Literaturvermittlung hoch3: ein interdisziplinäres Lehr- und Forschungsprojekt

von Helen Cornelius, Andreas Grünewald, Meike Hethey und Karen Struve

Das Projekt Literaturvermittlung hoch3 ist in der Frankoromanistik der Universität Bremen angesiedelt und hat es sich zur Aufgabe gemacht, Literaturwissenschaft und Literaturdidaktik miteinander zu verzahnen. Dafür werden sowohl neue Lehrformate entwickelt, erprobt und evaluiert als auch theoretische und wissenschaftliche Debatten angestoßen, um die bisher wenig erforschte(n) Schnittstelle(n) der Disziplinen zu eruieren. Neben etablierten Wissenschaftler*innen werden auch die Studierenden im Sinne des Forschenden Studierens in diesen Erprobungsprozess integriert. Das Projekt verbleibt aber nicht im akademischen Rahmen: Fluchtpunkt ist die Vermittlung von Literatur für die Schule, aber auch in vielen Bereichen der kulturellen Öffentlichkeit.

Ziel, Aufbau & Organisation

Ziel des Projekts Literaturvermittlung hoch3 ist die Verknüpfung von fachwissenschaftlichen und fachdidaktischen Studieninhalten im Lehramtsstudium Frankoromanistik. Die Begründung für dieses Ziel liegt in unserer Beobachtung und dem Forschungsbefund, dass die Integration der verschiedenen Wissensbereiche in der Lehre nicht systematisch angeleitet, sondern von Beginn an überwiegend in die Verantwortung der Studierenden gelegt wird (vgl. Legutke/Schart 2016: 38), obwohl es in ihrem späteren Berufsalltag unumgänglich ist, fachwissenschaftliche und fachdidaktische Wissensbestände verknüpft anzuwenden. Diese Form der Vernetzung wird als grundlegend für die Professionalität der Lehrer*innen und für ihre Lehrqualität angesehen (vgl. z. B. Bromme 2014[1992]; BMBF 2016; Legutke/Schart 2016). Demgegenüber steht die Feststellung, dass die Disziplinen an der Universität häufig isoliert voneinander operieren und sich in der Regel weder auf inhaltlicher, noch auf struktureller oder personeller Ebene austauschen.

Diesem Desiderat will Literaturvermittlung hoch3 begegnen, indem in der Frankoromanistik das Thema „Literaturvermittlung“ zur systematischen und reziproken Verknüpfung von Fachwissenschaft und Fachdidaktik genutzt wird. Dabei werden durch das Projekt Literaturvermittlung hoch3 neben den beiden beteiligten Disziplinen auch deren hochschuldidaktische Ansätze in Bewegung versetzt: Interdisziplinäre Verknüpfungen erfordern interdisziplinäre Vermittlungsmethoden wie ein ‚kontroverses Team-Teaching’.

Abbildung 1: Logo Literaturvermittlung hoch³

Das Projektteam bestehend aus Vertreter*innen der französischsprachigen Literaturen sowie der Fachdidaktik Französisch bildet die Grundlage der interdisziplinären Zusammenarbeit. Seit Oktober 2016 widmet sich das Team zunächst hauptsächlich in interdisziplinären Lehrveranstaltungen, durchgeführt von Meike Hethey (Fachdidaktik Französisch) und PD Dr. Karen Struve (französischsprachige Literaturwissenschaft) und unterstützt von Elena Tüting, der Vernetzung der Disziplinen. Seit August 2017 wird das Projekt zusätzlich von Prof. Dr. Andreas Grünewald und Helen Cornelius getragen und im Rahmen von ForstAintegriert gefördert.

