YUFE – Young Universities For Europe

Wie der ein oder andere von euch vielleicht schon mitbekommen hat, nimmt die Universität Bremen an dem Projekt YUFE Teil. YUFE , wie der Titel schon verrät, ist eine Abkürzung für Young Universities For Europe. Aber was bedeutet das? YUFE ist ein Pilotprojekt, bei dem die Uni Bremen gemeinsam mit sieben anderen Universitäten in Europa eine der ersten europäischen Universitäten gründen möchte. Neben Bremen nehmen daran die Universitäten Maastricht, Antwerpen, Carlos III Madrid, Eastern Finland, Essex, Roma Tor Vergata und Zypern teil. Im Allgemeinen will das Projekt bezwecken, dass Studierende unkompliziert zwischen diesen Universitäten wechseln können. Es wird also kein neues Gebäude in der Mitte Europas gebaut, sondern viele verschiedene Standorte für Studierende geben. So wird ein Austausch und das Lernen von diversen Sprachen und Kulturen ermöglicht, der zur Öffnung von neuen Karrierewegen beiträgt und eine europäische Identität, also ein europäisches Gemeinschaftsgefühl schaffen soll. Um mir einen genaueren Eindruck über das Konzept zu verschaffen, habe ich am Montag eine Podiumsdiskussion im EuropaPunktBremen besucht und möchte euch meine Erkenntnisse hier vorstellen:

YUFE als Kooperation:

Besonders an YUFE als Kooperation ist, dass sich alle Mitgliedsuniversitäten im jungen Status befinden. So besteht keine der Universitäten länger als 50 Jahre. Des Weiteren legen alle Mitglieder einen speziellen Fokus auf die Forschung. Die Universitäten seien fokussiert auf Exzellenz, jedoch nicht elitär! So soll es keine Schranken geben um zu studieren und die Studierenden sollen ein großes Mitbestimmungsrecht haben! Im obersten Gremium sind neben den Hochschulleitern beispielsweise ebenfalls zwei Studierende vertreten. Außerdem ist geplant, dass YUFE Unsicherheiten, die z.B. im Erasmus auftreten, vorbeugt und für eine klare Regelung sorgt. Schwierigkeiten bei der Anrechnung von Studienleistungen werden damit also hoffentlich abgeschafft. Als gemeinsame Sprache wird Englisch vorhergesehen, allerdings wird ein besonderer Schwerpunkt auf die Förderung von lokalen Sprachen gelegt. Die Studierenden werden aufgefordert, sich mit der Sprache ihres Gast-Landes zu befassen. Ein Sterne System, das bei guten Kenntnissen der Landessprache vergeben wird, kann zu dieser Förderung beitragen. Im allgemeinen soll YUFE eine Vereinigung von Wissenschaft, Wirtschaft und Universitäten schaffen.

YUFE in Bremen:

Die SprecherInnen sehen YUFE als große Chance für Bremen, um sich in Europa vorzustellen. Sie glauben, dass sowohl die Stadt und die Region, sowie der Arbeitsmarkt von einer europaweiten Kooperation profitieren können. So sollen auch Bremer Unternehmen bei YUFE eingebunden werden und möglicherweise Studierende aus anderen Ländern für sich begeistern. Außerdem sollen die Teilnehmer angeregt werden, auch selbstständige Unternehmen zu gründen. Die europaweite Vernetzung kann dabei hilfreich sein. Besonders in Bremen ist, dass der Schwerpunkt auf Luft- und Raumfahrttechnik liegt. Die Frage lautet also, wie man dafür junge Leute begeistern kann und vielleicht auch nach Bremen lockt. Dazu soll ebenfalls die Fokussierung auf das Thema Nachhaltigkeit beitragen, welches für viele Studierende attraktiv ist! Frau Dr. Kellner-Stoll, Leiterin einer Stiftung für Klima und Umwelt, hofft, diesen beiden Themen auch einen festen Plan im Lehrplan zu geben und will sich im Projekt YUFE für den Umweltschutz stark machen.

YUFE in der Zukunft:

Bereits am 1. Dezember startet das Projekt seinen ersten Anlauf. Weniger als 10 Jahre sind geplant, um es zum Laufen zu bringen. Allgemein ist YUFE aber ein Projekt, das für die Zukunft gedacht ist und es werden vermutlich wenige der jetzigen Studierenden davon profitieren. Es gilt noch viel Arbeit in die Zukunftsträume zu investieren und dabei geduldig zu bleiben. Nun muss YUFE erst einmal in die Praxis umgesetzt werden und vor allem noch viele Menschen damit erreichen! Für dieses Gelingen wünsche ich viel Erfolg und drücke die Daumen!

Mehr Infos findet ihr auf der Website der Universität Bremen sowie der YUFE-eigenen Homepage:

https://www.yufe.eu/index.html

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