Marketing R³: Erfolgsaussichten für Forschendes Lernen in Massenveranstaltungen

von Jonas Frischkorn und Martin G. Möhrle

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Das Verständnis für Forschendes Lernen stellt eine wichtige Fähigkeit dar, die ein wissenschaftliches Studium kennzeichnet. Aus diesem Grund sollten Studierende bereits frühzeitig im Studium mit diesem Konzept und seinen Vorgehensweisen, Methoden und Regeln vertraut gemacht werden, und zwar auch in Studiengängen, deren Eingangsphase durch Massenveranstaltungen geprägt ist. Aus dieser Motivation heraus wurde das Projekt „Marketing R³“ initiiert und im Sommersemester 2015 begleitend zur Veranstaltung „Marketing“ erstmalig erprobt. Während des Projekts lernten die Studierenden in den drei Phasen Recherche, Rezeption und Reflexion wesentliche Aspekte des Forschenden Lernens kennen. Zugeordnet zu verschiedenen thematischen Schwerpunkten wurden während der Erprobung etwa 500 (von ungefähr 1.100 in Stud.IP angemeldeten) Studierende aktiv und nahmen durchweg erfolgreich am Projekt teil. Die Evaluation zeigte interessanterweise eine klar ausgeprägte, zweigipflige Verteilung: Während etwa die Hälfte der Antwortenden von der  Veranstaltung begeistert war, zeigte die andere Hälfte eine ablehnende Haltung. Dies hilft uns bei der Überarbeitung der Veranstaltung und zeigt den Bedarf, die Erwartungen unserer Studierenden zu erfassen und in Richtung des Forschenden Lernens zu lenken.

Studierende sollen während ihres Erststudiums die wesentlichen Grundlagen eines Faches kennen und verstehen lernen, das ist wohl unumstritten. Zugleich sollen sie zu kritischem und konstruktivem Denken befähigt werden, was über das erstgenannte Ziel weit hinausgeht. Hierfür eignen sich in besonderer Weise die Ansätze des Forschenden Lernens (vgl. Euler 2005; Bauer et al. 2014; Schelhowe 2013). In den betriebswirtschaftlich ausgerichteten Studiengängen der Universität Bremen ist Forschendes Lernen ein fester Bestandteil in den fortgeschrittenen Semestern der Bachelor-Programme, verkörpert u.a. in den Vertiefungen mit ihren Projektmodulen, im Modul „Wissenschaftliches Arbeiten“, in den Bachelorarbeiten sowie in den sie begleitenden wissenschaftlichen Seminaren (siehe die speziellen Teile der Bachelor-Prüfungsordnungen der jeweiligen Studiengänge).

Der skizzierte Studienaufbau hat sich ohne Zweifel bewährt und ist vermutlich bei konventioneller Vermittlung des Forschenden Lernens, also der Unterrichtung in kleinen Gruppen mit hohem Betreuungsaufwand, ohne Alternative. Gleichwohl stellt sich die Frage, ob nicht zum Nutzen der Studierenden und der Forschenden wichtige Aspekte Forschenden Lernens früher im Studium, konkret: in der Studieneingangsphase, durch  den Einsatz moderner IT-Systeme vermittelt werden können?

Hierfür wurde das Projekt „Marketing R³: Recherche – Rezeption – Reflexion“ initiiert, das durch die Verfügbarkeit des Moduls DoIT! innerhalb der Lehr-/Lernplattform Stud.IP technisch möglich wurde (studip.de 2014). Als organisatorische Umgebung für die Durchführung des Projekts wurde die Veranstaltung „Marketing“ gewählt, da sie (i) im zweiten Semester des Bachelors und damit in der Studieneingangsphase verortet und (ii) für alle Studierenden betriebswirtschaftlich ausgerichteter Studiengänge verpflichtend ist. Durch die Auswahl dieser Veranstaltung kann folglich eine große Zahl  von Studierenden angesprochen und erreicht werden.

