ABSCHLUSSREFLEXION // Aufgabenstellungen und Formalia

7. Juli 2026

Es handelt sich hier um die Aufgaben für die verpflichtende Abschlussreflexion, nicht (!) für einen regulären Beitrag zur RV12!

Die entsprechenden Fragestellungen zur RV12 finden Sie weiter unten auf dem Blog.

  1. Benennen Sie die für Sie zentralsten (mindestens zwei verschiedene, gerne auch mehr) theoretischen Erkenntnisse (auf allgemeine Konzepte oder empirische Studien aufbauend), die Sie aus den Vorträgen der Ringvorlesung mitgenommen haben. Nehmen Sie dabei Bezug auf:
    a.) unterschiedliche fachdidaktische Aspekte. Übertragen Sie, wenn möglich, die in der Ringvorlesung gewonnenen Erkenntnisse auf die Didaktiken der von Ihnen studierten Fächer.
    b.) generelle Erkenntnisse zur Beziehungsarbeit in Schule und Unterricht.
    Bitte benennen Sie für Aufgabenteil 1 konkret mindestens zwei relevante Literaturquellen  (Namen, Jahr, Titel). Hinweis:Die Vorlesungsfolien stellen keine Literaturquellen dar. Sie können jedoch gerne auf die Literatur zurückgreifen, auf die auf den Folien verwiesen wird.
  2. Welche Faktoren zum schulischen Umgang mit Heterogenität (z.B. Unterrichtsformen, Schulformen/-strukturen, schulkulturelle Aspekte, Handeln von Lehrkräften), die Sie in der Vorlesung kennengelernt haben, prägen im Rückblick auf ihre eigenen Praxiserfahrungen (eigene Schulzeit, Berichte aus der Praxis, ggf. auch schon eigene Praxiserfahrungen) den Schulalltag besonders stark – und warum? Hier können Sie aus Ihrer Sicht besonders gelungene oder auch weniger gelungene Beispiele reflektieren. Inwiefern helfen Ihnen die Inhalte der Vorlesung, eine solche Einschätzung vorzunehmen? Nehmen Sie konkret Bezug auf entsprechende Begriffe, Theorien, Konzepte, die Sie jetzt kennengelernt haben.
  3. Zu welchen, mindestens zwei, Fragestellungen, die Sie in der Vorlesung kennengelernt haben, würden Sie gerne mehr erfahren im weiteren Studium in Bezug auf das Modulthema UMHET? Welche haben Sie vermisst? Bitte begründen Sie Ihre Wahl.

 

Schlagwort: Sie brauchen kein Schlagwort einzufügen!

Formalia: mind. 2 ganze DinA4-Seiten; 1,5 zeilig; 12 Punkt (Times New Roman); Literaturangaben entsprechend der Handreichung des FB12! [verfasst die Reflexion zunächst entsprechend dieser Vorgaben in einem Textdokument – kopiert den Text anschließend und ladet ihn als normalen Beitrag hoch. Im Blog selbst ist die Formatierung dann nicht mehr relevant.]

Handreichung des FB12: https://www.uni-bremen.de/fileadmin/user_upload/fachbereiche/fb12/fb12/pdf/Fachbereich/QM/Handreichungen/Handreichung_wiss.Arbeiten_FB12.pdf

Abgabefrist: bis zum 31.08.2026!

Wichtig: Ihnen wird kein Haken angezeigt werden, dass eure Abschlussreflexion hochgeladen/eingegangen ist.

RV12 // Dr. Christoph Fantini // Abschluss

6. Juli 2026

Wichtig: Das sind nicht die Aufgaben zur Abschlussreflexion! Sie können zu der 12. Sitzung wie gewohnt einen Beitrag/Kommentar verfassen!!!

Bitte beachten Sie die Vorgaben zum Erstellen von Beiträgen (siehe unten).

RV12 // Rückblick

Aus ganz verschiedenen Perspektiven könnte man für die Einheiten unserer Ringvorlesung zum „Umgang mit Heterogenität in der Schule“ nach  Zusammenhängen der gesammelten Erkenntnisse suchen. Dazu möchte ich Sie nun abschließend einladen.

Wie könnte man die Inhalte der Vorlesung sozusagen querlesen und reflektieren, was sich dabei an relevanten Erkenntnissen festhalten ließe. 

Nehmen Sie dazu die folgenden drei Perspektiven:

  1. Politische Bedeutung von einem konstruktiven „Umgang mit Heterogenität in der Schule“;
  2. Notwendigkeit der Selbstreflexion von Lehrkräften zum Thema „Umgang mit Heterogenität in der Schule“;
  3. Anforderungen an Kooperation von Schule und Eltern im Kontext „Umgang mit Heterogenität in der Schule“.

