Seitdem ich vor drei Jahren mein Studium in Bremen begonnen habe, ist mein Fahrrad mein treuer Begleiter. Für einen kleinen Taler habe ich mir damals über Ebay Kleinanzeigen diesen Traum eines Drahtesels gekauft. Seitdem hat es mich zuverlässig und sicher von A nach B gebracht. Ob zur Uni, zur Arbeit, ins Viertel, an den See oder zum Weserstadion, mein Fahrrad hat mich über die Bremer Straßen getragen. Und selbst als ich es einmal für ein Wochenende am Bremer

Bremen wurde vom ADFC zur fahrradfreundlichsten Großstadt Deutschlands gewählt

Hauptbahnhof stehen lassen musste, hat es sich gegen Angreifer und Diebe zur Wehr gesetzt und mich drei Tage später mit einem fröhlichen Klingeln wieder in Empfang genommen (so zumindest in meiner Erinnerung). Das ganze ging gut – bis vor ein paar Wochen. Da trat ich morgens, den letzten Schlaf noch in den Augen, den Geschmack von Kaffee auf Zahnpasta im Mund, vor die Tür und musste mit erschrecken feststellen, dass der Hinterreifen platt war. Sofort begab ich mich auf die Suche nach dem Problem. Schnell wurde klar: Ich hatte es nicht mit einem einfachen Platten zu tun (obwohl das mit meinem Talent zum Reifen Flicken schon anstrengend genug gewesen wäre). Aus irgendeinem Grund hatte sich das Ventil des Hinterreifens über Nacht von selbst in seine Einzelteile zerlegt. Ich wusste sofort: Hier hilft dir kein einfaches Flickzeug, hier müssen größere Geschütze aufgefahren werden. Hier braucht man Leute, die handwerklich begabter sind als ich. Und am besten muss das ganze schnell passieren, denn ohne Rad ist man hier in Bremen relativ aufgeschmissen. Schließlich gilt Bremen als eine der Fahrradfreundlichsten Städte Deutschlands und zumindest beim Vergleich mit Hamburg kann ich das bestätigen. Außerdem sollte die Reparatur günstig sein, denn als Student bin ich schon aus Prinzip knapp bei Kasse.

Ein klarer Fall für die Fahrradwerkstatt

Nach einigem Grübeln fiel mir die Ideale Lösung für mein Problem ein: Die Fahrradselbsthilfewerkstatt an der Uni. In dem kleinen weißen Container unterhalb des Boulevards stehen einem die engagierten Mitglieder des FSW-Teams mit Rat und Tat bei der Reparatur des eigenen Fahrrads zur Seite. So auch in meinem Fall. Dank der vor Ort vorhandenen Werkzeuge und Ersatzteile rollt mein Fahrrad nun wieder wie früher durch die Stadt.

Solltet ihr selbst mal ähnliche Probleme mit euren Rädern haben, sei es den Schlauch austauschen, die Kette kürzen oder einfach nur eine Klingel anbringen, ist die Asta-Fahrradwerkstatt jeden Dienstag und Freitag für euch geöffnet. Und das beste ist: Für Studierende ist der Service kostenlos. Über eine kleine Spende für die Trinkgeldkasse freut sich das Team natürlich trotzdem. Ich für meinen Teil werde auch bei zukünftigen Problemen wieder die Fahrradwerkstatt aufsuchen, damit mein Rad mich noch möglichst lange begleitet.

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