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08 – Der Anfang ist nah! Die große Reflektion… #ETEACHRKW28

Liebe Studierende,

ich bin ganz stolz auf Sie – unser erster Jahrgang in EW-L GO 3 parallel zum Praxissemester – und viele von Ihnen haben gebloggt, was das Zeug hält 🙂 . Wir haben einiges gelernt, Sie hoffentlich auch! Am 15. Juli machen wir um 18 Uhr eine Feedbackrunde in Raum A2210 im GW2. Sie sind herzlich eingeladen vorbeizuschauen, dort werden wir mit den Anwesenden eine Überarbeitung des diesjährigen Seminardesign besprechen. Falls Sie nicht können, sind sie herzlich eingeladen, konstruktive Verbesserungsvorschläge in ihrem Blog zu diskutieren.

Für alle folgende Aufgaben haben sie bis KW31 Zeit.

Reflektionsaufgabe 1 | Was haben Sie bezüglich Methoden und Medieneinsatz gelernt: (a) in der Schulpraxis in diesem Semester und (b) durch die Beschäftigung mit den Aufgaben in diesem Seminar?

…und gleich daran anschließend

Reflektionsaufgabe 2 | Was hätten Sie gerne noch in diesem Seminar bezüglich Methoden und Medieneinsatz gelernt? Also: was hat Ihnen gefehlt? Was sollten wir nächstes mal mehr thematisieren? Vertiefen? Vielleicht auch weglassen?

Genug der Seminarreflektion. Ich möchte gedanklich mit Ihnen nochmal in die von Ihnen erlebte Schulpraxis zurückgehen. Die Ferien stehen kurz vor der Tür, alle sind etwas entspannter, eine gute Zeit, um die letzten drei Monate Revue passieren zu lassen.

Uns interessieren unsere Erfahrungen in der Schule – im Unterricht und drum herum:

Reflektionsaufgabe 3 | Medienwirklichkeit der Schülerinnen und Schüler: Wie haben sie die Mediennutzung der SuS im Vergleich zu Ihrer eigenen Schulzeit erlebt? Kompetent(er)? Den Lehrenden voraus? Unreflektiert? Am Smartphone klebend? Gar nicht – weil niemand (eigene) Medien nutzen durfte?

Reflektionsaufgabe 4 | Keine Angst, das ist jetzt die letzte Aufgabe.  Bitte zurücklehnen und genießen 🙂   Was wird?   

Wie, was wird? Ich glaube, die Reflektionsaufgabe 4 muss ich etwas erläutern. Es gibt in der Zunft (also, in meiner Zunft) eine Menge Menschen, welche im aktuellen Medienwandel und der zunehmenden Digitalisierung sowie der allgemeinen Veränderung der Gesellschaft einen so großen Impuls (shift) sehen, dass selbst Schule und Unterricht sich – auch in Deutschland mit seinen 800.000 Lehrerinnen und Lehrern – dieser Veränderungsnotwendigkeit nicht mehr entziehen werden kann (ganz populär und etwas platt siehe Shift happens:

httpv://www.youtube.com/watch?v=embed/dMsNct4X_GU

).

Auf teachthought werden dazu in einem aktuellen Beitrag 30 Beispiele für solche „disruptiven“ Neuerungen benannt. Die in Deutschland wohl noch nicht aktuellen habe ich durchgestrichen:

