„Lernen mit dem Smartphone / Tablet im Pflegeunterricht“

Einladung zum DRK-Schulleiter*innen-Tag in Berlin

„Lernen mit dem Smartphone / Tablet und der CARO-App“: unter diesem Titel präsentierten Dr. Claudia Schepers und Andreas Baumeister auf Einladung des Deutschen Roten Kreuz (DRK), Referat für Pflege des DRK-Bundesverbandes und des Verbands der Schwesternschaften vom DRK e.V. im Tagungszentrum des DRK-Generalsekretariats in Berlin den aktuellen Forschungsstand sowie Ergebnisse aus dem Projekt CARO. Die interessierten Schulleiter*innen sowie Teilnehmer*innen aus Bildung und Wissenschaft erhielten Einblick in die pflegedidaktische Fundierung sowie die methodischen Möglichkeiten der CARO-App, konnten exemplarisch einzelne Aufgaben mit ihren Smartphones erproben und nutzten abschließend die Gelegenheit zur Diskussion und zum Gedankenaustausch bezüglich digital unterstützten Lehrens und Lernens in der Pflegebildung.

Rundum gelungen: der 5. CARO Workshop

Begeisterungsfähig und ertragreich: Mit diesen Attributen lässt sich sicherlich am besten beschreiben, wie sich die Zusammenarbeit im 5. CARO Workshop gestaltete. Die Teilnehmer*innen aus drei Praxiseinrichtungen (Bremer Heimstiftung, Wirtschafts- und Sozialakademie Bremen sowie der Gesundheits- und Krankenpflegeschule Heidekreis-Klinikum GgmbH) lernten die neusten CARO-Anwendungen und Unterrichtsverläufe kennen, konnten Arbeitsaufgaben selbstständig ausprobieren und erhielten Anreize für den Einsatz von CARO-Unterricht im eigenen Lehrbetrieb.

Zunächst stellte das Projektteam in einer praktischen Simulation die aktuellen Features und Aufgabenformate der CARO-APP vor. Dabei wurden hervorgehoben, wie das Lehrer*innen Dashboard zur Vorbereitung und Durchführung von Unterricht verwendet werden kann  und wie die Aufgaben zwischen dem Präsentationsboard sowie der Schüler*innen- APP geteilt werden können.

Dabei stand „Mitmachen“ im Vordergrund: Die Teilnehmer*innen konnten in der Ansicht der Lernenden beispielsweise in Echtzeit Slider bewegen, Freitextantworten eingeben und Filmsequenzen anschauen, während sie parallel dazu über das Whiteboard die Ansicht der Lehrenden verfolgen konnten. Hierdurch wurde das Gesamtspektrum, das CARO zu bieten hat, gut sichtbar. Unterschiedliche Aufgabenformate und die Einbindung verschiedener Medien (Videos, Audios, Links, etc.) tragen ebenso zum lebendigen Unterrichtskonzept bei, wie die Synchronisation der drei Anwendungs-Module: Lehrer*innen können mit dem Dashboard individuellen Unterricht planen und durchführen oder auf bereits erstellte Unterrichtseinheiten zurückgreifen. Die Interaktion im Unterricht spielt sich dann zwischen dem Dashboard, dem Präsentationsboard sowie der APP ab. Während Schüler*innen in der APP Arbeitsaufträge lesen und bearbeiten können, werden Inhalte und Arbeitsergebnisse anschließend auf dem Beamer oder Whiteboard für alle sichtbar geteilt.

Abschließend gab es im Rahmen des Workshops Raum zur gemeinsamen Diskussion um potentielle Barrieren oder Stolpersteine beim Einsatz von CARO in den kooperierenden Bildungseinrichtungen. Das Projektteam arbeitet derzeit an einem Self-Assessment für Lehrpersonen, anhand dessen die technische Infrastruktur der eigenen Schule in Hinblick auf den Einsatz von CARO analysiert werden kann. Entlang der Frage „Ist meine Schule bereit für CARO?“ soll ein Ampelsystem erstellt werden, mit Hilfe dessen eine schnelle und unkomplizierte Einordnung vorgenommen werden kann. Darüber hinaus wurde die Frage, inwieweit CARO Bestandteil in individuellen Unterrichtskonzepten werden kann, diskutiert. Über den gelungenen Einblick in die Möglichkeiten und Potenziale, die CARO zu bieten hat, waren alle anwesenden Vertreter*innen der Bildungseinrichtungen begeistert. Barrieren und Stolpersteine konnten konstruktiv besprochen und nächste Schritte in der gemeinsamen Zusammenarbeit koordiniert werden.

