Cheftrainer Kohfeldt: „Das Studium hat mir viel gegeben“

© Harald Rehling / Universität Bremen

Konstruktive Vorschläge bestimmen den „Informationstag Gesundheit“ des Fachbereiches Human-und Gesundheitswissenschaften. „Stress im Studium oder schönes Campusleben?“ lautet die Entscheidungsfrage. Na klar, Medienauflauf, weil Florian Kohfeldt, Cheftrainer des SV Werder, einer der Gäste ist.

Kohfeldt hat 2013 seinen Master im Fachbereich abgelegt und ist der Universität Bremen immer noch verbunden. Vom Podium herunter begrüßt er seinen ehemaligen Prof, Dietrich Milles. „Er hat mich hervorragend begleitet.“ Temporeich und pointiert moderiert Radio Bremen-Wetterfrosch Andree Pfitzner die Diskussion. Auch er ein Absolvent der Universität Bremen.

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Spaß beim Gesundheitstag: (von rechts) Dekan Prof. Stefan Görres, Senatorin Prof. Eva Quante-Brandt, Trainer Florian Kohfeldt, Sören Schmidt-Bodenstein, Leiter TK, Prof. Tim Hagemann, Experte aus Bielefeld, Jonas Meixner, Fachschaft Psychologie, Moderator Andree Pfitzner, Christina Vocke, Dezernentin Studentische Angelegenheiten.

„Eigenen Weg gehen“

Hatte Florian Kohfeldt Stress in seinem Studium? „Es waren nicht so sehr die Prüfungen und Referate“, sagt der sympathische Trainer. Eigentlich wollte er Sport studieren, das ging aber nur in Kombination mit Public Health. „Auf die Dauer merkte ich, dass es der spannendere Teil im Studium war“, erinnert er sich. „Was mach ich eigentlich mit Public Health später?“, fragte er sich während des Masters. (Gelächter im Saal). Das sei der eigentliche Stress im negativen Sinne gewesen. Wie bekannt, ist Florian Kohfeldt im Werderstadion gelandet. Und doch…das Studium hat ihm viel gegeben. Die Fähigkeit, sich mit Problemen auseinanderzusetzen, unerwartete Situationen zu meistern. „Wenn Leute sagen, mach es so oder so, dann gehe ich trotzdem meinen eigenen Weg.“

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„Basissicherheit“ geben

Nach eigener Aussage hat der 36-Jährige es sich zur Aufgabe gemacht, sich für jeden Spieler Zeit zu nehmen, zu jedem ein persönliches Verhältnis zu haben, sich einzufühlen. „Ich habe hier sehr gute Dozenten gehabt“, unterstreicht der prominente Gast. Daraus leitet er auch seine Fähigkeit ab, Spieler auf persönlicher Ebene anzusprechen und ihnen zu helfen, Stress und Druck abzubauen. Auf Nachfrage von Moderator Pfitzner ist der Trainer zu konkreten Beispielen bereit. Marco Friedl habe beim Spiel gegen Leverkusen einen nicht so guten Tag erwischt. „Ich würde mich nie vor die Zeitungen stellen und einen Spieler öffentlich angreifen“, sagt Kohfeldt. Stattdessen vermittle er: „Ich bin bei Dir“. Der 19-Jährige kommt von Bayern München, hat keinen gewachsenen Freundeskreis in Bremen, ist fern seiner Familie. Das alles räumt der verständnisvolle Trainer ein und sagt ihm: „Du kannst immer zu mir kommen“. Das sei „Basissicherheit“, so der Fachbegriff vom Studium her.

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Konflikte abwägen

„Welcher Spieler stresst Sie am meisten?“, will ein Student während der Diskussion wissen. „Stress soll man nicht nur negativ sehen“, erwidert Kohfeldt. Das störe ihn an der Diskussion. Dann gibt er zu, „der Max“ sorge für überraschende Momente, „wir wachsen aneinander“. Das sei ihm lieber, als immer nur Dienst nach Vorschrift. „Was stresst Sie an ihm?“, wird nachgehakt. „Na zum Beispiel die Ernährung“, kommt es prompt. „Alle Spieler frühstücken gesund miteinander, da kommt der Max und stellt eine Dose mit jenem Aufstrich auf den Tisch, für den die Deutsche Nationalmannschaft Werbung gemacht hat.“ Gelächter und Raunen „Nutella“ im Saal. Er müsse stets abwägen, ob er mit einem Spieler einen Konflikt eingehe oder wegschaue.

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Stress nur Samstagnachmittag

„Wirklicher Stress entsteht, wenn man denkt, man kann Anforderungen nicht bewältigen“, fasst Kohfeldt zusammen. „Ich habe jetzt weniger Stress als im Studium, bis auf den Samstagnachmittag!“ Dass der Informationstag Gesundheit für Studierende und Mitarbeiter so ein Erfolg wird, ist nicht nur dem Stargast zu danken, sondern auch der Expertenrunde auf dem Podium. Senatorin Professorin Eva Quante-Brandt ist sichtlich begeistert vom Angebot des Fachbereichs. Kanzler Dr. Martin Mehrtens nennt den Informationstag „beispielhaft für die gesamte Universität“.

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Schuhe polieren und auf geht’s

Für alle Studierenden, die in den vergangenen zwölf Monaten ihr Studium erfolgreich beendet haben, ist heute: Absolvent*innen-Feier.

