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Der 8. März ist in den meisten Kalendern als Internationaler Frauentag verzeichnet und ein offizieller Gedenktag. Trotzdem ist der Ursprung dieses bewegenden Tages in den Köpfen der Gesellschaft nicht mehr präsent. Doch die Botschaft hinter diesem Ereignis sollte eindeutig sein. Der Weltfrauentag ist kein Muttertag 2.0, sondern ein wichtiger Tag für die Selbstbestimmung der Frau, der über Jahrzehnte Frauen kollektiv dazu bewegt, für ihre Rechte zu demonstrieren.
1910 auf dem zweiten Kongress der Sozialistischen Internationale in Kopenhagen schlug die deutsche Sozialistin Clara Zetkin die Einführung eines Internationalen Frauentags vor, mit dem Ziel, jährlich am selben Tag weltweit für die Forderungen der Frauen zu demonstrieren. Dieser Vorschlag wurde einstimmig begrüßt, sodass der 19. März 1911 der Internationale Frauentag erstmals in Deutschland, Österreich, Dänemark und der Schweiz gefeiert wurde. Dabei nahmen über eine Million Menschen teil, um für das Frauenwahlrecht und gegen Diskriminierung zu protestieren.

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Trotz dieses progressiven Fortschritts der Emanzipation wurden die Frauenrechte während der NS-Zeit verboten. Denn die Nationalsozialisten bezeichneten den Frauentag als „sozialistisch“ und dementsprechend passte er nicht zur nationalsozialistischen Ideologie. Während der Nachkriegszeit und der Zeit des geteilten Deutschlands wurde der Weltfrauentag am 8. März in der DDR ab den 1950er Jahren als staatlicher Feiertag anerkannt. In der Bundesrepublik wurde der Tag erst ein Jahrzehnt später gefeiert durch die neue Frauenbewegung Ende der 1960er. Besonders bedeutsam war der „Tomatenwurf“ dieses neuen Aufbruchs der Geschlechterordnung von der Feministin Sigrid Rüger 1968. Sie warf eine Tomate auf das Podium bei einer Versammlung des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes in Frankfurt am Main aus Wut. Diese symbolische Handlung sollte eine Diskussion über die Gleichberechtigung der Frauen in der Gesellschaft erzwingen.
Doch nun stellt sich die Frage, wie aus dem 19. März der 8. März wurde? Der Ursprung kommt aus Russland, um präziser zu sein, von russischen Arbeiterfrauen. Am 23. Februar 1917 (nach julianischem Kalender) schlug die Geburtsstunde des bis heute zelebrierten Datums des Weltfrauentags. Zu dieser Zeit herrschten die Gräueltaten des Ersten Weltkrieges, unter welchen die Bevölkerung stark zu leiden hatte. Die massive Not veranlasste es Frauen, auf die Straße zu gehen, um für „Brot und Frieden“ zu demonstrieren. Das Brot sollte dabei die Hungersnot und die wirtschaftliche Instabilität symbolisieren, während der Ruf „Frieden“ den Willen nach einem Kriegsende betonte. Dieser Streik dehnte sich aus und führte zum Sturz des Zarens, sodass die provisorische Regierung das Frauenwahlrecht genehmigte. Diese Revolution der russischen Arbeiterinnen führte zur Standardisierung des Datums und ist ein Symbol für erfolgreichen Widerstand. Der 23. Februar entspricht nach gregorianischem Kalender dem 8. März, sodass der 8. März seit 1921 zum globalen Datum für den Internationalen Frauentag beibehalten wurde.
Mit diesem historischen Wissen soll sichergestellt werden, dass der Internationale Frauentag ein kämpferischer Tag ist, um sich an einem bestimmten Tag auf der Straße zu vereinen, um gemeinsam und global für die Gleichberechtigung von Frauen zu demonstrieren. Heutzutage gerät dieser geschichtliche Hintergrund oft in Vergessenheit und wird von kommerziellen Zwecken ausgenutzt. Doch was wirklich am 8. März zählt, ist nicht der Blumenstrauß vom Discounter, sondern das internationale Gemeinschaftsgefühl, kollektiv gegen patriarchale Strukturen zu protestieren und die Femininität zu zelebrieren.
Quelle:
https://www.dgb.de/mitmachen/internationaler-frauentag
https://www.bpb.de/kurz-knapp/hintergrund-aktuell/202437/8-maerz-weltfrauentag/
https://www.youtube.com/watch
https://notebooklm.google.com/notebook/2fa6a344-d177-4bd5-b3e3-2552d9b2c838
https://notebooklm.google.com/notebook/2fa6a344-d177-4bd5-b3e3-2552d9b2c838
https://www.youtube.com/watch?v=kxpt9DbMRKQ
https://www.cse.ruhr/weltfrauentag
https://www.oxfam.de/themen/care-arbeit