von Alina | Apr. 4, 2025 | Allgemein, Informieren
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Beschreibung der Methode
Die 5-Schritt-Lesemethode (auch SQ3R) unterstützt Schüler:innen (SuS) dabei Texte sich Texte eigenständig zu erarbeiten. Sie leitet die SuS in fünf Schritten durch die Textbearbeitung und erlaubt so eine intensive Auseinandersetzung mit Text und Inhalt. Ziel ist es, die Textabschnitte am Ende in eigenen Worten zusammenzufassen, um sie dann, sofern nötig, weiterzuverarbeiten.
Ablauf der Methode
Die Methode basiert auf 5 Schritten, die das Akronym SQ3R erklären:
1. Survey – Einen Überblick verschaffen
2. Question – Unklarheiten klären
3. Read – Intensives Lesen
4. Recite – Zusammenfassen
5. Review – Inhaltliche Wiederholung
Im ersten Schritt verschaffen sich die SuS einen Überblick über die Inhalte des Texts. Dafür wird der Text überflogen. Den SuS wird hierbei nahegelegt, sich auf hervorgehobene Textteile, wie Überschriften und Unterüberschriften, zu fokussieren. Bei längeren Texten können sie sich auch zunächst das Inhaltsverzeichnis ansehen. Dabei notieren sie sich auch erste Fragen an den Text. Worum könnte es gehen? Welche Fragen hätten die SuS zu dem Thema und worauf erhoffen sie sich Antworten? Diese Fragen basieren ausschließlich auf dem überflogenen Text.
Der zweite Schritt ist das genaue Lesen. Die SuS lesen den Text aufmerksam. Sie schreiben sich dabei unklare Worte heraus. Textabschnitte, die sie nicht verstehen, können sie mit einem Fragezeichen am Seitenrand markieren.
Beim dritten Schritt geht es um das intensive Lesen. Dabei markieren oder unterstreichen die SuS ordentlich Kernaussagen des Textes. Schlüsselbegriffe werden gesondert hervorgehoben – bspw. Durch Umkreisen.
Als vierten Schritt gliedern die SuS den Text in Abschnitte und fassen jeden Abschnitt zusammen. Dafür lesen sie den Text ein drittes Mal und unterteilen ihn in Sinnabschnitte, für die sie anschließend Überschriften finden.
Im fünften und letzten Schritt formulieren die SuS in eigenen Worten die Thesen des Textes. Dabei können sie sich an den Überschriften aus Schritt 4 orientieren und ggf. Abschnitte zusätzllich zusammenfassen.
Benötigte Medien und Materialien
Benötigt werden ein zusammenzufassender Text und eine Anleitung der Methode. Diese kann an die Tafel geschrieben oder über den Beamer angeworfen werden. Es bietet sich an, die Methode von den SuS als Fächer gestalten zu lassen, den sie im Etui bereitlegen können. Alternativ ließe sich auch ein laminierter Klassensatz vorbereiten, der ausgegeben werden kann, wenn die Methode genutzt wird. Für verschiedene Visualisierungsarten gibt es online diverse Vorlagen, die einem diesen Schritt erleichtern können.
Variation der Methode
Die 5-Schritt-Lesemethode bietet sich für die Nutzung und Analyse diverser Medien an. Während sie vorrangig auf Texte fokussiert ist, lässt sie sich ähnlich für Filme und Videos nutzen:
1. Zunächst Titel und Kapitel-/Sequenzüberschriften oder auch Thumbnails und Filmplakte betrachten.
2. Anschließend Film (-ausschnitt) ansehen, ggf. Skript mitlesen, und Unklarheiten notieren.
3. Sofern das Skript vorhanden ist, kann Schritt 3 wie gewohnt umgesetzt werden. Alternativ Kernpassagen aufschreiben und mit Zeitstempel versehen.
4. Anschließend Material in Sequenzen/Abschnitte unterteilen, Zeitstempel notieren und Überschriften hinzufügen.
5. Zuletzt Kernaussagen notieren.
Die Methode bietet viel Freiraum für die inhaltliche Anwendung und bietet sich in nahezu jedem Fach an. Während Lernende einer Fremdsprache durch die Methode einen leichteren Zugang zu komplexen Texten erhalten, können SuS eines Politik-Leistungskurses auf Basis des Texts bspw. eine Debatte vorbereiten.
Praxisbeispiel und Rückmeldung zur Methode
Leider war es mir im zugehörigen EW-Seminar nicht möglich, die Methode selbst zu testen. Dafür konnte ich sie bereits mehrfach in unterschiedlichen Klassenstufen an einer Oberschule ausprobieren.
Für die erste Einführung in die Methode bieten sich kurze Texte an, da es zu einem schnellen Leseerfolg führt. Bei längeren Texten ist die Frustration schnell hoch, da der Text dreifach gelesen werden muss. Darüber hinaus bietet sich in der Sekundarstufe I an, die Lesemethode sowohl als Plakat im Klassenraum zu platzieren als auch als Fächer zur Verfügung zu stellen. Dabei ist es irrelevant, ob die Lehrkraft diese mitbringt oder die SuS diese basteln. Vorteil der Fächer ist, dass die SuS sich nur mit einer Phase zur Zeit beschäftigen (sollen), statt alle Phasen auf ein Mal zu sehen. Zusätzlich sinkt das Risiko, versehentlich eine Phase zu überspringen.
Das Feedback der SuS lässt eine Verbesserung des Leseverständnisses schlussfolgern. Gleichzeitig erscheint es ihnen etwas zu viel, Texte drei Mal zu lesen. Sie bietet sich daher in der Sekundarstufe I für Texte mit max. 1-1,5 Seiten an.
Zuordnung zur AVIVA-Phase
Die 5-Schritt-Lesemethode lässt sich in die Informationsphase einordnen, da sie den SuS eine Anleitung für die Erfassung von Informationen bietet. An dieser Stelle muss aber hervorgehoben werden, dass die Einführung der Methode recht zeitintensiv sein kann – speziell bei jüngeren Klassen –, weshalb es sinnvoll sein kann der Erarbeitung der Methode als Inhalt einer Unterrichtsstunde zu widmen.
Literatur
Dutzi, Melani, Felicitas Hampel, Susanne Wilckens, und Tommy Greim. 2019. Deutsch kompetent 5. 1. Aufl. Deutsch kompetent. Stuttgart: Ernst Klett Verlag GmbH.
„Fünf-Schritt-Lesemethode“. 2004. bpb – Bundeszentrale für politische Bildung. 14. Mai 2004. https://www.bpb.de/lernen/methoden/46808/fuenf-schritt-lesemethode/.
Heinz. 2018. Methoden-Training – Bausteine zur Förderung grundlegender Lernkompetenzen. 22. Aufl. Weinheim: Beltz.
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Lizensierung
DIe Fünf-Schritt-Lesemethode © 2025 by Alina Demke is licensed under CC BY-SA 4.0
von Lukas | Feb. 10, 2025 | Informieren, Methoden, Verarbeiten, Vorwissen aktivieren
Bildquelle:
Herrmann, Rafael (2016): Three men walking at Medienhafen Düsseldorf. Public Domain. Link: https://cc0.photo/2016/01/14/three-men-walking-medienhafen-dusseldorf/
Beschreibung und Ziele der Methode
Die Methode „Ein Schritt nach vorne kommt ursprünglich nicht aus der schulischen Pädagogik sondern aus der politischen Bildung. Ziel der Methode ist eine Sensibilisierung von gesellschaftlichen Rollen und Verhältnissen als auch die Entwicklung von kritischen Denken (vgl. Deutsches Institut für Menschenrechte 2024: online).
