Man kann von der Haltestelle Domsheide gemütlich zur Bibliothek spazieren. Links ist der Eingang.

Die Bibliothek unserer Uni, die SuUB, ist verdammt groß und sie (und ihre Teilbibliotheken) umfasst wahnwitzig viele Bücher und andere Medien. Ist man (wie ich) ein Bücherwurm, dann kann man sich bei all diesen Büchern sehr behaglich fühlen, wohl wissend, dass man immer viel Kluges und Unterhaltsames zu lesen findet. Weshalb sollte man da unserer SuUB untreu werden und sich in der Bremer Stadtbibliothek amüsieren?

Erste Eindrücke

Beim ersten Besuch der zentralen Stadtbibliothek staunt der/die SuUb-gewöhnte Studierende nicht schlecht: Nirgends muss man seine Tasche abgeben (Wir haben diese nervige Notwendigkeit erst vor Kurzem auf die Schippe genommen). In der gesamten Bibliothek sitzen, stehen und schlendern Besucherinnen und Besucher mit Taschen und Rucksäcken umher. Da man zunächst keine Ahnung hat, wo es zu den Büchern geht, folgt der Neuling einfach den anderen in den ersten Stock und überlässt sich dann dem Meer von Büchern und anderen Medien.

Hier sieht man nur einen kleinen Teil der großen Auswahl an Medien.

Ein Irrgarten?

Obwohl die Stadtbibliothek mit einer großen und vielfältigen Auswahl beeindrucken kann – man weiß nie so recht , wo man denn als nächstes hinschauen soll – gibt es immer wieder ruhige, fast lauschige Ecken, in denen man ungestört verweilen kann. Der offensichtlichste Unterschied zur SuUB ist die Architektur: Die SuUB zeichnen die große Flächen und die vielen geraden Bücherreihen aus. Die Stadtbibliothek ist weniger streng gestaltet. Sie ist runder, verwinkelter. Sie besteht aus mehreren, größeren und kleineren Räumen und wird durch mehrere Treppen, Flure und sogar Brücken verbunden. Und fast überall sind Fenster. Durch den Aufbau entsteht eine größere Intimität als in der SuUB. Leider sorgt die Struktur aber auch dafür, dass man sich mit ziemlicher Sicherheit verirrt.

Hier könnte man in ein gutes Buch versinken!

Glücklich verirrt

Wirklich böse kann man der Stadtbibliothek aber nicht dafür sein, dass sie einen nicht ohne zu mucken wieder entlässt. Auf der Suche nach dem Ausgang entdeckt man Schätze, die man niemals erwartet oder gesucht hätte. Anders als unsere in erster Linie wissenschaftlich ausgerichtete SuUB bietet die Stadtbibliothek, neben wissenschaftlichen und Sachbüchern, eine größere Auswahl auch an Freizeitliteratur, auch in Form von Zeitungen, Zeitschriften, Filmen und Hörbüchern.

Möglichkeiten über Möglichkeiten

Passend zum anstehenden Fest: Weihnachtsschmöker!

Thematisch entdeckt man an jeder Ecke etwas Neues: Vom Kochbuch bis zur Lyrikinterpretation, von der trashigen Graphic Novel bis zur wuchtigen Goethe-Werkausgabe gibt es scheinbar alles, sogar Ostfriesenkrimis. Darüber hinaus erstreckt sich die Bibliothek auch auf eine große digitale Auswahl an verschiedenen Medien. An Computern in der Bibliothek kann man den Online-Katalog außerdem vor Ort durchsuchen. Es gibt neben den gemütlichen Ecken übrigens auch Arbeitsplätze, an denen man wie in der SuUB konzentriert lesen und schreiben kann.

Nichts wie hin

Eigentlich würde ich ja gerne noch einen Kritikpunkt nennen, aber die Stadtbibliothek ist toll eingerichtet, es arbeiten dort freundliche, hilfsbereite Menschen und sowieso wird hier wohl jeder etwas für sich finden können. Ich kann nicht einmal garantieren, dass ich die Stadtbibliothek in ihrer Gänze überblicke! Also: Überzeugt euch selbst und schaut mal rein. Wir Studierende können sogar kostenlos eine Bibliothekskarte bekommen!

1 Kommentar

Trackbacks & Pingbacks

  1. […] Paul bereits in seinem Artikel „Besuch in der Stadtbibliothek“ berichtet hat, eignet sich auch diese hervorragend, um ein Stilles Plätzchen zu finden. […]

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.