Sie können auch eine der perspektiven durch eine eigene Idee ersetzen.

 

Schlagwort: rv12

RV11: HETEROGENITÄTSKATEGORIE GESCHLECHT IN SCHULE UND ANSÄTZE ZUR ENTWICKLUNG EINER GESCHLECHTERSENSIBLEN PÄDAGOGIK

1. Juli 2026

 

1) In der Vorlesung wurde deutlich, dass Geschlecht in der Schule nicht nur biologisch verstanden werden kann, sondern auch durch das Verhalten von Kindern und Erwachsenen immer wieder hergestellt wird. Dieses Spannungsfeld wird als Inszenierung und Zuschreibung beschrieben. Unter Inszenierung versteht man, dass Kinder und Jugendliche Geschlecht selbst darstellen und durch ihr Verhalten ausdrücken. Gleichzeitig erhalten sie von anderen Menschen Zuschreibungen, indem ihnen bestimmte Eigenschaften oder Verhaltensweisen aufgrund ihres Geschlechts zugeschrieben werden (Vorlesung, Folien 26-30).

Ein wichtiger theoretischer Ansatz ist dabei das Konzept des Doing Gender. Dieses geht davon aus, dass Männlichkeit und Weiblichkeit nicht ausschließlich biologisch festgelegt sind, sondern im Alltag immer wieder hergestellt werden (Vorlesung, Folie 28). Gleichzeitig wurde in der Vorlesung auch darauf hingewiesen, dass neben gesellschaftlichen Einflüssen weitere Faktoren wie Familie, Sozialisation oder biologische Voraussetzungen eine Rolle spielen können. Die integrative Position verbindet daher soziale und individuelle Einflussfaktoren miteinander (Vorlesung, Folie 28).

Besonders interessant finde ich den Ansatz der reflexiven Koedukation nach Faulstich-Wieland. Dabei geht es nicht darum, Jungen und Mädchen grundsätzlich getrennt zu unterrichten, sondern Lehrkräfte sollen ihre eigenen Erwartungen und den Einfluss von Geschlechterstereotypen kritisch reflektieren (Vorlesung, Folie 30). Gleichzeitig warnt Faulstich-Wieland davor, Geschlecht ständig in den Mittelpunkt zu stellen, da dadurch Stereotype sogar verstärkt werden können (Faulstich-Wieland 2005, S. 2-5). Deshalb erscheint mir ein bewusster und reflektierter Umgang mit Geschlechterrollen im Schulalltag sinnvoller als eine pauschale Trennung von Jungen und Mädchen.

 

 

2) Ein Beispiel aus meiner Schulzeit waren die jährlich stattfindenden Sportturniere. In den Klassen 9 und 10 wurde Fußball gespielt. Jede Mannschaft musste zwar zwei Mädchen aufstellen, tatsächlich spielten aber fast ausschließlich die Jungen. Die Mädchen standen häufig nur mit auf dem Spielfeld und wurden nur selten ins Spiel einbezogen. Dadurch entstand der Eindruck, dass Fußball als typische „Jungensportart“ angesehen wurde und Mädchen automatisch als weniger leistungsfähiger eingeschätzt wurden. Hier zeigte sich für mich deutlich, wie Geschlecht im Schulalltag sowohl durch das Verhalten der Schüler*innen und Schüler als auch durch die Organisation des Turniers inszeniert und gleichzeitig zugeschrieben wurde.

Ähnliche Erfahrungen habe ich während meines Bundesfreiwilligendienstes an einer Grundschule gemacht. In den Pausen spielten fast ausschließlich Jungen Fußball. Einzelne Mädchen wollten zwar gelegentlich mitspielen, wurden von den Jungen jedoch häufig nicht ernst genommen oder bekamen den Ball kaum zugespielt. Die meisten Mädchen spielten stattdessen mit Springseilen, Kreide oder Rollenspielen. Gleichzeitig fiel mir aber auch auf, dass diese Einteilung nicht auf alle Kinder zutraf. Es gab durchaus einzelne Mädchen, die sehr aktiv waren und auch ruhigere Jungen. Dadurch wurde deutlich, dass Geschlecht nicht allein erklärt, wie sich Kinder verhalten.

