vorgestellt: AfA

AfADie EULe hat sich die Aufgabe gestellt, euch die zur Wahl stehenden Parteien näher zu bringen. So haben wir uns mit der AfA in Kontakt gesetzt und sie um die Beantwortung zweier Fragen gebeten. Diese zwei Antworten kamen auch und nun könnt ihr euch an dieser Stelle nachlesen, was der AfA so denkt und vor hat.

AStA für Alle, kurz AfA, ist die linke Bündnisliste, die sich seit bereit über 20 Jahren für ein gerechteres und solidarisches Miteinander an der Universität einsetzt. Zusammen mit Campus Grün stellen wir außerdem seit 2010 den AStA.

EULe: Was kritisiert ihr an der Universität Bremen? Wo seht ihr Baustellen,
an denen dringend etwas geändert werden sollte?

AfA: Wie an so vielen Universitäten stellt sich auch in Bremen das Problem, dass  Studierende in den Gremien der Universität häufig unterrepräsentiert sind. Das führt dazu, dass studentische Interessen schwer durchzusetzen sind und unser Einfluss häufig unterzugehen droht. Nur 4 studentische Sitze im Akademischen Senat, dem höchsten beschlussfassenden Gremium an der Universität, sind dafür einfach nicht genug!

Neben diesem grundsätzlichen Problem, gibt es aber noch zahlreiche kleinere und größere Hürden, die den Studis ein freies und selbstbestimmtes Studium an der Uni schwer machen. So ist die Prüfungsbürokratie bis heute außerordentlich unübersichtlich. Das personell unterbesetzte Zentrale Prüfungsamt wird von den Anfragen der Studis meist überrannt, die elektronische Prüfungswahl über PABO  gerät teilweise sehr chaotisch und selbst bei großen Notfällen kann sich die Bearbeitungszeit manchmal sehr in die Länge ziehen.

Auch auf die sozialen Belange der Studis muss weiterhin besser Rücksicht genommen werden. Das betrifft beispielsweise die mangelhafte Wohnraumsituation in Bremen. Die Leitung der Uni muss zusammen mit dem Studentenwerk dafür sorgen, dass ausreichend Wohnungen für den schmalen Studentengeldbeutel zur Verfügung gestellt werden. Ein Ausbau von Luxus-Wohnheimen rund um die Uni  schafft diesem Problem keine Abhilfe. Neben diesen Aspekten müssen sich Studis mit Kind, oder Studis mit physischen und psychischen Problemen häufig mit noch größeren Problemen auseinandersetzen. Die Kinderbetreuung muss weiter ausgebaut werden. Es bleibt noch viel im Bereich Ausbau der Barrierefreiheit zu tun, damit  Studis mit physischen oder psychischen Beschwerden im Studienalltag besser unterstützt werden können. Häufig ist in den Fachbereichen auch noch nicht angekommen, dass für diese Gruppen ein flexiblerer Studienplan notwendig wäre.

An der Uni gibt es außerdem noch viele Herausforderungen, um diesen Ort, an dem wir schließlich einen Großteil unserer Zeit verbringen, lebenswerter zu machen. Das  Essensangebot in der Mensa müsste weiter ausgebaut werden, damit auch Studis mit bestimmten Unverträglichkeiten, beispielsweise Allergien gegen Gluten oder Nüsse, oder Studis mit ethischen oder religiösen Einstellungen genügend Auswahl haben. Auch im Bereich des Kulturellen sehen wir noch Baustellen. Obwohl die Preise für die Sportkurse an der Uni sicherlich sehr moderat sind, so ist das Angebot häufig nicht umfangreich genug, damit alle Studis einen Platz in ihrem Wunschkurs erhalten können.

EULe: Was sind eure Ziele, die ihr im Studierendenrat verfolgen werdet? Was
werdet ihr versuchen, durchzusetzen?

AfA: Wir werden weiter dafür streiten, dass Studis zahlreich in den Gremien der Uni vertreten sind, damit auf unsere Interessen stärker Rücksicht genommen wird.
Um das Prüfungswesen weiter zu vereinfachen, werden wir fordern, dass die Prüfungsvorleistungen endgültig ausgesetzt werden. Außerdem möchten wir gerne erreichen, dass die Limitierung von Prüfungsversuchen abgeschafft wird, da der Leistungsdruck den Studis ein selbstbestimmtes Studium erschwert. Außerdem muss unbedingt gewährleistet werden, dass ausreichend Raum zum Lernen vorhanden ist. Eine Reduzierung der Arbeitsplätze in der SuUB muss unbedingt unterbunden werden.
Außerdem möchten wir uns für den Ausbau einer umfangreichen Kinderbetreuung, beispielsweise durch stärkere finanzielle Unterstützung von Einrichtungen wie dem Kinderland, und der Barrierefreiheit, beispielsweise durch den vermehrten Einsatz von Türöffnern oder Rampen, einsetzen. Wir wollen uns dafür stark machen, dass günstiges studentisches Wohnen Vorrang hat und nicht weiter private und überteuerte Appartements rund um die Uni aus dem Boden schießen.

Das Angebot der Mensa sollte erweitert werden, Hier wird AfA sich vor allem für die ausreichende Kennzeichnung der Speisen für Allergiker, sowie für günstigeres veganes oder vegetarisches Essen stark machen.

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