Benötigte Materialien
Für die Methode werden verschiedene Schriftkarten benötigt, sowie ein Ort mit viel Platz, auf dem sich die Gruppe gut bewegen kann. Für die Verteilung der Zettel könnte sich beispielsweise auch ein großer Hut eignen.
Ablauf der Methode
Zunächst gibt die Lehrkraft den Hut rum, aus dem sich die Schüler*innen einen Zettel nehmen können. Auf dem Zettel befindet sich eine Rollenbeschreibung mit Informationen, wie beispielsweise „Geflüchtete Frau aus Sudan, 20 Jahre alt, wohnt erst zwei Jahre in Deutschland und spricht Deutsch auf A2 Niveau“ oder „Mann mit weißer Hautfarbe, 43 Jahre alt, Rechtsanwalt“. Im Laufe der Methode müssen die Schüler*innen sich in ihre Rollen hineinversetzen und aus deren Perspektiven entscheiden, wie sie sich zu verhalten haben.
Nachdem die Karten ausgeteilt wurden, stellen sich die Schüler*innen in einen Ort mit viel Platz in einer Reihe auf. Die Lehrkraft steht mit Abstand weiter vor Ihnen und stellt den Schüler*innen eine Reihe von Aussagen zu denen sich die Schüler*innen aus Perspektive ihrer Rollen erhalten müssen. Stimmen die Schüler*innen einer Aussage zu, dann müssen Sie einen Schritt nach vorne gehen. Sollten sie dieser Aussage nicht zustimmen, müssen sie stehen bleiben.
Die Aussagen könnten beispielsweise lauten:
- Ich spreche gut deutsch
- Ich habe keine Zukunftssorgen
- Ich kann wählen gehen
- Ich bekomme Unterstützung, wenn es mir psychisch nicht gut geht
Von den Positionen der Schüler*innen wird ersichtlich, welche Rollen im Alltag sehr von Armut und Diskriminierung betroffen sind und welche eher weniger. Nachdem die Fragen gestellt wurden, decken die Schüler*innen ihre Rollen auf und es wird im Plenum über das Beantworten der Fragen reflektiert als auch darüber, was diese Methode zeigt.
Mögliche Abwandlungen
Im Rahmen einer Präsentation in einem Seminar zur AVIVA-Thematik wurde das Konzept der Methode „Ein Schritt nach vorne“ genommen und inhaltlich abgewandelt und auf das Thema Künstliche Intelligenz angewendet. Hierbei ging es nun nicht mehr um eine Sensibilisierung von gesellschaftlichen Rollen sondern um eine Sensibilisierung des eigenen Verhaltens und Erwartungen in Bezug auf KI-Nutzung.
Die Fragen lauteten diesmal wie folgt:
1. Ich nutze KI als Hilfsmittel, um Texte zu korrigieren.
2. Ich lasse Teile von schriftlichen Texten für die Uni mit KI erstellen.
3. Ich habe KI schon mal als Quelle der Inspiration genutzt.
4. Wenn ich für Arbeiten recherchiere, vertraue ich den Arbeiten von KI
5. Ich habe immer noch Lernerfolge, wenn ich Teile meiner Aufgaben und Hausaufgaben von KI bearbeiten lasse.
6. Ich habe KIs schon einmal persönliche Dinge aus meinen Leben anvertraut, um Ratschläge zu bekommen
7. KIs sind eine Bereicherung für die Gesellschaft und keine Bedrohung
Eine positive Befürwortung dieser Aussagen (also ein Schritt nach vorne) drückt eine eher positive Haltung gegenüber KI aus, wohingegen eine negative Beantwortung (Ein Schritt zurück oder stehen bleiben) eher eine Skepsis gegenüber KI ausdrückt.
Die Methode unter Berücksichtigung des AVIVA-Modells
Innerhalb der AVIVA-Lernphasen (vgl. Städeli 2010: 20) lässt sich die Methode ‚Ein Schritt nach vorne‘ besonders gut in die Phase „Vorwissen aktivieren“ integrieren (vgl. ebd.). Hierbei geht die Methode jedoch auch ein Stück weit über das rein inhaltliche Vorwissen aktivieren hinaus, da sie (Im Falle der KI-Abwandlung) Schüler*innen schnell in eine reflektierende Haltung über die eigenen Verhaltensmuster und Vorstellungen bringt.
Auch wenn die Methode teils andere Effekte erzielt als alleinig das Vorwissen zu aktivieren – nämlich als Reflexion über sich und zu einen bestimmten Thema – lässt sie sich gut in das AVIVA-Model integrieren. Gerade auch, weil der folgende Schritt „Informieren“ (vgl. ebd.) auf die erbrachten Effekte aufbauen kann und eine inhaltliche Vertiefung bietet zur Thematik, die in ‚Ein Schritt nach vorne‘ eröffnet wurde.
Quellen
Deutsches Institut für Menschenrechte (2024) (Autor*innen unbekannt: Ein Schritt nach vorne. Link: https://www.kompass-menschenrechte.de/uebungen/ein-schritt-nach-vorn (zuletzt abgerufen am 11.Februar 2025)
Städeli, Christoph. „Die fünf Säulen der guten Unterrichtsvorbereitung: das AVIVA-Modell für den kompetenzorientierten Unterricht: Christoph Städeli.“ Folio: die Zeitschrift des BCH| FPS für Lehrkräfte in der Berufsbildung 6 (2010): S.20. https://edudoc.ch/record/87665/files/0610_staedeli_d.pdf (Letzter Zugriff: 12.01.2025)
Lizensierung
Ein Schritt nach vorne by Lukas Holländer is marked with CC0 1.0 

von Till | Feb. 5, 2025 | Informieren, Methoden, Verarbeiten
Beschreibung der Methode
Das Planspiel als Methode basiert auf Rollenkarten und beschreibt eine Verkörperung, der von der Lehrkraft vorgegebenen Haltung, durch Schüler*innen in einer daraus resultierenden Diskussion. Sie bewirken – im besten Fall – einen Perspektivwechsel und bringen Schüler*innen dadurch dazu, sich reflexiv und kritisch mit den jeweiligen Positionen auseinanderzusetzen. Diese Haltungen können abstrakt formuliert oder durch eine Person verkörpert werden. Die Schüler*innen finden für die jeweiligen Positionen Argumente und verwenden sie anschließend in einer Diskussion.
Ablauf der Methode
Zunächst liegt es an der Lehrkraft, sich die beschriebenen Rollenkarten auszudenken und diese für Schüler*innen zur Verfügung zu stellen. Die Lehrkraft überlegt sich dafür idealerweise eine Thematik, zu der mindestens zwei kontrastierende Positionen bekannt sind, im Idealfall mehrere. Dabei kann eine „neutrale“ Position stets ergänzt werden. Sie erstellt außerdem mögliche Hilfestellungen, beispielsweise Themenbereiche der möglichen Argumente.
Durchführung:
Die Lehrkraft teilt die Schüler*innen in verschiedene Gruppen ein, die sich mit der jeweiligen Rolle beschäftigen sollen. Daraufhin teilt sie die Rollenkarten aus und lässt die Gruppen zusammensitzen. Die Gruppen versuchen, die Haltung (der Person oder Personengruppe) tiefergehend zu verstehen und sucht gemeinsam nach bekräftigenden Argumenten, idealerweise überlegt sie auch mögliche Gegenargumente der Opposition. Nach dem Austausch über die Position und der Sammlung mehrerer Argumente kommen Vertreter*innen der Gruppen zusammen, um gemeinsam eine inhaltliche Diskussion durchzuführen.
Benötigte Medien und Materialien
Abhängig von den Überlegungen der Lehrkraft kommen verschiedene Medien zum Einsatz. Sollten alle Schüler*innen über digitale Endgeräte verfügen, können die Beschreibungen der Rollenkarten den Schüler*innen digital zur Verfügung gestellt werden. In allen anderen Fällen ist entweder ein Arbeitsblatt mit den Aufgaben notwendig oder die Projektion der Aufgaben sinnvoll. Die Rollenkarten sollten im Idealfall ausgedruckt werden, sodass den Schüler*innen die Positionen permanent zugänglich sind.