Im Folgenden werden zunächst die Rahmenbedingungen der Veranstaltung „Marketing“ vertieft, sodann das Konzept des Projekts Marketing R³ vorgestellt. Anschließend werden der Ablauf des Projekts skizziert sowie die erzielten Ergebnisse vorgestellt und kritisch gewürdigt. Abschließend werden das Projekt selbst nochmals reflektiert und künftiger Bedarf zu Veränderungen aufgezeigt.

Klasse statt und Masse: Rahmenbedingungen der Veranstaltung „Marketing“

Die Idee, ein Projekt wie Marketing R³ in einer Veranstaltung der Studieneingangsphase betriebswirtschaftlich ausgerichteter Studiengänge durchzuführen und ein hohes Maß an Eigenverantwortung und Engagement einzufordern, mag augenscheinlich der hohen Studierendenzahl zunächst gewagt wirken: In der Lehr-/Lernplattform Stud.IP haben sich zu Beginn des Semesters etwa 1.100 Studierende eingetragen, die aus unterschiedlichen Studiengängen und Semestern stammen. Die Veranstaltung „Marketing“ gehört zum Pflichtprogramm für Studienanfänger aus vier Fachbereichen der Universität Bremen: Es nehmen Studierende der Betriebswirtschaftslehre, des Wirtschaftsingenieurwesen Produktionstechnik, des Wirtschaftsingenieurwesens Elektro-/Informationstechnik, der Wirtschaftsinformatik sowie der Wirtschaftswissenschaft teil. Des Weiteren können Studierende die Veranstaltung besuchen, die Wirtschaftswissenschaften als Komplementärfach belegen und gegebenenfalls schon durch ihre Hauptfachwahl in Kontakt mit wissenschaftlichem und forschendem Arbeiten gekommen sind. Für den Großteil der anderen Studierenden gilt dies nicht. Zu den achthundert Studienanfängern sind noch ca. dreihundert weitere Studierende zuzuzählen, welche das Modul erst später belegen, oder sich für die Wiederholungsprüfung angemeldet haben.

Während der Veranstaltung „Marketing“ werden unterschiedliche thematische Schwerpunkte, wie Preispolitik, strategisches Marketing oder Käuferverhaltenstheorie behandelt. Als Lehrbuch dient das bekannte Buch von Meffert et al. (2015). Da es sich um eine Grundlagenveranstaltung handelt, werden die einzelnen thematischen Schwerpunkte überblicksgebend präsentiert; eine Vertiefung ist bei entsprechender Schwerpunktwahl der Studierenden in späteren Semestern möglich.

Über die Veranstaltungsdauer hinweg sind die Studierenden in vierzehn Vorlesungen zu den Grundlagen des Marketings, zugehörigen Übungen sowie online-basierten Tutorien zur Vertiefung der Übungen eingebunden. Dies allein stellt die Studierenden vor einen gewissen organisatorischen Aufwand, dem sie eigenverantwortlich begegnen müssen.

Das Konzept hinter Marketing R³

Das Projekt Marketing R³ vollzieht sich im Wesentlichen in den drei Schritten Recherche, Rezeption und Reflexion. Diese drei Schritte sind eingebettet in Rahmenveranstaltungen und untergliedern sich in weitere Unterschritte (Tabelle 1). Das definierte Ziel, die Studierenden mit dem Forschenden Lernen vertraut zu machen, wird durch die drei Hauptschritte erreicht:

(i) Im ersten Schritt sollen die Studierenden ihre Recherchefähigkeit verbessern. Dazu wählen sie ein Thema aus der Veranstaltung (z.B. Habituelles Kaufverhalten) und machen sich mit einschlägigen wissenschaftlichen Datenbanken vertraut, um im Anschluss in diesen Datenbanken solche wissenschaftlichen Aufsätze aufzufinden, die zu dem gewählten Thema passen.

(ii) Im zweiten Schritt sichten die Studierenden einige wissenschaftliche Aufsätze ihres Schwerpunktes und leiten Kriterien dafür ab, was einen „guten“ wissenschaftlichen Aufsatz ausmacht. Diese Kriterien nutzen sie, um drei wissenschaftliche Aufsätze final auszuwählen, die zu ihrem jeweiligen Schwerpunkt gehören. Sie fassen die drei Aufsätze in Kürze zusammen und würdigen sie kritisch (vgl. Karmasing & Ribing 2012; Kornmeier 2013).

