Fachtagung Digitales Lehren und Lernen in Bremen

 

Am 27. und 28. Juni 2019 fand im Haus der Wissenschaft in Bremen die Fachtagung „Digitales Lehren und Lernen – Innovative Methoden in der Aus- und Weiterbildung der Pflege- und Gesundheitsberufe“ statt. In den Workshops und Vorträgen gab es zu diesen übergeordneten Themen zahlreiche Impulse und Ansatzpunkte. Außerdem stellte das Team um Prof. Dr. Ingrid Darmann-Finck und Prof. Dr. Karsten D. Wolf  den rund 100 Teilnehmenden auf der zweitägigen Veranstaltung die Lernumgebung CARO – CAre Reflection Online vor. Ausführlicheres zu der Fachtagung erfahren Sie hier in Kürze! Ergänzend werden nach und nach die Präsentationsfolien der Vortragenden auf dieser Blog-Seite –> unter dem Reiter Fachtagung – veröffentlicht.

CARO-Team auf Bremer Pflegekongress stark vertreten

Foto: MESSE BREMEN/M3B GmbH/Jan Rathke

 

Von Mittwoch bis Freitag, 8. bis 10. Mai 2019, versammelten sich beim 14. Bremer Pflegekongress erneut Vertreter*innen aus Praxis und Wissenschaft – darunter auch mehrere Forschende und Lehrende der Universität Bremen. Beim dreitägigen Kongress standen Austausch, Networking und Fortbildung im Fokus – und auch das CARO-Team nutze diese Gelegenheit. Bereits die Eröffnungsveranstaltung des 14. Bremer Pflegekongresses und 13. DEWU Deutscher Wundkongress am vergangenen Mittwoch stieß auf großes Interesse. Insgesamt 4.264 Personen nahmen am dreitägigen Doppelkongress in der Messe Bremen und im Congress Centrum Bremen teil.

Aus dem Bereich der Medien- und Berufspädagogik bzw. der Pflegedidaktik und Pflegewissenschaft beteiligten sich mehrerer Mitglieder des Instituts für Public Health und Pflegeforschung (IPP). Prof. Dr. Ingrid Darmann-Finck gestaltete Sessions zur Personalbemessung in der Langzeitpflege sowie zur Pflegeausbildung 2020. An ihren Vortrag zur Gestaltung von schulischen Lehr-/Lernarrangements unter Berücksichtigung der neuen Pflegeausbildung- und Prüfungsverordnung knüpfte Sabine Muths mit der Vorstellung des Nationalen Mustercurriculums Kommunikative Kompetenz in der Pflege (NaKomm) an.

Andreas Baumeister und Dr. Claudia Schepers gaben einen Einblick in die Möglichkeiten des Lehrens und Lernens mit mobilen Endgeräten im Pflegeunterricht aus der Perspektive des Projekts „Care Reflektion Online (CARO)“. Unterstützt von Jutta Kaliske (ebenso CARO-Projekt) gab es vor und nach der Präsentation Gelegenheit zum Austausch rund um die bevorstehende Fachtagung „Digitales Lehren und Lernen“ (https://blogs.uni-bremen.de/caroprojekt/fachtagung-digitales-lehren-und-lernen/) sowie zu Erfahrungen mit CARO im Pflegeunterricht.

Die von Sebastian Partsch moderierte Session zur Pflegebildung wurde ergänzt durch die von Claudia Einig dargestellte aktuelle Studienlage zur interprofessionellen klinischen Entscheidungsfindung mit Schlussfolgerungen für die Pflegeausbildung. Das abgerundete Kongressprogramm bot sowohl den Teilnehmer*innen als auch den Referent*innen lebhafte Diskussionen und viele weiterführende Ideen für die wissenschaftliche und praktische Arbeit.

Der Termin für den nächsten Doppelkongress steht auch bereits fest: 2020 finden der DEWU Deutscher Wundkongress und der Bremer Pflegekongress von Mittwoch bis Freitag, 6. bis 8. Mai, statt.

CARO in Bonn: eQualification

Die Statuskonferenz im Rahmen des Förderprogramms „Digitale Medien in der beruflichen Bildung“ feierte am 25. Und 26. Februar 2019 10-jähriges Jubiläum! Und CARO feierte mit!!!

Dieses Jahr war die Aufgabe für die „Projektausstellung“ einen Aktenkoffer mitzubringen und ihn mit all dem zu füllen, was das Projekt braucht!

Dieser Auftrag setzte spontane Kreativität im CARO-Team frei und sofort wurde begeistert geplant, organisiert und gebastelt, sodass am Ende dieses Exponat entstand:

Neben einem regen Austausch über das CARO-Projekt fanden aber auch die Flyer, zur Fachtagung „Digitales Lehren und Lernen“ am 27/28 Juni in Bremen, reißenden Absatz auf der Konferenz.

