Unterrichtsprojekte 2019/20

Auch in diesem Jahr wurden von Studierenden innovative Unterrichtsprojekte rund um Varietäten des Englischen an unseren Partnerschulen durchgeführt. Ein Projekt beschäftigte sich beispielsweise mit dem „African American Vernacular English“ (AAVE).

In Anschluss an das Thema  „African American Experience“, welches im regulären Unterricht in der Klasse behandelt worden war, wurde hier eine Brücke zu sprachlichen Aspekten geschlagen. Inwieweit unterscheidet sich AAVE vom amerikanischen Standard-Englisch in Aussprache, Grammatik und Vokabular? Wie wird die Varietät in verschiedenen Kontexten bewertet? An der spezifischen Varietät konnten hierbei exemplarisch Zusammenhänge zwischen Sprache, Macht und Diskriminierung herausgearbeitet werden. Insbesondere wurde mit dem folgenden Video gearbeitet:

World Englishes und Hörverstehenskompetenz im schulischen Englischunterricht

Im Kontext unseres Lehr- und Forschungsprojekts veranstalten wir am 12. März 2020 eine Fortbiildung für Englischlehrkräfte.

Das Englische hat sich im Laufe des 20. und 21. Jahrhunderts als globale Lingua Franca etabliert und eine weltweite Diversifizierung und Ausbildung überregionaler Verwendungsstandards erfahren. Diese Entwicklungen haben weitreichende Implikationen für einen zeitgemäßen schulischen Englischunterricht und dessen Zielsetzungen, insbesondere mit Blick auf die immer noch vorherrschende nahezu ausschließliche Orientierung am britischen und amerikanischen Englisch sowie den dazugehörigen kulturellen Konventionen als Zielvarietäten im Englischunterricht. Aufgrund des Fehlens von zeitgemäßem Unterrichtsmaterial ist nicht nur die curriculare Thematisierung der Diversität der englischen Sprache, sondern vor allem das Sichtbarmachen und Einbinden sprachlicher Variation mittels konkreter sprachlicher Merkmale ausgewählter Varietäten des Englischen im Englischunterricht eine besondere Herausforderung für Lehrkräfte.

Die Fortbildungsveranstaltung beschäftigt sich mit der besonderen Relevanz des Themas „World Englishes“ mit Blick auf die Hörverstehenskompetenzen von Schülerinnen und Schülern, die ja im medialen Alltag und Verlauf ihrer Lernbiographie vielfältigem sprachlichen Input ausgesetzt sind.

Weitere Informationen zu Anmeldung etc. hier.

Gastvortrag von Dr. Nicola Galloway

Montag 9. Dezember 2019, 14-16 Uhr, SFG 2070

 

Vortrag: Dr. Nicola Galloway (University of Edinburgh)

The pedagogical implications of the global spread of English

In today’s globalised world, the needs of English language learners have changed, particularly those learning to use the English language as a lingua franca. The growing research showcasing the global use of English as a Lingua Franca (ELF), the creativity of ELF users and the diverse ways in which they negotiate successful communication in multilingual encounters have numerous implications for the field of TESOL. In this talk, I will explore the pedagogical implications of the global spread of English, outlining calls for change to TESOL curricula. These include calls to consider new goals, assessments, materials and pedagogical perspectives that best match students’ needs to use English as a global language. I will synthesize a body of classroom-based research that experiment with incorporating Global Englishes into language classrooms and teacher training programs. These studies on Global Englishes curriculum innovation respond to calls for a major shift in perspective in TESOL—the likes of which last occurred in the 1970s with the movement towards communicative language teaching. Since this time, the world has witnessed further globalization and the entrenchment of English as the global language.  However, curriculum innovation is a complex process and a number of barriers to change are present. I will explore the challenges of putting theory into teaching practice and provide an overview of a recently established network to break down barriers to change to encourage researchers and practitioners to collaborate and share resources (http://www.globalenglishes.education.ed.ac.uk).

