Schreibwerkstatt MINT: Wissenschaftliches Schreiben in den Fachbereichen 1 bis 5 fördern und unterstützen

von Annika Rodenhauser

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Schreiben gilt als Schlüsselkompetenz in Studium, Wissenschaft sowie der Mehrheit der Berufe. Nicht zuletzt für IngenieurInnen und NaturwissenschaftlerInnen spielen entsprechende Kompetenzen längst eine entscheidende Rolle. Sowohl in der Abschlussarbeit als auch im späteren Berufsleben warten verschiedenste Schreibtätigkeiten. Zum Aufbau und Erwerb wissenschaftlicher Schreibkompetenz bietet die ‚Schreibwerkstatt MINT’ Studierenden, Forschenden und Lehrenden ein vielschichtiges Konzept mit individuell kombinierbaren Einzelmaßnahmen. Einerseits werden für Studierende (sowie auch Forschende und Lehrende) offene Beratungssprechstunden und Workshops zum wissenschaftlichen sowie populärwissenschaftlichen Schreiben angeboten. Andererseits besteht für Lehrende die Möglichkeit zur Integration von Schreibmodulen in bestehende Lehrveranstaltungen sowie zur Teilnahme an Fortbildungen zum ‚Schreiben in der Lehre’. Weiterlesen

BreMINT: Mehr als Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik

von Jennifer Uhlig

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Das MINT-Portal, BreMINT, soll SchülerInnen für ein natur- oder ingenieurwissenschaftliches Studium begeistern und gleichzeitig Ängste und Vorurteile gegenüber den so genannten MINT-Fächern abbauen. Die Bremer Umsetzung setzt auf den Bogen von Kennenlernangeboten, über die Studieneingangsphase zu Beispielen des forschenden Lernens in den unterschiedlichen Fächern. Ergänzt wird die Darstellung durch individuelle Unterstützungsangebote insbesondere aus dem GS-Bereich. Abgeschlossen wird der Bogen durch Ausblicke auf den Berufseinstieg bzw. Promotion. Weiterlesen

„Wir befinden uns in ungewohnten Situationen und lernen daraus“ Über Erkenntnismomente beim Forschenden Lernen

von Lisa Eisold, Margrit E. Kaufmann, Henning Koch und Inga Tiepermann

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Das Forschende Lernen bringt Studierende – fast zwangsläufig – in neue, ungewohnte Situationen. In diesen Situationen erfahren sie eine hohe Selbstwirksamkeit und können dabei spannende „Aha-Momente“ erleben. Darunter verstehen wir Lern- und Erkenntnismomente, in denen plötzlich neue Sinnzusammenhänge erkannt und Erklärungen für ein beobachtetes Phänomen benannt werden können. Ein zufriedenstellendes Gefühl tritt ein, weil etwas Neues durchdrungen, verstanden und gelernt worden ist. Es sind diese „Aha“-Momente, die Freude am Forschen und Lernen bescheren. Mit ihnen lässt sich zeigen, wie das hochschuldidaktische Konzept des Forschenden Lernens bei den Studierenden seine Früchte trägt und diese wiederum der Wissenschaft zugutekommen.

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„Exploring Diversity!“ – Diversität und Forschendes Lernen entdecken und gestalten: Eine inter- und transdisziplinäre Kooperation

von Ayla Satilmis und Maike Voß

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Wie hängt Forschendes Lernen mit Diversität zusammen und wie lassen sich diese Verbindungen operationalisieren? – Mit diesen Fragen hat sich im Wintersemester 2016/17 eine inter- und transdisziplinäre Kooperation auseinandergesetzt. Erkenntnisse aus der Zusammenarbeit und Chancen eines solchen fächerübergreifenden Austauschs werden in diesem Beitrag beleuchtet, um Impulse für kooperatives Lehren-Lernen-Gestalten zu geben wie auch für eine Umsetzung der Leitbilder für Studium und Lehre.

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Forschend studieren von Anfang an – Heterogenität als Potenzial: ForstAintegriert knüpft als Nachfolgeprojekt an ForstA an

von Maximilian Hohmann

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Im Rahmen des Qualitätspakts Lehre wurde das Projekt ForstA (Forschend studieren von
Anfang an) vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in den Jahren 2012 bis 2016 gefördert. Mit dem Programm konnte sich die Universität Bremen als „Universität des Forschenden Lernens“ profilieren und eine hohe Dynamik in den Fachbereichen erzeugen, die universitätsweit große Entwicklungspotenziale freigesetzt hat. Die Universität Bremen hat mit ForstA eine Vielzahl von Pilotvorhaben angestoßen und implementiert, um insbesondere in den kritischen Phasen des Studiums durch eine stärkere Subjektbezogenheit und Reflexion eine höhere Verbleibsquote und ein aktiveres, selbstverantwortetes Studium zu erreichen. Wertvolle Erfahrungen aus gelungenen und noch optimierbaren Maßnahmen aus ForstA bilden die Grundlage für die qualitative Weiterentwicklung und institutionelle Verankerung durch ForstAintegriert, welches als Nachfolgeprojekt in den kommenden vier Jahren von Anfang 2017 bis Ende 2020 an der Universität Bremen umgesetzt wird.

