Die Hälfte des Wintersemesters liegt bereits hinter uns und vor uns – wenn auch gefühlt in ganz weiter Ferne – wartet bereits die Prüfungsphase. Doch der Lockdown scheint noch kein Ende nehmen zu wollen; wie soll man sich da noch zu Produktivität aufraffen?

In folgendem Artikel sind fünf Tipps zusammengestellt, wie ihr mit mehr Motivation und Produktivität euren Studienalltag Zuhause gestalten könnt. Viel Erfolg beim Ausprobieren!


1. Feste Zeiten

Schafft euch feste Lernzeiten, in denen ihr euch immer mit zumindest einem Teil des zu meisternden Stoffes beschäftigt, zum Beispiel jeden Morgen von neun bis zwölf Uhr. Es sollte ein Zeitfenster sein, dass euch nicht zu gewaltig erscheint und gleichzeitig genügend Platz bietet, um auch wirklich etwas zu schaffen. Nehmt euch für diese Zeit Aufgaben vor, deren Anfang und Ende ihr mit einer Checkliste klar definiert, so könnt ihr euch kleine Erfolgserlebnisse nach jeder Lerneinheit schaffen.

 

2. Lernintervalle

Ganz bekannt ist hier die Pomodoro-Technik, in welcher sich produktive Phasen von je 25 Minuten mit fünfminütigen Pausen abwechseln. In der produktiven Phase gilt es, sich von nichts ablenken zu lassen und konzentriert durchzuarbeiten, während die kurzen Pausen dann mit den Dingen gefüllt werden können, die einem Spaß machen und zur Erholung beitragen. Nach vier Durchgängen folgt eine längere Pause von einer halben Stunde. Stellt euch dazu Timer; man glaubt gar nicht, wie schnell 25 Minuten vorbeigehen können! (Und wenn ihr das Handy dazu nutzt, ist es dabei im Flugmodus gut aufgehoben.)

 

3. Arbeitsplatzgestaltung

Auf dem Arbeitsplatz sollte nur das Nötigste vorhanden sein wie Stifte, Papier, Laptop – Dekoartikel, altes Geschirr und natürlich das Smartphone mit all seinen verlockenden Apps lenken nur ab. Klare Flächen sind zwar vielleicht nicht so dekorativ, können aber für einen klaren Kopf sorgen. Arbeitet wenn möglich nicht auf dem Bett (ich gehöre selbst zu den jahrelangen Bettlernern); es verleitet zu sehr zum Zurücklehnen, woraus schnell auch ein Hinlegen werden kann. Habt ihr keinen Schreibtisch zur Verfügung, kann der Fußboden beispielsweise auch zur großen Arbeitsfläche umfunktioniert werden. Wenn euch das zu unbequem ist, kann auch eine Tagesdecke helfen, um zu signalisieren, dass das Bett in diesem Moment nicht Schlaf- sondern Arbeitsfläche ist.

4. Rituale einführen

Rituale helfen uns, uns mental auf bestimmte Situationen einzustellen. In Bezug auf das Lernen könnte das zum Beispiel das Einschalten einer Schreibtischlampe sein, die nur leuchtet, wenn Lernzeit für euch ist. Oder ihr könntet euch immer einen bestimmten Tee aufbrühen, sodass ihr dessen Geruch und Geschmack mit Lernsituationen verknüpft. Alles, was euch so deutlich wie das Zähneputzen vor dem Schlafengehen anzeigt, dass jetzt Konzentration angesagt ist, kann hierfür genutzt werden. Auch leise Musik oder Hintergrundgeräusche (Meeresrauschen, Regen etc.) können hierbei Anreize liefern.

5. Pausen

Haltet eure Pausen ein und nutzt diese effektiv zur Erholung. Die Zeit, in der das Gehirn sich ausruhen und verarbeiten kann, ist mindestens genauso wichtig, wie die Zeit, in der ihr es mit neuem Futter bombardiert. Ein Spaziergang zwischen zwei längeren Lerneinheiten und gesunde Snacks zwischendurch bekämpfen Müdigkeit und Tagestiefs. Gönnt euch lieber etwas Sauerstoff und ein paar Vitamine, anstatt weiterhin vor dem Bildschirm zu sitzen und die nächste Staffel auf Netflix zu starten. So fällt der Wiedereinstieg in eine weitere Lernsession deutlich leichter und der Serienmarathon startet sich viel entspannter als Belohnung nach getaner Arbeit.

 

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