CARO-Lernsituation „Frau Martin“ im Nationalen Mustercurriculum

 

Die  kommunikative  Kompetenz  ist  eine  der  Kernkompetenzen von Pflege(fach)personen. Eine gelungene Kommunikation trägt zur  Zufriedenheit  und  zum  Wohlbefinden  der  zu  pflegenden Menschen, aber auch der Pflegenden selbst, bei. Im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit wurde am Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) der Universität Bremen in den letzten  Jahren  das NaKomm,  das  „Nationale  Mustercurriculum Kommunikative  Kompetenz  in  der  Pflege“  unter  Bezug  auf pflegedidaktische   und   pflegewissenschaftliche   Grundlagen entwickelt. Das Curriculum wurde nun auf einer  Fachtagung  erstmals präsentiert   und   anschließend   in   Form   einer   Datenbank interessierten Schulen online zur Verfügung gestellt. Es umfasst ca.  200  Stunden  und  ist  situationsorientiert  und  entwicklungs-logisch aufgebaut. Es bietet außerdem eine hervorragende Basis für die schulinterne Curriculumentwicklung im Kontext des neuen Pflegeberufegesetzes. Die Tagung richtete sich an Lehrerinnen und Lehrer in der Pflege und an Studierende.Erstmals präsentierte das CARO-Team auf dem NaKomm-Fachtag einer breiten Öffentlichkeit die Lernsituation „Frau Martin“, welche für das Nationale  Mustercurriculum speziell aufbereitet und in die NaKomm-Datenbank (3. Semester) integriert wurde.

Link zur Internetpräsenz des Nationalen  Mustercurriculums: http://nakomm.ipp.uni-bremen.de/

Link zur Lernsituation „Frau Martin“: http://nakomm.ipp.uni-bremen.de/le/frau-martin/

Link zur Präsentation des CARO-Teams auf dem Fachtag: http://nakomm.ipp.uni-bremen.de/wp-content/uploads/2019/02/Digital-unterstuetztes-Lernen.pdf

Artikel: Kommunikative Kompetenz in der Ausbildung fördern (Die Schwester Der Pfleger Ausgabe 11/2018 ): https://www.bibliomed-pflege.de/zeitschriften/die-schwester-der-pfleger/heftarchiv/ausgabe/artikel/sp-11-2018-forensische-psychiatrie-pflege-hinter-stacheldraht-und-hohen-mauern/36735-kommunikative-kompetenz-in-der-ausbildung-foerdern/

Fotos: Jutta Kalliske (oben) und Baumeiter Andreas (unten) auf der NaKomm Fachtagung.

Praxistest: CARO-App im Pflegeunterricht – Erprobung, Evaluation und Weiterentwicklung an den Pflegeschulen

Es gab viel zu tun: in den letzten Monaten wurde die CARO-App im realen Unterricht an Pflegeschulen getestet und, basierend auf den Rückmeldungen aus der Praxis, im Rahmen einer zyklischen Evaluation stetig weiterentwickelt.

Nach den Erprobungen von ca. 50 Unterrichtsstunden mit insgesamt über 100 Teilnehmer*innen unterschiedlicher Pflegebildungseinrichtungen (an der Altenpflegeschule der Bremer Heimstiftung, an der Altenpflegeschule der Wirtschafts- und Sozialakademie in Bremen, mit Studierenden des Studienganges Pflegewissenschaft der Universität Bremen sowie Fachweiterbildungsteilnehmer*innen der Bildungsakademie Gesundheit Nord gGmbH) wurde auch an der Gesundheits- und Krankenpflegeschule des Klinikum Walsrode über mehrere Tage Unterricht mit der CARO-App durchgeführt. Thematisch wurden die Inhalte rund um die „Kommunikation mit Menschen mit Demenz im Krankenhaus“ sowie die damit verbundenen „Herausforderungen“ und „Handlungsalternativen“ herausgearbeitet.

Technisch und methodisch wurden der Anmeldeprozess, der fallbasierte filmisch aufbereitete Unterrichtseinstieg, digitale Abfragen sowie das Clustern von Gedanken und Gefühlen zum Film erprobt aber auch der „Videodreh mit dem Smartphone“ als eine Methode der Reflexion durchgeführt. Die wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen konnten während der Unterrichte zahlreiche Daten für die Evaluation und Weiterentwicklung der CARO-App erheben.