(iii) Im dritten Schritt (3a.-3c.) versetzen sich die Studierenden in die Rolle von Gutachtern, wie es vom Vorgehen vieler wissenschaftlicher Fachzeitschriften bekannt ist. Sie laden ihre Ergebnisse aus dem zweiten Schritt mit dem Modul DoIT! der Lehr-/Lernplattform Stud.IP hoch. Durch Einstellung des Moduls DoIT! können nun – doppelblind – zwei andere Gruppen desselben Schwerpunktes die Ergebnisse beurteilen. Die Aufgabe der Studierenden in dieser Phase ist also die kritische Auseinandersetzung mit fremden Ergebnissen. Die Studierenden sehen sich in der Situation, die aufgestellten Kriterien anderer Studierender sowie deren Auswahl von wissenschaftlichen Aufsätzen kritisch zu bewerten und zu hinterfragen.

Die Studierenden wurden während des gesamten Semesters umfassend und intensiv betreut. Während der Initiierung in den ersten beiden Wochen des Sommersemesters bestand dreimal pro Woche – im Rahmen der Übungen – die Möglichkeit einer kurzen Fragerunde. Darüber hinaus wurde während des gesamten Sommersemesters das Stud.IP-interne Forum zu Kommunikation zwischen und mit den Studierenden genutzt. Dies hatte den Vorteil, dass die Fragen (organisatorisch oder inhaltlich) einzelner Studierender für alle anderen Studierenden gleichermaßen sichtbar waren.

Tabelle 1: Schritte, Inhalte und Ziele des Projekt Marketing R³

Tabelle 1: Schritte, Inhalte und Ziele des Projekt Marketing R³

Der Weg ist das Ziel: Erfahrungen im Ablauf des Projekts

Ein Projekt wie Marketing R³ ist unter derartigen Rahmenbedingungen – beispielsweise der Größe der Veranstaltung – zwar neu, allerdings konnten wir besonders in Hinblick auf die Benutztung von DoIT! auf die Erfahrungen der letzten Jahre aus der Veranstaltung Methodisches Erfinden zurückgreifen. Dort werden die Doubleblind Peer-Reviews seit dem Wintersemester 2011/2012 im Rahmen von Fallstudien eingesetzt; allerdings in kleinerem Rahmen. Während der Durchführung von Marketing R³ konnten (im Vergleich mit unseren bisherigen Erfahrungen) einige neue Punkte beobachtet werden, die bei einer Verstetigung des Projekts von vornherein Beachtung finden müssen.

• Besonders während der Vorstellung und Initiierung konnte festgestellt werden, dass viele Studierende im zweiten Semester Begriffe nicht kennen, die im universitären Umgang eigentlich geläufig und weithin bekannt sein sollten, etwa den Begriff „Paper“ oder „Review“. Diesem Phänomen konnte mit einem Informationsblatt begegnet werden, auf dem alle – potenziell – unbekannten Begriffe definiert wurden.

• Selbst wenn die meisten Studierenden die Suchmaschine Google kennen und häufig nutzen, sind sie im Umgang mit wissenschaftlichen Datenbanken – auch wenn die Funktionsweise ähnlich erscheinen mag – nicht vertraut. Besonders die Studierenden des ersten Durchlaufs waren sehr unsicher, was die Benutzung von wissenschaftlichen Datenbanken anbelangt. Auch hier konnte durch ein Informationsblatt Abhilfe geschaffen werden.

• Es konnte beobachtet werden, dass sich die Studierenden in ihrer schulischen oder universitären Laufbahn scheinbar selten in der Situation sahen, eigenständig Kriterien aufzustellen und mittels dieser eine Auswahl vorzunehmen und entsprechend zu begründen. Durch die Behandlung eines konkreten Beispiels konnte den Unsicherheiten der Studierenden begegnet werden.

