Kategorie: Naturwissenschaften (Seite 1 von 2)

Wissenschaft, ahoi!

von Vivienne Vent

Abb. 1: Die MS Wissenschaft fährt dieses Jahr unter dem Motto „Nachgefragt!“ bis September 2022 quer durch Deutschland. ©Ilja C. Hendel/Wissenschaft im Dialog (CC BY-SA 4.0)

Ahoi, ihr Landratten! Das Ausstellungsschiff MS Wissenschaft ist seit dem 3. Mai wieder unterwegs. Im Zentrum der Ausstellung steht die Frage danach, wie Wissenschaft funktioniert und was Forschende bei ihrer Arbeit motiviert. Mit an Bord ist dieses Jahr auch ein Exponat des MARUM – Zentrum für marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen. Es zeigt einmal mehr, wie vielschichtig und spannend Forschung ist und welchen Wert die Beteiligung von Bürger*innen daran hat. Komm mit auf einen exklusiven Rundgang durch die Ausstellung!

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Neuer IPCC – Bericht: Dinge, die ihr wissen müsst

von Ronja Kuhnlein

Abb.1: ©Medi2go 2020/pixabay

Am 4. April 2022 veröffentlichte der Weltklimarat (IPCC) seinen neuesten Bericht „Climate Change 2022: Mitigation of Climate Change“. Er enthält den aktuellen Stand der Klimaforschung und fokussiert sich auf mögliche Maßnahmen, die zum Erreichen des 1,5°C-Ziels unumgänglich sind. Alles auf knappe 3000 Seiten zusammengefasst. Aber keine Angst, hier findest du eine Übersicht der wichtigsten Fakten.

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Pilze: die wahren Alleskönner

von Vivienne Vent

Abb. 1: Pilze können sowohl parasitär, als auch als mutualistischer Symbiosepartner mit anderen Organismen zusammenleben. Ein Beispiel einer solchen symbiotischen Lebensgemeinschaft sind Flechten.  Foto: ©Vivienne Vent 2021

Essbar, ungenießbar, tödlich. Winzig klein und riesengroß. Kaum eine Lebensform ist so vielfältig wie die der Pilze. Nicht ohne Grund ordnet man sie weder Tieren noch Pflanzen zu, sie bilden ein ganz eigenes Taxon unter den Lebewesen. Obwohl sie seit jeher einen großen Teil unserer Ernährung ausmachen, wissen nur wenige wie komplex diese Organismen tatsächlich sind. Wusstest du zum Beispiel, dass das größte Lebewesen des Planeten ein Pilz ist? Oder dass Pilze aufgrund von Symbiosen eine Vielzahl von Lebensformen auf der Erde erst möglich gemacht haben? Erfahre hier mehr über die treibende Kraft der Pilze! 

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Das Studium der historischen Bücher aus Eis

Über Eisbohrkerne Teil II

von Hanna Sophie Knahl

Eisbohrkerne im Querschnitt. Foto: Sepp Kipfstuhl

Im ersten Artikel über Eisbohrkerne haben wir erfahren, warum im Eis uralte Geschichten schlummern. Wir sind zur eisigen Bibliothek gelangt und haben uns angeschaut, wie die Geschichten in Form von Eisbohrkernen geborgen werden können. Jetzt wird es darum gehen, wie wir dem Eiskern seine Geschichten entlocken können. Dafür müssen wir die verschiedenen Sprachen des Eises verstehen.

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Die Geschichte riesiger Bibliotheken aus Eis

Über Eisbohrkerne Teil I

von Hanna Sophie Knahl

Eine wandelbare eisige Bibliothek, die sich langsam Richtung Tal hinab bewegt. Gletscher im Nordosten Grönlands. Foto: Jan Rohde

Auf der Erde gibt es viel Eis und Schnee und das nicht nur im Winter – zumindest im Moment. An den Polen gibt es riesige Schilde aus Eis und dazwischen existieren viele kleinere und größere Gletscher auf hohen Bergen. In ihnen werden Geschichten bewahrt. Geschichten aus lang vergangenen Zeiten. Wie das geschehen ist und wie diese Geschichten an die Oberfläche geholt werden können, werden wir in diesem Artikel erfahren.

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Shortcut Gehirn–Computer

von Elisa Brauße

Der (Astro-)Physiker Stephen Hawking, wahrscheinlich der bekannteste Mensch mit Amyotropher Lateralsklerose (ALS, siehe Infobox), verlor nach einem operativen Eingriff seine Sprechfähigkeit komplett. Solange er seine Hände noch bewegen konnte, wählte er mithilfe eines Sprachcomputers Buchstaben, Wörter oder ganze Satzteile aus einer Datenbank aus, die der Computer dann für ihn “aussprach”. Als er auch seine Hand nicht mehr kontrollieren konnte, steuerte er seinen Sprachcomputer stattdessen mit einem Infrarot-Sensor, der die Muskelaktivität in seiner Wange registrierte. [1]

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Die Jagd nach extrasolaren Planeten

von Christoph Kulmann

Planeten, die andere Sterne umkreisen, waren jahrhundertelang nur Spekulation und weit außerhalb der Reichweite selbst der besten Teleskope. Der italienische Mönch Giordano Bruno wurde 1600 auf dem Scheiterhaufen verbrannt, weil er behauptet hatte, die Sterne am Himmel seien weit entfernte Sonnen wie unsere eigene Sonne und umgeben von Planeten ähnlich der Erde. Eine solche Ansicht war der mächtigen Römischen Kirche zu gefährlich. Noch bis weit ins 20. Jahrhundert wusste niemand mit Sicherheit, ob extrasolare Planeten tatsächlich existierten. Sie waren zu schwach für eine direkte Beobachtung. Auch wenn Berichte über ein bis zwei mögliche Planeten um den kosmisch „nahe“ gelegenen Barnards Stern immer wieder aufgegriffen wurden, so gab es doch genügend Zweifel an der Genauigkeit der Messmethode, als dass man diesen Meldungen tatsächlich glauben konnte.

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Was sehen eigentlich Fische?

von Anja Rebelein (M.Sc. Marine Biology)

Blick auf Panama City vom Naturpark „Parque Metropolitano“

Mal eben schnell ins warme Meer vor Panama springen, tauchen gehen und Fische aus dem Riff für Forschungsexperimente fangen. Dann Meerwasser-Aquarienanlagen mit den Fischen bestücken und diese dort pflegen bis sie für Tests zum Farbsehvermögen mit ins Labor kommen. Am Wochenende raus aus Panama City und einen Vulkankrater erkunden oder die Privilegien der Mitarbeitenden des Smithsonian Tropical Research Institutes, Panama City nutzen: ab auf die, nur für Wissenschaftler*innen zugängliche, Insel im Panama-Kanal mit naturbelassenem, ursprünglichem Regenwald. So lässt sich das Wissenschaftler*innen-Dasein aushalten!

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