Projektaktivitäten

Ein Kernelement des Projekts zur Vernetzung der Disziplinen und zur praktischen Anwendung in Schule und kultureller Öffentlichkeit sind die interdisziplinären Seminare, die bereits seit zweieinhalb Jahren realisiert werden. Neben diesen Seminaren, deren Konzeption vollständig im Projektrahmen entstand, erfolgen weitere Impulse aus dem Projekt in die Lehre: etwa eine interdisziplinäre Tagung mit Akteur*innen aus Universität, Schule, Journalismus und Kulturvermittlung, universitätsöffentliche Gastvorträge, ein Workshop mit einer Buchillustratorin, ein öffentliches Internetportal mit Literatur-Rezensionen und Interviews von Studierenden, Projektvorstellungen im Rahmen von Ringvorlesungen und komparatistischen Workshops u.v.m.

Interdisziplinäre Lehre: Seminarkonzeptionen und Evaluationsergebnisse

Zwischen dem Wintersemester 2016/17 und dem Wintersemester 2018/19 wurden insgesamt vier interdisziplinäre Lehrveranstaltungen im Rahmen des Projekts durchgeführt. Drei dieser Veranstaltungen waren curricular in ein fachdidaktisches Mastermodul eingebunden und wurden jeweils mit vier Semesterwochenstunden gelehrt. Trotz der fachdidaktischen Verortung konnten diese Seminare, ihrem interdisziplinären Charakter entsprechend, auch als literaturwissenschaftliche Vertiefungsmodule angewählt und anerkannt werden. Die ersten beiden Durchgänge dieses Seminarkonzepts haben literaturwissenschaftliche und literaturdidaktische Rezeptionstheorien in Verbindung gebracht und die Bezüge kritisch beleuchtet. Darüber hinaus wurde im Sommersemester 2018 ein Seminar, das sich thematisch mit kanadischer Kinder- und Jugendliteratur auseinandergesetzt hat, in einem literaturwissenschaftlichen Aufbaumodul auf Bachelorniveau angesiedelt.

Das zuletzt durchgeführte Seminar (WS 18/19), das im Folgenden exemplarisch mit Evaluationsergebnissen vorgestellt wird, stand unter dem Titel: „Inter- und transkulturelle Literatur- und Kulturdidaktik“.

Die interdisziplinären Seminarkonzepte zeichnen sich dadurch aus, dass literaturdidaktische und -wissenschaftliche Inhalte kombiniert thematisiert werden. Am deutlichsten wird dies in der personellen Repräsentation sichtbar, da alle Seminare konsequent im Team-Teaching-Verfahren von einer Fachdidaktikerin und einer Literaturwissenschaftlerin gelehrt werden. Diese treten stellvertretend für ihre Disziplinen in einen – durchaus auch kontroversen – Dialog. Dadurch werden die Studierenden in eine gemeinsame Diskussion auf theoretischer Ebene wie in Bezug auf den Umgang mit literarischen Texten einbezogen und erfahren so den diskursiven und prozessualen Charakter von Wissenschaft.

Auf theoretischer Ebene werden im Seminar einerseits literaturdidaktische Konzepte wie beispielsweise das der „interkulturellen Kompetenz“, welches bildungspolitisch maßgebend für den Fremdsprachenunterricht ist (vgl. KMK 2003: 6; vgl. KMK 2012: 11) mithilfe eines Rückgriffs auf literatur- und kulturwissenschaftliche Theorien auf den Prüfstand gestellt. Andererseits werden postkoloniale und transkulturelle Literatur- und Kulturtheorien auf ihr Potential für die Gestaltung von Literaturvermittlung insbesondere im schulischen Literaturunterricht befragt. Diese Auseinandersetzung findet nicht nur im Seminar, sondern auch in den schriftlichen Arbeiten der Studierenden statt. Im Zuge dessen haben die Studierenden die Möglichkeit, Forschungspositionen kritisch zu reflektieren und überdies innovative Unterrichtskonzepte zu entwickeln. Ein besonderes Potential bietet sich, wenn die Studierenden im Rahmen ihres Praxissemesters die Möglichkeit haben, ihre Konzeptionen zu erproben und zu evaluieren. In der Evaluation greifen sie oftmals auf qualitativ-empirische Forschungsmethoden zurück, wie beispielsweise die teilnehmende Beobachtung oder die qualitative Inhaltsanalyse. Auf diese Weise sind im Projekt bereits einige interdisziplinäre studentische Forschungsarbeiten entstanden. Der Prozess, den die Studierenden in der Entwicklung, Erprobung und Evaluation von literaturwissenschaftlich inspirierten Unterrichtsdesigns durchlaufen, lässt sich in Beziehung zu den Phasen eines Forschungsprozesses nach Huber (2014) setzen (vgl. hierzu ausführlich Hethey/Struve 2018; Cornelius [2019 in Vorbereitung]). Im Projekt entwickeln sich also Räume, in denen die Studierenden aktiv forschen können, wodurch das Konzept des Forschenden Studierens zum Tragen kommt.