CARO auf der Herbsttagung der Sektion Medienpädagogik (20./21.September 2018)

Das, was in der Automobilbranche als „Hochzeit“ bezeichnet wird – nämlich der Arbeitsschritt, in dem Motor und Karosserie zusammengeführt werden – ist auch im Projekt CARO erfolgreich vollzogen:
Nach einer intensiven Arbeitsphase, in der unterschiedliche Test- und Designzyklen durchlaufen wurden, konnten mediendidaktische Feinheiten und Fachinhalte erfolgreich miteinander verknüpft werden. 
CARO kann mittlerweile eine stabile Fachmediendidaktik vorweisen, die viel Potential für den Unterricht in der Pflegeausbildung mit sich bringt.

Im Rahmen der Herbsttagung der Sektion Medienpädagogik (Deutsche Gesellschaft für Erziehungswissenschaft) wurde unter dem Motto „Medienpädagogik in Zeiten einer tiefgreifenden Mediatisierung“ vorgetragen, diskutiert, gelernt und gelacht.  Auf der lebendigen Tagung, an der Wissenschaftler*innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz teilnahmen, präsentierte das CARO Team die neusten Features und Unterrichtsinteraktionen. Herausstellen ließ sich der Mehrwert der CARO Anwendung:   Methoden und Kompetenzziele sind aufeinander abgestimmt und das CARO CMS kann zu Recht als interaktionistisches CMS bezeichnet werden. Durch die Kombination der bildungstheoretisch fundierten Fachdidaktik und Mediendidaktik legt CARO eine innovative Fachmediendidaktik vor, die auch als Basis für die Weiterentwicklung unterrichtsbezogener OER-Materialien genutzt werden soll.

Durch die Teilnahme an der Tagung konnte sich CARO einerseits in der medienpädagogischen Community präsentieren sowie andererseits viele interessante Impulse und Kontakte für die weitere Arbeit gewinnen.

CARO auf dem Bremer Pflegekongress vorgestellt

„Fremdsein“ lautete das Motto des Bremer Pflegekongresses, der in diesem Jahr zum 13. Mal in der Messe Bremen veranstaltet wurde. In einer Session zur Transkulturalität in der Pflegeausbildung präsentierten Andreas Baumeister und Dr. Claudia Schepers, die als wissenschaftliche Mitarbeiterin bzw. Mitarbeiter in dem Projekt  beschäftigt sind, Ausschnitte aus der inhaltlichen Konzeption einer im Rahmen des Projekts CARO entwickelten Lehr-/Lerneinheit zur transkulturellen Pflege („Voller Zucker“) und damit eng verknüpft die technische, digital unterstützte Umsetzung im Unterricht.

Mittels mehrerer Unterrichtsbeispiele wurde plastisch anhand von Grafiken veranschaulicht, wie die Lehrenden per App Arbeitsaufträge an die Smartphones der Schülerinnen und Schüler senden. Die Schülerinnen und Schüler bearbeiten die Arbeitsaufträge im Anschluss auf ihren Smartphones und schicken die Ergebnisse an die Lehrperson zurück. Die Lehrperson kann die Ergebnisse  dann beispielsweise auf dem Whiteboard auswerten. Die App-basierte Lehr-Lerneinheit soll Schülerinnen und Schüler beim Aufbau transkultureller Kompetenz unterstützen, indem die Bereiche „narrative Empathie“, „Selbstreflexion“ sowie die Nutzung von „Hintergrundwissen“ fallbezogen gefördert werden. Im Anschluss an den Vortrag wurde eine interessante und für die weitere Konzeption fruchtbare Diskussion geführt.

CARO in Berlin: eQualification

Auf dem Laufenden sein, wenn es um digitale Medien in der Arbeit geht: Die eQualification bietet das jährlich stattfindende Forum für den Informations- und Erfahrungsaustausch zum Einsatz digitaler Medien in der beruflichen Bildung. Und die CARO-App war mit dabei!

Bei der Tagung am 5. und 6. März 2018 im Berlin Congress Center, das unter dem Querschnittsthema „Lernen und Beruf digital verbinden“ stand, präsentierte Prof. Dr. Ingrid Darmann-Finck das Projekt CARO und gab anhand der CARO-App einen Einblick in das Classroom-Management-System sowohl aus der Perspektive der Lehrenden auf einem Laptop als auch aus der dazugehörigen Bildschirmansicht der Lernenden auf einem Tablet. Die Teilnehmenden der eQualification hatten großes Interesse an der innovativen App und tauschten sich rege am CARO-Präsentationsstand aus.