Variation der Methode
Als weitere Variation und gleichzeitiger Binnendifferenzierung könnten Hilfskarten zu den Rollen angefertigt werden. Schüler*innen können so bei Bedarf Tipps zu Argumenten o.ä. bekommen.
Praxisbeispiel und Rückmeldung zur Methode
Unsere Gruppe hat die Methode im Rahmen des Wirtschafts- und Politikunterrichts einer elften Jahrgangsstufe simuliert. Die Studierenden mussten sich also in Jugendliche einer gymnasialen Oberstufe hineinversetzen.
Als Diskussionsthema haben wir uns für die Fragestellung entschieden, ob die Kryptowährung Bitcoin als Staatswährung in Deutschland, und somit im gesamten Euroraum verfügbar, eingeführt werden sollte. Eingebettet wurde die Methode der Stunde in eine Unterrichtseinheit zum Thema Investments, der eine Einführungsstunde zum Thema Aktien und Renditedreieck voran ging und auf Grundlage dessen eine solch spezifische Fragestellung diskutiert werden konnte. Als besonders interessant empfanden wir bei dieser Auswahl die Tatsache, dass die Thematik von Kryptowährungen überwiegend zwei starke Positionen von Akteur*innen bildet und somit viel Grundlage für eine angeregt Diskussion bietet.
Die Rückmeldung aus dem Seminar fiel überwiegend positiv aus. Die Studierenden fanden die Thematik spannend und hatten wenig Probleme, eine starke Meinung zu diesem Thema zu entwickeln und haben an einer angeregten Diskussion partizipiert. Es wurde angeregt, dass die Methode auch zu Beginn oder gegen Ende einer Unterrichtseinheit verwendet werden könnte, nicht zwangsläufig in der Mitte. Außerdem könnte das Thema einige Schüler*innen überfordern, so die Rückmeldung aus dem Seminar.
Zuordnung zur AVIVA-Phase
Im AVIVA-Modell, lässt sich die durchgeführte Einheit insbesondere den Phasen Informieren und Verarbeiten zuordnen. Das Ankommen und die Aktivierung des Vorwissens ist im Rahmen unserer Simulation mit der Wiederholung der vergangenen Stunde und dem Brainstorming zu wirtschaftlichen Begriffen bereits passiert. Bei der Methode selbst geht es jedoch darum, durch Recherche und Überlegung neues Wissen zu generieren und dieses anschließend in der Diskussion zu verarbeiten und anzuwenden. Dabei wird überwiegend auf das selbstgesteuerte Lernen zurückgegriffen, da die Schüler*innen einen großen Selbstanteil in der Gestaltung der Informationsbeschaffung und des Austauschs haben.
Literatur
Städeli, Christoph. „Die fünf Säulen der guten Unterrichtsvorbereitung: das AVIVA-Modell für den kompetenzorientierten Unterricht: Christoph Städeli.“ Folio: die Zeitschrift des BCH| FPS für Lehrkräfte in der Berufsbildung 6 (2010): S.20. https://edudoc.ch/record/87665/files/0610_staedeli_d.pdf (Letzter Zugriff: 12.01.2025)
Lizensierung
Planspiel (Rollenkarten) is marked with CC0 1.0

von Malte | Jan. 24, 2025 | Ankommen und Einstimmen, Informieren, Methoden, Vorwissen aktivieren
Beschreibung der Methode
Die Methode des Lehrendenvortrags ist vermutlich der Unterrichtsklassiker schlechthin und in Sachen Simplizität wohl kaum zu übertreffen. Eine Lehrkraft stellt sich vor die Klasse und fängt an zu reden. Der sehr hohe Bekanntheitsgrad kombiniert mit dem lehrerzentrischen Ansatz dieser Methode hat dabei allerdings immer wieder für Kritik gesorgt. In Teilen ist diese definitiv berechtigt, zur Wahrheit gehört aber auch, dass dieser Klassiker der Didaktik in bestimmen Situationen auch gewinnbringend und sinnvoll angewendet werden kann.
Vor allem eignet sich der Lehrendenvortrag, wenn Informationen knapp und präzise an die Schüler:innen weitergegeben werden sollen (bpb 2004). Davon kann zur Einführung von neuen Themen, zur Erläuterung von bestimmen Sachverhalten oder zum Setzen von Impulsen Gebrauch gemacht werden. Dazu ist zu erwähnen, dass der Lehrendenvortrag innerhalb einer Unterrichtsstunde nicht die einzige Methode sein sollte. Daran anschließen sollte immer eine Diskussions- oder Reflexionsphase, in welcher das Präsentierte verarbeitet wird (IQSH 2019).
Ablauf der Methode
Da es sich bei dieser Methode um einen Vortrag handelt, unterscheidet sich der Ablauf nicht großartig von einem gewöhnlichen Referat oder einer gewöhnlichen Präsentation. Sie beginnt mit einem Einsteig, in welchem das behandelte Thema und die Gliederung vorgestellt werden, wobei dies möglichst so geschehen sollte, dass das Interesse der Schüler:innen geweckt wird. Da dies in einem schulischen Kontext geschieht, sollte auch auf die Relevanz des Themas für den Unterricht, bzw. für die Unterrichtsreihe und auf den Bezug zu vorangegangenen Themen eingegangen werden (bpb 2004).
Daraufhin folgt der Hauptteil, in welchem das Thema in einem für den spezifischen Unterricht angemessenen Rahmen inhaltlich präsentiert und erläutert wird. Dabei ist es hilfreich Unterkapitel anzufertigen, deren zentrale Inhalte nach Abschluss der Vorstellung von diesen nochmal kurz zusammenfasst werden (ebd.).
Danach kommt der Abschluss. Hier wir der gesamte Vortrag nochmal zusammengefasst und es wird einen Ausblick geschaffen, welchen Zweck dieser im fortlaufenden Unterricht oder in der fortlaufenden Unterrichtsreihe erfüllen soll (IQSH 2019). Nach diesem Teil kann auch auf mögliche Fragen eingegangen werden, zuvor sollte das nicht stattfinden.
Auf den Vortrag sollte dann immer eine Diskussions-, Reflexions-, oder Verarbeitungsphase folgen. Hier können sich die Schüler:innen über inhaltliche Punkte des Vortrags austauschen, oder das vorgestellte Wissen anhand von verschiedenen Arbeitsaufträgen anwenden.
Benötigte Medien und Materialien
Der Lehrendenvortrag ist eine sehr simple Methode, weshalb die Vermutung naheliegt, dass für diese kaum Medien und Materialien benötigt werden. Das ist allerdings nicht ganz richtig. Zwar müssen keine ungewöhnlichen Materialien hergestellt, oder der Klassenraum umgebaut werden, es wird allerdings trotzdem gutes visuelles Untersützungsmaterial benötigt, um den Vortrag verständlich und interessant zu gestalten. Dazu zählen notwendigerweise Folien o.ä., ggf. aber auch Bilder, Filme usw. Der Lehrendenvortrag steht und fällt mit diesem Material, weshalb die nötige Zeit investiert werden sollte, sich solches in hoher Qualität zu beschaffen bzw. herzustellen.
Da der Fokus beim Lehrendenvortrag auf der Lehrperson selbst liegt, ist diese quasi selbst Teil des benötigten Materials, weshalb sie auf verschiedene Dinge achten sollte. Wie bei jeder anderen Präsentation auch ist es wichtig eine angemessene Wortwahl zu nutzen, nicht zu laut oder zu leise zu sprechen, sich deutlich zu artikulieren usw.
