Reflexion zum Umgang mit Heterogenität in der Schule

23. Juli 2026

Aufgabe 1: Zentrale Erkenntnisse aus der Ringvorlesung

Die Ringvorlesung „Umgang mit Heterogenität in der Schule“ hat mir deutlich gemacht, dass Heterogenität ein grundlegendes Merkmal jeder Schulklasse ist. Schülerinnen und Schüler unterscheiden sich hinsichtlich ihrer sprachlichen Voraussetzungen, ihrer kulturellen Herkunft, ihrer Interessen, ihrer Leistungsfähigkeit oder ihrer individuellen Lernvoraussetzungen. Diese Unterschiede sollten jedoch nicht als Problem verstanden werden, sondern als Normalität schulischer Bildung. Schule hat die Aufgabe, allen Kindern unabhängig von ihren Voraussetzungen gleiche Bildungs- und Teilhabechancen zu ermöglichen. Eine der wichtigsten Erkenntnisse für mich war, dass Schule in einem dauerhaften Spannungsverhältnis zwischen Heterogenität und Homogenisierung steht. Obwohl Schülerinnen und Schüler mit sehr unterschiedlichen Voraussetzungen, Erfahrungen und Fähigkeiten in die Schule kommen, ist das Bildungssystem darauf ausgerichtet, durch Jahrgangsklassen, Leistungsbewertungen und schulische Strukturen Vergleichbarkeit herzustellen. Gleichzeitig bleibt die Vielfalt der Lernenden bestehen und muss im Unterricht berücksichtigt werden. Daraus ergibt sich für Lehrkräfte die Herausforderung, einerseits individuelle Förderung zu ermöglichen und andererseits den schulischen Anforderungen an Leistung und Bewertung gerecht zu werden. Die Ringvorlesung hat verdeutlicht, dass Lehrkräfte ihre Vorstellungen von Normalität und Leistung regelmäßig reflektieren sollten, um allen Schülerinnen und Schülern gleiche Bildungs- und Teilhabechancen zu eröffnen. Dieses Spannungsverhältnis zwischen Homogenisierung und Heterogenität prägt den schulischen Alltag maßgeblich (vgl. Hummrich, 2016, S. 41).

Ein weiterer zentraler Themenbereich war der Umgang mit sprachlicher und soziokultureller Heterogenität. Besonders interessant fand ich die Erkenntnis, dass Mehrsprachigkeit nicht als Defizit, sondern als Ressource betrachtet werden sollte. Viele Kinder wachsen heute mehrsprachig auf und bringen dadurch unterschiedliche sprachliche Erfahrungen mit in die Schule. Diese Vielfalt kann den Unterricht bereichern, wenn sie bewusst einbezogen wird. Gleichzeitig wurde deutlich, dass Sprache eine entscheidende Voraussetzung für erfolgreiches Lernen in allen Unterrichtsfächern ist. Deshalb reicht Sprachförderung nicht allein im Deutschunterricht aus. Auch im Mathematik-, Sach- oder Naturwissenschaftsunterricht müssen Lehrkräfte sprachliche Unterstützung anbieten und Fachsprache verständlich vermitteln. Darüber hinaus wurde die intersektionale Perspektive vorgestellt. Sie verdeutlicht, dass soziale Kategorien wie Herkunft, Sprache, Geschlecht oder soziale Lage nicht getrennt voneinander betrachtet werden können, sondern sich gegenseitig beeinflussen und Bildungs- sowie Teilhabechancen mitbestimmen. Lehrkräfte sollten deshalb jedes Kind individuell wahrnehmen und vorschnelle Zuschreibungen vermeiden (vgl. Walgenbach, 2016, S. 211-212). Ein weiterer Themenbereich, der mich besonders beschäftigt hat, war der Umgang mit Geschlecht im schulischen Alltag. In der Vorlesung wurde deutlich, dass Geschlecht nicht ausschließlich biologisch bestimmt ist, sondern in sozialen Interaktionen und durch gesellschaftliche Erwartungen immer wieder hergestellt wird (vgl. Faulstich-Wieland, 2005, S. 7–8). Gleichzeitig wurde betont, dass Lehrkräfte Geschlecht nicht unnötig in den Vordergrund stellen sollten. Stattdessen sollten sie Kinder in erster Linie als individuelle Persönlichkeiten wahrnehmen und stereotype Zuschreibungen vermeiden. Dieser Ansatz der Entdramatisierung von Geschlecht soll dazu beitragen, Chancengleichheit im schulischen Alltag zu fördern (vgl. Faulstich-Wieland, 2005, S. 1–2). Gleichzeitig wurde anhand von Beispielen aus der Grundschule gezeigt, wie früh Kinder bereits Vorstellungen von Weiblichkeit und Männlichkeit entwickeln und welche Bedeutung dabei Vorbildern zukommt. Gerade das Fehlen männlicher Lehrkräfte kann Einfluss darauf haben, wie Jungen Männlichkeit wahrnehmen und welche beruflichen Rollen sie mit Männern verbinden. Dadurch wurde mir bewusst, wie wichtig vielfältige Vorbilder und eine geschlechtersensible Pädagogik für die Entwicklung von Kindern sind (vgl. Fantini, 2019, S. 5).

