein Problem, denn in einem Studio steht ein Klavier, welches auch regelmäßig gestimmt wird.

Noch bin ich nicht durch hier, ich werde also noch ein bisschen was sehen. Und vielleicht werde ich auch mehr aus der Mediathek ausleihen, vor allem bei den Sprachlehrgängen habe ich einiges Interessantes gesehen.

So, das war’s erstmal  für diese Woche. Bleibt schön gesund und bis zum nächsten Mal! :)

Ein kleiner Weihnachtsgruß

Hallöchen ihr Lieben!

Das Datum verrät es: wir sind sehr nahe am Jahresende. Dass Weihnachten vor der Tür steht, merkt man ja frühestens am Lebkuchen und den Stollen, die es Ende September (oder August…? Jedenfalls seeeeehr früh) in Supermärkten gibt. Aber so wirklich losgehen tut es, zumindest meiner Meinung nach, erst, wenn die Weihnachtsmärkte öffnen. Da Corona auch noch dieses Jahr vor alles einen dicken Riegel schiebt, waren die Märkte auch nur mit 2G begehbar, teilweise wurden einige auch ganz abgesagt.
Jaaa, dieses Thema geht glaube ich uns allen so langsam auf den Keks. Deswegen war das an dieser Stelle auch genug davon.

Wir, die Auszubildenden der Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, wünschen euch allen ein frohes Weihnachtsfest und ein gutes und gesundes neues Jahr. Esst fleißig Lebkuchen, Zimtsterne und Vanillekipferl (aber nicht zu viel, nicht dass euch schlecht wird) und genießt die Feiertage, die ihr alle hoffentlich mit euren Liebsten verbringen könnt.

Wir wünschen euch eine gute Zeit! Bleibt gesund, lasst euch impfen/boostern und wir sehen uns im nächsten Jahr wieder! :)

Zeitschriften leben

Hallöchen ihr Lieben!

Wir Auszubildenden der SuUB kommen hier viel rum, wir haben ja auch einige Abteilungen. So lernen wir alles einmal kennen und können so auch besser nachvollziehen, wie die ganzen Zahnräder ineinandergreifen. Wie ihr vielleicht am Titel schon erahnen konntet, befinde ich mich gerade in der Zeitschriftenstelle.

Die Zeitschriftenstelle kümmert sich, anders als der Name es suggerieren mag, nicht nur um Zeitschriften per se, sondern auch um Zeitungen, E-Journals und Datenbanken. Die Mitarbeiter hier sorgen dafür, dass unsere Nutzer die oben genannten Publikationsformen nutzen können, ob als Printversion oder online im Rahmen einer Lizenz. Das sind Arbeiten, die eher im Hintergrund ablaufen, aber eine große Relevanz besitzen, denn Zeitschriften sind sehr aktuell und damit höchst interessant für viele Angehörigen der Uni und Hochschulen. Natürlich ist auch im akademischen Bereich das Neueste bedeutsam, da z.B. damit Forschung betrieben wird. Und da einzelne Lizenzen teils, und das vor allem im wissenschaftlichen Bereich, sehr teuer werden können, schließen Bibliotheken Lizenzverträge ab und stellen die Inhalte ihren Nutzern zur Verfügung.

Aber ich habe mich zu Beginn der Zeit in der Zeitschriftenstelle mit sehr alten Zeitschriften beschäftigt, die alle in unserem Katalog nachgewiesen werden sollen. Da kamen mir teils sehr alte Werke zwischen die Finger, das Älteste kam aus dem Jahr 1781, es waren „Beiträge zur physikalischen und geographischen Erd- und Völkerentwicklung, Naturgeschichte und Ökonomie“. Ich weiß, klingt trocken, aber alleine ein Werk aus dieser Zeit mal in den Händen zu halten, ist schon besonders. Und jede Kollegin, bei der ich bisher hospitiert habe, hat zwei Worte wiederholt: Zeitschriften leben. Und das stimmt auch. Das, was andere vielleicht anstrengend und manchmal auch frustrierend an der Arbeit mit Zeitschriften finden, ist in dieser Abteilung das täglich Brot (und kann auch sehr interessant sein). Zeitschriften können oft ihren Titel oder den Verlag ändern, eingestellt werden, wieder veröffentlicht werden, nur noch online weiterlaufen und und und…