Variation der Methode
Eine Variation der Methode ist der sogenannte „Advance Organizer“ (s. Methodenpool). Zwar muss dieser nicht unbedingt mithilfe eines Lehrendenvortrags eingeführt werden, es bietet sich jedoch an. Bei diesem geht es nämlich darum, bei Einführung eines neuen Themas oder einer Einheit einen Überlick über die kommenden Inhalte zu schaffen. Die Schüler:innen erhalten dadurch einen Orientierungsrahmen, was das Verständnis des Lernmaterials erleichtern soll.
Eine weitere Variation ist die „Kopfstand-Methode“. Bei dieser redet die Lehrperson über ein bestimmtes Problem und darüber, wie es auf jeden Fall nicht gelöst werden kann. Der Ansatz für die Schüler:innen ist dann, darüber nachzudenken, welche Möglichkeiten denn problemlösend wirken könnten (Hirsch 2022).
Weitere Variationen sind möglich in der Art und Weise, wie Schüler:innen während des Vortrags mit diesem umgehen, und wie diese sich danach mit diesem beschäftigen. So kann der Arbeitsauftrag während des Vortrags lauten, dass sich die Schüler:innen Notizen zu diesem machen sollen, oder die drei wichtigsten Fragen aufschreiben sollen. Für die Phase danach könnten mögliche Arbeitsaufträge lauten, dass zunächst Leitfragen verteilt werden, anhand derer sich der Vortrag erarbeitet werden soll, dass sich in Zufallsgruppen ausgetauscht werden soll, oder dass Fragen im Plenum gestellt werden sollen, welche dann gesammelt und geclustert werden.
Praxisbeispiel und Rückmeldung zur Methode
In der von uns durchgeführten Unterrichtsstunde nimmt der Lehrendenvortrag nur eine kleine Rolle ein und wurde lediglich in der Ankommensphase benutzt, weshalb nicht wirklich auf dieses Praxisbeispiel eingegangen werden kann. An Stelle davon sollen daher ein paar Vorteile und mögliche Probleme des Lehrendenvortrags hervorgehoben werden.
Zunächst einmal ist diese Methode eine zeitökonomisch effiziente Art der Informationsvermittlung. Dazu kommt, dass die Lehrkraft selbst über die vermittelten Inhalte bestimmt, sodass Sachverhalte korrekt und nicht verzerrt oder sogar falsch dargestellt werden. Außerdem können wichtige Zusammenhänge zu anderen Themen hergestellt werden. Wenn zusätzlich innerhalb des Vortrags eine Problemstellung präsentiert wird, ist dies ein guter Ansatz für weiterführende Unterrichtsphasen, in denen die Lehrkraft dann als ‚Stellvertreter‘ eines Experten agieren kann (bpb 2004). Allgemein ermöglicht es diese Methode also, absolut zu kontrollieren, welche Informationen die Schüler:innen erhalten, was bei bestimmten Lerninhalten vorteilhaft sein kann. Wird sonst von interaktiveren Methoden Gebrauch gemacht, kann ein Lehrendenvortrag zudem eine willkommener Methodenwechsel sein. Ist die Lehrkraft in der Lage ein Publikum zu begeistern, kann diese Methode auch eine gute Wahl sein, um das Interesse der Schüler:innen für ein Thema zu wecken.
Hierbei zu beachten ist, dass diese Methode auch eine gewisse Fallhöhe hat. Ist der Vortrag nicht interessant, oder sehen die Schüler:innen keine guten Gründe, diesem aufmerksam zu folgen, ist es für sie natürlich leicht, einfach abzuschalten. Das sind keine guten Voraussetzungen, da auf den Vortrag aufbauend mindestens der Rest der jeweiligen Unterrichtsstunde geplant wird. Um dies zu verhindern, sollten die Schüler:innen Arbeitsaufträge für die Zeit während des Vortrags erhalten. Es sollte zudem erklärt werden, wie dieser Vortrag in den Unterricht reinpasst und abschließend sollte der Vortrag natürlich auch interessant und spannend gestaltet und gehalten werden.
Zuordnung zur AVIVA-Phase
Da der Umfang des Lehrendenvortrags recht variabel ist, kann er auch nicht eindeutig einer bestimmten oder mehreren bestimmten AVIVA-Phasen zugeordnet werden. Soll der Vortrag nur eine kurze Einleitung in das zu behandelnde Thema geben, so füllt er auch nur die Ankommen-Phase aus. Ist es allerdings ein ausführlicherer Vortrag, bei dem Kontext und Sachverhalt ausführlich vorgestellt werden, kann er sogar die drei Phasen Ankommen, Vorwissen aktivieren und Informieren umfassen.
Eindeutig nicht nützlich ist diese Methode jedoch für die Phasen Verarbeiten und Auswerten.
Literatur
bpb (Bundeszentrale für politische Bildung) (2004). Lehrervortrag. Text abrufbar unter: https://www.bpb.de/lernen/methoden/46956/lehrervortrag/
Hirsch, Nele (2022). 5 Methoden für „Vorträge“ ohne Vortragen (bzw. mit sehr anderem Vortragen als erwartet). Text abrufbar unter: https://ebildungslabor.de/blog/5-methoden-fuer-vortraege-ohne-oder-mit-sehr-anderem-vortragen/
ISQH (Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig Holstein) (2011). Methoden Im Unterricht. Anregungen für Schule und Lehrerbildung. Kiel: hansadruck und Verlags-GmbH & Co KG
Methodenpool „Advance Organizer“ abrufbar unter : https://methodenpool.de/advance-organizer/
von Sara Ammoura | März 31, 2024 | Auswertung, Informieren, Methoden, Verarbeiten
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Beschreibung der Methode
Das Gruppenpuzzle. Eine Methode, die für eine hohe Aktivität der Schüler*innen bekannt ist und zugleich auch ihre Wertschätzung untereinander stärkt.
Dadurch, dass die Schüler*innen eine große Verantwortung für die Erarbeitung und Vermittlung ihres Teilthemas übernehmen und dies nur innerhalb von kleinen Schüler*innengruppen durchführen, ist die Methode sehr gut dazu geeignet das selbstständige Lernen der Schüler*innen zu fördern, ihr Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit zu stärken und den Gruppenzusammenhalt in der Lerngruppe zu stärken. Darüber hinaus trägt die gegenseitige Vermittlung der Thematiken der Schüler*innen untereinander auch dazu bei ihren Verständnisprozess zu fördern, da Schüler*innen weniger dazu neigen abstrakte und technische Ausdrücke zu verwenden und somit in einer „einfacheren“ Sprache kommunizieren.
Ablauf der Methode (vgl. Lehrerinnenfortbildung Baden-Wüttemberg o.J., o.S.)
Die Methode des Gruppenpuzzles lässt sich dabei in drei Phasen unterteilen.
Phase 1
Die Lehrkraft teilt die Lerngruppe z.B. durch das Zufallsprinzip in „Stammgruppen“ ein, die jeweils aus 3-6 Schüler*innen bestehen können. Jedes Mitglied der Stammgruppe erhält einen anderen Ausschnitt der Thematik, welchen es mithilfe von Selbststudienmaterial z.B. durch ein Erklärvideo oder einen Informationstext und ein zugehöriges Arbeitsblatt selbstständig zu erarbeiten gilt. Die Arbeitszeit der individuellen Bearbeitung kann dabei zum Beispiel 10 Minuten betragen.