  1. The ubiquity of Google search and its impact on curriculum knowledge demands
  2. Common Core standards (this one’s not sexy, but few factors impact public education in the United States in 2015 more than this index of academic content) Hier in D eher Bildungsstandards und deutschlandweites Zentralabi
  3. Planned obsolescence of mobile technology (Was ist das?)
  4. 1:1 as a standard rather than a luxury
  5. Rising cost of universities
  6. Change in cultural perception of identity–gender, technology, science, faith, sexuality, etc.
  7. Change in credibility of a high school diploma or college degree (Ist meiner Meinung nach in D noch nicht soweit. Abi ist immer noch gut, Berufsausbildung auch)
  8. Increasingly formal use of social media by education institutions
  9. Maker Movement (= 3D-Druck, Thingiverse, MakeZine, FabLabs, Super Awesome Sylvia)
  10. General insecurity or misunderstanding about how to meaningfully integrate technology in the classroom
  11. Relative “normalizing” of computer coding (Pflichtfach Programmieren Diskussion in D; noch weit von USA und UK entfernt)
  12. Falling cost of mobile devices, which impacts what’s affordable, who shows up to school with what on their own, school budgets, etc. (> 80% der 12-19 Jährigen haben ein Smartphone unabhängig von sozioökonomischen Background)
  13. The increasing potential to “start a business” that is entirely social and digital (which impacts the idea of a “job,” for example) In D bisher noch Wunschrethorik
  14. Adaptive learning platforms and learning algorithms
  15. Rapid change in the demands for media forms (e.g., text to infographics to eCards to podcasts)
  16. Ease of publishing (e.g., blogs, social media, podcasting) to promote conversation and thinking around what’s possible in education
  17. The general success of Google as a platform model (Classroom, Music, YouTube, Search, Chromebooks, Chrome OS, etc.)
  18. Narrowed (overly-narrow?) metrics of “school success” which causes parents to question how learning effectiveness is measured (see also #20). In D noch nicht da, scheitert bisher am Datenschutz
  19. The relative shrinking marketshare of iPads, as well as some very visible failure of iPad rollouts
  20. Education documentaries on Netflix (such as “Waiting for Superman”), which brings the “Ed reform” conversation to a broader audience
  21. 3D Printing (this one should be higher–likely will be in five years–but we’re just not there yet)
  22. New demands for digital citizenship
  23. District-level BYOD programs (BYOD = Bring Your Own Device – SuS bringen ihre eigenen Smartphones, Tablets, Laptops mit in die Schule und nutzen diese)
  24. The adoption of blended learning approaches through learning management systems (Einführung it’s learning in Bremen)
  25. Highly variable quality of “learning apps,” which causes some app developers to “backwards plan” from the what a teacher or school will find credible; it also which causes some teachers to change their definition of what “effective” means, while others respond by calling for standards on measuring that effectiveness.
  26. Robotics in the classroom
  27. Social credibility of alternative school models (Walden, Montessori, Homeschooling, etc.)
  28. MOOCs, nanodegrees, etc. (ist noch nicht so sehr angekommen: edX, Udacity, Iversity, Chursera – siehe MOOCfinder)
  29. Relative crudeness of most school and district IT performance (Wi-Fi, bandwidth, district filters, repairs, regulations, workflow, etc.) which can reduce the demand for innovative technology by teachers already hesitant to adopt meaningful education technology
  30. The difference between the success of a school and the success of its most needful students

Und Ihnen fallen sicherlich auch noch andere Veränderungen wie z.B. die Inklusion in den Bremischen Schulen. Wenn sie sich das mal so durch den Kopf gehen lassen, hier nochmal die Reflektionsaufgabe 4, nur etwas konkreter formuliert:

Reflektionsaufgabe 4 | Wie wird sich Schule bzgl. Methodeneinsatz und Medieneinsatz in ihrer zukünftigen Karriere als Lehrerinnen und Lehrer (also die nächsten 35 bis 40 Jahre) verändern? Und wie beabsichtigen sie, sich da auf dem Laufenden zu halten?

Das war’s mit unserem Seminar bzgl. Aufträge an Sie. Wir werden versuchen, über die Semesterferien all ihre Reflektionen, Berichte, Ideen und Beiträge ein wenig zu verdichten und zusammenzufassen, so dass wir eine schöne Doku der Gesamtveranstaltung haben. Vielleicht haben Sie Lust, nächste Woche Mittwoch bei der Manöverkritikkonstruktik vorbeizuschauen, wir würden uns freuen!

Ansonsten bedanken wir uns schon mal bei Ihnen. Es hat Spaß gemacht, mit Ihnen zu arbeiten!