Liebe Leser:innen der Campus-EULe!

Ein einzigartig herausforderndes Jahr neigt sich dem Ende zu; 2020 hat so manche Überraschung für uns parat gehalten. Wir als Team der EULe möchten als redaktionellen Abschluss diesen Jahres unsere persönlichen Jahresrückblicke mit euch teilen, bevor auch wir in die Winterpause starten.


Leah

Auch wenn wir alle dankbar sind, 2020 endlich hinter uns zu lassen, so blicken wir dennoch als EULe Redaktion auf eine ereignisreiche und herausfordernde Zeit zurück.

Während wir zu Beginn dieses Jahres mit unserem Video „Neujahrsvorsätze, die Studierende nicht einhalten“ noch starteten, konnten wir nicht ahnen, welchen Strich uns Corona durch diese Rechnung machen würde. Die langsame Erkenntnis bahnte sich dann im März an und mit der Veröffentlichung unseres Artikels „Das Coronavirus – Wir klären auf“ wurde uns klar, dass mit der Schließung von Hochschule und Universität auch für die Arbeit der EULe Redaktion ein Wandel bevor stand. Immerhin hatten wir so alle eine Entschuldigung, unsere Neujahrsvorsätze weiterhin zu vernachlässigen. Weiter ging es dann mit unseren persönlichen Corona Diaries, in denen Niklas, Carlotta, Paul und ich (Leah) Eindrücke in unser persönliches Leben während des ersten Lockdowns unter Covid 19 zu unserem Besten gaben.

Zwischen Fotostrecken über den leeren Campus und das Leben in Bremen während den ersten Lockerungen, stellte jedoch auch für uns bei der EULe die Pandemie eine große Herausforderung für die Themenfindung dar. Die Schreibblockade, mit der Carlotta sich bereits im Januar auseinandersetzte („Wenn sich gähnende Leere im Kopf ausbreitet“), schlich sich umso öfter zu uns an den Schreibtisch. Schließlich stellen die Veranstaltungen rund um die Universität Bremen nicht nur einen großen Teil des Studierenden Daseins dar, sondern bieten normalerweise auch eine Menge an Input für unsere Arbeit als JournalistInnen bei der EULe.

Des Weiteren mussten wir die Herausforderung meistern, drei Viertel unserer Redaktion neu zu besetzen und uns von Carlotta, Paul und Niklas zu verabschieden. Nichtsdestotrotz haben wir unsere Suche nach neuen RedakteurInnen gut gemeistert und durften uns bei einem Treffen draußen in den Semesterferien im Sommer 2020 und Online via Webcam für unsere neuen EULen Steffi, Sarah und Monique entscheiden. Leider konnten wir uns in dieser neuen Besatzung noch nicht persönlich treffen, dennoch drücken wir für 2021 ganz doll die Daumen, dass wir uns endlich auch im realen Leben in dieser Konstellation begegnen dürfen!

Mit diesem Wunsch wollen wir uns von 2020 verabschieden und hoffen auch für alle anderen, dass wir uns im neuen Jahr wieder in der Uni begegnen dürfen. Wir wünschen euch frohe Weihnachten, denjenigen, die Weihnachten nicht feiern schöne Ferien und natürlich allen, dass ihr den Rest des Jahres Corona frei übersteht. Allen Betroffenen unter euch wünschen wir eine gute Besserung!


Monique

Wenn ich eins sagen kann, dann das dieses Jahr unvergesslich war und ist. Bei all den Dingen, die uns dieses Jahr beschäftigt haben (Corona, US-Wahlen, Moria, die politische Situation in China und Thailand), war es für mich auch persönlich herausfordernd. Der erste Lockdown brachte dabei einiges an Umbruch mit sich.

Ich pausierte das Sommersemester, da nichts so funktionierte, wie ich es mir fest vorgenommen hatte und lerne gerade langsam zu akzeptieren, dass es auch in Ordnung ist, mal keinen Plan zu haben. Es muss nicht immer vorausgeplant werden. Während Corona bot mir mein anderer Nebenjob eine Alltagsroutine. Hielt mich auf Trab, während die Routine durch meine kleine Studi-Pause wegfiel.

