Falls ihr noch eine Beschäftigung sucht, die ihr im Gegensatz zum Magnetfischen auch bequem von der Couch aus ausüben könnt, stellen wir euch heute Part 2 unserer Corona-Hobbies vor: das Sticken. Nicht nur sehr meditativ, sondern auch als individuelle Geschenkidee, wenn ihr wegen des Lockdowns nichts in der Stadt besorgen könnt, bietet sich Sticken an, um eure Liebsten mit selbstgemachten Motiven zu überraschen.

Das braucht ihr:

  • Stickrahmen
  • Stick-Garn
  • Nadel mit Nadelöhr
  • Schere
  • Stoff zum besticken, am besten ohne oder mit wenig Stretch

Grundsätzlich gibt es beim Sticken viele verschiedene Stiche, die je nach Größe und Fülle eures Motivs geeignet sind. In diesem Artikel möchte ich euch erst einmal drei Grundlegende vorstellen. Zu Beginn des Stickens spannt ihr den Stoff als erstes zwischen den Rahmen. Wenn ihr einen passenden Garn ausgewählt habt und diesen durch das Nadelöhr gefädelt habt, so macht ihr an dessen Ende einen Knoten, damit der Faden nicht beim durchfädeln der Nadel einfach wieder aus dem Stoff gleitet.

  1. Der Rückstich:

Dieser Stich ist besonders für einfache Linien geeignet, also für die Umrisse eines Motives, einen Blumenstiel oder für Schriftzüge. Er ist sozusagen der Grundstich um das Sticken zu lernen. Wenn ihr ein Motiv sticken wollt, so hilft es oft, dies vorher aufzuzeichnen (zum Beispiel wenn ihr wollt, dass eure Linie etwas gerader wird als meine). Abhängig von der Größe eures Motivs wählt ihr dann auch den Abstand zwischen den einzelnen Rückstichen aus. Um mit dem Rückstich zu beginnen, steckt ihr eure Nadel nicht zu Beginn des Motives, sondern eine Stich-Einheit weiter vorne in den Stoff. Ihr zieht den ganzen Faden durch und stecht dann mit der Nadel diese Einheit, welche ihr weiter vorne im Motiv begonnen hat, weiter hinten am Anfang des Motivs wieder ein. Diesen Schritt wiederholt ihr nun so lange, bis die Umrisse eures Motivs fertig gestickt sind.

  1. Der Knotenstich

Mit dem Knotenstich könnt ihr Runde Motive ausfüllen oder aber auch die Knoten als einzeln verwenden. So könnt ihr zum Beispiel Blütenstempel damit anfertigen. Um dies zu tun, stecht ihr die Nadel wieder von unten nach oben durch den Stoff und zieht den Faden bis der innere Knoten anschlägt nach oben. Dann wickelt ihr den Faden drei mal um die Nadel und stecht sie direkt neben dem Einstich wieder zurück nach Innen. So bildet sich dann der kleine Knoten.

  1. Der Margaritenstich

Den Margaritenstich verwenden wir zum sticken von einfachen Blütenblättern. Ihr stecht die Nadel von unten nach oben durch den Stoff und ähnlich wie beim Knotenstich neben dem Einstich wieder zurück nach innen. Diesmal zieht ihr den Faden aber nicht straff sondern lasst oben eine lockere Schlaufe liegen. Um die Schlaufe nun zu fixieren stecht ihr mit etwas Abstand (quasi eine Schlaufen-Länge vom Einstich entfernt) wieder von Innen nach Außen und fädelt euren Faden durch die Schlaufe. Nun stecht ihr auf der Außenseite der Schlaufe neben eurem neuen Einstichsloch wieder zurück auf die Innenseite eures Stoffes. Tada, fertig ist das erste Blütenblatt. Wenn ihr dies nun Kreisförmig wiederholt und immer am selben Ausgangspunkt startet, erhaltet ihr eine ganze Blüte. Kombiniert mit den Knotenstichen könnt ihr so auch schon eure ersten Blumen sticken.

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  1. […] Wochen haben wir euch bereits in unserer neuen Serie „Corona-Hobbys“ das Magnetfischen und Sticken vorgestellt. Kreativ wird es auch […]

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