Gastvortrag von Prof. Mikko Laitinen

Montag, 17. Dezember 2018, 14:00–16:00 | GW2, A3.390 (CIP lab)

Vortrag: Prof. Mikko Laitinen (University of Eastern Finland, Joensuu) | Englische Sprachwissenschaft

English use in social media: A view from the Nordic region

This presentation discusses research that combines World Englishes and digital humanities (DH). I will first give a short overview of DH as a field and then present the Nordic Tweet Stream, a cross-disciplinary digital humanities project that downloads Twitter messages from Denmark, Finland, Iceland, Norway and Sweden. I will (only briefly) introduce some of the technical aspects in creating a real-time monitor corpus that grows every day, and then present two case studies that illustrate how the corpus could be used as empirical evidence in studies focusing on the global spread of English.

Unterrichtsprojekte im Wintersemester 2018/19

Im Oktober begann mit dem Wintersemester die dritte Runde des Lehr- und Forschungsprojekts. Da die curriculare Verzahnung eines sprachwissenschaftlichen und eines didaktischen Seminars im vergangenen Jahr von allen Beteiligten sehr positiv aufgenommen wurde und die erhofften Auswirkungen (https://blogs.uni-bremen.de/varieties/2017/12/12/unterrichtsprojekte-im-wintersemester-201718/) eingetreten sind, wurde die Struktur beibehalten.

Auch in diesem Winter werden die Studierenden an zwei verschiedenen Bremer Oberschulen ihre entwickelten Unterrichtsstunden durchführen. Hierbei sind die Themen ähnliche wie im letzten Jahr:

  1. English in Australia
  2. English in Canada (Kanada ist auch Abiturthema)
  3. English in India
  4. English in the USA

Im wiederholten Vorkommen der behandelten Länder und Varietäten zeigt sich, dass diese leichter an Unterrichtseinheiten angeknüpft werden können als andere, wenn die thematische Kohärenz im Unterricht nicht beeinträchtigt werden soll. Welche dies im jeweiligen Fall sind, hängt von schulinternen Curricula, Abiturthemen, sowie der konkreten Unterrichtsplanung der einzelnen Lehrkräfte ab. Englischsprachige Länder, deren Kultur, Geographie, Literatur und/oder Politik Gegenstand des Englischunterrichts sind, bieten also gute Gelegenheiten auch auf die sprachlichen Besonderheiten einzugehen und so das Bewusstsein für die Diversität der englischen Sprache zu Fördern.

Wir freuen uns sehr, dass die Zahl der interessierten Kolleg*innen an den Schulen stetig wächst und bedanken uns herzlich bei allen involvierten und interessierten Lehrkräften, sowie bei den Studierenden, die viel Mühe und Zeit in die Projekte investieren.

Forschungs- und Lehrprojekt im Rahmen der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ weiter gefördert

Wir freuen uns, dass der Antrag der Universität Bremen auf Verlängerung des Projekts „Schnittstellen gestalten“ erfolgreich war und wir weiterarbeiten können!

Die offizielle Pressemitteilung der Universität Bremen ist hier zu finden:

https://www.uni-bremen.de/de/universitaet/presse/aktuelle-meldungen/detailansicht/news/detail/News/erneut-erfolgreich-in-der-qualit%C3%A4tsoffensive-lehrerbildung/

Gastvortrag von Prof. Edgar W. Schneider zum Thema „World Englishes on YouTube“ am 26.11.2018

Wir freuen uns sehr, Prof. Edgar W. Schneider aus Regensburg bei uns zu begrüßen, der im Rahmen des Projekts einen Gastvortrag halten wird zum Thema „World Englishes on YouTube: Using and analyzing video clips as teaching samples“.

Der Vortrag findet statt am Montag, dem 26.11.2018, von 14:15 – 15:45 im Cartesium (Rotunde).

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

GastvortragEdgarSchneider2018

Workshop zum Thema „Varieties of English and English Language Teaching“

Am Freitag den 25.05. findet an der Universität Bremen ein Workshop zum Thema „Varieties of English and English Language Teaching“ statt. Wir freuen uns sehr darauf, mit KollegInnen aus Münster, Paderborn und Tübingen die Thematik von verschiedenen Seiten zu beleuchten und uns über Forschungsfragen, Projekte und Erkenntnisse auszutauschen. Die Blickwinkel werden unter anderem die Einstellungen der SchülerInnen und der zukünftigen Lehrkräfte (Studierenden), sowie der aktuelle Stand der Lehrbücher und anderer Materialien sein.