Phase 2
Anschließend setzen sich alle Schüler*innen, die das gleiche Teilthema erarbeitet haben in sogenannten „Expert*innengruppen“ zusammen. Innerhalb dieser Gruppen tauschen sich die Schüler*innen über ihre Thematik, sowie über die dazu bearbeiteten Aufgaben aus. Im nächsten Schritt bereiten die Schüler*innen innerhalb der Expertengruppen die Vermittlung ihres Teilthemas an die anderen Schüler*innen vor indem sie klären, welche Informationen zu dem Verständnis der Thematik am grundlegendsten sind und wie diese vermittelt werden können. Die Arbeitszeit innerhalb der „Expert*innengruppen“ kann dabei zum Beispiel 15-20 Minuten betragen.
Phase 3
Im letzten Schritt setzen sich die Schüler*innen wieder in die „Stammgruppen“ aus der Phase 1 zusammen. Innerhalb dieser Gruppen vermitteln die Schüler*innen nacheinander ihr erlerntes Wissen über ihr Teilthema an die Mitschüler*innen. Die Mitschüler*innen hören dabei zu, notieren die wichtigsten Inhalte auf dem Arbeitsblatt und haben die Möglichkeit, Fragen an die „Expert*innen“ zu stellen. Ebenso besteht auch die Möglichkeit, über einzelne Beiträge zu diskutieren. Für diese Phase können die Schüler*innen beispielsweise eine Zeitdauer von 10 – 15 Minuten erhalten.
Benötigte Medien und Materialien
Die benötigten Medien und Materialien hängen davon ab, wie die Methode angewendet wird.
Zunächst ist es dabei im Rahmen der ersten Phase als Lehrkraft notwendig Selbststudienmaterial für die Schüler*innen bereitzustellen. Dabei können entweder Informationstexte für alle Teilthemen erstellt werden oder es können zum Beispiel auch durch Links (Erklär-)Videos für alle Teilthemen zur Verfügung gestellt werden. Darüber hinaus sollten alle Schüler*innen ein Arbeitsblatt erhalten, auf dem die Aufgabenstellungen zu allen Thematiken zu finden sind. Dieses soll dabei in der Sicherungsphase von den Schüler*innen bearbeitet werden.
Zur Aufteilung der Lerngruppe in die Stammgruppen können zudem kleine Zettel angefertigt werden, auf denen jeweils ein Buchstabe und eine Zahl vorhanden ist. Die Zahl, die die Schüler*innen erhalten steht dabei für die Stammgruppe, während der Buchstabe für die Expert*innengruppe steht. Dadurch wäre eine Zuordnung der Schüler*innen durch das Zufallsprinzip möglich. Ebenso könnten dann die Tische mit den jeweiligen Zahlen und Buchstaben z.B. durch kleine Schilder beschriftet werden, sodass die Schüler*innen in jeder Phase wissen, wo sie sich zuordnen müssen.
Variation der Methode
Das Gruppenpuzzle bietet eine Vielzahl an Variationsmöglichkeiten. Zum einen kann das Gruppenpuzzle in fast allen Fächern, sowie auch bei einer Vielzahl von Themen, die sich in Teilthemen untergliedern lassen, angewendet werden. Neben dem Chemieunterricht und der Thematik des Atombaus lässt sich die Methode beispielsweise auch gut im Biologie-Unterricht in den Thematiken „Aufbau der Zelle“ oder „Die Verdauung“ verwenden. Zudem kann die Methodik des Gruppenpuzzles zum Beispiel auch im Rahmen des Politik- oder Geschichtsunterrichts eine Anwendung finden. Dabei besteht die Möglichkeit durch das Gruppenpuzzle verschiedene Standpunkte zu einer Thematik zu vertreten.
Darüber hinaus bietet das Gruppenpuzzle jedoch auch verschiedene Variationsmöglichkeiten in seiner Anwendung an sich. Zum einen gibt es dabei verschiedene Möglichkeiten welches Selbststudienmaterial den Schüler*innen zur Verfügung gestellt werden kann. Dies können nicht nur (Erklär-)Videos und Informationstexte, sondern zum Beispiel auch verschiedene Experimente sein. Zum anderen besteht jedoch auch eine große Variationsmöglichkeit innerhalb der Ergebnissicherung der Schüler*innen in den Gruppen. Neben der Möglichkeit die Aufgabenstellungen zu den Teilthemen auf einem Arbeitsblatt beantworten zu lassen, bestehen jedoch auch die Möglichkeiten Plakate oder Collagen anfertigen zu lassen auf denen die Ergebnisse dargestellt werden. Darüber hinaus gibt es dann auch die Möglichkeit kurze Präsentationen zu den einzelnen Teilthemen von den Schüler*innen halten zu lassen. Eine weitere Variationsmöglichkeit bietet die Methode jedoch auch hinsichtlich der Anzahl an Expert*innen in den Stammgruppen. Demnach besteht auch die Möglichkeit, dass es zwei Expert*innen pro Stammgruppe gibt. Dies könnte dann der Fall sein, wenn sich ein Thema nur in eine geringe Anzahl an Teilthemen unterteilen lässt und/oder eine große Anzahl an Schüler*innen in der Lerngruppe vorhanden ist. Durch das Erhöhen der Anzahl an Expert*innen pro Gruppe und das gegenseitige Unterstützen dieser untereinander erfolgt in diesem Rahmen auch gleichzeitig eine Differenzierung.
Praxisbeispiel und Rückmeldung zur Methode
Ein Praxisbeispiel stellt das Gruppenpuzzle im Rahmen der Thematik „Aufbau des Periodensystems“ im Chemieunterricht dar. Dabei wird die Lerngruppe durch das Zufallsprinzip mit Hilfe von gezogenen Zetteln, auf denen jeweils ein Buchstabe und eine Zahl vorhanden ist, in vier „Stammgruppen“ unterteilt. Jede*r Schüler*in der „Stammgruppe“ setzt sich dabei im Rahmen der ersten Phase zuerst individuell mit einem unterschiedlichen Teilthema der folgenden vier Teilthemen mithilfe von verlinkten Videos und einem Arbeitsblatt auseinander: 1. Die Geschichte des Periodensystems, 2. Der Aufbau des Periodensystems, 3. Der Atomradius, 4. Die Elektronegativität. Im Rahmen der zweiten Phase setzen sich die Schüler*innen dann mit dem gleichen Teilthema in Expertengruppen zusammen und besprechen die Aufgaben, die auf dem Arbeitsblatt, welches sie erhalten haben, vermerkt sind. Darüber hinaus klären die Schüler*innen im Rahmen dieser Phase auch welche Informationen sie zu ihrem Teilthema an die anderen Mitschüler*innen vermitteln wollen. In der letzten Phase setzen sich die Schüler*innen wieder in den „Stammgruppen“ aus der ersten Phase zusammen und erklären sich gegenseitig ihre erlernten Inhalte und sichern diese zusammen auf dem Arbeitsblatt, sodass jede*r Schüler*in am Ende alle Aufgaben zu allen Teilthemen bearbeiten konnte.
Während der Anwendung dieser Methode haben wir feststellen können, dass es verschiedene Möglichkeiten gibt, ihre Effektivität im Lernprozess der Schüler*innen zu steigern. Zum einen gibt es die Möglichkeit, die zweite Phase der Gruppenarbeit in den Expert*innengruppen zu strecken, damit ein längerer Austausch über die in der ersten Phase selbstständig erarbeiteten Inhalte stattfinden kann und diese dadurch noch besser verstanden und gefestigt werden können. Dafür könnten die erste und die dritte Phase des Gruppenpuzzles in den „Stammgruppen“ gekürzt werden und einen geringeren Zeitumfang als die zweite Phase erhalten.