Insgesamt hat die Ringvorlesung mein Verständnis von Heterogenität deutlich erweitert. Vor Beginn des Moduls habe ich Heterogenität vor allem mit Leistungsunterschieden oder Inklusion verbunden. Durch die verschiedenen Vorträge wurde jedoch deutlich, dass Heterogenität viele Dimensionen umfasst und alle Bereiche schulischen Handelns betrifft. Besonders wichtig nehme ich mit, dass guter Unterricht nicht bedeutet, alle Kinder gleich zu behandeln, sondern ihnen entsprechend ihrer individuellen Voraussetzungen passende Lernmöglichkeiten zu bieten. Eine wertschätzende Haltung, sprachsensibler Unterricht und die Anerkennung von Vielfalt bilden aus meiner Sicht die Grundlage dafür, dass alle Schülerinnen und Schüler erfolgreich lernen und sich als Teil der Schulgemeinschaft erleben können. 

Aufgabe 2: Reflexion eigener Erfahrungen mit Heterogenität

Die Ringvorlesung hat mich dazu angeregt, meinen eigenen Umgang mit Heterogenität sowie meine Erfahrungen aus der Schulzeit und den schulischen Praktika kritisch zu reflektieren. Dabei ist mir bewusst geworden, dass Heterogenität in jeder Klasse vorhanden ist und sich auf unterschiedliche Weise zeigt. Schülerinnen und Schüler unterscheiden sich nicht nur hinsichtlich ihrer Leistungen, sondern auch in ihrer Sprache, ihrer sozialen Herkunft, ihren Interessen und ihren individuellen Lernvoraussetzungen. Rückblickend fällt mir auf, dass der Umgang der Lehrkräfte mit diesen Unterschieden einen großen Einfluss darauf hatte, ob sich Kinder im Unterricht wohlfühlten und erfolgreich lernen konnten. Aus meiner eigenen Schulzeit erinnere ich mich daran, dass der Unterricht häufig für die gesamte Klasse einheitlich gestaltet wurde. Alle Schülerinnen und Schüler bearbeiteten dieselben Aufgaben und mussten in derselben Zeit zum gleichen Ergebnis kommen. Erst durch die Ringvorlesung wurde mir bewusst, dass Schule ständig zwischen Heterogenität und Homogenisierung steht. Obwohl Kinder sehr unterschiedliche Voraussetzungen mitbringen, versucht das Schulsystem häufig, durch gemeinsame Leistungsanforderungen Vergleichbarkeit herzustellen. Dadurch wurde mir klar, dass Gleichbehandlung nicht automatisch Chancengleichheit bedeutet (vgl. Hummrich, 2016). 

Während meines Schulpraktikums konnte ich dagegen erleben, wie differenzierter Unterricht gelingen kann. Die Lehrkraft bot Aufgaben auf unterschiedlichen Niveaus an und unterstützte die Kinder entsprechend ihres Lernstandes. Besonders positiv fand ich, dass Fehler als Teil des Lernprozesses verstanden wurden. Dadurch trauten sich viele Kinder, eigene Lösungswege auszuprobieren und Fragen zu stellen. Für mich wurde deutlich, dass guter Unterricht die unterschiedlichen Voraussetzungen der Schülerinnen und Schüler berücksichtigt. Ein weiterer wichtiger Aspekt war für mich der sensible Umgang mit unterschiedlichen Lebenslagen und Hintergründen von Kindern. Die Ringvorlesung hat verdeutlicht, dass Merkmale wie Herkunft, Sprache oder soziale Lage nicht isoliert betrachtet werden dürfen, sondern sich gegenseitig beeinflussen können. Deshalb sollten Lehrkräfte jedes Kind individuell wahrnehmen und vorschnelle Zuschreibungen vermeiden (vgl. Walgenbach, 2016, S. 211–212). Auch die Vorlesung zum Thema Geschlecht hat meinen Blick auf Schule erweitert. Mir wurde deutlich, dass Lehrkräfte Geschlechterstereotype nicht unbewusst verstärken sollten, sondern Kinder unabhängig von ihrem Geschlecht als individuelle Persönlichkeiten wahrnehmen müssen. Gleichzeitig wurde gezeigt, wie wichtig vielfältige Vorbilder sind und welchen positiven Einfluss männliche Lehrkräfte auf die Entwicklung von Kindern haben können (vgl. Faulstich-Wieland, 2005, S. 1–2; 7–8; Fantini, 2019, S. 5–6).

Insgesamt hat die Ringvorlesung mein Verständnis von Heterogenität deutlich erweitert. Für meine spätere Tätigkeit als Lehrkraft nehme ich mit, dass erfolgreicher Unterricht nicht nur fachliches Wissen vermittelt, sondern gleichzeitig die individuellen Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler berücksichtigt. Differenzierung, eine wertschätzende Haltung und ein sensibler Umgang mit Vielfalt bilden für mich die Grundlage dafür, dass sich alle Kinder als gleichwertiger Teil der Klassengemeinschaft fühlen können.