Im November wurde ich Teil der neuen EULe Crew. Allein das Bewerbungsgespräch per Skype war für mich eine komplett neue Erfahrung sowie das Einarbeiten und Kennenlernen der anderen. Es ist zweifellos eine ungewohnte Situation mit Menschen zusammen zu arbeiten, die man fast alle noch nicht persönlich getroffen hat, aber jede Woche im Meeting sieht und auch persönliche Momente teilt. Wir lernen uns kennen und das in Slow Motion. Und es fühlt sich gut an. Für alle ist die Situation neu und es ist schön, damit nicht allein zu sein, sich über Schreib- und Ideenblockaden austauschen zu können und sich bei verschiedenen Themen gegenseitig zu helfen, ohne sich richtig zu kennen.

Für das neue Jahr wünsche ich mir mehr Leichtigkeit und Gelassenheit. Ich hoffe, dass wir umsichtiger miteinander umgehen werden und den Menschen in unserem Umfeld zeigen, dass es in Ordnung ist, wenn alles zu viel wird. Das es auch gut sein kann, wenn aus Plan A schließlich kein Plan wird. Hauptsache glücklich und gesund.


Steffi

Wenn ich das Jahr 2020 für mich reflektiere, schaue ich auf ein Jahr mit vielen Ups und Downs zurück. Und ich denke, dass geht uns allen so. Die Corona Pandemie hat uns alle aufgewühlt und uns aufgezeigt, dass das, was wir als „normal“ ansehen, in keinstem Fall als normal angesehen werden darf.

Ich bin – wie viele meiner Freunde sagen – manchmal zu positiv. Aber ich persönlich finde es wichtig, sich auch in negativen Situationen das Positive vor Augen zu halten. So hat mir das Jahr gezeigt, dass weder Gesundheit, Job, Freundschaften oder der alltägliche Gang in den Supermarkt selbstverständlich sein sollten. Man sagt schnell: „Ja, ich weiß wie gut es uns allen geht.“ Aber dieses Jahr haben wir es alle, jeder auf seine Weise, zu spüren bekommen. Denn das, was wir aktuell, als lebenseinschränkend wahrnehmen, ist für viele Menschen auf der Welt die Normalität. Und zwar immer und nicht nur in Corona Zeiten. Und ich finde genau darauf sollten wir unseren Fokus legen. Endlich wahrnehmen und sehen, dass wir alle zusammenhalten müssen und uns gegenseitig unterstützen.

Ich würde mir für das nächste Jahr und auch für all die Jahre danach wünschen, dass wir diese Sensibilität für Gemeinschaft, die wir alle gerade spüren, beibehalten. Beibehalten um dieses „Wir-Gefühl“ nicht zu verlieren.


Sarah

Als ich im Januar in der Mensa das erste Mal von diesem ominösen neuen Virus hörte, hätte ich mir nie ausgemalt, dass das gesamte folgende Jahr davon bestimmt sein könnte. Erst, als die anstehenden Klausuren nicht stattfinden konnten und uns der Zutritt in die Labore untersagt wurde, sickerte so langsam die Erkenntnis zu mir durch, dass wir uns in einer echten Ausnahmesituation befinden.

Der Frühling war spannend; zwischen Homeschooling und den ersten Vorlesungen via Zoom zu pendeln erwies sich als neue Herausforderung des alltäglichen Lebens. Wenigstens konnte ich als Biologiestudentin noch ab und an mit der Mission des Blümchensammelns für ein Herbarium raus in die Natur. Auch ich musste feststellen, dass manches einfach so gar nicht unter den aktuellen Umständen funktionieren sollte. Pläne wurden immer wieder verworfen und neu ausgedacht. Doch immerhin gab es nie wirkliche Stagnation – man findet meist doch noch einen Weg mit ein bisschen Kreativität.

Dass ich im Wintersemester bei der EULe anfangen durfte, hat meinen größtenteils eher isolierten Alltag sehr bereichert. Es ist eine schöne Aufgabe, die eigenen Ideen und Gedanken mit lieben Leser:innen zu teilen und dabei auch ein paar neue nette Menschen kennenzulernen – selbst, wenn das momentan nur online möglich ist.

Für das kommende Jahr wünsche ich mir, wieder mehr bekannte und neue Gesichter persönlich sehen zu dürfen, liebe Menschen sorglos in die Arme zu schließen und mit dem Fahrrad zu überfüllten Vorlesungen zu fahren. Bis dahin wünsche ich uns allen noch genug Durchhaltevermögen, Kraft und positive Gedanken, um die hoffentlich letzten wenigen Monate dieser Pandemie so unbeschadet wie möglich zu überstehen.


Passt auf euch auf, genießt die Ruhe der nächsten Tage und kommt gut in ein hoffentlich leichteres Jahr 2021!

Bis bald – euer Team der Campus-EULe

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