Um weiterhin die Effektivität der Methode im Lernprozess der Schüler*innen zu steigern, besteht jedoch auch die Möglichkeit innerhalb der Methode zu differenzieren, wobei die unterschiedlich anspruchsvollen Teilthemen den Schüler*innen, je nach ihrem Leistungsstand zugeordnet werden könnten. Dabei ist jedoch zu beachten, dass es innerhalb der „Stammgruppen“ trotzdem zu einer Heterogenität innerhalb der Leistungsstände der Schüler*innen kommt, damit sich auch alle Schüler*innen im Austausch untereinander beteiligen und sich gegenseitig unterstützen können. Eine weitere Möglichkeit zu differenzieren wäre es dabei auch den Schüler*innen unterschiedliche Selbststudienmaterialen wie zum Beispiel Informationstexte und (Erklär-)Videos zur Verfügung zu stellen und sie selbst wählen zu lassen mit welchem der Materialien sie arbeiten möchten.
Zuordnung zur AVIVA-Phase (vgl. Transfer 2021, o.S.)
Die Methodik „Gruppenpuzzle“ kann dabei drei Phasen des AVIVA-Modells zugeordnet werden. Bei diesen drei Phasen handelt es sich um „Informieren“, „Verarbeiten“ und „Auswerten“.
In der Phase „Informieren“ fördert die Methodik das Verständnis einer Thematik, indem die Schüler*innen sich ihre Ressourcen bezüglich eines Teilthemas mithilfe des Arbeitsmaterials aktiv selbstständig aneignen.
In der Phase „Verarbeiten“ wenden die Schüler*innen das erlernte Wissen aktiv an, indem sie die anderen Mitschüler*innen über ihr Teilthema informieren und darüber diskutieren. Dabei trägt auch der Erklärprozess der Schüler*innen untereinander zum vertieften Verständnis, sowie zur Sicherung und Festigung der entwickelten Ressourcen bei.
In der Phase „Auswerten“ kann das Gruppenpuzzle auch dazu dienen das Verständnis weiter zu festigen, indem die Ergebnisse des Gruppenpuzzles zum Beispiel innerhalb der gesamten Lerngruppe präsentiert werden können. Dabei werden die Inhalte der Thematik noch einmal aufgegriffen, diskutiert und gefestigt. So kann auch der Lernerfolg der Schüler*innen überprüft werden.
Literatur
Lehrerinnenfortbildung Baden-Wüttemberg (o.J.): Gruppenpuzzle, Abrufbar unter: https://lehrerfortbildung-bw.de/st_if/bs/if/unterrichtsgestaltung/methodenblaetter/gruppenpuzzle.html (Letzter Zugriff am 08.02.2024).
Transfer (2021): Fünf Säulen einer guten Unterrichtsvorbereitung. Das AVIVA-Modell im Blended Learning, Abrufbar unter: https://transfer.vet/das-aviva-modell-im-blended-learning/ (Letzter Zugriff am 08.02.2024).
Lizensierung
Das Gruppenpuzzle by Sara Ammoura is licensed under CC BY-NC 4.0
von Silan | März 26, 2024 | Ankommen und Einstimmen, Auswertung, Informieren, Methoden, Verarbeiten, Vorwissen aktivieren
Bild von Silan Kaya, steht unter der Creative Commons Zero (CC0) Lizenz
Beschreibung der Methode
Das philosophische Feld der Ästhetik ist seit jeher von großer Uneinigkeit darüber geprägt, was ein Werk zu einem Kunstwerk macht (Carroll, 2000; Wartenberg, 2007; Davis, 2005). Weitz (1956) beschrieb Kunst als undefinierbar aufgrund des Mangels an gemeinsamen Merkmalen, die alle Werke vereinen. Die Entwicklung der bildenden Kunst hat diesen Zustand nicht vereinfacht, da ein wesentliches Merkmal moderner und postmoderner Kunst darin besteht, die Grenzen dessen zu überwinden, was allgemein als Kunst akzeptiert gilt (Tschacher & Tröndle, 2011). Eine der historisch frühesten Unterscheidungen von Kunst als eigenständige Kategorie basiert auf dem wahrgenommenen Unterschied zwischen etwas Natürlichem und etwas vom Menschen Geschaffenem (Hauser, 2005). Erst Mitte des 18. Jahrhunderts wurde durch den Begriff der „fine arts“, bestehend aus Musik, Poesie, Malerei, Bildhauerei und Tanz, eine Abgrenzung zum Handwerk oder zu Wissenschaften wie der Mathematik vorgenommen (Shrum, 1996). Das differenzierende Merkmal des Kunstwerks war, dass sein Hauptziel darin bestand, Freude zu bereiten, und nicht in seiner sonstigen Nützlichkeit begründet war (Hagtvedt, Hagtvedt, & Patrick, 2008).
Das Forschungsgebiet der empirischen Ästhetik in der Psychologie untersucht die Merkmalskategorien von Kunstwerken und deren Einfluss auf das menschliche Empfinden. Beispielsweise leiten Ramachandran und Hirstein (1999) acht ästhetische Prinzipien wie Kontrast oder Symmetrie ab, für die sie neurowissenschaftliche Korrelate vermuten, darunter die Aktivierung des Belohnungssystems. Darüber hinaus lassen sich Zusammenhänge zwischen weiteren objektiven Merkmalen wie Komplexität oder künstlerischem Stil und einer positiven Bewertung eines Werkes beziehungsweise dessen Kategorisierung als Kunst feststellen (Jacobsen, Schubotz, Höfel, & Cramon, 2006; Hagtvedt, Hagtvedt, & Patrick, 2008). Viele naturwissenschaftliche Ansätze beschreiben Kunst als „ästhetisch ansprechend“, kommen jedoch in ihrer Definition selten ohne den Begriff der Bedeutung aus, der darauf hinweist, dass sich Kunst auf etwas bezieht, das über das Werk als solches hinausgeht (Verpooten & Nelissen, 2012). Die Bewertung eines Werkes basiert zu großen Teilen auf einer subjektiven Verarbeitung (Leder, Belke, Oeberst, & Augustin, 2014; Di Dio, Macaluso, & Rizzolatti, 2007).
Die ästhetische Bewertung eines Bildes hängt daher vom Verarbeitungsmodus ab und wird auch von vorhandenen kognitiven Ressourcen, Motivation oder der verfügbaren Zeit beeinflusst, die darüber entscheiden. Bei Personen, die sich in ihrer Motivation unterscheiden, kann die Betrachtung desselben Kunstwerkes verschiedene Verarbeitungsmodi aktivieren und somit zu unterschiedlichen Schlussfolgerungen führen, ob es sich bei dem betrachteten Werk um Kunst handelt oder nicht.
Ablauf der Methode
Die Methode „Hineinversetzen“ im Kunstunterricht beinhaltet, dass die Schüler:innen sich in die Perspektive eines bestimmten Objekts, einer bestimmten Person oder eines künstlerischen Konzepts hineinversetzen, um ein tieferes Verständnis zu entwickeln. Hier sind die Schritte, wie diese Methode im Kunstunterricht angewendet werden kann:
- Auswahl des Themas oder Objekts: Die Lehrkraft wählt ein Thema oder Objekt aus, das im Kunstunterricht behandelt werden soll. Dies kann ein Kunstwerk, Künstler:innen, eine künstlerische Bewegung oder ein kreatives Konzept sein.
- Einführung und Kontextualisierung: Die Lehrkraft stellt das Thema oder Objekt vor und liefert relevante Hintergrundinformationen, um den Schüler:innen ein Verständnis für den Kontext zu vermitteln.
- Reflexion und Diskussion: Die Schüler:innen werden ermutigt, über das Thema oder Objekt nachzudenken und sich in dessen Perspektive zu versetzen. Dies kann durch Fragen wie „Wie würde sich dieses Objekt fühlen?“ oder „Was denkt der:die Künstler:innen beim Schaffen dieses Werkes?“ erfolgen.