Literaturverzeichnis

Fantini, C. (2019). Männlichkeitsentwürfe in widersprüchlichen Verhältnissen – das Beispiel Grundschule. Universität Bremen.

Faulstich-Wieland, H. (2005). Spielt das Geschlecht (k)eine Rolle im Schulalltag? Plädoyer für eine Entdramatisierung von Geschlecht. Vortrag in der Reihe Gender Lectures an der Humboldt-Universität Berlin, 11.07.2005.

Hummrich, M. (2016). Homogenisierung und Heterogenität. Die erziehungswissenschaftliche Bedeutung eines Spannungsverhältnisses. Tertium Comparationis, 22(1), 39–58.

Walgenbach, K. (2016). Intersektionalität als Paradigma zur Analyse von Ungleichheits-, Macht- und Normierungsverhältnissen. Vierteljahresschrift für Heilpädagogik und ihre Nachbargebiete, S. 211–224. 

Abschlussreflexion

23. Juli 2026

1. Die Ringvorlesung hat mir verdeutlicht, dass Heterogenität kein Ausnahmefall, sondern ein grundlegendes Merkmal schulischer Realität ist. Während ich zu Beginn des Semesters Heterogenität vor allem mit unterschiedlichen Leistungsständen oder sprachlichen Voraussetzungen verbunden habe, ist mir im Verlauf der Vorlesungen bewusst geworden, wie vielfältig sich Unterschiede zwischen Schülerinnen und Schülern zeigen können. Sie betreffen unter anderem Sprache, Vorwissen, Motivation, kulturelle Hintergründe, Interessen und individuelle Lernvoraussetzungen. Besonders hilfreich war für mich, dass die einzelnen Vorträge unterschiedliche Perspektiven auf Heterogenität eröffnet haben und sich viele Inhalte gegenseitig ergänzt haben.

Eine der wichtigsten Erkenntnisse war für mich, dass Heterogenität nicht als Defizit verstanden werden sollte, sondern als Normalität und zugleich als Chance für schulisches Lernen. Besonders deutlich wurde dies in den Vorlesungen zu Diversity Education, Mehrsprachigkeit und sprachsensibler Unterrichtsgestaltung. Prengel (2007) beschreibt Diversity Education als einen Ansatz, der Vielfalt anerkennt und allen Kindern unabhängig von ihren individuellen Voraussetzungen gleichberechtigte Bildungs- und Teilhabechancen ermöglichen möchte (vgl. Prengel 2007, S. 49–53). Diese Sichtweise hat meinen Blick auf Unterricht verändert. Unterschiede zwischen Kindern müssen nicht beseitigt werden, sondern sollten Ausgangspunkt für die Gestaltung von Unterricht sein.

Für mein Studienfach Sport erscheint diese Erkenntnis besonders bedeutsam. Im Sportunterricht zeigen sich Unterschiede häufig unmittelbar, denn einige Kinder treiben bereits Vereinssport, andere verfügen über deutlich weniger Bewegungserfahrungen oder bringen Unsicherheiten im Umgang mit sportlichen Aufgaben mit. Hinzu kommen Unterschiede in Motivation, körperlichen Voraussetzungen oder kulturellen Erfahrungen mit Bewegung und Sport. Die Ringvorlesung hat mir verdeutlicht, dass guter Unterricht diese Vielfalt nicht als Problem betrachtet, sondern durch differenzierte Aufgabenformate allen Kindern Erfolgserlebnisse und Teilhabe ermöglicht. Gerade im Sport können verschiedene Schwierigkeitsstufen, offene Bewegungsaufgaben oder kooperative Spielformen dazu beitragen, dass jedes Kind entsprechend seiner individuellen Voraussetzungen lernen kann.

Eine zweite zentrale Erkenntnis betrifft die Bedeutung von Vorwissen und Motivation für erfolgreiches Lernen. Besonders eindrucksvoll war für mich die Studie von Schneider, Körkel und Weinert (1989), die zeigt, dass vorhandenes Vorwissen den Lernerfolg häufig stärker beeinflusst als allgemeine Intelligenz (vgl. Schneider et al. 1989, S. 306–312). Diese Erkenntnis relativiert die verbreitete Vorstellung, schulischer Erfolg hänge hauptsächlich von Begabung ab. Vielmehr entscheidet das bereits vorhandene Wissen darüber, wie gut neue Informationen verarbeitet und eingeordnet werden können.

Ergänzt wurde dieser Gedanke durch die Selbstbestimmungstheorie von Deci und Ryan (1993). Die Autoren beschreiben mit den Bedürfnissen nach Kompetenz, Autonomie und sozialer Eingebundenheit drei zentrale Voraussetzungen für Motivation und erfolgreiches Lernen (vgl. Deci & Ryan 1993, S. 229–231). Diese Theorie erscheint mir nicht nur für den Unterricht allgemein, sondern besonders für den Sportunterricht bedeutsam. Kinder erleben dort Erfolg oder Misserfolg oft unmittelbar. Umso wichtiger ist es, Lernumgebungen zu schaffen, in denen alle Schülerinnen und Schüler Kompetenz erleben, selbst Entscheidungen treffen können und sich als Teil der Lerngruppe fühlen.

