Am Anfang des Semesters habe ich darüber geschrieben, wie es ist, mitten in der Zeit der coronabedingten Einschränkungen mit dem Schreiben einer Masterarbeit zu beginnen. Die Kommunikation mit dem Dozenten war erschwert. Das Forschungsvorhaben konnte nicht wie geplant angegangen werden und der Zugang zu Literatur war zeitweise abgeschnitten. Aber das Leben geht weiter – auch mit einer Masterarbeit.

Menschen mit Problemen – wie schön!

Ich meine es nicht böse, aber es ist eine große Erleichterung, zu sehen, wie auch andere Studierende ihre Probleme mit ihren Projekten haben; dass man nicht der einzige inkompetente Mensch ist, der manchmal einfach nicht weiter weiß und meint, dass alles, was man so die letzten Wochen gemacht hat, zu wenig oder nicht gut genug ist. Im Gespräch relativiert sich dann die eigene Wahrnehmung und man kann sich gegenseitig aufbauen und Tipps geben.

Teamarbeit Masterarbeit

Diese „Gruppentherapie“ mit anderen Studis hat mir gerade zu Beginn meiner Schreibphase gefehlt. Das Schreiben ist doch keine so einsame Angelegenheit. Selbst der Dozent, der meine Arbeit betreut, konnte mir helfen, indem er mich überredete, meine Arbeit umzubauen, sodass sie trotz Corona überhaupt erst machbar wird. Auch wenn man eine Arbeit ganz alleine schreibt (wenn man nicht unerlaubter Weise plagiiert), braucht man doch bei so einem großen Projekt auch (mentale) Unterstützung.

Flexibilität geht doch

Sowieso kann man das Entgegenkommen der Dozenten auch mal loben. Statt einer normalerweise obligatorischen Forschung muss ich „nur“ eine theoretische Arbeit schreiben. Da bin ich nun auch gut mit beschäftigt, aber ich musste zumindest nicht versuchen, Dinge zu bewerkstelligen, die in der Coronazeit höchstwahrscheinlich nicht funktioniert hätten. Ich hoffe, dass nicht nur mein Dozent so anständig ist!

Fitte Institutionen

Ich kann es auch nicht mehr hören, aber es ist ja wahr: Corona legt die Stärken und Schwächen unserer Institutionen offen. Auf dem Blog kann man in zahlreichen Artikeln darüber lesen, insbesondere den Artikel über unsere Bib. Der Zugang zu Literatur war zwar zeitweise abgebrochen. Den Umständen entsprechend hat die Bib jedoch alles gemacht, was zu verantworten war. Ohne die jeweilige Literatur ist in vielen Studiengängen Schicht im Schacht. Alles geht zwar langsamer und man muss auf vieles länger warten, aber zumindest bewegt sich überhaupt etwas.

Wir wünschen allen, die auch eine Abschlussarbeit, eine Hausarbeit oder sonst etwas schreiben viel Erfolg!

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