• Hinter der Bearbeitung, beziehungsweise dem Austausch der Reviews, steht das Stud.IP-Plugin DoIT!. Der Umgang damit ist für die Studierenden im zweiten Semester noch neu. Für die Verwendung von DoIT! wurde während des Semesters – auf Wunsch der Studierenden – ein Leitfaden erstellt.

• Ein Punkt, der unsererseits im Vorfeld keinerlei Beachtung fand, waren jene Probleme, die auf interkulturellen Unterschieden beruhen. An einer Stelle des Projekts kam es zu der Situation, dass asiatische Studierende sich über „unfreundliche“ Reviews beschwerten. Ein Blick in das entsprechende Review offenbarte zwar – aus unserer Perspektive – eine direkte, aber keineswegs unfreundliche Begründung der kritischen Punkte der Ausarbeitung. In der Vorlesung selbst konnte dieser Punkt aufgegriffen und  geklärt werden.

Wenn der Vorhang fällt: Ergebnisbetrachtung

Da die Teilnahme am Projekt Marketing R³ freiwillig war, freuten wir uns über die große Anzahl von Studierenden; insgesamt nahmen etwa 500 Studierende an dem Projekt teil, die sich in 250 Gruppen aufteilten. Diese verteilten sich etwa zu gleichen Teilen auf die fünf vorgegebenen Schwerpunkte und erreichten durchweg erfolgreiche Ergebnisse. Die Sichtung der individuellen Ergebnisse zeigte, dass sich die Studierenden konsequent an ihre jeweiligen Kriterien hielten und es schafften,  interessante, aktuelle und thematisch treffende wissenschaftliche Aufsätze zu recherchieren. Auch die Reviews der Studierenden waren in den meisten Fällen differenziert, kritisch und hilfreich.

Abbildung 1: Vergleich der Klausurergebnisse zwischen teilnehmenden Studierenden und nicht-teilnehmenden Studierenden des Projekt: Marketing R³

Abbildung 1: Vergleich der Klausurergebnisse zwischen teilnehmenden Studierenden und nicht-teilnehmenden Studierenden des Projekt: Marketing R³

Der Löwenanteil jener, die am Projekt Marketing R³ teilgenommen haben, absolvierten die Klausur – und damit das Modul – erfolgreich (siehe Abb. 1). Auch wenn hier ein Self-Selection-Bias (vgl. Olsen 2008) vorliegen mag, scheint sich die intensive Beschäftigung im Rahmen des Projekts Marketing R³ für die teilnehmenden Studierenden in mehrfacher Hinsicht gelohnt zu haben. Sie haben nicht nur den Einstieg in das Forschende Lernen gefunden, sondern auch innerhalb der Veranstaltung Marketing unmittelbar profitiert. Im Gegensatz dazu haben die meisten, die nicht bestanden haben, nicht am Projekt Marketing R³ teilgenommen. Wir vermuten, dass die deutlich geringere Durchfallquote bei den Teilnehmern darauf zurückzuführen ist, dass knapp 500 Studierende sich neben der Veranstaltung mit marketing-spezifischen Inhalten beschäftigt haben, während sie ihre wissenschaftlichen Artikel recherchierten, ihre Kriterien definierten und ihre letztendliche Auswahl begründeten.

„Um Kritik zu vermeiden: Tu nichts, sag nichts, sei nichts.“ (E. Hubbard)