Auch für die Beziehungsarbeit liefern diese Erkenntnisse wichtige Impulse. Eine wertschätzende Beziehung zwischen Lehrkraft und Schüler*innen bildet aus meiner Sicht die Grundlage dafür, dass Kinder sich trauen, Fehler zu machen, Fragen zu stellen und neue Lernwege auszuprobieren. Die Ringvorlesung hat deutlich gemacht, dass Motivation und Lernen eng mit sozialer Eingebundenheit verbunden sind. Lehrkräfte übernehmen deshalb nicht nur die Aufgabe, fachliche Inhalte zu vermitteln, sondern auch eine Lernumgebung zu gestalten, in der sich alle Kinder angenommen und ernst genommen fühlen.

2. Im Rückblick auf meine eigene Schulzeit und meine bisherigen Praktika erkenne ich viele Situationen heute anders als noch vor Beginn der Ringvorlesung. Besonders deutlich wurde für mich die Bedeutung von sprachlicher Heterogenität. In meiner Schulzeit wurde Mehrsprachigkeit häufig kaum thematisiert. Deutsch galt selbstverständlich als Unterrichtssprache, während andere Erstsprachen der Schülerinnen und Schüler kaum sichtbar waren. Heute würde ich diese Situation mithilfe der Konzepte der Mehrsprachigkeit und der sprachsensiblen Unterrichtsgestaltung deutlich kritischer betrachten. Die Vorlesung hat gezeigt, dass Sprache nicht nur Unterrichtsgegenstand ist, sondern Voraussetzung für nahezu alle Lernprozesse. Schule ist deshalb – wie Ehlich und Rehbein (1986) formulieren – eine „versprachlichte Institution“.

Auch in meinen Praktika konnte ich beobachten, dass Kinder mit unterschiedlichen sprachlichen Voraussetzungen häufig sehr unterschiedliche Möglichkeiten hatten, sich aktiv am Unterricht zu beteiligen. Rückblickend wird deutlich, dass fachliche Schwierigkeiten nicht immer auf fehlendes Wissen zurückzuführen waren, sondern häufig auf sprachliche Hürden. Die Vorlesungen zur Bildungssprache und zum sprachsensiblen Unterricht haben mir geholfen, diese Situationen besser einzuordnen. Gleichzeitig habe ich erkannt, dass sprachliche Unterstützung allen Kindern zugutekommt und nicht ausschließlich mehrsprachigen Schülerinnen und Schülern.

Auch die Vorlesung zur Bedeutung des Vorwissens hat meine Sicht auf Unterricht verändert. Während meiner Praktika fiel häufig auf, dass Lehrkräfte davon ausgingen, bestimmte Grundlagen seien allen Kindern bereits bekannt. Erst während der Arbeitsphase wurde deutlich, dass einzelne Schülerinnen und Schüler über ganz andere Vorerfahrungen verfügten. Heute würde ich diese Situationen mit dem Konzept des Vorwissens erklären und daraus ableiten, dass diagnostische Gespräche oder aktivierende Einstiege vor Beginn einer Unterrichtseinheit hilfreich sein können, um den tatsächlichen Wissensstand der Lerngruppe besser einschätzen zu können.

3. Im weiteren Studium würde ich mich gerne intensiver mit der Frage beschäftigen, wie adaptiver Unterricht in der Praxis umgesetzt werden kann. Während der Ringvorlesung wurde deutlich, dass Unterricht möglichst an die unterschiedlichen Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler angepasst werden sollte. Offen bleibt für mich jedoch, wie dies unter den Bedingungen großer Klassen, begrenzter Unterrichtszeit und unterschiedlicher Leistungsniveaus konkret gelingen kann. Besonders im Fach Sport interessiert mich, wie Differenzierung umgesetzt werden kann, ohne dass einzelne Kinder dauerhaft unter- oder überfordert werden.

Darüber hinaus möchte ich mich intensiver mit dem Thema sprachsensibler Unterricht beschäftigen. Die Vorlesungen haben gezeigt, dass Sprache in allen Fächern eine zentrale Rolle spielt. Gerade deshalb interessiert mich, wie sprachliche Förderung sinnvoll mit fachlichem Lernen verbunden werden kann, ohne dass der eigentliche Unterrichtsinhalt in den Hintergrund rückt. Obwohl dieses Thema in der Ringvorlesung bereits behandelt wurde, würde ich mir hierzu noch mehr konkrete Unterrichtsbeispiele und empirische Forschungsergebnisse wünschen.

