Das Einführungsprojekt in der Geographie: Forschendes Lernen bereits im ersten Semester

von Janina Bornemann und Ivo Mossig

Bereits im ersten Bachelorsemester eigene Forschungserfahrung zu sammeln und einen gesamten Forschungszyklus nach wissenschaftlichen Standards zu durchlaufen, das ist das Ziel des Einführungsprojekts am Institut für Geographie. In diesem Beitrag wird veranschaulicht, auf welche Weise Forschendes Lernen (Huber 2009) bereits mit Erstsemesterstudierenden umgesetzt werden kann. Dazu werden einige der studentischen Forschungen des Einführungsprojekts exemplarisch vorgestellt. Die Erfahrungen aus den ersten beiden Durchgängen zeigen, dass die Studierenden ihre ersten universitären Forschungsprojekte ausgesprochen motiviert bearbeitet haben.

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Forschendes Lernen und Studieren: Neue Ansätze im Bachelorstudiengang Mathematik

von Lars Siemer, Jens Rademacher und Marc Keßeböhmer

Der Fokus der universitären Mathematik liegt in der Forschung, die daher als Merkmal in die Lehrveranstaltungen eingebracht werden sollte. Dies kann durch Elemente des Forschenden Lernens umgesetzt werden und zeichnet sich besonders dadurch aus, dass die Studierenden den Prozess von der Entwicklung einer Frage über die Auswahl geeigneter Methoden und deren Ausführung bis zur Darstellung der Ergebnisse in eigenständiger Arbeit oder innerhalb einer Gruppe aktiv mitgestalten. Demzufolge werden erste Erfahrungen in forschungsartigen Prozessen gesammelt und das Reflektieren eigener Ergebnisse erlernt. Unterschiedliche Elemente, die alle zusammen dazu beitragen, Forschendes Lernen im Lehrbetrieb im Vollfachstudium Mathematik zu etablieren, werden im folgenden Beitrag dargestellt und zudem über erste Erfahrungen berichtet. Weiterlesen

Moot Court als didaktische Herausforderung in der juristischen Ausbildung

von Tobias Pinkel, Lisa Lüdders und Ingeborg Zerbes

Moot Courts stellen eine Möglichkeit der praxisnahen Ausbildung im Jurastudium dar, die im angloamerikanischen Bereich seit einigen Jahrzehnten, in jüngster Zeit aber auch vermehrt in Deutschland, an Bedeutung gewinnt. Durch simulierte Gerichtsverhandlungen können Studierende Fähigkeiten erlernen, die im Studium der Rechtswissenschaft, das überwiegend auf die Lösung von Fallklausuren ausgerichtet ist, zu kurz kommen, für die Praxis aber von großer Bedeutung sind. Der Aufwand für die Teilnahme an Moot Courts ist für Studierende allerdings enorm und stellt Lehrende vor erhebliche didaktische Herausforderungen. Im klassischen Jurastudium können Moot Courts als Lehrveranstaltung deshalb nur im Wahlpflichtbereich angesiedelt werden. Weiterlesen

Literaturvermittlung hoch3: ein interdisziplinäres Lehr- und Forschungsprojekt

von Helen Cornelius, Andreas Grünewald, Meike Hethey und Karen Struve

Das Projekt Literaturvermittlung hoch3 ist in der Frankoromanistik der Universität Bremen angesiedelt und hat es sich zur Aufgabe gemacht, Literaturwissenschaft und Literaturdidaktik miteinander zu verzahnen. Dafür werden sowohl neue Lehrformate entwickelt, erprobt und evaluiert als auch theoretische und wissenschaftliche Debatten angestoßen, um die bisher wenig erforschte(n) Schnittstelle(n) der Disziplinen zu eruieren. Neben etablierten Wissenschaftler*innen werden auch die Studierenden im Sinne des Forschenden Studierens in diesen Erprobungsprozess integriert. Das Projekt verbleibt aber nicht im akademischen Rahmen: Fluchtpunkt ist die Vermittlung von Literatur für die Schule, aber auch in vielen Bereichen der kulturellen Öffentlichkeit. Weiterlesen

Coaches und TutorInnen im Einsatz: Wie die Studierwerkstatt mit Peer-Formaten Lernen an der Universität Bremen unterstützt

von Jörg Riedel

An der Universität Bremen gibt es seit 2012 zwei Peer-Learning Formate: Coaches sowie die schon wesentlich länger existierenden TutorInnen. Bei der Frage, welches Format für welche Veranstaltung geeignet ist, gibt es immer wieder Unsicherheiten. Die Studierwerkstatt gibt Entscheidungshilfen bei der Frage, ob Coach, TutorIn oder beides. Denn sie hat eine zentrale Funktion bei der Ausbildung und Einsatzbegleitung der TutorInnen und Coaches. Ihr didaktisch-methodisches Wissen hat sie als Materialsammlung online verfügbar gemacht. Damit bietet sie praktische Impulse zum Peer-Learning. Und sie liefert einen Beitrag zur Verstetigung des Peer-Konzepts im Rahmen des Forschenden Studierens und des selbstgesteuerten Lernens an der Universität Bremen. Weiterlesen

