Wer sind die Ethnogeeks?

Wir machen eine kleine Zeitreise und springen zurück zum ersten Corona Semester 2020. Nicht nur im Studium, sondern auch im alltäglichen Leben war plötzlich alles anders. Anfangs gingen viele noch davon aus, dass wir nur ein Semester online studieren werden. Genau wusste es aber letztlich niemand. Zurück im Jahr 2022 befinden wir uns gerade im ersten richtigen Semester, das fast komplett wieder in Präsenz stattfindet, mit wenigen Ausnahmen. In der Zwischenzeit fehlte aber nicht nur an Seminaren in Präsenz teilzunehmen, sondern eben der Uni-Alltag. Nach einem Kurs gemeinsam über den Flur zum nächsten Raum schlendern und schnacken, in der Pause auf eine Kippe unten treffen, gemeinsam in die Mensa oder draußen auf der Wiese die Freistunden nutzen. All das fehlte. Und wer in der Zeit neu mit dem Studium anfing, hatte es noch schwerer seine Kommiliton:innen kennen zu lernen. Long story short: Eine Lösung musste her. Das dachten sich auch das IfEK (Institut für Ethnologie und Kulturwissenschaft) und Studierende des Bereiches. So entstanden in einem gemeinsamen Prozess die Ethnogeeks!

Manche von euch kennen sie vielleicht bereits über Instagram. Hier posten Janna, Jana und Gina regelmäßig Beiträge. Ähnlich wie wir von der Eule sind die Ethnogeeks über das Institut angestellt und produzieren Beiträge und Videos rund um das Thema Uni, Transkulturelle Studien, Ethnologie und Kulturwissenschaften. Mit ihrer Arbeit versuchen sie „die Herausforderungen des online Studiums und der Pandemie entgegenzuwirken.“, so Janna in unserem Interview. Sie wollten Lösungsvorschläge aufzeigen und entstandene Lücken ausgleichen, die durch die fehlenden Flurgespräche & Co. entstanden waren. So unvorhersehbar wie der Verlauf der Pandemie, so flexibel reagierten sie auch auf die Probleme und Bedürfnisse der Studierenden. Auf ihrer Instagram Seite Ethnogeeks findest du u.a. Videos, die dir erklären, wie du dich auf Pabo für Prüfungen anmeldest, wie du dir auf Stud.IP einen Stundenplan zusammenstellst, sowie Campusrundgänge. Durch euer Feedback wurden sie nun aktuell darauf aufmerksam, dass viele Probleme mit dem Laufzettel System für M8/9 und 10 haben. Auch hierzu findest du einen Post.

Des Weiteren wurde ihnen und dem IfEK dadurch bewusst, dass vielen auch die generellen Strukturen des Instituts und der Uni zu undurchsichtig sind. An wen wende ich mich bei Problemen? Wo bekomme ich welche Hilfestellung? Die Ethnogeeks sind nämlich nicht nur über Social Media aktiv, sondern bieten auch Sprechstunden an. Hast du Fragen oder brauchst Hilfe, weil du mit jemandem einen Konflikt hast? Dann dienen sie dir als offizielle Anlaufstelle und Beratung. Sie kennen die Strukturen und Lösungen, die dir helfen können. Dabei sind sie die Schnittstelle zwischen dem IfEK und den Studierenden und helfen im Rahmen der Möglichkeiten des IfEKs. Sollten sie jedoch mal nicht weiterhelfen können, verweisen sie an den Stuga, mit dem sie zusammenarbeiten. Denn am Ende gilt es für alle, den Studierenden bei ihren Anliegen zu helfen, sie zu unterstützen und die Probleme gemeinsam sichtbar zu machen, so Janna. Wer den „Kulturwissenschaften Vibe“ kennt, weiß, dass Hilfestellungen oft über das fachliche hinaus gehen und stets versucht wird zu helfen.
So entstand auch eine Zusammenarbeit mit der Diversity Task Force der Uni. Gemeinsam veranstalten sie Infoabende zur Erklärung der einzelnen Stellen und Institute, an die man sich bei Problemen wenden kann und in welchem Bereich diese tätig sind.

Die Ethnogeeks sind die offizielle Anlaufstelle der Uni Bremen von Studis für Studis im Bereich Ethnologie und Kulturwissenschaften. Doch wie geht es mit ihnen weiter, nach dem wir in Präsenz Seminare zurückkehren? Natürlich sind diese Stellen immer abhängig vom Institut und vom Bedarf. Doch sie haben gezeigt, dass dieser Bedarf besteht und die Probleme der Studierenden sichtbar gemacht. Auch wenn wir nun an die Uni zurückkehren, bleiben diese Probleme und vielleicht kommen neue dazu. Nicht jeder Person fällt der Übergang von online zu offline leicht. Vielleicht kommen wir im Winter wieder ins online Semester zurück. Vieles ist ungewiss und so ist es gut die Ethnogeeks weiterhin als Ansprechpartnerinnen zu haben. Denn meiner Meinung nach sind diese Schnittstellen wichtig, um auch als Studierende im Institut präsent zu sein und mitwirken zu können für eine gute gemeinsame Arbeit und Ausbildung.

Wenn du Lust hast auch mitzuwirken, musst du nicht gleich fest bei den Ethnogeeks anfangen. Dein Feedback durch Klicks und Kommentare hilft ihnen bereits weiter. Hast du Themen oder Probleme, die durch ein Video o.ä. geklärt werden können? Dann schreib ihnen gerne. Aktuell findest du auf ihrer Instagram Seite ein neues Projekt. In ca. 4-minütigen Videos stellen sich deine Kommiliton:innen vor. Wir alle waren nun lange zu Hause und wissen nicht mit wem wir eigentlich studieren. Was hat es mit den anderen gemacht? Wie ist es die Uni nun das erste Mal oder wieder von innen zu sehen? Was interessiert sie am Studium und was beschäftigt sie? Mit diesen Videos wird versucht, die vergangen nicht stattgefundenen Flurgespräche auszugleichen und uns im Fachbereich näher zu bringen. Außerdem wird in den Videos sichtbar wie vielfältig die Schwerpunkte und Interessen der Studierenden sind. Du hast auch Lust dich interviewen zu lassen? Dann schreib gerne den Ethnogeeks. Gerade Janna gefallen die Produktionen der diversen Videos am besten. Also vielleicht hast du auch bald das Vergnügen mit ihr zusammen zu arbeiten!

Ich bedanke mich an dieser Stelle ganz herzlich für das schöne Interview bei Janna, stellvertretend für die Ethnogeeks und hoffe ihr Unterstütz Projekte wie diese.

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