Darüber hinaus lässt sich dieses Beispiel gut mit dem Heterogenitätsfeld Sprache verbinden. In meiner Klasse wurden mehrere Kinder mit Deutsch als Zweitsprache besonders unterstützt. Da die Klassenlehrerin häufig nicht allein im Unterricht war und ich mich gezielt um diese Kinder kümmern konnte, hatten sie gute Möglichkeiten, dem Unterricht zu folgen. Für mich zeigt dieses Beispiel, dass Geschlecht nicht isoliert betrachtet werden sollte. Auch Sprachkenntnisse oder andere Heterogenitätsmerkmale beeinflussen die Teilhabe von Kindern am Unterricht und können sich gegenseitig verstärken oder abschwächen (Fürstenau 2011, S. 8-11).

 

 

3) Für mein nächstes Praktikum möchte ich beobachten, ob Lehrkräfte Jungen und Mädchen im Unterricht unterschiedlich ansprechen, loben oder ermahnen. Außerdem interessiert mich, ob Mädchen und Jungen die gleichen Möglichkeiten erhalten, sich an allen Unterrichtsaktivitäten zu beteiligen oder ob bestimmte Aufgaben oder Rollen unbewusst geschlechterspezifisch verteilt werden.

Gleichzeitig möchte ich darauf achten, ob neben dem Geschlecht weitere Heterogenitätsmerkmale eine Rolle spielen. Besonders interessant finde ich dabei den Zusammenhang zwischen Geschlecht und Sprache. Ich möchte beobachten, ob Kinder mit Deutsch als Zweitsprache unabhängig von ihrem Geschlecht die gleiche Unterstützung und die gleichen Beteiligungsmöglichkeiten erhalten wie andere Kinder. Dadurch soll deutlich werden, dass Gender nur eine Dimension von Heterogenität ist und immer im Zusammenhang mit weiteren Merkmalen betrachtet werden sollte.

Für meine spätere Tätigkeit als Lehrkraft nehme ich aus der Vorlesung mit, dass gendersensible Pädagogik nicht bedeutet, Jungen und Mädchen grundsätzlich unterschiedlich zu behandeln. Vielmehr sollte Unterricht so gestaltet werden, dass alle Kinder unabhängig von ihrem Geschlecht, ihrer Sprache oder anderen Voraussetzungen die gleichen Möglichkeiten zur Entwicklung erhalten. Dazu gehört auch, die eigenen Erwartungen und möglichen Vorurteile regelmäßig zu hinterfragen und Kindern vielfältige Rollenbilder zu eröffnen (Fantini 2019, S.12-15).

 

 

Literaturverzeichnis:

Debus, Katharina (2012): Geschlechterreflektierte Pädagogik zwischen Dramatisierung und Entdramatisierung. Berlin: Dissens e. V.

 

Fantini, Christoph (2019): Männlichkeitsentwürfe in widersprüchlichen Verhältnissen – das Beispiel Grundschule, S. 12–15.

 

Faulstich-Wieland, Hannelore (2005): Spielt das Geschlecht (k)eine Rolle im Schulalltag? Plädoyer für eine Entdramatisierung von Geschlecht, S. 2–5.

 

Fürstenau, Sara (2011): Mehrsprachigkeit als Ressource in der Schule, S. 8–11.

 

Vorlesung „Heterogenitätskategorie Geschlecht/Gender in Schule – im Spannungsfeld von Inszenierung und Zuschreibung“, Universität Bremen, Folien 26–30.

RV11 // Dr. Christoph Fantini // Heterogenitätskategorie Geschlecht in Schule und Ansätze zur Entwicklung einer geschlechtersensiblen Pädagogik

29. Juni 2026

Bitte beachten Sie die Vorgaben zum Erstellen von Beiträgen (siehe unten).

  1. Erläutern Sie das in der Vorlesung thematisierte  Spannungsfeld zwischen Inszenierung und Zuschreibung in Bezug auf  Genderdynamiken und -pädagogik in der Schule. Nehmen Sie dafür Bezug auf  die in der Vorlesung genannten theoretischen Ansätze (v.a. Folien  26-30).
  2. Reflektieren Sie ihre bisherigen Praxiserfahrungen aus der eigenen Schulzeit und ersten Praktika zum schulischen „Genderplay“ (also die Inszenierung von Geschlecht), möglichst unter Bezugnahme auf mindestens ein anderes Heterogenitätsfeld  der Ringvorlesung, wie Sprache, soziokultureller Background, Leistung,  Inklusion.
  3. Formulieren Sie eine Beobachtungsaufgabe für kommende  Praktika zum Thema „gendersensible Pädagogik“, auch hier möglichst unter  Bezugnahme auf mindestens ein anderes Heterogenitätsfeld der  Ringvorlesung, wie Sprache, soziokultureller Background, Leistung,  Inklusion, um deutlich zu machen, dass die Kategorie Gender nicht für  sich steht, sondern andere Dimensionen von Heterogenität oftmals  wesentlich mit beeinflusst (intersektionale Perspektive).

