Nachhaltig leben – aber wie?

Vor einigen Wochen saßen wir Abends in der WG zusammen, um eine alte Tradition fortzuführen: Gemeinsam eine Doku schauen. Unsere Wahl fiel auf einen Film mit dem Titel „Der Plastik-Fluch“ welcher sich, wie der Name unschwer erahnen lässt, mit der Verschmutzung der Weltmeere durch Plastik beschäftigt. Obwohl einem das Ausmaß der Verschmutzung zu jeder Zeit bewusst sein sollte, wir alle kennen die Bilder von in Plastik verfangenen Vögeln und Fischen, war diese Doku für mich eines der Schlüsselerlebnisse der letzten Zeit. Ich beschloss mich intensiver mit meinem eigenen Plastikverbrauch zu beschäftigen. Um selbst weniger Müll zu produzieren, fing ich an eine Liste mit den Dingen zu führen, bei denen ich am meisten (Plastik-)Müll produziere. Da wären zuerst die kleinen Plastiktüten im Supermarkt. Ich habe zwar wiederverwendbare Tragetaschen zu Hause, doch beim spontanen Einkauf ging der Griff doch regelmäßig unter das Laufband zu den Plastiktüten. Zum Glück machen mir das mittlerweile viele Supermärkte schwer und stellen auf Papiertüten um. Außerdem versuche ich nun immer einen kleinen Stoffbeutel in der Jackentasche zu haben, um auch fürs kurzfristige Foodshopping gerüstet zu sein. Als nächstes ging mein Blick einen Schritt weiter, in die Tasche. Auch hier habe ich bis vor kurzem noch allzu oft Gebrauch von den Plastiktüten in der Obst- und Gemüseabteilung gemacht. Mittlerweile bin ich dazu übergegangen die Ware einfach lose zu meinem Einkauf zu legen. Außerdem bieten viele Läden für einen kleinen Preis wiederverertbare Obst- und Gemüsenetze an, die ohne Probleme in jede Jackentasche passen. Die nächste Müllquelle, die ich bei mir selbst für eine lange Zeit feststellen konnte, waren Coffee-to-go Becher. Ein schneller Kaffee zwischendurch gehört für mich quasi zum Alltag dazu. Vor allem in der Klausurenzeit darf die richtige Menge an Koffein bei mir nicht fehlen. Wäre ich nicht auf einen eigenen Thermobecher umgestiegen, könnte man mich wahrscheinlich für einen Großteil der weltweiten Verschmutzung durch Pappbecher verantwortlich machen. Viele Cafés und Bäckereien verkaufen den Coffee-to-go außerdem günstiger, wenn man seinen eigenen Becher mitnimmt. Da ich wirklich sehr viel Kaffee trinke, muss ich natürlich besonders gründlich meine Zähne putzen. Hier hat mir meine Mitbewohnerin von nachhaltigen Zahnbürsten aus biologisch abbaubarem und schnell nachwachsendem Bambusholz erzählt, welche gängigen Plastikzahnbürsten in nichts nachstehen. Und sind wir mal ehrlich, eine Zahnbürste soll im Endeffekt auch einfach nur die Zähne säubern. Trotz all dieser Maßnahmen und Vorkehrungen ertappe ich mich doch immer wieder, wie ich mir einen Coffee-to-go im Pappbecher kaufe oder im Urlaub eine Plastikzahnbürste kaufen muss, weil ich meine andere vergessen hab. Außerdem könnte man natürlich noch viel mehr machen um den eigenen Verbrauch zu reduzieren. Oft hat man in solchen Momenten eine Bequemlichkeits- oder „ein Mal ist kein Mal“ Mentalität im Kopf. Damit das weniger wird, versuche ich mich so oft wie möglich an die 5 Millionen Tonnen Plastik zu erinnern, die jedes Jahr im Meer landen und über 30 Kilo, die davon statistisch gesehen auf meine Kappe gehen. Dann gelingt es mir vielleicht Schritt für Schritt immer weniger Plastik zu verbrauchen. Wenn ihr eigene Ideen und Tipps habt, würde ich mich über eure Kommentare freuen.

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