Live und in Aktion: Präsentation des Classroom-Management-Systems im Rahmen des 4. CARO-Workshops

Am 15. Februar 2018 gab es im 4. CARO-Workshop erneut viel zu sehen, zu begutachten und zu bestaunen. In den letzten Monaten wurden bei den im Projekt entwickelten Lernangeboten zahlreiche inhaltliche und technische Veränderungen vorgenommen. Diese Veränderungen basieren auf Rückmeldungen, die bei Erprobungen der CARO-Lernangebote in der Praxis erhoben wurden sowie auf Gesprächen mit Lehrenden und Lernenden.

Im Workshop wurden als erstes den eingeladenen VertreterInnen der kooperierenden Pflegeschulen die modifizierten Lernangebote zu den Themen „Ungewissheit im pflegerischen Handeln“ und „Herausforderndem Verhalten“ von Jutta Kaliske (AG Pflegedidaktik) vorgestellt. Anschließend konnten die PflegeschullehrerInnen eine überarbeitete Variante der Artikulationsschemata begutachten, die einen schnellen Überblick zu den Unterrichtsverläufen geben. Außerdem hatten die Anwesenden die Gelegenheit, die von Jan Küster und Prof. Karsten Wolf (beide AG Medienpädagogik) präsentierte CARO-App als Classroom-Management-System sowohl in der Ansicht der Lehrperson als auch in der Lernendenansicht in Aktion zu erleben. In Echtzeit wurden beispielsweise Freitext-, Schlagwort- oder Stimmungsabfragen visuell aufgearbeitet dargeboten. Die so generierten Balkendiagramme, Stimmungsbilder oder Wortwolken können im Unterricht der Ausgangspunkt für vertiefende Diskussionen oder ein Clustering der von den Lernenden eingebrachten Inputs sein. Nach der Mittagspause gab Andreas Baumeister (AG Pflegedidaktik) einen Einblick in den aktuellen Stand der Lernangebote zum Thema „Transkulturelle Pflege“. Diese werden derzeit pflegedidaktisch und medienpädagogisch entwickelt und im Workshop erhobene Erfahrungen zum Themenschwerpunkt aus den kooperierenden Pflegeschulen einbezogen. Für den filmisch unterstützten Unterrichtseinstieg laufen derzeit die Arbeiten am Drehbuch und die Vorbereitung der Filmproduktion auf Hochtouren.

CARO in Wien: Pflege smart lernen – online reflektieren

Am 30. November 2017 präsentierte Nicole Duveneck (ehemalige Projektmitarbeiterin) das Projekt CARO auf dem pflegekongress17 in Wien. Das interessierte Fachpublikum erhielt Einblicke in die multimediale Lernumgebung anhand des 1. CARO-Moduls „Die besondere Ungewissheit im pflegerischen Handeln am Beispiel der Pflege von Menschen mit Demenz“.

Sowohl die Möglichkeiten der digitalen CARO-Lernumgebung mit ihren zwei Ebenen für Lehrende und Lernende als auch die Unterrichtskonstruktion auf Grundlage der Interaktionistischen Pflegedidaktik mit den Zieldimensionen Wissenschaftsbasierung, Interpretation und Verständigung und kritische Reflexion stießen auf breites Interesse. Ein Zusammenschnitt des Films rund um eine Problemsituation, die durch herausforderndes Verhalten einer Patientin mit Demenz im Krankenhaus entstanden ist, sowie die hohe strukturelle Flexibilität der Lerneinheiten im Umfang von insgesamt 37 Unterrichtsstunden machten Lust auf mehr. Einmal auf schon vorab geplanten Unterricht zurückgreifen zu können und dann einfach per Online-Werkzeug einzelne Inhalte an- und abzuwählen, Reihenfolgen zu verändern, Aufgaben- und Antwortformate zu wählen oder multimediale Inhalte wie Bilder, Audioaufnahmen oder Videos zu ergänzen und dabei Unterrichtsmaterialien nicht an unterschiedlichen Orten hoch- bzw. herunterladen zu müssen, schien besonders attraktiv für Pflegelehrerinnen und -lehrer.

Für Interessierte gibt es zudem einen Direktlink zur Präsentation.

CARO bei der BIBB Tagung in Berlin

Am 5. Oktober stellten Prof. Dr. Ingrid Darmann-Finck und Prof. Karsten D. Wolf das Projekt CARO auf der vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) veranstalteten Tagung „Innovativ qualifizieren in Gesundheits- und Pflegeberufen“ vor.