Insgesamt hat die Ringvorlesung meinen Blick auf Schule und Unterricht nachhaltig verändert. Viele Situationen aus meiner eigenen Schulzeit und meinen bisherigen Praxiserfahrungen kann ich heute mithilfe wissenschaftlicher Konzepte deutlich besser einordnen. Besonders wertvoll war für mich, dass die einzelnen Vorträge nicht isoliert betrachtet werden konnten, sondern sich zu einem Gesamtbild zusammensetzten. Für meine spätere Tätigkeit als Lehrkraft nehme ich vor allem mit, dass guter Unterricht Vielfalt nicht reduziert, sondern sie bewusst aufgreift und als Ausgangspunkt für gemeinsames Lernen versteht.

Literaturverzeichnis

  • Deci, Edward L.; Ryan, Richard M. (1993): Die Selbstbestimmungstheorie der Motivation und ihre Bedeutung für die Pädagogik. In: Zeitschrift für Pädagogik, 39(2), S. 223–238.
  • Ehlich, Konrad; Rehbein, Jochen (1986): Muster und Institution. Untersuchungen zur schulischen Kommunikation. Tübingen: Narr.
  • Prengel, Annedore (2007): Diversity Education – Grundlagen und Probleme der Pädagogik der Vielfalt. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.
  • Schneider, Wolfgang; Körkel, Joachim; Weinert, Franz E. (1989): Domain-specific knowledge and memory performance: A comparison of high- and low-aptitude children. In: Journal of Educational Psychology, 81(3), S. 306–312.

ABSCHLUSSREFLEXION // Aufgabenstellungen und Formalia

7. Juli 2026

Es handelt sich hier um die Aufgaben für die verpflichtende Abschlussreflexion, nicht (!) für einen regulären Beitrag zur RV12!

Die entsprechenden Fragestellungen zur RV12 finden Sie weiter unten auf dem Blog.

  1. Benennen Sie die für Sie zentralsten (mindestens zwei verschiedene, gerne auch mehr) theoretischen Erkenntnisse (auf allgemeine Konzepte oder empirische Studien aufbauend), die Sie aus den Vorträgen der Ringvorlesung mitgenommen haben. Nehmen Sie dabei Bezug auf:
    a.) unterschiedliche fachdidaktische Aspekte. Übertragen Sie, wenn möglich, die in der Ringvorlesung gewonnenen Erkenntnisse auf die Didaktiken der von Ihnen studierten Fächer.
    b.) generelle Erkenntnisse zur Beziehungsarbeit in Schule und Unterricht.
    Bitte benennen Sie für Aufgabenteil 1 konkret mindestens zwei relevante Literaturquellen  (Namen, Jahr, Titel). Hinweis:Die Vorlesungsfolien stellen keine Literaturquellen dar. Sie können jedoch gerne auf die Literatur zurückgreifen, auf die auf den Folien verwiesen wird.
  2. Welche Faktoren zum schulischen Umgang mit Heterogenität (z.B. Unterrichtsformen, Schulformen/-strukturen, schulkulturelle Aspekte, Handeln von Lehrkräften), die Sie in der Vorlesung kennengelernt haben, prägen im Rückblick auf ihre eigenen Praxiserfahrungen (eigene Schulzeit, Berichte aus der Praxis, ggf. auch schon eigene Praxiserfahrungen) den Schulalltag besonders stark – und warum? Hier können Sie aus Ihrer Sicht besonders gelungene oder auch weniger gelungene Beispiele reflektieren. Inwiefern helfen Ihnen die Inhalte der Vorlesung, eine solche Einschätzung vorzunehmen? Nehmen Sie konkret Bezug auf entsprechende Begriffe, Theorien, Konzepte, die Sie jetzt kennengelernt haben.
  3. Zu welchen, mindestens zwei, Fragestellungen, die Sie in der Vorlesung kennengelernt haben, würden Sie gerne mehr erfahren im weiteren Studium in Bezug auf das Modulthema UMHET? Welche haben Sie vermisst? Bitte begründen Sie Ihre Wahl.

 

Schlagwort: Sie brauchen kein Schlagwort einzufügen!

Formalia: mind. 2 ganze DinA4-Seiten; 1,5 zeilig; 12 Punkt (Times New Roman); Literaturangaben entsprechend der Handreichung des FB12! [verfasst die Reflexion zunächst entsprechend dieser Vorgaben in einem Textdokument – kopiert den Text anschließend und ladet ihn als normalen Beitrag hoch. Im Blog selbst ist die Formatierung dann nicht mehr relevant.]

Handreichung des FB12: https://www.uni-bremen.de/fileadmin/user_upload/fachbereiche/fb12/fb12/pdf/Fachbereich/QM/Handreichungen/Handreichung_wiss.Arbeiten_FB12.pdf

Abgabefrist: bis zum 31.08.2026!

Wichtig: Ihnen wird kein Haken angezeigt werden, dass eure Abschlussreflexion hochgeladen/eingegangen ist.

RV12 // Dr. Christoph Fantini // Abschluss

6. Juli 2026

Wichtig: Das sind nicht die Aufgaben zur Abschlussreflexion! Sie können zu der 12. Sitzung wie gewohnt einen Beitrag/Kommentar verfassen!!!

Bitte beachten Sie die Vorgaben zum Erstellen von Beiträgen (siehe unten).

