Frauen in der Politik sind schon lange nicht mehr selten, aber trotzdem steht ihnen das Patriarchat häufig im Weg, um eine politische Karriere anzustreben. Umso interessanter sind die Frauen, die sich anscheinend gegen männerdominierte Eliten durchgesetzt haben und ein hohes politisches Amt ausüben. Als Beispiel dafür handelt dieser Artikel von Ursula von der Leyen, der Präsidentin der Europäischen Kommission.  

Bild ist KI-generiert mit Gemini 3

 

Ursula von der Leyen wurde am 8. Oktober 1958 in Ixelles, Belgien, geboren, ist aber trotzdessen deutsche Staatsbürgerin und dementsprechend auch Mitglied der deutschen Nationalpartei CDU. Bevor sie jedoch ihr politisches Engagement zu ihrem beruflichen Mittelpunkt zentrierte, war sie von 1998 bis 2002 eine wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Epidemologie, Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung an der Medizinischen Hochschule Hannover.  

 

Nach dieser Zeit baute sie sich langsam ihren politischen Werdegang auf, Mitglied der CDU ist sie jedoch bereits seit 1990. Von 2003 bis 2019 war ihre Politik zunehmend präsent auf nationaler Ebene, bis sie dann 2019 ihren Durchbruch auf supranationaler Ebene als neue Präsidentin der Europäischen Kommission begrüßte, als erste Frau in diesem Amt. Ein großer und essenzieller Moment für Frauen in der Politik, der für viele ermutigend sowie selbstbewusst wirkt. Am 18. Juli 2024 fand dann die Wiederwahl von Ursula von der Leyen als Präsidentin der Kommission statt, sodass sie eine zweite fünfjährige Amtszeit bis 2029 ausüben wird. Ihr Amt wird dadurch hervorgehoben, dass sie die EU sowohl in kritischen als auch in unsicheren Zeiten, stark und durchsetzungsfähig angeführt hat, sodass sich diese Anerkennung auch in der Wiederwahl widerspiegelte.

 

Ihre Rolle als mächtige und führungsstarke Frau als erste Präsidentin der Europäischen Kommission ist ein großer Schritt der Gleichberechtigung und Chancengleichheit für Frauen in der nationalen und vor allem europäischen Politik. Gerade unter Berücksichtigung der historischen Zeitspanne seit der Gründung der Europäischen Kommission 1958 wurde das Amt des Präsidenten über sechs Jahrzehnte von Männern dominiert. Die Bedeutung dieses Amtes ist enorm für die EU, denn die Präsidentin hat die alleinige Richtlinienkompetenz und bestimmt dementsprechend die Rahmenvorgaben, nach denen die Kommissare der Kommission agieren. Zudem legt sie die Organisation der Kommission fest. Eine noch viel wichtigere Aufgabe ist ihre Rolle als Repräsentantin der EU gegenüber Dritten, aber auch die Vertretung der gesamten Kommission, die aus allen 27 Mitgliedstaaten der EU besteht, bei hochrangigen Treffen wie den G7- und G21-Gipfeln. 

 

Trotzdessen gibt es zunehmend viele Statistiken, die beweisen, dass Frauen in der Politik häufiger Gewalt erfahren als Männer. Dies geschieht meist in Form von sexistischen Kommentaren oder Mord- und Vergewaltigungsdrohungen über Online-Plattformen. Diese Art der Belästigung kann zu psychischen Belastungen führen und ist Grund dafür, dass viele Frauen auf ein hohes politisches Amt resignieren, um sich selbst und ihr privates Umfeld zu schützen. Doch das ist ein großer Verlust in der Politik, denn insbesondere Frauen wie Ursula von der Leyen beweisen, dass sie die treibende Kraft sind, in heiklen politischen Situationen das Kalkül zu behalten und entschlossene Entscheidungen zu treffen, und das gegenwärtig sogar effektiver als männliche politische Akteure. 

Alles im allem liegt somit die große Macht seit 2019 in weiblicher Hand und durchbricht dabei die männer-dominierte historische Barriere. Eine Frau hat es geschafft, sich gegen männerzentrierte Machstrukturen in der Politik durchzusetzen. Ursula von der Leyen ist eine wichtige Akteurin im Zusammenhang mit politischer Emanzipation und geht als ein starkes Beispiel voran, Geschlechterstereotype in der Politik zu durchbrechen. Auch wenn es nicht immer einfach ist, sich als selbstbewusste Frau in der Politik durchzusetzen, ist es wichtig, für den gesellschaftlichen Wandel zur Gleichberechtigung aktive weibliche Politikerinnen in mächtigen Positionen vertreten zu haben. 

Quellen: 

https://www.bundesregierung.de/breg-de/service/fragen-und-anworten/eu-kommission-kurz-erklaert-328740

https://european-union.europa.eu/institutions-law-budget/institutions-and-bodies/search-all-eu-institutions-and-bodies/european-commission_de

https://www.europarl.europa.eu/news/de/press-room/20240710IPR22812/parlament-wahlt-ursula-von-der-leyen-erneut-zur-kommissionsprasidentin

https://epthinktank.eu/2025/11/22/violence-against-women-active-in-politics-in-the-eu-a-serious-obstacle-to-political-participation/types-of-violence/

https://commission.europa.eu/about/organisation/president/about-president_de

https://www.gov.sot.tum.de/fileadmin/w00bzh/gov/_my_direct_uploads/EUP_OnlineHate.pdf