Schlagwort: rv11

RV10 // Dr. Anne Gadow // DaZ in bewegten Zeiten. Zum Umgang mit sprachlicher Heterogenität in der Grundschule

23. Juni 2026

1. Nennen Sie zwei Beispiele aus Ihrer eigenen Schulzeit und/oder weiteren schulischen Erfahrungen, in denen Mehrsprachigkeit eine Rolle spielte. Reflektieren Sie die Situation.

2. Begründen Sie, ob Sie der Aussage zustimmen würden: „Das Fach Deutsch als Zweitsprache sollte alle Kinder einer Regelklasse berücksichtigen, die neben Deutsch noch eine andere Sprache sprechen“ (vgl. z.B. Riehl; Schröder 2022).

3. Schule gilt als „versprachlichte Institution“ (Ehlich/Rehbein 1986). Entwerfen Sie zwei Unterrichtsszenarien, in denen neuzugewanderte Schüler*innen hierdurch keinen Nachteil haben.

 

Schlagwort: rv10

RV09 // Prof. Natascha Korff // Schule für wirklich alle? Ziele, Herausforderungen, Beispiele

15. Juni 2026

Sie haben in der Vorlesung Notizen zu einem Kind gemacht, bei dem Sie an Barrieren gestoßen sind (vgl Folie 10). Bitte vertiefen Sie dies im Blogeintrag

1. Beschreiben Sie kurz das Kind und die Situation:

  • Was kann das Kind? , Was war (ihr/das) Unterrichtsangebot?
  • Wo waren konkret Barrieren für das Kind? Wo wussten Sie nicht weiter? (bemühen Sie sich um eine anerkennende Schilderung)

2. Welche (theoretischen) Gedanken aus den beiden Vorlesungen oder Ihrem Studium passen zu den Herausforderungen in der Situation/mit dem Kind?

  • Benennen zwei Aspekte und erläutern kurz den Zusammenhang.

3. Was wären erste Ideen, wie Sie Barrieren für dieses Kind reduzieren können?

  • Entwickeln Sie ein, zwei Ideen. Mindestens eine sollte sich auf pädagogisch-didaktisches Handeln (und nicht nur Ressourcen) beziehen

 

Schlagwort: rv09

RV07 // Prof. Florian Schmidt-Borcherding // Die kognitiven Dimensionen von Lernerfolg: Intelligenz vs. Vorwissen

1. Juni 2026

Bitte beachten Sie die Vorgaben zum Erstellen von Beiträgen (siehe unten).

  1. Wie wurden in der Vorlesung die Rollen von Intelligenz und Vorwissen für den Lernenprozess beschrieben? In welchem Verhältnis stehen diese beiden Heterogenitätsdimensionen für den Lernerfolg? Wie hat man ihren jeweiligen Einfluss auf Lernerfolg empirisch untersucht?
  2. Was konnten Sie in Ihren bisherigen Praxiserfahrungen über den Umgang mit heterogenem Vorwissen von SuS beobachten? Welche Erfahrungen haben Sie selbst vllt. schon mit (mangelnder) Kenntnis oder (falschen) Annahmen über den (Vor-)Wissensstand Ihrer SuS gemacht?
  3. Einige Befunde zur Rolle von Intelligenz und Vorwissen beim Lernen waren für Sie möglicherweise überraschend. Oder Sie sehen einige der Forschungsergebnisse kritisch in Bezug auf Schule und Unterricht. Welche Fragen ergeben sich daraus? Und wie können Sie Antworten auf diese Fragen finden (z.B. im nächsten Praktikum)?
  4. Am Ende des Vortrags wurden zwei verschiedene Adaptionsmodelle dargestellt. Finden Sie Praxisbeispiele zu jeder der in den Modellen genannten Reaktionsformen (Weinert, 1997) bzw. Adaptionsmöglichkeiten (Leutner, 1992). (optionale Aufgabe)

Schlagwort: rv07

RV06 // Sven Trostmann // Leistungsheterogenität – Merkmale, Lesarten und Handlungsmöglichkeiten

18. Mai 2026

Bitte beachten Sie die Vorgaben zum Erstellen von Beiträgen (siehe unten).

1. Welche Zusammenhänge zwischen der Leistungsheterogenität von Kindern und dem Einfluss von Lehrerinnen und Lehrern auf die schulischen Lernleistungen sind für Sie heute deutlich geworden?