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„Das ist wie ein großes Puzzle! Am Ende ergibt jedes Teil seinen Sinn“ Forschendes Lernen im Masterstudiengang Public Health – Gesundheitsversorgung, -ökonomie und -management

von Maike Voß, Jennifer Koch und Ansgar Gerhardus

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Hannah Muniz hat im letzten Jahr ihr Public-Health-Studium abgeschlossen. Als Referentin für Versorgungsmanagement bei einer größeren Krankenkasse ist eine ihrer Aufgaben, die Angebote für Schwangere zu verbessern. Dabei stößt sie auf die hohe Zahl an Kaiserschnitten: 31% aller Geburten erfolgen inzwischen durch einen Kaiserschnitt, etwa doppelt so viele wie im Nachbarland, den Niederlanden. Diese hohe Rate wird in Fachkreisen und in der Öffentlichkeit zunehmend kritisch diskutiert. Frau Muniz fragt sich, welchen Beitrag ihre Krankenkasse leisten kann, um mehr Frauen eine Geburt ohne Kaiserschnitt zu ermöglichen. Nachdem sie sich einen ersten Überblick verschafft hat, erstellt sie eine Liste mit Fragen, denen sie nachgehen will. In welchen Fällen ist ein Kaiserschnitt aus gesundheitlicher Sicht sinnvoll? Wer beeinflusst die Entscheidung über einen Kaiserschnitt? Welche gesundheitlichen Faktoren sind mit häufigen Kaiserschnitten verbunden? Unterscheidet sich dieKaiserschnittrate je nach Land oder Region? Welche Maßnahmen gibt es schon und wie erfolgreich sind diese? Und wie wirken sich Kaiserschnitte für die unterschiedlichen Akteur_innen finanziell aus? Schnell stellt sie fest, dass viele unterschiedliche Akteur_innen beteiligt sind: Schwangere Frauen, Hebammen, Ärzt_innen und Krankenhäuser. Je nach Profession und Institution bringen die Beteiligten ganz unterschiedliche Interessen und Sichtweisen mit. Frau Muniz geht davon aus, dass nachhaltige Veränderungen nur gemeinsam mit allen beteiligten Akteur_innen erreicht werden können. Weiterlesen

„Moin“ to new locals: helping migrants to adjust to Bremen with a mobile application

von Hong Yin Ngan, Anna Lifanova, Sabrina Rahman und Alexandra Okunewitsch

“The visit to refugee camps was a really helpful experience. It’s a different perspective when you see what it means to live in a camp, have no home, no family and no  connections. I think, it’s especially hard for teenagers – young guys who do not have much life experience with arranging their life in a foreign country. They are really willing to communicate with local people and find friends.” (Anna Lifanova) Weiterlesen

Wohnumwelt und Wohlbefinden im Quartier – Partizipative Technikentwicklung für und mit ältere/n Menschen

von Ulrike Lahn, Susanne Maaß und Gabriele Bolte

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In Nachbarschaften und Quartieren leben Menschen jeden Alters. Mit zunehmendem Alter verengt sich der Bewegungsradius und die Bedeutung des unmittelbaren Wohnumfeldes nimmt zu. Hierzu zählen beispielsweise ein gutes und sicheres Wohnen und Miteinander sowie die problemlose Erreichbarkeit von Einkaufsmöglichkeiten, medizinischer Versorgung, aber auch von sozialen und kulturellen Einrichtungen und Grünflächen.

Was genau bedeutet „Wohnumwelt“, woran hängt das „Wohlbefinden“ für ältere Menschen? Wie können die Bedürfnisse älterer Menschen in Bezug auf ihr Quartier, wie können die Wohn- und Lebensbedingungen, mit denen sie sich wohl- oder unwohl fühlen, erhoben werden? Wie aktiv können und wollen ältere Menschen ihr Lebensumfeld mitgestalten? Und wie könnte Technik in Form eines Online-Nachbarschaftsportals dazu beitragen, die Möglichkeiten der nachbarschaftlichen Vernetzung, Mitgestaltung und Aktivitäten zu verbessern? Weiterlesen

PI-1 reloaded – Eine Initiative zur Anpassung der Grundlagenveranstaltung „Praktische Informatik 1“ an die wachsende Heterogenität der Studierenden

von Karsten Hölscher

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Die Erstsemester-Veranstaltung „Praktische Informatik 1“ im Fachbereich 3 (Mathematik und Informatik) wird zunehmend von Studierenden verschiedener Studiengänge besucht. Um der Heterogenität der Teilnehmenden hinsichtlich ihrer Vorkenntnisse und  Perspektiven gerecht zu werden, ist eine Umgestaltung weg von einer reinen Informatik-Veranstaltung wünschenswert. Das im Folgenden beschriebene Projekt „PI-1 reloaded“ stellt den Versuch einer vorsichtigen Reform mit Fokus auf eine Binnendifferenzierung der Teilnehmenden dar. Weiterlesen