Zu der Verantwortung der Zeitschriftenstelle gehört auch das Mikrofilmarchiv. Auf Mikrofilmen oder -fiches werden Zeitungen und Zeitschriften dargestellt und können an einem Mikrofilm-Scanner angeschaut werden. Nutzer haben damit auch die Möglichkeit, sich die Seiten direkt als PDF zu speichern und auf einen Stick zu ziehen. Mikrofilme sind sehr praktisch, denn sie nehmen verhältnismäßig wenig Platz weg und können einen ganzen Jahrgang auf einem Film darstellen. Allerdings wird immer ein Gerät benötigt, um sie überhaupt lesen zu können.

Somit haben die Kolleg:innen mit Zeitschriften eine Menge zu tun, von der Erwerbung über Rechnungs- und Hefteingangsbearbeitung bis hin zur Auskunft im Zeitschriften-Lesesaal und alles dazwischen. Facettenreich ist die Arbeit in der Zeitschriftenstelle also allemal und das macht die Arbeit hier, wie ich finde, auch sehr spannend.

So, das war es mit meinen bisherigen Erfahrungen aus der Zeitschriftenstelle. Bleibt gesund und bis zum nächsten Mal! :)

Hier kommt die Maus!

Hallöchen ihr Lieben!

Ja, ihr lest richtig. DIE Maus kommt in die SuUB. Oder eher kam, denn der Türöffner-Tag der Maus unter dem Motto „Hallo Zukunft“ fand am 03. Oktober statt. Dieser fand, unter anderem Motto, auch schon mal 2019 statt, auch unter Beteiligung eines Azubis. Und ich hatte die gleiche Aufgabe: ich durfte das Magazingespenst verkörpern.

Das Programm sah aber nicht nur vor, Kinder im dunklen Magazin zu erschrecken. Denn das Motto war ja „Hallo Zukunft“, deswegen wurde den Kindern, alle zwischen 5-10 Jahre alt, auch die Digitalisierung gezeigt. Dort durften sie den Elefanten und die Ente als Pixelbild zusammensetzen. Zudem konnten sie noch Buttons selber machen (wir alle hatten auch Buttons mit unserem Namen) und dann war da eben noch die Taschenlampen-Führung durch unser Magazin. Währenddessen bin ich als Gespenst durch die Gänge gehuscht, die Kolleg:innen haben den Kindern davon erzählt. Ich habe Bücher umgeworfen und saß auch einmal an einem Bücherstapel in einem Gang, lesend natürlich, wo mir die Kinder sehr nah kommen konnten. Am Ende hat mir die Gruppe zum Abschied gewunken, und da ich ein nettes Gespenst bin, habe ich natürlich zurück gewunken. Nach der ersten Gruppe, die in zwei kleinere Gruppen geteilt wurde, gab es erstmal eine kleine Pause. Es gab Kuchen, Obst, Kaffee und einige Gespräche. Solche Veranstaltungen sind für uns Azubis auch immer eine gute Gelegenheit, die Kolleg:innen des Hauses kennenzulernen. Nach der Stärkung ging es dann in Runde zwei, die so ablief wie Runde eins. Bei einer Verlosung am Ende bekamen in jeder Gruppe drei Kinder auch noch kleine Geschenke, es gab eine Stiftebox, ein Hausaufgabenheft und einen Organizer für den Schreibtisch zu gewinnen, alles von und mit der Maus natürlich.

