Wir alle kennen es: Studierende haben meist nicht die größten finanziellen Mittel zur Verfügung und sollen sich gleichzeitig mit allen möglichen Computerprogrammen durch ihr Studium kämpfen. Reichten früher noch eine halbwegs leserliche Handschrift sowie ein Satz Bücher aus der Bib als Mittel der Wahl aus, hat man heutzutage ab und an das Gefühl, erst einige Semester Informatik studieren zu müssen, um sich durch den digitalen Studiendschungel zu schlagen. (Ich bitte alle Informatik-Studierenden an dieser Stelle um Verzeihung – ich verstehe wirklich wenig von den Anforderungen eures Studienganges.)

Die letzten zwei Semester haben Pandemie-bedingt so einige neue digitale Skills aus uns Studierenden herausgekitzelt: Die meisten wissen nun vermutlich ganz gut, wie ein Zoom-Meeting erstellt oder online mit anderen Kommiliton:innen an gemeinsamen Projekten gearbeitet werden kann. Warum sollten wir dann nicht ein wenig weiter über den Tellerrand blicken und mal schauen, was die Welt hinter dem Bildschirm noch an Programmen zu bieten hat, die den Studienalltag unterstützen können?

Die Uni Bremen bietet in dieser Richtung bereits eine ordentliche Sammlung diverser Programme an, die für Studierende aller Fachrichtungen nützlich sein können. Da abgesehen von Stud.IP, MOIN und Zoom vieles davon den Studierenden noch recht fremd zu sein scheint, wurde ein neuer Blog ins Leben gerufen, um diesen Umstand zu ändern.

Wie funktioniert „Studytools“?

Justus Holzberger ist studentischer Mitarbeiter des ZMML (Zentrum für Multimedia in der der Lehre) an der Uni Bremen und betreut den Blog „Studytools“, um durch diesen das vielfältige Angebot an Tools und Tipps zum digital gestützten Studium durch nur wenige Klicks sichtbar zu machen.

Das Blog-Design ist ansprechend minimalistisch gehalten, man findet sich schnell und leicht zurecht – also genau richtig für eine Plattform, die Übersichtlichkeit in das Durcheinander an Angeboten bringen soll.

Aufgeteilt ist die Website in fünf Rubriken, wie zum Beispiel „Selbstlernangebote“ oder „Dienste und Programme“, wobei ich insbesondere die Kategorie „Liste aller Tools“ sehr einladend zum Stöbern nach Neuem finde. Aber auch die Lupen-Suchfunktion empfinde ich als sehr nützlich, da hier mittels Stichwörtern schnell passende Programme herausgefiltert werden können.

Ganz gleich, aus welchem Studienbereich man stammt: fündig wird man sicherlich. Von Programmen, die sich mit Bildbearbeitung, Filmschnitt oder Untertitelerstellung befassen, über alle möglichen Dienste zur Kommunikation und dem gemeinsamen Arbeiten mit Kommiliton:innen bis hin zu Sprachkursen und Lernvideos zum wissenschaftlichen Arbeiten ist für jeden etwas dabei.

Die Artikel zu den jeweiligen Tools folgen immer dem gleich Aufbau: Es gibt einen oder mehrere Screenshot(s) zum vorgestellten Tool, worauf eine ansprechende Beschreibung der angebotenen Funktionen folgt. Verlinkt wird die entsprechende Website für den Download selbstverständlich auch; außerdem sind am Ende der Artikel noch Links zu finden, wenn weitere Hilfestellung benötigt werden sollte.

Was macht die vorgestellten Tools so besonders?

Bei den vorgestellten Tools handelt es sich um Open Source Software, das heißt, die dafür geschriebenen Codes sind der Öffentlichkeit zugänglich und können daher auch unter bestimmten Bedingungen problemlos geteilt und sogar verändert werden. Diese Art von Programmen stammt oft entweder von Privatpersonen oder auch von Stiftungen, es stehen also keine großen Firmen dahinter, die sich eventuell am Verkauf der Programme oder aber auch den dadurch gesammelten Daten eine goldene Nase verdienen könnten. Demnach handelt es sich bei allen Angeboten von „Studytools“ um datenschutzfreundliche sowie kostenlose Programme, die qualitativ so einiges zu bieten haben. Des Weiteren sind die angebotenen Tools nicht nur für Studierende nutzbar; auch privat können diese weiter verwendet werden.

Justus bringt das Prinzip mit einem Satz auf den Punkt: „Gemeinnützig, unkommerziell, ohne Abo-Modelle oder Werbe-finanziert und gut für die Privatsphäre.“

Ein interaktiver Blog

Ein weiteres Ziel von „Studytools“ ist auch, mit den Nutzern der Programme in den interaktiven Austausch zu treten. Es sollen nicht nur einfach Tools präsentiert werden; Feedback, Anregungen und Wünsche sind mehr als willkommen. Dies kann zum Beispiel in Form von Kommentaren zu bereits angebotenen Tools geschehen oder über eine Nachricht an Justus, der über das Impressum zu erreichen ist.

Euch fehlen noch wichtige Programme? Ihr habt bereits Erfahrungen mit vorgestellten Tools gemacht und möchtet darüber einen Bericht verfassen? Oder ihr möchtet einfach generelles Feedback zum Blog dalassen? So seid ihr herzlich eingeladen, durch euer Mitwirken an der Gestaltung dieses Blogs mitzuarbeiten!

Zukunftspläne

Für die Zukunft ist noch so einiges an Erweiterungen des Blogs geplant; von einer Rubrik zu Apps speziell für Mobilgeräte bis hin zu einer „Quick Tipps“ Sparte soll noch viel Nützliches das „Studytools“-Angebot erweitern. Ein regelmäßiger Blick auf die Website lohnt sich also.

Ich jedenfalls bin gespannt – und werde das nächste Mal, wenn ich wieder mit dem Gedanken spiele, mir ein neues Programm zu kaufen, erst mal auf „Studytools“ nachschauen, ob es nicht doch eine kostenlose Alternative für mich gibt.

Hier kommt ihr zu Studytools: https://blogs.uni-bremen.de/studytools/

Von dort stammen auch alle hier genutzten Screenshots. Viel Spaß beim Störbern und Downloaden!

 

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