Abbildung 2: Verbindungen der Disziplinen im Projekt

Literaturvermittlung durch Rezensionen

Neben den klassischen Prüfungsformaten wird im Seminar jedoch auch der Blick auf das literarische Feld geöffnet. Die Begründung hierfür ist denkbar einfach, scheint allerdings im alltäglichen Geschäft des schulischen Litertaturunterrichts oft aus dem Blick zu geraten. Allgemein: So sind es die gesellschaftliche Bedeutung und die Rolle, die Literatur in der Öffentlichkeit spielt, die die Legitimation für die Auseinandersetzung mit Literatur in Schule darstellen. Im Besonderen: Durch das Verfassen eigener Rezensionen zu einem aktuellen französischsprachigen literarischen Werk werden die Studierenden zunächst angehalten, sich mit dem aktuellen Buchmarkt auseinanderzusetzen und einen geeigneten, d.h. zum Seminarthema passenden Text auszuwählen. Mit dem Verfassen einer Rezension wird zudem eine klassische Form der Vermittlung aus dem literarischen Feld trainiert – eine Textsorte, die im Rahmen eines wissenschaftlichen Studiums sonst eher selten angefertigt wird. Gleichzeitig aber wird eine idealtypische Aufgabe aus dem schulischen Literaturunterricht aufgegriffen, die häufig ohne kritische Reflexion im Unterricht eingesetzt wird: die Buchbesprechung. Hier wird also über eine spezifische Textsorte die Verbindung von Literaturunterricht und literarischem Feld, von schulischer und außerschulischer Literaturvermittlung geschaffen.

Erstellung eines Dossiers – kanadische Kinder- und Jugendliteratur

An diesen Ansatz anknüpfend erarbeiten Meike Hethey und Karen Struve gemeinsam mit Studierenden derzeit ein Dossier zur frankokanadischen Kinder- und Jugendliteratur, für das die Grundlagen im Rahmen eines B.A.-Moduls zum gleichen Thema gelegt wurden. Das Dossier mit Rezensionen zu aktuellsten frankokanadischen Buchtiteln sowie einer Einleitung in diesen Bereich der frankophonen Literaturen erscheint auf dem renommierten Online-Portal kinderundjugendmedien.de, das federführend von Dr. Tobias Kurwinkel und Dr. Philipp Schmerheim (Universitäten Bremen und Hamburg) betreut wird.

Buchcover selbst gestalten und reflektieren

Im Wintersemester 2018/19 wurde im Seminarrahmen ein Workshop zur Gestaltung von Buchcovern mit der Grafikdesignerin Astrid Ose veranstaltet. Im Rahmen dieses Workshops gab die Illustratorin Einblick in ihre Arbeitsweise und den Prozess einer Covergestaltung. Die Studierenden erhielten die Gelegenheit unter Berücksichtigung von gestalterischem Fachwissen, Cover zu selbst ausgewählten Romanen zu gestalten. Auch in diesem Workshop verbinden sich literatursoziologische und literaturdidaktische Fragestellungen in idealer Weise: Buchcover sind sowohl in Bezug auf die Vermarktung von Literatur relevant, als auch im schulischen Literaturunterricht ein beliebter Einstieg, um einen Zugang zu einem Text zu entwickeln. Ausgehend vom Cover werden von Schüler*innen Vermutungen über den möglichen Inhalt angestellt und es wird teilweise sogar ein Geschmacksurteil gefordert (vgl. Découvertes Série jaune 3 CdA 2014: 12f., À plus 3 SB 2014: 38f.). Der Prozess der Covererstellung sowie die Marktlogiken, die sich dahinter verbergen, lassen für die Studierenden nach dem theoretischen wie praktischen Workshop das Verhältnis von Cover und Inhalt jedoch in einem anderen Licht erscheinen.

