Geld ist für uns Studierende ja irgendwie ein Dauerthema. Entweder hat man zu wenig davon oder genug durch zusätzliche Jobs und dafür zu wenig Zeit fürs Studium. Nicht jede*r Studierende profitiert von der Förderung durch das eigene Elternhaus und oft ist das Studienfach so anspruchsvoll, dass es realistisch betrachtet gar keine Zeit für einen Nebenjob lässt.
Also weiterhin auf BAföG hoffen und bis dahin trockene Nudeln essen? (Nichts gegen BAföG an dieser Stelle – ein Antrag lohnt sich in den meisten Fällen, reicht aber oft nicht, um alle Lebenshaltungskosten vernünftig zu decken.)
Nicht unbedingt: Eventuell könnte ein Stipendium zur Beseitigung finanzieller Sorgen beitragen.

Für manche mag der Gedanke etwas abwegig wirken, sich um ein Stipendium zu bewerben.
Muss man dafür nicht konstant Einsen schreiben und im besten Falle noch seit der Schulzeit ehrenamtlich tätig sein? Jein. Es gibt eine ganze Menge Stipendien, für die das durchaus relevant, wenn nicht sogar entscheidend ist. Es gibt aber auch andere Formen der Förderung, welche nicht (nur) auf die Leistungen und das Engagement blicken, sondern beispielsweise auch den persönlichen Hintergrund betrachten – insbesondere was den sozialen, familiären oder auch einen möglichen Migrationshintergrund betrifft.

Etwa 4% aller Studierender in Deutschland werden über ein Stipendium gefördert; über 28.000 davon letztes Jahr über das Deutschlandstipendium.
Da vor Kurzem die Bewerbungsphase für das Deutschlandstipendium ab kommendem Wintersemester begonnen hat und die Uni Bremen jedes Jahr ca. 100 Stipendien in diesem Kontext vergibt, möchte ich an dieser Stelle auf diese Förderung etwas genauer eingehen.

Was sollte ich mitbringen?
Das Deutschlandstipendium ist für immatrikulierte Studierende gedacht, „die aufgrund ihres bisherigen Engagements und Werdegangs unter Berücksichtigung sozialer, familiärer und persönlicher Umstände über ein großes Potential verfügen und herausragende Leistungen in Studium oder Beruf erwarten lassen oder bereits erbracht haben“. Demnach sind gute bis sehr gute Noten natürlich von Vorteil, jedoch ist immer die persönliche Lage zu berücksichtigen. Uns allen ist ja bewusst, dass wir nicht unter den gleichen Umständen studieren und das wird bei der Bewerbung klar berücksichtigt.

Womit kann ich rechnen?
Die Förderung besteht aus einer finanziellen in Höhe von monatlich 300,- sowie einer ideellen. Der Geldbetrag wird nicht dem BAföG angerechnet und steht demnach zusätzlich zur Verfügung. Dadurch können beispielsweise bessere Lernmaterialien besorgt werden oder es kann ein Nebenjob vermieden werden, um so mehr Zeit für das Studieren zu finden.
Die ideelle Förderung besteht aus ausgewählten Angeboten, die nur für die Stipendiat*innen zugänglich sind und sie in ihrem Werdegang unterstützen und weiterbringen sollen. Beispiele hierfür wären Exkursionen, Workshop oder Vorträge zu aktuellen Forschungsthemen, aber auch Vernetzungstreffen, um dadurch mit Gleichgesinnten und neuen interessanten Menschen in Kontakt zu kommen.

Was muss ich dafür tun?

Dich bewerben! Bewerbungen sind möglich im Zeitraum vom 01.-31.07.2021. Hierfür werden einige Unterlagen benötigt, wie z.B. dein Lebenslauf, ein Motivationsschreiben oder deine Immatrikulationsbescheinigung. Alles Weitere kannst du hier nachlesen: https://www.uni-bremen.de/deutschlandstipendiat/bewerbung .

Viel Erfolg!

Quellen:

https://www.uni-bremen.de/deutschlandstipendiat

https://www.deutschlandstipendium.de/index.html

https://www.zeit.de/campus/2017/02/studienfinanzierung-kredit-nebenjob-bafoeg-stipendien-ratgeber/seite-4?utm_referrer=https%3A%2F%2Fwww.google.com%2F

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