Während der Corona-Krise fallen so manch andere wichtige Anliegen unter den Tisch. So beispielsweise auch der Einsatz für ein besseres Klima. Um euch wieder auf den aktuellen Stand des Klimastreiks zu bringen, waren wir für euch auf den Websites von Fridays For Future (Deutschland) und Fridays For Future Bremen unterwegs und wollen hier einen Überblick über die letzten Aktionen der UmweltaktivistInnen geben.

Zunächst einmal haben Fridays For Future sehr verantwortungsvoll auf die Corona-Krise reagiert und anstelle der geplanten Großdemonstration zum vergangenen 13.März und 24. April zu einem Online-Streik aufgerufen. In ihrem Erklärungsvideo dazu rufen sie nicht nur zum Einsatz für Klimagerechtigkeit auf sondern auch, sich gemeinsam für grenzenlose Solidarität, faire Arbeitsbedingungen in Gesundheitsberufen und allen anderen systemrelevanten Bereichen stark zu machen. Zu diesem wurden die Teilnehmenden aufgerufen, ein Demoschild zu basteln und dieses gut sichtbar in „Fenstern, Straßenecken et cetera“ zu deponieren. Anschließend sollte dieses mit dem Hashtag „#NetzstreikFürsKlima“ auf den sozialen Medien gepostet oder aber auf der Fridays For Future Homepage hochgeladen werden. (Nutzt ihr diesen auf Instagram, könnt ihr auch die kreativen Bilder der TeilnehmerInnen sehen) Zusätzlich rief die Initiative zum Spenden auf, da trotz abgesagter Veranstaltung die Kosten dafür getragen werden müssen. Außerdem wurde am 24. April ein Livestream veranstaltet mit Gästen wie beispielsweise Clueso, die Giant Rooks, Mogli und Tilo Jung. In Berlin wurde zum Anlass dieses Tages ein riesiges Kunstwerk errichtet. Dieses könnt ihr unter anderem auf der Instagram Seite „fridaysforfuture.de“ begutachten. Dort findet ihr ebenfalls Impressionen der kreativen Demo-Schilder vieler AktivistInnen.

Mit den Lockerungen der Corona-Maßnahmen sind mittlerweile auch Fridays For Future wieder auf den Straßen unterwegs. „Die Klimakrise ist auch eine Gesundheitskrise! Deshalb sind wir morgen auch wieder in ganz Deutschland auf den Straßen – selbstverständlich unter Beachtung der Hygienevorschriften.“ Lautete das Statement unter einem Instagram Post vor einer Woche. So wurden nun wieder die freitäglichen Streiks eingeleitet. Des Weiteren setzt Fridays For Future sich auf Instagram für den Protest gegen das Kohlekraftwerk Datteln 4 ein, welches am Samstag den 30.05.20 in den Regelbetrieb ging. „Das Kohleausstiegsgesetz soll den Kohleausstieg Deutschlands auf frühestens 2035 und spätestens 2038 festschreiben. Für das 1,5 Grad Ziel ist das deutlich zu spät!“, kritisieren die AktivistInnen. Das mit Datteln IV ein weiteres Kraftwerk ans Netz gehe, was nicht benötigt würde, ist für dieses Ziel nicht gerade förderlich. Um dem entgegen zu wirken fordert die Organisation auf, über „Bundestag.de“ den Abgeordneten eine Nachricht zu schreiben.

Zusätzlich haben die AktivistInnen nun auch ein Tool auf ihrer Website angelegt, mit dem andere KlimaschützerInnen gegen das Konjunkturpaket der Bundesregierung widersprechen können. Dieses Konjunkturpaket, bestehend aus Steuermilliarden, sei an soziale und ökologische Bedingungen geknüpft und müsse Paris-konform sein, heißt es in der Erklärung von FFF (Fridays For Future). Kritisiert wird von FFF unter anderem, dass 9 Milliarden davon in die Lufthansa investiert werden sollen und über eine Abwrackprämie, oder Abfckprämie, wie FFF so schön sagen, gesprochen wird. Über das extra angelegte Tool können nun alle gleichgesinnten eine Mail, bestehend aus einem vorgefertigten Text, welcher auf die zuständigen MinisterInnen angepasst wurde, verfassen. Dabei kann unter anderem zwischen Angela Merkel, Annegret Kramp-Karrenbauer, Svenja Schulze, Norbert Walter-Borjans und vielen mehr ein Adressat/eine Adressatin gewählt werden. So können viele UmweltschützerInnen ohne viel Aufwand ihren Einspruch einlegen. Des Weiteren gibt es nun auch einen vorgefertigten Profilbildgenerator, mit dem Aufdruck „Klimaziel statt Lobbydeal“, mit dem ein Statement zum Wunsch auf eine Klima gerechte Politik gesetzt werden kann. Auf die Links dazu werde ich am Ende des Artikels noch einmal verweisen.

Für morgen (Freitag, 04.06.2020) sind ebenfalls die wöchentlichen Freitags-Demonstrationen geplant. Allerdings nehmen dabei noch nicht alle Städte teil, die sonst vertreten sind. Unter „https://fridaysforfuture.de/streiktermine/“ findet ihr Städte, Zeit und Treffpunkt für kommende Demonstrationen. Laut Website wird die Stadt Bremen morgen noch nicht wieder teilnehmen.

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