Was lässt sich aus dem Werk Die Pest und einer gemeinsamen Beschäftigung damit lernen? Welche Überlegungen und Ideen Camus‘ sind besonders interessant, strittig, bereichernd, diskussionswürdig, vielleicht auch heute besonders relevant? Wie ließen sich sein Denken und sein Werk so aufbereiten, dass uns eine breite und substantielle Auseinandersetzung damit möglich ist?

In dem Seminar „Vorhang auf und Bühne frei: Eine Aufbereitung des Werks Albert Camus‘ für die Öffentlichkeit“ von Svantje Guinebert haben sich Studierende Gedanken über diese und weitere Fragen gemacht. Daraus entstanden ist das Projekt

 

zusammen denken

#camus4solidarity

 

Der Name ist Programm: Wir wollen

… einfach zusammen denken: das ist das, was wir in dem Seminar tun und wozu wir gerne auch andere einladen möchten.

… über den Begriff „zusammen“ nachdenken: Was kann „zusammen“ überhaupt bedeuten, gerade in einer Zeit, in der gesellschaftliche Gruppen (ökonomisch und ideell) immer weiter auseinanderdriften und in der aufgrund der so verschiedenen Lebenswelten aber auch der aktuellen Pandemie ein altbekanntes, klassisches Zusammen nicht mehr möglich ist?

… dadurch, dass wir zusammen denken, ein neues Zusammen entstehen lassen. Descartes schrieb „Ich denke, also bin ich“; Camus fügte dem ein „Ich revoltiere, also sind wir“ hinzu. Wir denken zusammen – also gibt es ein Wir? Inwieweit kann durch eine Auseinandersetzung mit grundlegenden Fragen des Miteinanders, durch ein zusammen Denken ein „Wir“ entstehen? Kann ein kritisches und waches, ungekünsteltes und menschenfreundliches, an Grundfragen des Zusammenlebens interessiertes Denken dazu beitragen, neue Perspektiven auf ein mögliches gesellschaftliches Wir zu eröffnen?