Wie ich in einem anderen Artikel schon angedeutet hatte, steht für mich in diesem Semester meine Masterarbeit an. Dafür hatte ich in den letzten Semestern schon fleißig meine anderen Kurse weitestgehend abgearbeitet und mir auch schon ein Thema ausgesucht und einen Dozenten gesucht. Eigentlich war mein Plan, zu diesem Zeitpunkt schon viel weiter zu sein. Denn ich studiere auf Lehramt und hatte das Ziel, schon zum nächstmöglichen Zeitpunkt in mein Referendariat zu starten. Also erlaube ich mir auch, in Erwägung zu ziehen, das Ganze ein zeitlich nach hinten zu strecken. Ich hinke jetzt schon hinterher und muss damit rechnen, dass sich mir noch andere Hindernisse in den Weg stellen.

Drei große Probleme

Was hat mich bisher aufgehalten? Am gravierendsten sind sicherlich drei Probleme. Zum einen sind Mobilität und Kommunikation eingeschränkt, sodass ich nicht einfach bei meinen Dozierenden in die Sprechstunden gehen kann, um mich ordentlich zu besprechen. Und es besteht großer Bedarf an Gesprächen, denn wegen der vielen Beschränkungen bröckelt mir meine ursprüngliche Idee für die Masterarbeit nur so dahin. Ich wollte nämlich an Schulen mit Schülerinnen und Schülern Interviews führen. Dies ist natürlich schwer angesichts der zahlreichen Beschränkungen, die für die Schulen gelten. Außerdem frage ich mich, ob das, was ich erforschen möchte (Schülerzeitungen) während und nach Corona überhaupt noch in der bisherigen Form existieren wird. Dies erschüttert mein Vorhaben bis in die Grundfeste.

Das dritte Problem war bisher die Schließung der Bibliotheken. Dieses Problem konnte ich weitgehend umschiffen, indem ich bei Ebay einige vielversprechende Bücher bestellt habe und indem ich die digitalen Angebote der SuUB genutzt habe, die ich jetzt noch mehr schätze als ohnehin schon. Weil mein Bruder eine Ausbildung an der Oldenburger Unibibliothek macht, weiß ich, dass auch in den Bibliotheken fleißig gearbeitet wird und wie groß die Risiken sind, die mit dem Verleih verbunden sind. Auf der Internetseite der SuUB sieht man auch, dass die Bib vieles tut, um einen Zugang zur Literatur zu ermöglichen. Nichtsdestotrotz ist der Zugang erschwert.

Und dennoch geht es irgendwie weiter

Auch wenn es mich gelegentlich echt herunterzieht, wie mein Vorhaben immer wieder stockt oder zurückgeworfen wird, gibt es dennoch Licht im dunklen Tunnel. Etwa das Begleitseminar (über Zoom), in dem wir uns austauschen und nach Lösungen suchen konnten. Und allein das Wissen, dass man nicht der einzige mit Problemen und Sorgen ist, wirkt schon beruhigend. Morgen werde ich auch endlich wieder mit meinem Dozenten über Zoom sprechen können. Dann wird hoffentlich wieder vieles klarer. Mein Eindruck ist, dass gerade alle sehr hilfsbereit und flexibel sind. Irgendwie wird es schon noch werden!

Wie ergeht es Euch mit Prüfungen und Abschlussarbeiten? Schreibt Eure Erfahrungen gerne in die Kommentare!

1 Kommentar

Trackbacks & Pingbacks

  1. […] des Semesters habe ich darüber geschrieben, wie es ist, mitten in der Zeit der coronabedingten Einschränkungen mit dem Schreiben einer Masterarbeit zu beginnen. Die Kommunikation mit dem Dozenten war erschwert. Das Forschungsvorhaben konnte nicht […]

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.