Diese Testung hat sogar die Aufmerksamkeit der lokalen Presse erregt, sodass darüber in einem Artikel der „Walsroder Zeitung“ berichtet wurde: https://www.wz-net.de/lokales/themenwelten/heidekreis-klinikum/verknuepfung-mit-der-lebenswelt_607_111643233-21-.html

Darüber hinaus wurden weitere CARO-Unterrichte mit Studierenden des Studienganges Pflegewissenschaft der Universität Bremen erprobt, bei denen Inhalte des Moduls „Gewaltfreies bzw. freiheitsförderliches Handeln“ zum ersten Mal getestet wurden. Auch hier kam der Unterricht mit CARO sehr gut an.

Fachtagung: Digitales Lehren und Lernen am 27. und 28. Juni 2019

Die Fachtagung Digitales Lehren und Lernen findet am 27. und 28 Juni 2019 in Bremen statt und stellt innovative Methoden in der Aus- und Weiterbildung der Pflege- und Gesundheitsberufe in den Mittelpunkt. Die Fachtagung wendet sich an Lehrer*innen, an Pflegepädagogik- oder Lehramtsstudierende, Referen- dar*innen sowie auch an Wissenschaftler*innen aus der Pflegelehrer*innenbildung. Das Programm sowie weitere Informationen zur Anmeldung sind dem Flyer: Digitales Lehren und Lernen zu entnehmen.

„Lernen mit dem Smartphone / Tablet im Pflegeunterricht“

Einladung zum DRK-Schulleiter*innen-Tag in Berlin

„Lernen mit dem Smartphone / Tablet und der CARO-App“: unter diesem Titel präsentierten Dr. Claudia Schepers und Andreas Baumeister auf Einladung des Deutschen Roten Kreuz (DRK), Referat für Pflege des DRK-Bundesverbandes und des Verbands der Schwesternschaften vom DRK e.V. im Tagungszentrum des DRK-Generalsekretariats in Berlin den aktuellen Forschungsstand sowie Ergebnisse aus dem Projekt CARO. Die interessierten Schulleiter*innen sowie Teilnehmer*innen aus Bildung und Wissenschaft erhielten Einblick in die pflegedidaktische Fundierung sowie die methodischen Möglichkeiten der CARO-App, konnten exemplarisch einzelne Aufgaben mit ihren Smartphones erproben und nutzten abschließend die Gelegenheit zur Diskussion und zum Gedankenaustausch bezüglich digital unterstützten Lehrens und Lernens in der Pflegebildung.

Rundum gelungen: der 5. CARO Workshop

Begeisterungsfähig und ertragreich: Mit diesen Attributen lässt sich sicherlich am besten beschreiben, wie sich die Zusammenarbeit im 5. CARO Workshop gestaltete. Die Teilnehmer*innen aus drei Praxiseinrichtungen (Bremer Heimstiftung, Wirtschafts- und Sozialakademie Bremen sowie der Gesundheits- und Krankenpflegeschule Heidekreis-Klinikum GgmbH) lernten die neusten CARO-Anwendungen und Unterrichtsverläufe kennen, konnten Arbeitsaufgaben selbstständig ausprobieren und erhielten Anreize für den Einsatz von CARO-Unterricht im eigenen Lehrbetrieb.

Zunächst stellte das Projektteam in einer praktischen Simulation die aktuellen Features und Aufgabenformate der CARO-APP vor. Dabei wurden hervorgehoben, wie das Lehrer*innen Dashboard zur Vorbereitung und Durchführung von Unterricht verwendet werden kann  und wie die Aufgaben zwischen dem Präsentationsboard sowie der Schüler*innen- APP geteilt werden können.

Dabei stand „Mitmachen“ im Vordergrund: Die Teilnehmer*innen konnten in der Ansicht der Lernenden beispielsweise in Echtzeit Slider bewegen, Freitextantworten eingeben und Filmsequenzen anschauen, während sie parallel dazu über das Whiteboard die Ansicht der Lehrenden verfolgen konnten. Hierdurch wurde das Gesamtspektrum, das CARO zu bieten hat, gut sichtbar. Unterschiedliche Aufgabenformate und die Einbindung verschiedener Medien (Videos, Audios, Links, etc.) tragen ebenso zum lebendigen Unterrichtskonzept bei, wie die Synchronisation der drei Anwendungs-Module: Lehrer*innen können mit dem Dashboard individuellen Unterricht planen und durchführen oder auf bereits erstellte Unterrichtseinheiten zurückgreifen. Die Interaktion im Unterricht spielt sich dann zwischen dem Dashboard, dem Präsentationsboard sowie der APP ab. Während Schüler*innen in der APP Arbeitsaufträge lesen und bearbeiten können, werden Inhalte und Arbeitsergebnisse anschließend auf dem Beamer oder Whiteboard für alle sichtbar geteilt.