Am Ende waren alle kaputt, aber zufrieden. Mir hat es auf jeden Fall Spaß gemacht, daran teilzunehmen und, wenn auch nur kurz, den Kindern einen kleinen Schrecken einzujagen. Ob ich es wieder tun würde? Nun, fragt mich in einem Jahr nochmal, aber grundsätzlich ja. Die Idee an sich ist klasse und die Kolleg:innen geben sich auch die größte Mühe, Unterhaltung und Informationen unter einen Hut zu bringen, was sie meiner Meinung nach auch geschafft haben. Ich hatte zumindest das Gefühl, dass einige Kinder am Ende ein Stückchen schlauer aussahen als vorher. ;)

Die Ente und der Elefant waren natürlich auch dabei, nämlich als Pixelbild, welche die Kinder selber anfertigen durften

So, das war es diese Woche von mir. Da ich den Maustag besucht habe, gab es zwei Einträge von mir direkt hintereinander. Nächste Woche berichtet mal wieder jemand anderes von uns, keine Sorge!

Bleibt gesund und bis zum nächsten Mal! :)

Tester-Azubis zu Diensten!

Hallöchen ihr Lieben!

Wir hatten vergangenen Donnerstag mal wieder einen Projekttag unter uns Azubis.  Es war diesmal aber kein von uns geführtes Projekt per se, sondern wir sollten uns unter Anleitung einer SuUB-Kollegin eine bestimmte Software anschauen: H5P

Aber was ist H5P eigentlich? Das haben wir uns, glaube ich, alle gefragt. Zum Glück ist eine Onlinesuchmaschine unser bester Freund im Internet und so findet man heraus, dass H5P eine freie und quelloffene Software des norwegischen Unternehmens Joubel zum Erstellen von Lerninhalten ist. Es ist webbasiert, weshalb man nichts downloaden muss, alles funktioniert im Browser. Wir sollten nun herausfinden: Was kann H5P eigentlich und Eignet es sich für die SuUB?

Also haben wir uns alle erstmal in das Tutorial gestürzt, um erstmal einen groben Überblick zu bekommen. Ich persönlich empfand diesen als ziemlich vielversprechend, man kann eine Menge mit H5P anfangen. Präsentationen, Quizzes, interaktive Videos, 3D-Rundgänge uvm. An Letzterem haben wir uns dann gemeinsam als Gruppe heran gewagt und haben alle erstmal Fotos machen müssen. Wir wollten einen Rundgang von der Bibliothek machen (klar) und wollten damit alle wichtigen Punkte aufzeigen. Das kann beispielsweise Erstsemestern, die sich einen ersten Überblick über die wichtigen Anlaufstellen in der SuUB verschaffen wollen, eine große Hilfe sein. Und ein Prototyp war auch schnell fertig. Danach haben wir noch andere Dinge ausprobiert, z.B. Kreuzworträtsel oder ein Memory-Spiel.

Das war alles ganz witzig und hat auch eine Menge Spaß gemacht. Wir alle waren aber etwas skeptisch, ob man H5P wirklich (und im vollen Umfang) für die SuUB nutzen kann. Klar, das mit dem 3D-Rundgang ist super und sehr nützlich, aber um die Inhalte dauerhaft abrufen zu können, muss man eine bezahlte Mitgliedschaft haben. Zudem kann man die Inhalte nicht downloaden, weshalb man wahrscheinlich auch immer eine funktionierende Internetverbindung braucht. Und da das Internet ja immernoch “Neuland” ist, ist das nicht immer garantiert (ich weiß, das Meme ist schon alt, aber leider aktuell). Für die Berufsschule aber würden wir das klasse finden, es würde den normalen Unterricht auflockern. Aber wir empfinden es eben auch als solches: eine Software, die primär in Schulen zum Einsatz kommt.

So, ihr habt jetzt einen grundlegenden Eindruck von H5P bekommen. Und den haben wir auch bekommen, sehen es aber eben nicht im Einsatz in der Bibliothek. Zumindest nicht im vollen Umfang.

Bleibt gesund und bis zum nächsten Mal! :)

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