Dezember 2021

  • 09.12.2021: Ein Vortrag von Dr. Heath Cabot (University of Pennsylvania): Solidarity, Contradiction, and Care in Athens

Wo? Zoom (Zoom-Link folgt auf Anmeldung)

Wann?  Donnerstag, 09.12.21 ab 18.15 Uhr 

Anmeldung bitte unter: binkofan@uni-bremen.de

Contradictions were often at the heart of solidarity’s capaciousness in austerity-laden Athens. Heath Cabot draws on her research (since 2015) with grassroots healthcare initiatives in Greece that provided care and medicines via horizontally organized modes of labor and redistribution. Pensioners, unemployed people, and even refugees and migrants assisted equally diverse groups of beneficiaries—some of whom were themselves participants in solidarity work. This talk centers on dominant repertoires through which volunteers theorized the meaning and practice of solidarity. These different repertoires often came into conflict, signaling misrecognitions and ambivalences in the field of collective action; yet they also accommodated diverse interactional contexts and needs, enabling participants to manage dilemmas of hierarchy and access to care. These flexible repertoires of solidarity—often through their very contradictions—enabled solidarity work to engage diverse sets of participants and beneficiaries. Contradictions thus served to make collective action possible, forming the ground for social repair and healing.

Heath Cabot (PhD, University of California, Santa Cruz 2010) teaches anthropology at the University of Pittsburgh. She is interested in the question of what it means to flourish, and what enables – and precludes – flourishing. She has conducted research in Greece since 2004 on displacement, human rights and humanitarianism, exclusion and racialization, and more recently health, healing, and solidarity. She is the author of On the Doorstep of Europe: Asylum and Citizenship in Greece (University of Pennsylvania Press 2014) and is currently completing a second monograph on grassroots healthcare activism in Greece.

Heath Cabot (2017, University of Pennsylvania)

 

November 2021

04.11.2021: Abschlussveranstaltung mit Podiumsdiskussion:

„Eine Uni – Ein Buch: Die Uni Bremen liest ‚Die Pest‘ von Albert Camus“

Solidarität neu befragen – Widersprüche und Möglichkeiten

Donnerstag, 04.11.2021, um 18.30 Uhr

Ort: „Kukoon“, Buntentorsteinweg 29-31, 28201 Bremen

Oder im Online Stream: media.kukoon.de

Hinweis: Es gilt die 3G Regelung (getestet, geimpft, genesen). Bitte einen Nachweis mitführen.

Gerade in Zeiten von Corona- und Klimakrise sind Solidaritätsaufrufe allgegenwärtig. Zugleich bleibt Solidarität weiterhin ein vieldeutiger, umkämpfter Begriff. Solidarisches Miteinander muss immer wieder neu befragt werden, genauso wie die Bedingungen dafür.

Die Abschlussveranstaltung des Projekts „Eine Uni – Ein Buch: Die Uni Bremen liest ‚Die Pest‘ von Albert Camus“ und des Themensemesters „Solidarität neu befragen“ diskutiert Möglichkeiten, Widersprüche und Behinderungen von Solidarität unter den Bedingungen von Krise und Polarisierung mit Kultur- und Medienwissenschaftler*innen sowie mit Aktivist*innen und Studierenden.

Der Abend bietet einerseits einen kurzen Blick zurück auf die bisherigen Veranstaltungen, Debatten und Ergebnisse. Zugleich wollen wir uns mit Gästen aus Politik, Aktivismus und Wissenschaft den zentralen Fragen unseres Projektes stellen: Was bedeutet Solidarität in Zeiten von mehrfachen Krisen und gesellschaftlicher Polarisierung? Wie wird Solidarität (unterschiedlich) erlebt, verstanden und praktiziert? Wie lässt sich Solidarität im Hinblick auf verschiedene Erfahrungen und Kontexte im Alltag, in der Politik und Wissenschaft neu befragen? Was sind Hindernisse von Solidarität und Solidarisierung und wie lässt sich mit antisolidarischen Strukturen und Gegenbewegungen umgehen?