Abschließend gab es im Rahmen des Workshops Raum zur gemeinsamen Diskussion um potentielle Barrieren oder Stolpersteine beim Einsatz von CARO in den kooperierenden Bildungseinrichtungen. Das Projektteam arbeitet derzeit an einem Self-Assessment für Lehrpersonen, anhand dessen die technische Infrastruktur der eigenen Schule in Hinblick auf den Einsatz von CARO analysiert werden kann. Entlang der Frage „Ist meine Schule bereit für CARO?“ soll ein Ampelsystem erstellt werden, mit Hilfe dessen eine schnelle und unkomplizierte Einordnung vorgenommen werden kann. Darüber hinaus wurde die Frage, inwieweit CARO Bestandteil in individuellen Unterrichtskonzepten werden kann, diskutiert. Über den gelungenen Einblick in die Möglichkeiten und Potenziale, die CARO zu bieten hat, waren alle anwesenden Vertreter*innen der Bildungseinrichtungen begeistert. Barrieren und Stolpersteine konnten konstruktiv besprochen und nächste Schritte in der gemeinsamen Zusammenarbeit koordiniert werden.

CARO auf der Herbsttagung der Sektion Medienpädagogik (20./21.September 2018)

Das, was in der Automobilbranche als „Hochzeit“ bezeichnet wird – nämlich der Arbeitsschritt, in dem Motor und Karosserie zusammengeführt werden – ist auch im Projekt CARO erfolgreich vollzogen:
Nach einer intensiven Arbeitsphase, in der unterschiedliche Test- und Designzyklen durchlaufen wurden, konnten mediendidaktische Feinheiten und Fachinhalte erfolgreich miteinander verknüpft werden. 
CARO kann mittlerweile eine stabile Fachmediendidaktik vorweisen, die viel Potential für den Unterricht in der Pflegeausbildung mit sich bringt.

Im Rahmen der Herbsttagung der Sektion Medienpädagogik (Deutsche Gesellschaft für Erziehungswissenschaft) wurde unter dem Motto „Medienpädagogik in Zeiten einer tiefgreifenden Mediatisierung“ vorgetragen, diskutiert, gelernt und gelacht.  Auf der lebendigen Tagung, an der Wissenschaftler*innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz teilnahmen, präsentierte das CARO Team die neusten Features und Unterrichtsinteraktionen. Herausstellen ließ sich der Mehrwert der CARO Anwendung:   Methoden und Kompetenzziele sind aufeinander abgestimmt und das CARO CMS kann zu Recht als interaktionistisches CMS bezeichnet werden. Durch die Kombination der bildungstheoretisch fundierten Fachdidaktik und Mediendidaktik legt CARO eine innovative Fachmediendidaktik vor, die auch als Basis für die Weiterentwicklung unterrichtsbezogener OER-Materialien genutzt werden soll.

Durch die Teilnahme an der Tagung konnte sich CARO einerseits in der medienpädagogischen Community präsentieren sowie andererseits viele interessante Impulse und Kontakte für die weitere Arbeit gewinnen.

CARO auf dem Bremer Pflegekongress vorgestellt

„Fremdsein“ lautete das Motto des Bremer Pflegekongresses, der in diesem Jahr zum 13. Mal in der Messe Bremen veranstaltet wurde. In einer Session zur Transkulturalität in der Pflegeausbildung präsentierten Andreas Baumeister und Dr. Claudia Schepers, die als wissenschaftliche Mitarbeiterin bzw. Mitarbeiter in dem Projekt  beschäftigt sind, Ausschnitte aus der inhaltlichen Konzeption einer im Rahmen des Projekts CARO entwickelten Lehr-/Lerneinheit zur transkulturellen Pflege („Voller Zucker“) und damit eng verknüpft die technische, digital unterstützte Umsetzung im Unterricht.

Mittels mehrerer Unterrichtsbeispiele wurde plastisch anhand von Grafiken veranschaulicht, wie die Lehrenden per App Arbeitsaufträge an die Smartphones der Schülerinnen und Schüler senden. Die Schülerinnen und Schüler bearbeiten die Arbeitsaufträge im Anschluss auf ihren Smartphones und schicken die Ergebnisse an die Lehrperson zurück. Die Lehrperson kann die Ergebnisse  dann beispielsweise auf dem Whiteboard auswerten. Die App-basierte Lehr-Lerneinheit soll Schülerinnen und Schüler beim Aufbau transkultureller Kompetenz unterstützen, indem die Bereiche „narrative Empathie“, „Selbstreflexion“ sowie die Nutzung von „Hintergrundwissen“ fallbezogen gefördert werden. Im Anschluss an den Vortrag wurde eine interessante und für die weitere Konzeption fruchtbare Diskussion geführt.

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