- Kreativer Ausdruck: Die Schüler:innen können ihre Erkenntnisse durch kreative Aktivitäten wie Zeichnen, Malen, Skulpturieren oder Schreiben ausdrücken. Sie können versuchen, das Thema oder Objekt aus ihrer eigenen Perspektive zu interpretieren oder eine neue Perspektive zu entwickeln, basierend auf dem, was sie gelernt haben.
- Präsentation und Diskussion: Die Schüler:innen haben die Möglichkeit, ihre kreativen Arbeiten zu präsentieren und ihre Gedanken und Erkenntnisse mit der Klasse zu teilen. Dies fördert den Austausch von Ideen und ermöglicht es den Schüler:innen, verschiedene Perspektiven zu erkunden.
Die Methode „Hineinversetzen“ im Kunstunterricht bietet eine interaktive und kreative Möglichkeit, komplexe Themen und Konzepte zu erforschen und ein tieferes Verständnis für Kunst und Kreativität zu entwickelnn
Benötigte Medien und Materialien
Die benötigten Materialien und Medien für die Methode „Hineinversetzen“ im Kunstunterricht können je nach Thema und kreativer Aktivität variieren. Hier sind einige Beispiele:
- Kunstwerke oder Objekte: Je nachdem, auf welches Thema oder Objekt sich die Schüler:innen einstellen sollen, können Kunstwerke, Skulpturen, Fotografien oder andere visuelle Objekte benötigt werden.
- Hintergrundinformationen: Lehrmaterialien wie Bücher, Artikel, Videos oder Präsentationen können verwendet werden, um den Schüler:innen den Kontext des Themas oder Objekts zu vermitteln und sie auf die Aufgabe vorzubereiten.
- Schreib- und Zeichenmaterialien: Bleistifte, Buntstifte, Marker, Papier und Skizzenbücher ermöglichen den Schüler:innen, ihre Gedanken und Ideen kreativ auszudrücken. Sie können verwendet werden, um Skizzen, Zeichnungen, Diagramme oder schriftliche Reflexionen anzufertigen.
- Bildschirme und Projektoren: Wenn digitale Medien verwendet werden, um Kunstwerke oder Hintergrundinformationen zu präsentieren, können Bildschirme, Projektoren oder interaktive Whiteboards benötigt werden.
- Kreative Werkzeuge und Materialien: Je nach kreativer Aktivität können verschiedene Materialien erforderlich sein, wie Ton oder Modelliermasse für Skulpturen, Farben und Pinsel für Malerei, oder Collage-Materialien wie Zeitungsausschnitte, Stoffe und Klebstoff.
- Präsentationsmittel: Wenn die Schüler:innen ihre Arbeiten präsentieren, können Medien wie Poster, Präsentationsfolien, digitale Diashows oder Videos verwendet werden, um ihre Gedanken und Erkenntnisse zu teilen.
Die Auswahl der Materialien und Medien hängt von den Lernzielen, dem Thema des Unterrichts und den verfügbaren Ressourcen ab. Es ist wichtig, eine Vielzahl von Materialien und Medien bereitzustellen, um den Schüler:innen verschiedene Möglichkeiten zur kreativen Exploration und Ausdrucksweise zu bieten.
Variation der Methode
Eine Variation der Methode „Hineinversetzen“ im Kunstunterricht könnte sein, die Schüler:innen nicht nur in die Rolle eines Objekts oder eines Künstlers zu versetzen, sondern auch in die Rolle anderer beteiligter Personen oder sogar abstrakter Konzepte. Hier sind einige Ideen für solche Variationen:
- Rolle eine:s Kunstkritiker:innen: Die Schüler:innen könnten sich in die Rolle eine:s Kunstkritiker:innen versetzen und versuchen, ein Kunstwerk aus dieser Perspektive zu betrachten. Sie könnten sich Fragen stellen wie „Was würde ein Kunstkritiker über dieses Werk sagen?“ und ihre Gedanken in Form einer Kunstkritik oder einer kritischen Analyse ausdrücken.
- Rolle eine:s Kunsthistoriker:innen: Die Schüler:innen könnten sich in die Rolle eine:s Kunsthistoriker:innen versetzen und versuchen, die historischen und kulturellen Kontexte eines Kunstwerks zu verstehen. Sie könnten sich fragen, wie das Werk in seiner Zeit interpretiert wurde und welche Bedeutung es heute hat.
- Rolle eine:s Galerist:innen oder Kurator:innen: Die Schüler:innen könnten sich in die Rolle eine:s Galerist:innen oder Kurator:innen versetzen und versuchen, eine Ausstellung oder eine Galerie zu organisieren. Sie könnten verschiedene Kunstwerke auswählen, sie in einer bestimmten Reihenfolge anordnen und erklären, warum sie diese Auswahl getroffen haben.
- Rolle eine:s Kunstliebhaber:innen: Die Schüler:innen könnten sich in die Rolle eine:s Kunstliebhaber:innen versetzen und versuchen, ein Kunstwerk aus persönlicher Perspektive zu betrachten. Sie könnten sich fragen, welche Emotionen oder Gedanken das Werk bei ihnen hervorruft und warum es für sie persönlich bedeutungsvoll ist.
- Rolle eine:s Künstler:innen in verschiedenen Epochen: Die Schüler:innen könnten sich in die Rolle verschiedener Künstler:innen aus verschiedenen Epochen versetzen und versuchen, ihre Werke aus deren Perspektive zu betrachten. Sie könnten sich fragen, welche künstlerischen Techniken und Motive in ihrer Arbeit verwendet wurden und welche Botschaften sie vermitteln wollten.
Durch die Variation der Methode „Hineinversetzen“ können die Schüler:innen verschiedene Blickwinkel und Interpretationen von Kunstwerken erkunden und ein tieferes Verständnis für deren Bedeutung und Relevanz entwickeln.
Praxisbeispiel und Rückmeldung zur Methode
Die Rückmeldung fand mit der „Anonymer Hut“- Methode statt. Den Schüler:innen wird ermöglicht, konstruktive Rückmeldungen zu geben, ohne dabei persönlich identifiziert zu werden.
Es wurde als schwierig empfunden sich in das Objekt hineinzuversetzen oder nachzuempfinden wie es sich fühlen könnte. Ebenso wäre mehr Hintergrundwissen vorteilhafter gewesen. Im Großen und Ganzen war es eine Interessante und bereichernde Methode.
Zuordnung zur AVIVA-Phase
Das AVIVA-Modell lässt sich in die Phasen „Ankommen“, „Einstimmen“, „Vorwissen“, „informieren“, „Verarbeiten“ und „Auswerten“ kategorisieren. Die Methode „Hineinversetzen“ fördert verschiedene Aspekte des AVIVA-Modells und lässt sich in die entsprechenden Phasen wie folgt einordnen:
Ankommen
- Aktivierung: Die Methode „Hineinversetzen“ kann zu Beginn einer Unterrichtsstunde oder eines neuen Themas eingesetzt werden, um die Schüler:innen zu aktivieren und ihre Aufmerksamkeit zu fokussieren. Dies hilft den Lernenden, sich auf das kommende Thema vorzubereiten und motiviert sie, sich aktiv zu beteiligen.
Einstimmen
- Aktivierung: Auch in der Phase des Einstimmens spielt die Aktivierung eine Rolle. Durch das Hineinversetzen in eine andere Perspektive können die Schüler:innen eine emotionale Verbindung zum Thema aufbauen, was ihre Neugierde und ihr Interesse weckt.
Vorwissen
- Individualisierung: In dieser Phase ermöglicht die Methode „Hineinversetzen“ den Schüler:innen, ihr bereits vorhandenes Wissen auf individuelle Weise mit dem neuen Thema zu verknüpfen. Indem sie sich in eine andere Perspektive hineinversetzen, können sie eigene Erfahrungen und Kenntnisse einbringen.