Und die Mitarbeiter*innen der pflegewissenschaftlichen Studiengänge machen sich gleich auf den Weg zu Euch ins Haus im Park.

Viele Grüße, bis gleich und eine tolle Feier!

…nächste Woche berichten wir mehr darüber.

Studentischer Fachtag an Bremer Pflegeschulen – Forschend studieren von Anfang an

Die Studierenden des Studiengangs ‚Pflegewissenschaft – dual‘ präsentierten im November die Ergebnisse ihrer ersten Hausarbeit an den mit der Universität Bremen kooperierenden Pflegeschulen im Land Bremen. Begleitet und betreut wurden sie durch wissenschaftliche Mitarbeiter*innen des Instituts für Public Health und Pflegeforschung, IPP Bremen. Seit einigen Jahren gibt es im Studiengang ‚Pflegewissenschaft – dual‘ für das Seminar ‚Einführung in die Technik des wissenschaftlichen Arbeitens‘ das Konzept, welches zum Abschluss des Uni-Seminars die Präsentation der studentischen Ergebnisse in Form eines öffentlichen Vortrages vorsieht. Entwickelt wurde dieses Lehr- und Lernformat im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten  ForstA-Projekts (Forschend studieren von Anfang an). Im SoSe 2018 wurde dieses Seminar von Claudia Einig und Lisa Schumski durchgeführt.

Der studentische Fachtag ist für die Studierenden eine sehr gute Gelegenheit die eigenen Erfahrungen aus der Pflegepraxis mit den ersten erlernten wissenschaftlichen Grundkenntnisse in Einklang zu bringen. Für die Lernenden und die Lehrenden an den kooperierenden Pflegeschulen ist der Fachtag eine willkommene Möglichkeit, Einblick in den Studiengang ‚Pflegewissenschaft – dual‘ zu erhalten.

Gleich fünf Bremer Einrichtungen, die Altenpflegeschule des Instituts für Berufs- und Sozialpädagogik e.V. (ibs); das Integrative Bildungszentrum für Gesundheits- und Pflegeberufe des Klinikums Bremen-Nord und des Klinikums Bremen-Ost; das Bildungszentrum für Gesundheitsfachberufe (BZfG) Klinikum Bremen-Mitte; die Bremer Krankenpflegeschule der freigemeinnützigen Krankenhäuser e. V.  sowie der Schule für Altenpflege der Bremer Heimstiftung nahmen in diesem Jahr mit hohem Interesse und viel Engagement am Fachtag teil.

Die jeweiligen Fachvorträge an den Pflegeschulen wurden von den IPP-Mitarbeiter*innen Andreas Baumeister, Claudia Einig, Dr. Dirk Peschke, Dr. Claudia Stolle und Lisa Schumski moderiert.

Themen der studentischen Fachvorträge waren beispielsweise:

  • Pflege von Menschen mit Demenz im Allgemeinkrankenhaus (Umgang mit herausforderndem Verhalten) – Vorstellung eines Konzepts und Betrachtung auf Anwendbarkeit
  • Die Auswirkung des Konzepts der Bezugspflege im Vergleich zum Konzept der Funktionspflege auf die Arbeitszufriedenheit von Pflegefachpersonen in Akutkrankenhäusern
  • Angehörige in der Sterbebegleitung: Wie können professionell Pflegende im hospizlichen Bereich Angehörige in der Sterbebegleitung unterstützen?
  • Die Auswirkung des Bewegungskonzeptes nach Bobath auf den Muskeltonus und die Motorik bei an Schlaganfall erkrankten Menschen mit Hemiparese, Hemiplegie oder Spastik

 

Das Publikum war an den Vorträgen sehr interessiert und die Zuhörer*innen baten zu ausgewählten Themen um weiterführende Materialien. Die Vertreter*innen des IPP begrüßen den  gelungenen Austausch und die konstruktive Zusammenarbeit zwischen den Pflegeschulen und der Universität. Zudem geben die interessanten, fachlich und methodisch sehr gut aufgearbeiteten Themen der Studierenden einen guten Einblick in die Arbeit der angehenden Pflegeakademiker. Die Beteiligten hoffen auf eine sich etablierende Tradition des erfolgreich durchgeführten Fachtages.


Fotos:

Die Studierenden Chiara von Perger, Tobias Bleckwehl und Kirsten Büsselmann beim Fachtag des Studiengangs Pflegewissenschaft – dual, Universität Bremen, an der Kooperationsschule: Bremer Krankenpflegeschule der freigemeinnützigen Krankenhäuser e. V.  sowie die Studierenden Chiara Malte Gosch und Jana Adler an der Kooperationsschule: Altenpflegeschule des Instituts für Berufs- und Sozialpädagogik e.V. (ibs)

Die Universität Bremen hat im aktuellen Ranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) hervorragend abgeschnitten!

Die Universität Bremen hat im aktuellen Ranking des
👉Centrums für Hochschulentwicklung (CHE)👈 hervorragend abgeschnitten!

Spitzenergebnisse für ihren Kontakt zur Berufspraxis erzielen die Geografie und die Pflegewissenschaft.😎

Jedes Jahr veröffentlicht das gemeinnützige Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) sein Ranking. Es will Orientierung in die Vielfalt der Studienangebote bringen und ist für viele unentschlossene Studierwillige Grundlage für eine Bewerbung an einer bestimmten Universität.😊

🌐Weitere Information unter: https://ranking.zeit.de/che/de/

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