Revisiting the learning approaches in psychology

von Dominik Grudzien und Karina De Santis

Two studies were conducted to explore the learning approaches depending on the previous experience with studying (1st time student vs. studied before) in two different cohorts of Bachelor of Psychology students at the University of Bremen. The responses from 152 students suggest that they prefer the deep and the strategic learning approaches over surface learning. However, learning approaches depend on experience with studying according to the interviews with six students. The 1st time students report difficulties with relating the material to other modules and tend to learn strategically for assessment and future career. In contrast, the students who have studied before wish to gain more practical skills, learn by reflecting and connecting the new concepts with their previous knowledge, and manage their time effectively by starting to learn already in class. University instructors may need to consider such potential differences in learning approaches by utilising teaching methods that improve the satisfaction with learning in all students regardless of their previous experience with studying.

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Denn sie wissen ja, was sie tun – Autonomes Sprachenlernen mit Beratung im Tutorenprogramm am FZHB

von Astrid Buschmann-Göbels

“It is important to begin by insisting that language learner autonomy […] is real. It is not a distant goal that shimmers beguilingly like a mirage in the desert but a pedagogical achievement […]”.  

David Little (2011)

Universitäre Sprachenzentren haben sich in den letzten Jahren neuen Anforderungen stellen müssen. Rasch wachsende Internationalisierung, straffe Stundenpläne sowie zunehmende Heterogenität in den Lehrveranstaltungen erfordern die Aufmerksamkeit von Lernenden und Lehrenden wie auch von Leitungen an Sprachenzentren und Hochschulen. Dieser Herausforderung stellt sich das Fremdsprachenzentrum der Hochschulen im Land Bremen (FZHB) mit verschiedenen Angebotsformaten (www.fremdsprachenzentrum-bremen.de). Dabei steht das autonome Lernen seit gut einem Jahrzehnt im Fokus. Das Tutorenprogramm zum begleiteten Selbstlernen startete 2008 und ist seitdem stetig gewachsen – sowohl personell als auch konzeptionell, um den stets wechselnden Teilnehmenden eine optimale und passgenaue Lernbegleitung und (Sprach-)Lernberatung anzubieten.

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BonjourGeschichte: Eine historische Fachzeitschrift aus studentischer Redaktion

von Jan Ulrich Büttner, Thekla Keuck, Sarah Lentz und Julia Timpe

Am Anfang war das Bedauern. Darüber, dass studentische Arbeiten in der Regel sang- und klanglos in der Versenkung verschwinden. Exzellente Haus-, Bachelor- oder auch Masterarbeiten verdienen eine Weiterverbreitung und breitere Bekanntheit. Gleichzeitig gab es vor etwa 10 Jahren, als die Idee zu BonjourGeschichte entstand, kaum Zugänge für diese Texte zu seriösen wissenschaftlichen Zeitschriften. Hier setzt das „Bremer Online Journal Geschichte“ an. Seit seinen Anfängen versteht es sich als eine geschichtswissenschaftliche Fachzeitschrift aus studentischer Redaktion.

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Schwierigen Vergangenheiten auf der Spur: Sommerschule „Difficult Heritage and Memory in the Making“

von Magdalena Waligórska-Huhle und Jacob Nuhn

In der Bremer Geschichte gab es viele Verbindungen nach Osteuropa. Und manche von ihnen führen direkt in die dunkelsten Kapitel der modernen Geschichte: den Holocaust und die Zwangsarbeit während des Zweiten Weltkriegs. Will man sich dieses schwierigen Erbes annehmen, muss man manche dieser Spuren von Bremen bis Osteuropa erforschen, um die ganze Geschichte erzählen zu können. Einen solchen Versuch haben wir mit der Sommerschule „Difficult Heritage and Memory in the Making“ unternommen.

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Erleben Sie mit uns das FB11-Spektrum: Einblicke in Psychologie, Pflegewissenschaft und Public Health

von Nadine Ochmann und Clara-Sophie Ott

Aufregung herrscht in dem Hörsaal der Grazer Straße, Zentrum des Fachbereichs 11 für Human- und Gesundheitswissenschaften. Die Umgebung ist für viele neu. Die Luft ist von Geflüster erfüllt und die ersten geknüpften Kontakte werden vertieft: „Hier, ich habe dir einen Platz freigehalten. Schön, dass du auch da bist. Hast du schon andere aus unserem Studiengang getroffen? Weißt du, was uns heute genau erwartet?“ Der Saal ist mit lauter neuen StudienanfängerInnen gefüllt. Währenddessen steigt auch die Aufregung und Vorfreude der Vortragenden, die vielleicht auch daran zurückdenken, dass sie vor einem Jahr ebenfalls als „Ersti“ in diesem Saal saßen und wie viel sich seitdem verändert hat. Hätten sie damals geglaubt, dass sie schon so bald hier stehen und eigene Forschungsarbeiten präsentieren würden? Nun wird es leiser und Nadine Ochmann begrüßt die Anwesenden: „Willkommen am Fachbereich 11.“ Weiterlesen