Teilnehmende der Podiumsdiskussion:

Dr. Sunny Omwenyeke – ist Gründer des Bremen Solidarity Centre (BreSoC) e.V., und aktives Mitglied sowohl bei Together We Are Bremen als auch bei Decolonize Bremen. Das Bremen Solidarity Centre e.V. ist ein von Aktivist*innen gegründeter Verein, der sich für die Rechte Geflüchteter in Bremen einsetzt, Plattformen bereitstellt, die ihnen und ihren Bedarfen Gehör verschaffen und Bildungsarbeit leistet über „Weißsein“ und Rassismus in Deutschland (bresoc.org).

Miriam Bähr – ist Jugendbildungsreferentin der SJD – Die Falken – Bremen. „Die Falken sind ein unabhängiger und selbstorganisierter politischer und pädagogischer Kinder- und Jugendverband“, der sich für eine Gesellschaft einsetzt, die auf Freiheit, Gleichheit und Solidarität gegründet ist (www.falken-bremen.de).

Solidarisch in Gröpelingen – setzt sich als Stadtteilgewerkschaft für ein faires Miteinander ein „das auf Solidarität aufbaut, nicht auf Konkurrenz“. Das Projekt arbeitet gegen Rassismus, schlechte Arbeits- und Wohnbedingungen und helfen bei Behördenangelegenheiten (www.solidarisch-in-groepelingen.de).

Prof. Julia Eckert – ist Sozialanthropologin mit den Schwerpunkten Recht und Politik an der Universität Bern. Sie forscht über das Verhältnis von moralischer und rechtlicher Verantwortung unter anderem im Rahmen von Sicherheits- und Grenzregimen sowie sozialer Gerechtigkeit.

Dr. Ehler Voss – arbeitet als Ethnologe und Medienwissenschaftler an der Universität Siegen. Momentan erforscht er gegenwärtige und historische Kontroversen um die Normalisierung von Wissenskulturen.

 

Programmverantwortliche:

Dr. Martina Grimmig (Universität Bremen, IfEK)

Dr. Nurhak Polat (Universität Bremen, IfEK)

Anja Binkofski (Universität Bremen, Master Transkulturelle Studien)

Die Veranstaltung wird durch den Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, die ZEIT-Stiftung und die Klaus Tschira Stiftung  unterstützt, sowie durch die interdisziplinäre Forschungsplattform Worlds of Contradiction (WoC), das Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ) und das Institut für Ethnologie und Kulturwissenschaft (IfEK) an der Universität Bremen.

 

Oktober 2021

  • 27.10.2021  Podiumsdisussion: „Solidarität und Engagement in der Zivilgesellschaft“

Wann: Am 27.10.2021 um 19 Uhr

Ort: Institut Français de Brême (Contrescarpe 19, 28203 Bremen)

Es gilt die 3G Regel (getestet, geimpft, genesen). Bitte führen Sie einen Nachweis mit sich.

Wir laden Sie ein ins Institut Français de Brême zu einer Podiumsdiskussion in Rahmen der Veranstaltungsreihe „Eine Uni – Ein Buch: Die Uni Bremen liest Die Pest von Albert Camus“. Das Thema: „Solidarität und Engagement in der Zivilgesellschaft“ wird hierbei interdisziplinär von Bremer Wissenschaftler*innen der Universität Bremen beleuchtet und anregend diskutiert.

Diskussionspartner*innen sind:

Prof. Dr. Gisela Febel (Romanistik),

Prof. Dr. Frank Nullmeier (Politikwissenschaften),

Prof. Dr.  Cornelius Torp (Geschichtswissenschaft)

Prof. Dr. Georg Mohr (Philosophie).

