Kategorie: Biologie

Waghalsiger Sprung ins Leben

von Katharina Koch

Abb.1: Trottellummenküken kurz vor dem letzten Sprung von der Uferschutzmauer ins Meer,                                Foto: Katharina Koch

Auf Helgoland lässt sich jedes Jahr im Juni ein einmaliges Naturphänomen beobachten. Die Küken der Trottellummen stürzen sich in der Dämmerung von den 40m hohen Felsen ins Meer, bevor sie überhaupt fliegen können! Warum nehmen sie das auf sich und warum lässt sich dieser waghalsige Sprung in Deutschland ausschließlich auf Helgoland beobachten?

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Shortcut Gehirn–Computer

von Elisa Brauße

Der (Astro-)Physiker Stephen Hawking, wahrscheinlich der bekannteste Mensch mit Amyotropher Lateralsklerose (ALS, siehe Infobox), verlor nach einem operativen Eingriff seine Sprechfähigkeit komplett. Solange er seine Hände noch bewegen konnte, wählte er mithilfe eines Sprachcomputers Buchstaben, Wörter oder ganze Satzteile aus einer Datenbank aus, die der Computer dann für ihn “aussprach”. Als er auch seine Hand nicht mehr kontrollieren konnte, steuerte er seinen Sprachcomputer stattdessen mit einem Infrarot-Sensor, der die Muskelaktivität in seiner Wange registrierte. [1]

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Was sehen eigentlich Fische?

von Anja Rebelein (M.Sc. Marine Biology)

Blick auf Panama City vom Naturpark „Parque Metropolitano“

Mal eben schnell ins warme Meer vor Panama springen, tauchen gehen und Fische aus dem Riff für Forschungsexperimente fangen. Dann Meerwasser-Aquarienanlagen mit den Fischen bestücken und diese dort pflegen bis sie für Tests zum Farbsehvermögen mit ins Labor kommen. Am Wochenende raus aus Panama City und einen Vulkankrater erkunden oder die Privilegien der Mitarbeitenden des Smithsonian Tropical Research Institutes, Panama City nutzen: ab auf die, nur für Wissenschaftler*innen zugängliche, Insel im Panama-Kanal mit naturbelassenem, ursprünglichem Regenwald. So lässt sich das Wissenschaftler*innen-Dasein aushalten!

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3,2,1,… Ready for Take-Off!

von Greta Sondej und Christoph Kulmann

Die Forschungsrakete REXUS 25 auf ihrem Weg zu den Sternen. © FORAREX

Die Forschungsrakete REXUS 25 auf ihrem Weg zu den Sternen. © FORAREX

“Es gibt keinen bequemen Weg, der von der Erde zu den Sternen führt”, das wusste schon der römischer Philosoph und Naturforscher Lucius Annaeus Seneca (ca. 4 v. Chr. – 65 n. Chr.), auch Seneca der Jüngere genannt.

Für unseren Weg zu den Sternen haben wir mit unserem FORAREX-Projekt fast zwei Jahre auf dieses Ereignis hingearbeitet: Die Launch Campaign (zu dt. Raketenstart-Kampagne) auf dem zivilen Ballon- und Raketenstartplatz European Space and Sounding Rocket Range (kurz Esrange) bei Kiruna in Nordschweden.
Sie ist der Höhepunkt des deutsch-schwedischen Studierendenprogramms REXUS/BEXUS, das wir bereits hier im Science Blog vorgestellt haben.

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Neurowissenschaften — irgendwas mit dem Gehirn?!

von Elisa Brauße

Hast du dich je gefragt, wer du bist und was dich ausmacht? Hast du dich je gewundert, wie wir lernen und warum wir manches wieder vergessen? Oder dich gefragt, wie optische Täuschungen entstehen? Wie können Krankheiten wie Schizophrenie geheilt werden? Können Tiere Sprache verstehen? Was passiert, biologisch betrachtet, wenn das Gehirn “arbeitet”? Und wie können wir dem Gehirn beim Arbeiten zusehen? Kann man ein Gehirn nicht einfach nachbauen oder simulieren? Oder noch besser: so manipulieren, dass es noch viel mehr kann?

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Kiruna – Heiß auf ein eiskaltes Abenteuer

von Christoph Kulmann und Greta Sondej

Abb. 1 Polarlichter am nördlichen Himmel; verändert nach [1] © Simo Räsänen

Lang erwartet und heiß ersehnt startet unsere Trainingswoche im verschneiten Lappland nahe der nördlichsten Stadt Schwedens: Kiruna (aus dem Nordsamischen „giron”, zu dt.  „Schneehuhn”).

Der Bremer Flughafen stimmt uns schon auf das uns in Lappland bevorstehende Wetter ein…

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FORAREX – Astronautin im Miniaturformat

von Team FORAREX

Stell dir vor, du lebst im Meer. Du siehst die Sonnenstrahlen durchs Wasser scheinen. Unter dir ist Sand. Das Wasser umströmt dich im Takt der Brandung – und du schwingst mit. Alles fühlt sich sehr angenehm an. Du denkst gerade, wie wunderbar dein Zuhause doch ist. Die Wellen, das Licht – alles ist perfekt.

Doch plötzlich taucht ein dunkler Schatten über dir auf – und dieser Schatten holt dich aus diesem Paradies und katapultiert dich ins Weltall! Ist das nicht eine beunruhigende und ziemlich unwahrscheinliche Vorstellung? Aber genau das ist meine Geschichte.

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Foraminiferen – „Kammer” das noch sehen?

Von Christoph Kulmann und Greta Sondej

Abb.1: Links: Großaufnahme einer Foraminifere mit Pseudopodien; rechts: Vier Foraminiferen im direkten Größenvergleich mit einem Stecknadelkopf.

Foraminiferen (auch Kammerlinge genannt) sind Einzeller, die in der Regel ein vielkammeriges Gehäuse besitzen, welches je nach Art unterschiedlich gebaut sein kann. Diese sind die Stars im Projekt FORAREX (FORAminifera Rocket EXperiment), in welchem wir deren Verhalten und Schalenwachstum in der Schwerelosigkeit untersuchen.  

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