Das literarische Feld erkunden

Dass Literatur nicht einfach nur ein Gegenstand ist, den es zwangsläufig in der Schule zu behandeln gilt, sondern der eine große gesellschaftliche Relevanz aufweist, macht Studierenden (wie Schüler*innen) ein Blick auf das weite literarische Feld deutlich: auf Verlage, Literaturagenturen und Vertriebswege, auf Übersetzungsmärkte und -lizenzen, auf Literaturkritik und mediale Präsenz und Absenz von Literatur überhaupt, auf die Rolle von Autor*innen, Buchhändler*innen und Bibliothekar*innen etc. Vor diesem Hintergrund hat das Projektteam mehrfach Exkursionen zur Leipziger und Frankfurter Buchmesse organisiert: Veranstaltungen, auf denen die Dimensionen von Literatur eindrucksvoll deutlich werden. Darüber hinaus eröffnet auch der gemeinsame Besuch von Lesungen oder Theaterinszenierungen Räume für eine Auseinandersetzung mit Literatur, die nicht allen Studierenden geläufig ist.

Abbildung 3: Projektdarstellung Literaturvermittlung hoch³

Studierendenstimmen

Das gesamte Projekt und insbesondere die interdisziplinären Lehrveranstaltungen werden begleitend evaluiert. Dabei kommen sowohl die Methode der teilnehmenden Beobachtung als auch Fragebögen und qualitative Leitfadeninterviews zum Einsatz. Die Ergebnisse, die im Folgenden vorgestellt werden, stammen aus der Befragung der Teilnehmer*innen des im WS 18/19 durchgeführten Seminars „Inter- und transkulturelle Literaturdidaktik“. Die Ergebnisse der vorangegangenen Evaluationen sind dabei stets in die Neukonzeption des Lehrangebots eingeflossen.

Von den 14 befragten Seminarteilnehmer*innen stufen 13 Studierende die Verknüpfung von Fachwissenschaft und Fachdidaktik im Lehramtsstudium durchgängig als „wichtig“, „relevant“ und von „hoher Bedeutung“ ein. Ein weiterer Indikator für die Zufriedenheit mit dem Konzept ist der mehrfach geäußerte Wunsch, dass eine derartige Vernetzung bereits im Bachelorstudium bzw. ebenfalls in anderen Bereichen des Studiums praktiziert würde. Viele Studierende formulieren explizit, dass sie die Verknüpfung für unabdingbar für ihre spätere Berufspraxis halten. Eine Antwort auf die Frage nach der Verknüpfung der Disziplinen ist hervorzuheben: „Das eine funktioniert oft nicht ohne das andere“. Sie erscheint besonders interessant, weil sie darüber hinaus geht, eine Verknüpfung als sinnvoll zu erachten. Vielmehr zeigt sich hier die Ansicht, dass beide Disziplinen untrennbar miteinander verbunden sind und eine Trennung nicht gegenstandsangemessen sei.

Neben der grundsätzlichen Zustimmung für den Ansatz des Projekts und des interdisziplinären Seminars haben die Studierenden auch konstruktives Feedback und kreative Anregungen gegeben, um die Vernetzung von Fachwissenschaft und Fachdidaktik in der universitären Lehrerbildung zu praktizieren. So äußern einige Studierende den Wunsch, die Vernetzung, die im Seminar vornehmlich auf der Ebene literaturdidaktischer und literaturwissenschaftlicher Theoriebildung stattfand und punktuell auf unterrichtspraktische Beispiele Bezug genommen hat, noch konsequenter über alle Ebenen zu deklinieren. Hier zeigt sich allerdings, dass die persönlichen Erwartungen und Bedürfnisse der Studierenden keineswegs einheitlich sind. Es gibt ebenso eine Gruppe Studierender, die die im Seminar praktizierte Vernetzung als sehr gut bewertet und in Bezug auf die Seminargestaltung keine Verbesserungsvorschläge einbringt.