Bei unserer Reflexion des Projekts Marketing R³ helfen die studentischen Bewertungen und Kommentare, die in der Evaluation enthalten sind. Sie offenbaren eine zweigipflige Verteilung. Das Projekt Marketing R³ wurde also gleichzeitig positiv und negativ von den Studierenden angenommen. Die klare Zweigipfligkeit hat bei der Analyse der Evaluation überrascht und zeigt, dass es klare Einstellungs- und Erwartungsunterschiede zwischen den Studierenden gibt (vgl. Edelmann 1994). Möglicherweise lassen sich diese  Unterschiede auf verschiedene Lerntypen zurückführen, die Marketing R³ adressiert hat. Nach Offir et al. (2008) und Entwistle & Waterson (1988) gibt es im Wesentlichen zwei Lerntypen: i) Surface Learner folgen der Aufgabenstellung und bleiben bei der Bearbeitung auf einer sehr oberflächlichen Ebene. ii) Deep Learner folgen ebenfalls der Aufgabenstellung, gehen jedoch bei der Beantwortung reflektierter vor, als Surface Learner (vgl. Offir et al. 2008). Wir vermuten, dass Marketing R³ vor allem die Deep Learner erreicht hat und bei den Surface Learnern eher auf Ablehnung gestoßen ist. Dennoch wurde durch Einbindung des Projekts in das Modul DoIT! versucht, alle Lerntypen gleichermaßen anzusprechen (vgl. Popp 2006). Neben den quantitativen Einschätzungen half uns die Evaluation durch eine Vielzahl von Kommentaren. Dabei sind es überwiegend die Studierenden mit konstruktiven Sichtweisen, die zu einer Verbesserung der Idee hinter dem Projekt beitragen. Besonders Kommentare, welche die Initiierung des Projekts Marketing R³ zum Gegenstand haben, nehmen wir gerne als Input zur Verbesserung bei einer möglichen Verstetigung auf.

„Ich hätte mir ein kleines Skript zum Umgang mit wissenschaftlichen Texten gewünscht.“

„Die Übersichtlichkeit in DoIT! und Stud.IP fehlte.“

Auf der Durchführungsseite steht das Modul DoIT! der Lehr-/Lernplattform Stud.IP im Fokus der studentischen Kritik. In der Tat offenbart das – ansonsten tadellos funktionierende – Plugin DoIT! bei derartigen Massenveranstaltungen eine Schwäche: Die Zuordnung von Reviewern muss teilweise manuell erfolgen, was bei knapp 500 Studierenden zu Verzögerungen führt und einen nicht unwesentlichen Aufwand darstellt. Auch wenn wir eine ganze Bandbreite studentischen Feedbacks erhalten haben, sind dennoch nicht alle Kommentare der Studierenden zielführend umsetzbar. Einige deuten schlichtweg auf eine ablehnende Haltung gegenüber Mehraufwand – sei  er freiwillig oder nicht – hin. Vor allem bei der Bewertung des Aufwandes und des Dozenten besteht eine Diskrepanz zwischen den Erwartungen an den Dozenten, beziehungsweise das Modul, und der eigenen Leistungsbereitschaft. Gleichzeitig gab es jedoch auch auf unserer Seite eine Fehleinschätzung: Den Studierenden wurde viel mehr implizites Wissen zu wissenschaftlichen und forschenden Vorgehensweisen beigemessen, als tatsächlich vorhanden war. Besonders dieser Umstand führte dazu, dass sich einige Studierende zunächst überfordert fühlten. Bei einer Verstetigung des Projekts muss diese Erwartungsschwelle an die Studierenden gesenkt werden.

Wird das Projekt Marketing R³ als Gesamtbild betrachtet, können wir dafür, dass es sich um ein Pilotprojekt handelte, ein durchaus positives Gesamtergebnis ziehen. Dieser Eindruck begründet sich unter anderem durch den Erfolg, den die Studierenden erzielen konnten und den Mehrwert, der ihnen geboten wurde. Dies manifestierte sich  ebenfalls an einigen Stellen der Evaluation:

„Das erste Mal, dass man wirklich wissenschaftlich studiert hat.“

„Die gegenseitige Bewertung und die Möglichkeit, sein Projekt daraufhin zu erneuern und zu verbessern.“

„Nicht bloß auswendig lernen, sondern selbst aktiv werden.“

„Grundsätzlich gute Idee die Studierenden an aktuelle Paper heranzuführen.“

Vor allem Kommentare wie diese bestätigen uns darin, dass die Initiierung und Durchführung des Projekts ein richtiger und wichtiger Schritt war. Wir sind sicher, dass das Projekt bei einer erneuten Durchführung bei leistungsbereiten Studierenden positiv angenommen werden würde.