RV12 // Rückblick

Aus ganz verschiedenen Perspektiven könnte man für die Einheiten unserer Ringvorlesung zum „Umgang mit Heterogenität in der Schule“ nach  Zusammenhängen der gesammelten Erkenntnisse suchen. Dazu möchte ich Sie nun abschließend einladen.

Wie könnte man die Inhalte der Vorlesung sozusagen querlesen und reflektieren, was sich dabei an relevanten Erkenntnissen festhalten ließe. 

Nehmen Sie dazu die folgenden drei Perspektiven:

  1. Politische Bedeutung von einem konstruktiven „Umgang mit Heterogenität in der Schule“;
  2. Notwendigkeit der Selbstreflexion von Lehrkräften zum Thema „Umgang mit Heterogenität in der Schule“;
  3. Anforderungen an Kooperation von Schule und Eltern im Kontext „Umgang mit Heterogenität in der Schule“.

Sie können auch eine der perspektiven durch eine eigene Idee ersetzen.

 

Schlagwort: rv12

RV11: HETEROGENITÄTSKATEGORIE GESCHLECHT IN SCHULE UND ANSÄTZE ZUR ENTWICKLUNG EINER GESCHLECHTERSENSIBLEN PÄDAGOGIK

1. Juli 2026

 

1) In der Vorlesung wurde deutlich, dass Geschlecht in der Schule nicht nur biologisch verstanden werden kann, sondern auch durch das Verhalten von Kindern und Erwachsenen immer wieder hergestellt wird. Dieses Spannungsfeld wird als Inszenierung und Zuschreibung beschrieben. Unter Inszenierung versteht man, dass Kinder und Jugendliche Geschlecht selbst darstellen und durch ihr Verhalten ausdrücken. Gleichzeitig erhalten sie von anderen Menschen Zuschreibungen, indem ihnen bestimmte Eigenschaften oder Verhaltensweisen aufgrund ihres Geschlechts zugeschrieben werden (Vorlesung, Folien 26-30).

Ein wichtiger theoretischer Ansatz ist dabei das Konzept des Doing Gender. Dieses geht davon aus, dass Männlichkeit und Weiblichkeit nicht ausschließlich biologisch festgelegt sind, sondern im Alltag immer wieder hergestellt werden (Vorlesung, Folie 28). Gleichzeitig wurde in der Vorlesung auch darauf hingewiesen, dass neben gesellschaftlichen Einflüssen weitere Faktoren wie Familie, Sozialisation oder biologische Voraussetzungen eine Rolle spielen können. Die integrative Position verbindet daher soziale und individuelle Einflussfaktoren miteinander (Vorlesung, Folie 28).

Besonders interessant finde ich den Ansatz der reflexiven Koedukation nach Faulstich-Wieland. Dabei geht es nicht darum, Jungen und Mädchen grundsätzlich getrennt zu unterrichten, sondern Lehrkräfte sollen ihre eigenen Erwartungen und den Einfluss von Geschlechterstereotypen kritisch reflektieren (Vorlesung, Folie 30). Gleichzeitig warnt Faulstich-Wieland davor, Geschlecht ständig in den Mittelpunkt zu stellen, da dadurch Stereotype sogar verstärkt werden können (Faulstich-Wieland 2005, S. 2-5). Deshalb erscheint mir ein bewusster und reflektierter Umgang mit Geschlechterrollen im Schulalltag sinnvoller als eine pauschale Trennung von Jungen und Mädchen.

 

 

2) Ein Beispiel aus meiner Schulzeit waren die jährlich stattfindenden Sportturniere. In den Klassen 9 und 10 wurde Fußball gespielt. Jede Mannschaft musste zwar zwei Mädchen aufstellen, tatsächlich spielten aber fast ausschließlich die Jungen. Die Mädchen standen häufig nur mit auf dem Spielfeld und wurden nur selten ins Spiel einbezogen. Dadurch entstand der Eindruck, dass Fußball als typische „Jungensportart“ angesehen wurde und Mädchen automatisch als weniger leistungsfähiger eingeschätzt wurden. Hier zeigte sich für mich deutlich, wie Geschlecht im Schulalltag sowohl durch das Verhalten der Schüler*innen und Schüler als auch durch die Organisation des Turniers inszeniert und gleichzeitig zugeschrieben wurde.

Ähnliche Erfahrungen habe ich während meines Bundesfreiwilligendienstes an einer Grundschule gemacht. In den Pausen spielten fast ausschließlich Jungen Fußball. Einzelne Mädchen wollten zwar gelegentlich mitspielen, wurden von den Jungen jedoch häufig nicht ernst genommen oder bekamen den Ball kaum zugespielt. Die meisten Mädchen spielten stattdessen mit Springseilen, Kreide oder Rollenspielen. Gleichzeitig fiel mir aber auch auf, dass diese Einteilung nicht auf alle Kinder zutraf. Es gab durchaus einzelne Mädchen, die sehr aktiv waren und auch ruhigere Jungen. Dadurch wurde deutlich, dass Geschlecht nicht allein erklärt, wie sich Kinder verhalten.