Im Rahmen der Tagung konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Einblick in sieben Projekte des Förderprogramms „Digitale Medien in der Beruflichen Bildung“ verschaffen. Im Vortrag und in den Diskussionen über das Projekt CARO standen zwei Themen im Mittelpunkt:
Erstens wurde die inhaltliche Konzeption der Module vorgestellt. Ausgehend von einem filmisch aufbereiteten, komplexen und authentischen Fall der Berufswirklichkeit werden anhand von mehreren Sequenzen Kompetenzen zur Reflexion und Gestaltung des beruflichen Handelns auf unterschiedlichen Ebenen angeeignet.
Zweitens wurde die mediendidaktische Konzeption und technische Implementation detailliert vorgestellt. Eine Besonderheit von CARO ist, dass die Lehrenden das Ausmaß der digitalen Unterstützung im Präsenzunterricht selbst variieren können. Das Lehr-/Lernangebot ermöglicht so sowohl einen niedrigschwelligen Einstieg in das digital unterstützte Lehren und Lernen mit Nutzung einzelner digitaler Ressourcen als auch eine umfängliche Nutzung ditialer Medien, welche den gesamten Unterrichtsprozesses begleiten. Dabei können die Lehrenden die Materialien und didaktischen Abläufe einfach per Online-Werkzeug an ihre eigenen Vorstellungen anpassen.

Direktlink zur Präsentation

 

Work in progress: Film-Show, Software-Start und Lerninsel-Finish

Am 19. Juni 2017 gab es im 3. CARO-Workshop viel zu sehen, zu testen und zu bestaunen. Als erstes konnten die eingeladenen VertreterInnen der kooperierenden Pflegeschulen den knapp 20minütigen Film „Ungewissheit“ in der ersten Rohfassung begutachten (Kamera und Schnitt Dirk Vaihinger, ZMML der Uni Bremen; Regie: Simon Makhali). Der Film bildet das Kernstück der neu entwickelten Lerninsel zum Thema „Ungewissheit im pflegerischen Handeln“. Er behandelt den Fall einer demenzerkrankten Dame, die aufgrund eines Sturzes in einem Allgemeinkrankenhaus behandelt werden muss und mit ihrem erkrankungsbedingten Verhalten eine besondere Herausforderung für das Klinikpersonal darstellt. Der Film wurde für seine realistische Darstellung gelobt und vom Pflegeschul-Publikum positiv bewertet.

Des Weiteren hatten die PflegeschullehrerInnen Gelegenheit, den CARO-Software-Prototyp für den Unterricht praktisch auszuprobieren. Dazu führten Jan Küster und Prof. Karsten Wolf (beide AG Medienpädagogik) in das neuentwickelte Classroom-Management-System ein. Mithilfe eines virtuellen Klassenraums wurde die Lerninsel-Einheit „Entscheiden mit Bauch und Kopf“ aus SchülerInnen- wie auch aus LehrerInnensicht an PC, Tablet und Smartphone simuliert, sodass alle bisher verfügbaren Funktionen getestet werden konnten.

Abschließend erhielten die PflegeschulvertreterInnen das komplette Unterrichtsmaterial der Lerninsel „Ungewissheit im pflegerischen Handeln“ auf CD zur eigenen Vorbereitung und Einpassung in die bestehenden Unterrichtscurricula ausgehändigt. Die Implementierung der CARO-Software mit der Lerninsel ist nach Rücksprache mit den Schulen für den Spätsommer geplant.

 

Im Kasten: Erster CARO-Filmdreh erfolgreich abgeschlossen

Die ersten Filmdrehs für das CARO-Lehr-/Lernmodul „Ungewissheit im pflegerischen Handeln“ sind nun erfolgreich im Kasten.

Unter der Regie von Simon Makhali und der Kameraarbeit von Dirk Vaihinger (ZMML) ist der Fall einer älteren Dame (gespielt von Gisela Knigge) verfilmt worden, die nach einem Sturz im Krankenhaus behandelt werden muss und aufgrund ihrer Demenzerkrankung eine besondere Herausforderung für das Pflegepersonal Laura (Clara Schliessler) und Mareike (Annika Port) sowie den Stationsarzt (Christoph Steinberg) darstellt. Neben Marianne Ils als Darstellerin einer weiteren Patientin, wirkten Dimitri Kern (Tonassistenz) und Ines Löffelbein (Regie-/ Kameraassistenz) an der Produktion mit. Die Fallverfilmung soll als Einstieg in das multimedial gestützte Lernmodul dienen.

Des Weiteren wurde noch ein Experteninterview mit Herrn Prof. Dr. Thomas Evers von der Hochschule für Gesundheit in Bochum geführt, der über seine Forschung zum Phänomen der besonderen Ungewissheit im pflegerischen Handeln berichtet. Anhand des Interviews sollen im Rahmen des neuen Lehr-/Lernmoduls PflegeschülerInnen einen ersten theoretischen Einstieg ins Thema Ungewissheit erhalten.

Beide Filme befinden sich in der Postproduktionsphase. Die fertigen Versionen sollen im Spätsommer zusammen mit dem digital gestützten CARO-Lehr-/Lernmodul in den drei beteiligten Pflegeschulen implementiert und getestet werden.

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