Auf hochschuldidaktischer Ebene soll an dieser Stelle abschließend die Bewertung des Konzepts des Team-Teachings dargestellt werden. Hier bestätigt sich ein Bild, welches auch schon in vorangegangenen Erhebungszyklen deutlich wurde: Das Team-Teaching wird von den Studierenden als extrem positiv und bereichernd wahrgenommen. Die große Mehrheit der Seminarteilnehmer*innen bewertete dieses System mit der bestmöglichen Antwortmöglichkeit („sehr gut“). In der Begründung dieser Einschätzungen gehen die Studierenden oftmals auf den Mehrwert ein, den zwei divergierende Sichtweisen, vertreten durch zwei Dozent*innen in der Auseinandersetzung mit einem Thema erbringen. Über den dynamischen und abwechslungsreichen Dialog der „Expert*innen“ seien die Berührungspunkte aber auch die Kontroversen zwischen den Disziplinen sichtbar geworden. Eine Gelingensbedingung des Team-Teachings scheint dabei die persönliche, positive Beziehung zwischen den Dozent*innen zu sein, die viele Studierende als solche wahrgenommen haben.

Eine Betrachtung der vorgestellten Ergebnisse macht deutlich, dass sich in den Rückmeldungen der Studierenden die zum Teil bereits konstatierten theoretischen Überlegungen wiederfinden. So erachtet ein Großteil der Befragten eine Verknüpfung von Fachwissenschaft und Fachdidaktik als notwendig und wichtig – eine Auffassung, die sich mit der eingangs erläuterten theoretischen Position (vgl. Legutke/Schart 2016) deckt. Außerdem wurde herausgearbeitet, dass Studierende die Möglichkeit einer klaren Trennung von Fachwissenschaften und Fachdidaktik in Frage stellen. Auch für diese These gibt es in der Theorie prominente Vertreter, beispielsweise Neuweg (2014), der begründet in Frage stellt, ob man fachwissenschaftliches und fachdidaktisches Wissen überhaupt voneinander trennen kann. Es zeigt sich, dass der als Ausgangslage formulierte Handlungsbedarf des Projekts auch von den Studierenden wahrgenommen wird und dass die Ansätze des Projekts zur Vernetzung begrüßt werden.

Ausblick

Die verbleibende Projektlaufzeit soll nun dazu genutzt werden, die Übertragung der Erfahrungen und Erkenntnisse aus der universitären Lehre in die schulische Praxis zu fokussieren. Ein Teil der Studierenden wird im Rahmen des Praxissemesters die Gelegenheit wahrnehmen, eigene Unterrichtsentwürfe zur Arbeit mit literarischen Texten im Französischunterricht zu erproben und zu reflektieren. Gemeinsam mit den Projektleiter*innen sollen auch hier im Austausch mit den Mentor*innen an den Schulen Möglichkeiten und Herausforderungen des fremdsprachlichen Literaturunterrichts untersucht werden.

Die Ergebnisse des angestoßenen Dialogs mit Kolleg*innen aus den Literaturwissenschaften und Literaturdidaktiken der gängigen Schulphilologien werden zudem derzeit in zwei Sammelbänden zusammengeführt.

Unter Berücksichtigung der Empfehlungen der Reakkreditierung der romanistischen Studiengänge werden darüber hinaus Überlegungen zur curricularen Verankerung in die lehramtsbezogenen Studiengänge der Romanistik angestellt.