Darüber hinaus lässt sich dieses Beispiel gut mit dem Heterogenitätsfeld Sprache verbinden. In meiner Klasse wurden mehrere Kinder mit Deutsch als Zweitsprache besonders unterstützt. Da die Klassenlehrerin häufig nicht allein im Unterricht war und ich mich gezielt um diese Kinder kümmern konnte, hatten sie gute Möglichkeiten, dem Unterricht zu folgen. Für mich zeigt dieses Beispiel, dass Geschlecht nicht isoliert betrachtet werden sollte. Auch Sprachkenntnisse oder andere Heterogenitätsmerkmale beeinflussen die Teilhabe von Kindern am Unterricht und können sich gegenseitig verstärken oder abschwächen (Fürstenau 2011, S. 8-11).

 

 

3) Für mein nächstes Praktikum möchte ich beobachten, ob Lehrkräfte Jungen und Mädchen im Unterricht unterschiedlich ansprechen, loben oder ermahnen. Außerdem interessiert mich, ob Mädchen und Jungen die gleichen Möglichkeiten erhalten, sich an allen Unterrichtsaktivitäten zu beteiligen oder ob bestimmte Aufgaben oder Rollen unbewusst geschlechterspezifisch verteilt werden.

Gleichzeitig möchte ich darauf achten, ob neben dem Geschlecht weitere Heterogenitätsmerkmale eine Rolle spielen. Besonders interessant finde ich dabei den Zusammenhang zwischen Geschlecht und Sprache. Ich möchte beobachten, ob Kinder mit Deutsch als Zweitsprache unabhängig von ihrem Geschlecht die gleiche Unterstützung und die gleichen Beteiligungsmöglichkeiten erhalten wie andere Kinder. Dadurch soll deutlich werden, dass Gender nur eine Dimension von Heterogenität ist und immer im Zusammenhang mit weiteren Merkmalen betrachtet werden sollte.

Für meine spätere Tätigkeit als Lehrkraft nehme ich aus der Vorlesung mit, dass gendersensible Pädagogik nicht bedeutet, Jungen und Mädchen grundsätzlich unterschiedlich zu behandeln. Vielmehr sollte Unterricht so gestaltet werden, dass alle Kinder unabhängig von ihrem Geschlecht, ihrer Sprache oder anderen Voraussetzungen die gleichen Möglichkeiten zur Entwicklung erhalten. Dazu gehört auch, die eigenen Erwartungen und möglichen Vorurteile regelmäßig zu hinterfragen und Kindern vielfältige Rollenbilder zu eröffnen (Fantini 2019, S.12-15).

 

 

Literaturverzeichnis:

Debus, Katharina (2012): Geschlechterreflektierte Pädagogik zwischen Dramatisierung und Entdramatisierung. Berlin: Dissens e. V.

 

Fantini, Christoph (2019): Männlichkeitsentwürfe in widersprüchlichen Verhältnissen – das Beispiel Grundschule, S. 12–15.

 

Faulstich-Wieland, Hannelore (2005): Spielt das Geschlecht (k)eine Rolle im Schulalltag? Plädoyer für eine Entdramatisierung von Geschlecht, S. 2–5.

 

Fürstenau, Sara (2011): Mehrsprachigkeit als Ressource in der Schule, S. 8–11.

 

Vorlesung „Heterogenitätskategorie Geschlecht/Gender in Schule – im Spannungsfeld von Inszenierung und Zuschreibung“, Universität Bremen, Folien 26–30.

RV11 // Dr. Christoph Fantini // Heterogenitätskategorie Geschlecht in Schule und Ansätze zur Entwicklung einer geschlechtersensiblen Pädagogik

29. Juni 2026

Bitte beachten Sie die Vorgaben zum Erstellen von Beiträgen (siehe unten).

  1. Erläutern Sie das in der Vorlesung thematisierte  Spannungsfeld zwischen Inszenierung und Zuschreibung in Bezug auf  Genderdynamiken und -pädagogik in der Schule. Nehmen Sie dafür Bezug auf  die in der Vorlesung genannten theoretischen Ansätze (v.a. Folien  26-30).
  2. Reflektieren Sie ihre bisherigen Praxiserfahrungen aus der eigenen Schulzeit und ersten Praktika zum schulischen „Genderplay“ (also die Inszenierung von Geschlecht), möglichst unter Bezugnahme auf mindestens ein anderes Heterogenitätsfeld  der Ringvorlesung, wie Sprache, soziokultureller Background, Leistung,  Inklusion.
  3. Formulieren Sie eine Beobachtungsaufgabe für kommende  Praktika zum Thema „gendersensible Pädagogik“, auch hier möglichst unter  Bezugnahme auf mindestens ein anderes Heterogenitätsfeld der  Ringvorlesung, wie Sprache, soziokultureller Background, Leistung,  Inklusion, um deutlich zu machen, dass die Kategorie Gender nicht für  sich steht, sondern andere Dimensionen von Heterogenität oftmals  wesentlich mit beeinflusst (intersektionale Perspektive).

