SR-Wahl Steckbrief #6: LiSA

Die LiSA auf einem Foto festzuhalten wäre sehr schwer geworden, über 30 Leute treten in der Liste unter diesem Namen an, dementsprechend sollten wir eher diesen Spruch abfotografieren. Von Stellvertretung und Hierarchie wird nicht viel gehalten, LiSA findet ihre Stärke in der Eigeninitiative vieler Personen, die sich aktiv machen.

1. Was denkt ihr, woran ihr als erstes scheitern werdet?

Die größte Herausforderung für uns ist die Tatsache, dass viele Studis zwar unzufrieden mit ihrem Studium sind, aber nicht aktiv werden. Alle denken, sie seien selbst Schuld oder es ließe sich eh nichts an der Situation ändern. Die Institution Universität ist von Zwängen und Hürden durchdrungen, die uns ein selbstbestimmtes Studieren erschweren und bei nicht Passung schnell das Gefühl des Versagens vermitteln. Wir scheitern wahrscheinlich weiter daran, weg von der Subjektivierung von Problemen hin zu gemeinsamen solidarischen Strategien zu kommen. Dabei haben all unsere Proteste in den letzten Jahren gezeigt, dass wir gemeinsam viel erreichen können.

2. Welche Ziele habt ihr in Bezug auf die Studentenschaft?

Wir wollen, dass alle Studis ihr Studium wirklich nach ihren Bedürfnissen gestalten können. Nicht dem entfremdeten Bedürfnis nach schneller, höher, besser, das aus der Verwertungslogik entspringt. Sondern dem sehnsuchtsvollen Bedürfnis, das Studium als inspirierenden Lebensabschnitt zu sehen, selbstbestimmt die Welt und sich selbst kennen zu lernen, interessengeleitet zu Forschen und zu Lernen und die Uni als schönen, lebendigen und politischen Ort zu erleben. Mit diesem Wunsch starten die meisten hier und sind dann bitter enttäuscht.

3. Wenn ihr eine unbegrenzte Geldmenge zur Verfügung hättet, was würdet ihr tun?

Unbegrenzte Menge Geld? Also wie von der Mutterpartei finanziert werden? Wir würden wahrscheinlich auch versuchen, uns Studi-Stimmen mit Bonbons und Bratwürstchen zu erkaufen, wie die Jusos und der RCDS. Spaß beiseite: Mit einer unbegrenzten Geldmenge kann man nichts erreichen. Was viel wichtiger wäre, ist unbegrenzt Mut und Willen , eine gerechte und basisdemokratische Gesellschaft ohne Ausbeutung, Diskriminierung, Kriege und Umweltzerstörung zu schaffen.

4. Wie ist eure Meinung zum Rektor der Universität Bremen?

Der Rektor tut auch nur seinen Job. Das ist in diesen Zeiten der Job eines Fabrikleiters einer Wissensfabrik. In bundesweiter und globaler Konkurrenz schickt er die Uni in den Wettbewerb und muss drauf achten, dass alles was hier passiert, in einem exzellenten Licht dargestellt wird. Er hat nicht viel Macht in einer Gesellschaft, in der Wissen als Ware gehandelt wird und Individuen Wert statt Würde haben. Wir würden uns freuen, wenn der Rektor sich mit uns um Alternativen zu diesem neoliberalen Zirkus kümmern würde, aber mit einer so progressiven Attitüde wäre er nie Rektor geworden, da in der Chefetage auch sehr große Zwänge herrschen.

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