Moderation: Dr. Veronika Settele (Geschichtswissenschaft)

Anmeldung zu der Veranstaltung ist erwünscht, aber nicht erforderlich. Anmeldung unter: (kultur.bremen@institutfrancais.de). Leider sind die Plätze auf Grund der Covid-19 Pandemie Maßnahmen begrenzt. Wir bitten um ihre Verständnis.

 

Für weitere Informationen schauen Sie auch unter:

https://www.institutfrancais.de/bremen/event/solidaritaet-und-engagement-der-zivilgesellschaft-19231

Bei Fragen melden Sie sich gerne unter: eueb2021@uni-bremen.de

Programmverantwortliche:

Anja Binkofski (Universität Bremen)

Gervaise Mathé (Institut Français de Brême)

 

  • 21.07.2021, 19 Uhr, Haus der Wissenschaft Bremen und auf Zoom:

Vortrag von Holger Vanicek (Vorsitzender der Albert Camus Gesellschaft): „Die Zerrissenheit in Camus‘ Die Pest“

 

  • 09.07.2021, 19 Uhr, Haus der Wissenschaft Bremen und auf Zoom:

Vortrag von Prof. Dr. Rudolf Lüthe (Aachen): „Vom rechten Maß. Ein Beitrag Camus‘ zur Theorie des gelingenden Lebens.“

 

 

  • Zusammen denken: #camus4solidarity          — Ein Studierendenprojekt —

Freitag, 16. April 2021, 17 bis 20 Uhr: Ein Symposium via Zoom, zu einem Austausch über Camus‘, Ihre und unsere Gedanken zu Solidarität. Das Symposium ist eine Veranstaltung im Rahmen des Studierendenprojekts zusammen denken: #camus4 solidarity, mehr dazu hier.

 

  • 28.01.2021, 10 – 12 Uhr: Interdisziplinäre (Seminar-) Diskussion einer video-künstlerischen Inszenierung von Camus‘ Die Pest  Der Videokünstler und Regisseur Bert Zander hat zusammen mit dem Ensemble des Theaters Oberhausen und Bürger*innen der Stadt unter Corona-Bedingungen das Projekt „DIE PEST – eine Miniserie“ realisiert. Zu finden unter www.die-pest.de/episoden. Dr. Urania Milevski und Dr. Svantje Guinebert diskutierten diese Inszenierung in einer gemeinsamen interdisziplinären Seminarsitzung am 28.01.2021 (10 – 12 Uhr) via Zoom — mit Studierenden der Philosophie und der Literaturwissenschaften, für Publikum geöffnet. Nach einer kurzen Einführung von Dr. Urania Milevski und Dr. Svantje Guinebert wurde die erste Episode gemeinsam rezipiert und im Anschluss diskutiert. Fixpunkt war dabei die Übertragung — von Philosophie zu Literatur, von Roman zu Theater und Film, von Frankreich zu Deutschland und der ganzen Welt.

 

  • Ökonomische Solidarität? Unbedingt und jetzt erst recht! | 16.6. 2020, 18.oo – Zoom-Veranstaltung
    Im Gespräch mit der Commons-Forscherin, Autorin und Aktivistin Friederike Habermann.
    Moderation: Martina Grimmig (Institut für Ethnologie und Kulturwissenschaft, Universität Bremen) & Felix Wilmsen (artec Forschungszentrum Nachhaltigkeit, Universität Bremen)

 

  • Solidarität zwischen Pest, Corona und danach: Ein Online-Gespräch mit Heinz Bude (Institut für Soziologie, Universität Kassel), Christine Dietze (Master Transkulturelle Studien, Universität Bremen), Jeanette Ehrmann (Institut für Politikwissenschaft, Universität Gießen) und Wolfgang Kaschuba (BIM, Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung). Moderation: Ehler Voss (Institut für Ethnologie und Kulturwissenschaft, Universität Bremen). Universität Bremen, Worlds of Contradiction (WoC), Institut für Ethnologie und Kulturwissenschaften, 5. Mai 2020, 18 Uhr, Zoom-Konferenz.