Danksagung:

Besonderer Dank gebührt dem Zentrum für Multimedia in der Lehre (ZMML) der Universität Bremen für die Bereitstellung der Technik und die technische Unterstützung, die Beratung im Umgang mit dem Stud.IP-Plugin DoIT! sowie die Denkanstöße im Bereich der Didaktik. Seit dem Wintersemester 2011/2012 dürfen wir regelmäßig didaktische Projekte im Rahmen der „Win-a-Tutor“-Ausschreibung durchführen und unsere Kompetenzen im Umgang mit Stud.IP und den mittlerweile zahlreichen Plugins weiterentwickeln. Die gemachten Erfahrungen im Rahmen dieser Projekte und die gewonnene Sicherheit im Umgang mit Stud.IP und den erwähnten Plugins haben unser Vertrauen und die Herausforderung geweckt, ein Projekt wie Marketing R³ durchzuführen.

Über die Autoren:

Jonas Frischkorn ist seit 2013 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Projektmanagement und Innovation (IPMI) der Universität Bremen.

Martin G. Möhrle ist Direktor des Instituts für Projektmanagement und Innovation (IPMI) an der Universität Bremen und leitet hier seit 2001 den Lehrstuhl für Innovation und Kompetenztransfer.

Literatur:

Bauer, P.; Mertes, K.; Weidmann, A. (2014): Forschungsorientiertes Lehren und Lernen mit Hilfe einer Forschungscommunity (Projektvorhaben), in: Rummler, K. (Hrsg.): Lernräume gestalten – Bildungskontexte vielfältig denken. Münster, New York: Waxmann Verlag GmbH.

Edelmann, W. (1994): Lernpsychologie. Eine Einführung. 4. Auflage, Weinheim: Beltzm Psychologie Verlags Union.

Entwistle, N.; Waterson, S. (1988): Approaches to studying and levels of processing in university students. Journal of Educational Psychology, 58, 258-265.

Euler, D. (2005): Forschendes Lernen, in: Spoun, S.; Wunderlich, W. (Hrsg.): Studienziel Persönlichkeit. Beiträge zum Bildungsauftrag der Universität heute. 1. Auflage, Campus Verlag: New York, 2005.

Huber, L. (2013): Die weitere Entwicklung des Forschenden Lernens. Interessante Versuche – dringliche Aufgaben, in: Huber, L.; Kröger, M.; Schelhowe, H. (Hrsg.): Forschendes Lernen als Profilmerkmal einer Universität. Beispiele aus der Uni Bremen. Bielefeld: Universitätsverlag Webler.

Karmasin, M.; Ribing, R. (2012): Die Gestaltung wissenschaftlicher Arbeiten. 7. Auflage, Wien: Facultas Verlag.

Kornmeier, M. (2013): Wissenschaftlich schreiben leicht gemacht. 6. Auflage, Bern: Haupt Verlag.

Meffert, H.; Burmann, C.; Kirchgeorg, M. (2015): Marketing: Grundlagen marktorientierter Unternehmensführung. 12. Auflage, Springer Gabler: Berlin.

Offir, B.; Lev, Y.; Bezalel, R. (2008): Surface and deep learning processes in distance education: Synchronous versus asynchronous systems. Computers & Educations, 51, 1172-1183.

Olsen, R. (2008): Self-Selection Bias, in: Lavrakas, P. J. (Hrsg.): Encyclopedia of Survey Research Methods. Thousand Oakes, CA: Sage Publications.

Popp, H. (2006): E-Learning-System bedient die verschiedenen Lerbertypen eines betriebswirtschaftlichen Fachbereichs – Didaktik, Realisierungstechnik und Evaluation, in: Seiler Schiedt, E.; Kälin, S.; Sengstag, C. (Hrsg.): E-Learning – alltagstaugliche Innovation? Münster et al.: Waxmann Verlag GmbH.

STUDIP.DE (2014): Funktionsübersicht. Online abgerufen am: 29.09.2015, unter: http://www.studip.de/info/funktionsuebersicht/

 

 

Bildnachweis:

  • Autorenfoto: Jonas Frischkörn (privat); Martin G. Möhrle (privat)
  • Tab. 1: Jonas Frischkörn und Martin G. Möhrle
  • Abb. 1: Jonas Frischkörn und Martin G. Möhrle

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