Schlagwort: rv11

RV10 // Dr. Anne Gadow // DaZ in bewegten Zeiten. Zum Umgang mit sprachlicher Heterogenität in der Grundschule

23. Juni 2026

1. Nennen Sie zwei Beispiele aus Ihrer eigenen Schulzeit und/oder weiteren schulischen Erfahrungen, in denen Mehrsprachigkeit eine Rolle spielte. Reflektieren Sie die Situation.

2. Begründen Sie, ob Sie der Aussage zustimmen würden: „Das Fach Deutsch als Zweitsprache sollte alle Kinder einer Regelklasse berücksichtigen, die neben Deutsch noch eine andere Sprache sprechen“ (vgl. z.B. Riehl; Schröder 2022).

3. Schule gilt als „versprachlichte Institution“ (Ehlich/Rehbein 1986). Entwerfen Sie zwei Unterrichtsszenarien, in denen neuzugewanderte Schüler*innen hierdurch keinen Nachteil haben.

 

Schlagwort: rv10

RV09 // Prof. Natascha Korff // Schule für wirklich alle? Ziele, Herausforderungen, Beispiele

15. Juni 2026

Sie haben in der Vorlesung Notizen zu einem Kind gemacht, bei dem Sie an Barrieren gestoßen sind (vgl Folie 10). Bitte vertiefen Sie dies im Blogeintrag

1. Beschreiben Sie kurz das Kind und die Situation:

  • Was kann das Kind? , Was war (ihr/das) Unterrichtsangebot?
  • Wo waren konkret Barrieren für das Kind? Wo wussten Sie nicht weiter? (bemühen Sie sich um eine anerkennende Schilderung)

2. Welche (theoretischen) Gedanken aus den beiden Vorlesungen oder Ihrem Studium passen zu den Herausforderungen in der Situation/mit dem Kind?

  • Benennen zwei Aspekte und erläutern kurz den Zusammenhang.

3. Was wären erste Ideen, wie Sie Barrieren für dieses Kind reduzieren können?

  • Entwickeln Sie ein, zwei Ideen. Mindestens eine sollte sich auf pädagogisch-didaktisches Handeln (und nicht nur Ressourcen) beziehen

 

Schlagwort: rv09

RV07 // Prof. Florian Schmidt-Borcherding // Die kognitiven Dimensionen von Lernerfolg: Intelligenz vs. Vorwissen

1. Juni 2026

Bitte beachten Sie die Vorgaben zum Erstellen von Beiträgen (siehe unten).

  1. Wie wurden in der Vorlesung die Rollen von Intelligenz und Vorwissen für den Lernenprozess beschrieben? In welchem Verhältnis stehen diese beiden Heterogenitätsdimensionen für den Lernerfolg? Wie hat man ihren jeweiligen Einfluss auf Lernerfolg empirisch untersucht?
  2. Was konnten Sie in Ihren bisherigen Praxiserfahrungen über den Umgang mit heterogenem Vorwissen von SuS beobachten? Welche Erfahrungen haben Sie selbst vllt. schon mit (mangelnder) Kenntnis oder (falschen) Annahmen über den (Vor-)Wissensstand Ihrer SuS gemacht?
  3. Einige Befunde zur Rolle von Intelligenz und Vorwissen beim Lernen waren für Sie möglicherweise überraschend. Oder Sie sehen einige der Forschungsergebnisse kritisch in Bezug auf Schule und Unterricht. Welche Fragen ergeben sich daraus? Und wie können Sie Antworten auf diese Fragen finden (z.B. im nächsten Praktikum)?
  4. Am Ende des Vortrags wurden zwei verschiedene Adaptionsmodelle dargestellt. Finden Sie Praxisbeispiele zu jeder der in den Modellen genannten Reaktionsformen (Weinert, 1997) bzw. Adaptionsmöglichkeiten (Leutner, 1992). (optionale Aufgabe)

Schlagwort: rv07

RV06 // Sven Trostmann // Leistungsheterogenität – Merkmale, Lesarten und Handlungsmöglichkeiten

18. Mai 2026

Bitte beachten Sie die Vorgaben zum Erstellen von Beiträgen (siehe unten).

1. Welche Zusammenhänge zwischen der Leistungsheterogenität von Kindern und dem Einfluss von Lehrerinnen und Lehrern auf die schulischen Lernleistungen sind für Sie heute deutlich geworden?

2. Welche Handlungspraxen im Bereich Leistungsbeurteilung haben Sie in Ihren bisherigen Praxisphasen und aus der eigenen Schulbiografie kennengelernt und inwieweit würden Sie die anerkennende Berücksichtigung der Leistungsheterogenität darin als angesprochen beschreiben?

3. Inwiefern lässt sich die Position von H. Fend „Leistungsbeurteilung als Werkzeug zur Aufrechterhaltung von Ungleichheiten“ vom aktuellen Bildungssystem her ableiten und bzw. aus einer forschenden Perspektive (Entwicklung einer Forschungsfrage) diskutieren?

Schlagwort: rv06

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