2. Welche Handlungspraxen im Bereich Leistungsbeurteilung haben Sie in Ihren bisherigen Praxisphasen und aus der eigenen Schulbiografie kennengelernt und inwieweit würden Sie die anerkennende Berücksichtigung der Leistungsheterogenität darin als angesprochen beschreiben?

3. Inwiefern lässt sich die Position von H. Fend „Leistungsbeurteilung als Werkzeug zur Aufrechterhaltung von Ungleichheiten“ vom aktuellen Bildungssystem her ableiten und bzw. aus einer forschenden Perspektive (Entwicklung einer Forschungsfrage) diskutieren?

Schlagwort: rv06

RV05 // Prof. Swantje Weinhold, i.V. Dr. Christoph Fantini // HETEROGENITÄT IM SCHRIFTSPRACHERWERB – ELEMENTARE SCHRIFTKULTUR

11. Mai 2026

Bitte beachten Sie die Vorgaben zum Erstellen von Beiträgen (siehe unten).

1. Wählen Sie ein „leeres Blatt“ und beschreiben Sie möglichst genau an Beispielen aus dem Material, welche Zugänge zur Schrift die Kinder bereits gefunden haben (z.B. Was wissen sie über Schrift? Wie nutzen sie Schrift?, Was bedeutet ihnen Schrift?, Worin unterscheiden sich ihre Schrifterfahrungen?) Sie können zur Unterstützung den Text von Dehn, Mechthild/Hüttis-Graff, Petra (2000) (Hrsg.): Zeit für die Schrift II. Beobachtung und Diagnose. Berlin, S. 32-54 nutzen.

2. Erklären Sie den Begriff „elementare Schriftkultur“ , grenzen Sie ihn von dem Begriff der Kulturtechnik ab. Führen Sie anschließend drei Beispiele konkret aus, in denen Sie Kindern in Kita oder Unterricht bereits Zugänge zur elementaren Schriftkultur ermöglicht haben bzw. ermöglichen könnten. Sie können zur Unterstützung den Text aus Schüler, Lis (2021) ( Hg.): Elementare Schriftkultur in heterogenen Lernkontexten. Zugänge zu Schrift und Schriftlichkeit. Seelze: Klett/Kallmeyer, S. 7 -26 nutzen.

3.Die neuesten Ergebnisse der IGLU Studie 2022 zeigen einmal mehr, dass sich die Leistungsheterogenität im Lesen(lernen) weit er verschärft. Stellen Sie vor dem Hintergrund des weiten Begriffs von Schriftspracherwerb (Folie 19) und insbesondere des Begriffs der elementaren Schriftkultur Überlegungen dazu an, wie es zu diesen Ergebnissen kommen konnte und wie sich Leseunterricht verändern müsste, damit viel mehr Kinder zu Leser:innen werden können.

Schlagwort: rv05

RV04 // Prof. Lydia Murmann // Naturwissenschaftlich-technische Inhalte im Sachunterricht für alle Schüler*innen

4. Mai 2026

Bitte beachten Sie die Vorgaben zum Erstellen von Beiträgen (siehe unten).

  1. Im Rahmen eines Projekttages dürfen die Schüler*innen der 3b wählen, ob sie lieber Naturgegenstände sammeln und damit ein Wald-Mandala gestalten oder aber kaputte Nistkästen abhängen und reparieren möchten. Samira interessiert sich mehr für die Nistkästenaufgabe, wählt aber wie die meisten anderen Mädchen der Klasse das Mandala-Vorhaben. Finden Sie mögliche Erklärungen für diese Entscheidung vor dem Hintergrund der „grundlegenden psychologischen Bedürfnisse“ nach Deci und Ryan (1993).
  2. Eine Kollegin berichtet im Lehrer*innenzimmer, dass sie Fachbegriffe im Sachunterricht vermeidet, um die Verständigung mit sprachlich schwachen Schüler*innen zu erleichtern (statt „experimentieren“, sagt sie „ausprobieren“, statt “beobachten“ „genau hingucken“, statt „Sinnesorgane“ spricht sie ausschließlich von „Auge“, „Ohr“, „Haut“, „Zunge“ und „Nase“). Eine andere Kollegin argumentiert, dass sie den Schüler*innen damit den Zugang zur Bildungssprache verwehre. Nehmen Sie Stellung. 

  3. Sie möchten eine Bachelorarbeit über Bildungsgerechtigkeit und die Nutzung außerschulischer Lernorte (insbesondere Museen und Naturräume) im Sachunterricht schreiben. Formulieren Sie erste Ideen (in ganzen Sätzen), worin mögliche Zusammenhänge bestehen könnten.

 

Schlagwort: rv04

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