Die Pumas sind los!

Es gibt Pumas an der Uni Bremen und sie können sprechen. Das tun sie auch. Einmal die Woche  beglückt euch der Podcast „Pumakäfig- Drei Jungs auf dem Weg zum Mann“ mit schlauen Tipps zum Trampen, Anekdoten über Schnaps unter Freunden und beleuchtet alltägliche Probleme von neuen Seiten. Die drei Pumas heißen Wilke, Leon und Björn und studieren laut Leon„irgendwas mit Medien“. Irgendwas mit Medien bedeutet in diesem Fall, sie sind Studenten der Kommunikations- und Medienwissenschaften im dritten Semester und brüllen heute ihre 16. Folge in die Mikrofone. Ich sitze mit dabei in Leons Studentenbude. Ein kleiner Gartentisch mit drei Mikrofonen, ein Mischpult, Tee, Club Mate und gute Laune wandeln den Raum nach und nach in ein liebevoll improvisiertes Studio um. Die Redaktionssitzung beginnt. Die drei Studenten witzeln und planen. Mal chaotisch, mal ernst. Es entstehen Texte, Ideen und Pläne für die kommenden Sendungen. „Wir kennen uns durch Krosse fm. Das Campusradio. Da haben wir zusammen unser Fabel fürs Radio ausgelebt und beschlossen, dass wir einen Podcast machen wollen.“ erzählt Björn. Es geht ihnen bei ihrer Idee vor allem darum, praktische Erfahrung zu sammeln, etwas eigenes auf die Beine zu stellen und sich einfach zu trauen. „Und Leuten eine amüsante Bahnfahrt zu ermöglichen!“, wirft Wilke ein. In ihrem Podcast reden sie frei über Probleme ihres Alltags und nehmen sich gerne mal auf den Arm. Hat einer der Pumas allerdings Schlafprobleme oder Schlimmeres, stehen ihm die anderen beiden gerne mit Rat und Tat zu Seite und auch  jedem ihrer Zuhörer. Mit viel Humor versteht sich. Auch die Zuhörer sind herzlich willkommen, ihre Probleme und Anliegen per Mail an die Pumas zu schicken.

 

 

Entstanden ist die Idee für den Podcast schon während der Arbeit bei Krosse fm. „Das hat echt Spaß gemacht und ist gut angeleitet von der Uni. Mit kleinem Studio und guten Leuten. Wir wollten uns aber einfach weiter ausprobieren, total frei machen worauf wir bock haben.“, erzählt Leon. Die ersten Planungen fanden, wo auch sonst, in einer der schönen Bremer Kneipen statt und führten in nur 6 Monaten zur ersten Folge. „Als erstes hatten wir eigentlich den Slogan. Dann kam Pumakäfig dazu. Ja. Da wars` dann! “, die drei lachen. Der Podcast ist durch und durch selbst auf die Beine gestellt. So gehört die charmante Stimme für den Einspieler einer Kommilitonin  und die passende Musik wurde von Puma Wilke selbst komponiert. „Wir sprechen uns gegenseitig jetzt nicht mit Puma Leon, Puma Wilke an.“ lacht Björn auf, „aber trotzdem spielt der Puma als Tier eine wichtige Rolle für unseren Podcast.“ Ein Puma hat was im Kopf, schnüffelt umher, ist verspielt und wild. Ein junger Puma ist neugierig, hin und wieder tollpatschig. Eine gute Umschreibung für einen Podcast, bei dem es eben um den Weg dreier Jungs auf dem Weg zum Mann geht, finde ich. „Stichpunkt: „Hier stinkts ja wie im Pumakäfig!“, lacht Björn, „das typische Jugendzimmer!“ Leon werkelt am Computer und Wilke richtet sich mit seinem Mikro gemütlich ein.

Bald geht es los. Die 16. Folge, heute eine Spezialfolge über Online-Journalismus, startet in wenigen Minuten. Ein bisschen Aufregung ist zu spüren. Doch Leon, Wilke und Björn kommen schnell in ihren Flow, nicht wie die ältesten Hasen im Business, aber dafür charmant, authentisch und mit Witz. Leon verteilt Handzeichen: Wilke hält das Mikro etwas zu schief, Björn ist zu weit weg. Doch auch das pendelt sich ein. Und währenddessen wird geplaudert. „Was habt ihr für euch gelernt bis jetzt?“, möchte ich nach der Sendung wissen. Wilke erzählt, dass das Reden am Stück, dem ganzen einen Kontext und durchgängig Struktur zu geben, eines der prägnantesten Erfahrungen war. „Außerdem der Umgang mit der Technik.Erstmal ein paar Fehler machen und es dann besser machen und weiter tüfteln.Das ist für mich, für uns auch echt wichtig.“, erläutert Björn.

Auch wenn die drei hier und du mal ihre chaotische Arbeitsweise betonen, bin ich beeindruckt. Es läuft. Gute Ideen, Struktur, Humor mit dem bestimmten Kniff sind eine gute Grundlage. Außerdem sind die drei Pumas Freunde, die eine Passion zum Radio verbindet. „Also, ich hab schon immer gedacht, wie cool Radio ist. Du laberst was rein und Leute hören zu. Ich find das gut.“, schmunzelt Leon. Und warum kein Youtube-Channel? „Wir sind nicht so die Fame-Bitches.“, grinst Wilke. Das Studio wird langsam wieder abgebaut. Jeder macht seinen Teil. Jeder packt sein Mikrofon wieder ein. Alle grinsen ein bisschen. „Habt ihr eine lustige Anekdote für mich?“ Björn legt direkt los: „Bei der finalen Sendung der ersten Staffel hatten wir Publikum. Und Alkohol. Was mit Saufen bringt halt immer Klicks und Zahlen. Schon während der Sendung haben wir richtig die Rakete gezündet. Aber nach der Sendung war nochmal richtig RemmiDemmi! Das war schon richtig cool!“. Abschließend möchte ich ein paar Schlagwörter hören, bezogen auf die Pumas und den Podcast : Sexy, Rexy, Sechstellig, Spielwiese, Therapiestunde.

Wenn ihr lust habt, rauszufinden, was es mit diesen kuriosen Wörtern auf sich hat, ein Problem einsenden wollt oder euch einfach berieseln lassen wollt mit Schabernack, Wissen und Tipps,  hört euch  die nächste Folge „Pumakäfig- Drei Jungs auf dem Weg zum Mann“ an! Von mir: Daumen hoch!

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