Literatur:

  • Bromme, Rainer (2014[1992]): Der Lehrer als Experte. Zur Psychologie des professionellen Wissens. Bern: Verlag Hans Huber.
  • Bundesamt für Bildung und Forschung (BMBF), Referat Frühe und allgemeine Bildung (Hrsg.) (2016): Neue Wege in der Lehrerbildung. Die Qualitätsoffensive Lehrerbildung. Online abrufbar unter https://www.bmbf.de/de/qualitaetsoffensive-lehrerbildung-525.html (letzter Zugriff 12.4.2017).
  • Cornelius, Helen (in Vorbereitung): Disziplinäre Schnittstellen als Potential – Literaturwissenschaft und Fachdidaktik im Lehramtsstudiengang Französisch. In: Hoffmeister, Thomas/Koch, Henning/Tremp, Peter (Hrsg.): Forschendes Lernen als Studiengangsprofil. Zum Lehrprofil einer Universität. Wiesbaden: Springer VS.
  • Hethey, Meike/Struve, Karen (2018): MitLesen. Forschendes Lernen in den Literaturwissenschaften. In: Kaufmann, Margit E./Satilmis, Ayla/Mieg, Harald (Hrsg.): Forschendes Lernen in den Geisteswissenschaften. Wiesbaden: Springer VS, S. 141-166.
  • Huber, Ludwig (2014): Forschungsbasiertes, Forschungsorientiertes, forschendes Lernen: Alles dasselbe? Ein Plädoyer für eine Verständigung über Begriffe und Unterscheidungen im Feld forschungsnahen Lehrens und Lernens. In: Das Hochschulwesen, 62, 1/2, S. 32-39.
  • Kultusministerkonferenz der Länder (KMK) (2003): Bildungsstandards für die erste Fremdsprache (Englisch/Französisch) für den Mittleren Schulabschluss. Online abrufbar unter: https://www.kmk.org/fileadmin/Dateien/veroeffentlichungen_beschluesse/2003/2003_12_04-BS-erste-Fremdsprache.pdf (letzter Zugriff 4.3.2019).
  • Kultusministerkonferenz der Länder (KMK) (2012): Bildungsstandards für die fortgeführte Fremdsprache (Englisch/Französisch) für die Allgemeine Hochschulreife. Online abrufbar unter: https://www.kmk.org/fileadmin/Dateien/veroeffentlichungen_beschluesse/2012/2012_10_18-Bildungsstandards-Fortgef-FS-Abi.pdf (letzter Zugriff 4.3.2019).
  • Legutke, Michael K./Schart, Michael (2016): Fremdsprachliche Lehrerbildungsforschung. Bilanz und Perspektiven. In: Legutke, Michael K./Schart, Michael (Hrsg.) Fremdsprachendidaktische Professionsforschung: Brennpunkt Lehrerbildung. Tübingen Narr Francke Attempto Verlag, S. 9-46.
  • Neuweg, Georg Hans (2014): Das Wissen der Wissensvermittler. In: Terhart, Ewald/Bennewitz, Hedda/Rothland, Martin (Hrsg.): Handbuch der Forschung zum Lehrerberuf, 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Münster/New York: Waxmann, S. 583-614.

Lehrwerke:

  • Découvertes Série jaune, Lernjahr, Cahier d’activités, 2014. Hamburg: Ernst Klett.
  • À plus, Lernjahr, Schülerbuch, 2014. Berlin: Cornelsen.

Über die AutorInnen:

Meike Hethey ist Universitätslektorin in der Didaktik der romanischen Sprachen mit dem Schwerpunkt Französisch.

Prof. Dr. Andreas Grünewald ist Professor für die Didaktik der romanischen Sprachen.

Helen Cornelius, M.Ed. ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt Literaturvermittlung hoch3.

PD Dr. Karen Struve ist Postdoktorandin in der Romanistik mit einem Schwerpunkt in französischsprachigen Literaturen und Kulturen.

Elena Tüting, M.A. ist wissenschaftliche Mitarbeiterin in den frankophonen Literaturwissenschaften und war 2017 zugleich wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt Literaturvermittlung hoch3.

Bildnachweise:

Abbildung 1 bis 3, AutorInnenfoto: Helen Cornelius; Andreas Grünewald; Meike Hethey; Karen Struve

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