Informieren
- Veranschaulichung: Während der Informationsphase hilft die Methode „Hineinversetzen“ den Schüler:innen, abstrakte oder komplexe Konzepte auf eine anschauliche Weise zu verstehen. Durch das Einnehmen einer neuen Perspektive können sie die Informationen besser visualisieren und verarbeiten.
Verarbeiten
- Veranschaulichung und Individualisierung: Beim Verarbeiten des Gelernten spielt die Veranschaulichung eine große Rolle, da die Schüler:innen durch das Hineinversetzen das Thema greifbarer machen können. Die Individualisierung ermöglicht es ihnen zudem, das Thema auf persönliche Weise zu reflektieren und eigene Ideen und Gedanken zu entwickeln.
Auswerten
- Aktualisierung: Die Methode „Hineinversetzen“ kann auch in der Auswertungsphase angewendet werden, um den Lernprozess zu reflektieren und kontinuierlich zu aktualisieren. Indem die Schüler:innen regelmäßig verschiedene Perspektiven einnehmen, können sie ihr Verständnis vertiefen und neue Erkenntnisse gewinnen, was zur Auswertung und Weiterentwicklung des Lernprozesses beiträgt.
Zusammenfassung
Die Methode „Hineinversetzen“ deckt mehrere Phasen des AVIVA-Modells ab:
- Aktivierung: Ankommen, Einstimmen
- Veranschaulichung: Informieren, Verarbeiten
- Individualisierung: Vorwissen, Verarbeiten
- Aktualisierung: Auswerten
Indem diese Methode in den Unterricht integriert wird, können die Schüler:innen auf vielfältige Weise aktiviert, veranschaulicht, individualisiert und ihr Lernprozess kontinuierlich aktualisiert werden.
Literatur
Bourdieu, P., Darbel, A., & Schnapper, D. (1997). The love of art: European art museums and their public. Cambridge: Polity Press.
Carroll, N. (2000). Theories of art today. Madison, WI: University of Wisconsin Press.
Hauser, A. (2005). The Social History of Art. New York, NY: Routledge.
Hagtvedt, H., & Patrick, V. M. (2008). Art infusion: The influence of visual art on the perception and evaluation of consumer products. Journal of Marketing Research, 45(3), 379-389.
Hagtvedt, H., Hagtvedt, R., & Patrick, V. M. (2008). The Perception and Evaluation of Visual Art. Empirical Studies of the Arts, 26(2), 197–218. doi: 10.2190/EM.26.2.d
Weitz, M. (1956). The role of theory in aesthetics. The journal of aesthetics and art criticism, 15(1), 27-35.
Tschacher, W., & Tröndle, M. (2011). A dynamic systems perspective on fine art and its market. Futures, 43(1), 67-75.
Shrum, W. M. (1996). Fringe and fortune: The role of critics in high and popular art. Princeton, NJ: Princeton University Press.
Lizensierung
„Hineinversetzen“ by Silan Kaya is licensed under Creative Commons Zero (CC0).
von Johanna | Jan. 29, 2024 | Informieren, Methoden, Verarbeiten
Beschreibung der Methode
Das Wort Zine kommt aus dem Englischen von „magazine“ und beschreibt ein kleines, meist aus einer A4-Seite gefaltetes Heft. Es wird und wurde besonders als aktivistisches Mittel genutzt und in kleinen Auflagen wie eine Art Flugblatt verbreitet (einen Rückblick auf Zines bietet z.B. O’Brien (2012), mehr Infos auch unter https://ebildungslabor.de/blog/zines/ und http://openpedagogy.org/assignment/zines-as-open-pedagogy/).
Im Unterricht lässt sich das Zine vielfältig einsetzen: als kleines Merk- oder Vokabelheft, als Ort für eigene Gedichte oder Geschichten, als Lerntagebuch, als selbstgestaltete Zeitung… Dabei können je nach Bedarf verschiedene Schwerpunkte gesetzt werden: Geht es dabei um eine selbstständige Recherche und die Aufarbeitung von Wissen, um die eigene Kreativität und Gestaltung oder eher um das kurze und präzise Sammeln von Wissen?
Die Schüler*innen werden dabei zu Prosument*innen, ein Begriff der aus den Wirtschaftswissenschaften stammt (vgl. Meller-Hannich (2019), S.116ff). Sie konsumieren also nicht nur das Medium, sondern gestalten und produzieren selbst mit und lernen dabei, nicht nur die Inhalte, sondern auch über Strukturierung und Aufarbeitung derselben.
Die Faltanleitung der Zines ist dabei relativ simpel und nach ein bis zwei Anläufen sicherlich unproblematisch, egal für welche Altersklasse. Das Zine kann nach dem Erstellen immer wieder auseinandergefaltet, kopiert und so vervielfältigt werden, wenn nötig. Zur Aufbewahrung eignet sich ein kleiner Karton im Klassenraum, eine Klarsichthülle im Hefter oder man faltet das Zine einfach wieder auseinander und heftet es mit in den Fachhefter.
Ablauf der Methode
Es lohnt sich zu Beginn eine erste Einführung der Technik bzw. des Faltens des Zines zu zeigen, sowie ein paar Beispiel-Zines mitzubringen. Der Rest ist stark abhängig von Aufgabenstellung und dem Ziel des Unterrichts, da teilweise direkt in die Gestaltung gestartet werden kann, teilweise noch Recherche oder Erarbeitung der Inhalte erfolgen muss.
Gleichzeitig lässt sich sowohl mit dem Zine im Hinterkopf eine Geschichte oder ein Thema erarbeiten, als auch erst nach Beschäftigung mit dem späteren Inhalt, der Wechsel ins Format des Zines realisieren ohne dass die Schüler*innen von vornherein wissen, dass es darauf hinausläuft.
Zines können als Einzel- oder Gruppenarbeit entstehen.
Die Faltanleitung unten findest du als PDF unter dem folgenden Link: https://www.minibooks.ch/faltanleitung.cfm
Bildquelle: Pädagogische Hochschule FHNW, Institut Weiterbildung und Beratung
Beratungsstelle für digitale Medien in Schule und Unterricht – imedias: Faltanleitung. Drucken. Falten. Fertig. https://www.minibooks.ch/faltanleitung.cfm. Abgerufen am 29.01.2024.
Benötigte Medien und Materialien
Im Allgemeinen gibt es zwei Varianten zur Erstellung:
Erstens die analoge Variante, bei der das Heft erst aus einer A4-Seite gefaltet und dann gestaltet wird. Dabei benötigt man entsprechend viele Seiten weißes Druckerpapier, Scheren und verschiedene Stifte. Es bietet sich auch an, mit Collagen aus Zeitungen oder buntem Papier zur Gestaltung zu arbeiten, das ist aber nicht zwingend nötig. Auch Lineale und Zirkel können je nach Thema nützlich sein.
Bei der zweiten digitalen Variante erstellt man das Zine am Computer, um es dann in gewünschter Anzahl auszudrucken. Hierbei bietet es sich an, eine Webseite zu nutzen, die das Formatieren übernimmt, da die Anordnung der Seiten es schwierig macht, ein Zine einfach im Textprogramm zu konstruieren.
Hilfreich ist z.B. : https://www.minibooks.ch/minibook_a4.cfm
Variation der Methode
Wie schon mehrfach genannt, gibt es verschiedenste Anwendungs- und Variationsmöglichkeiten, den größten Unterschied macht wohl die Entscheidung, ob die Gestaltung des Zines analog oder digital stattfinden soll.
Praxisbeispiel und Rückmeldung zur Methode
In unserem Beispiel haben wir uns mit dem Erstellen von Zines als Merkhefte zu den Geometrischen Körpern in Mathematik beschäftigt. Angesetzt etwa in der 9.Klasse als Wiederholung der bereits aus früheren Schuljahren bekannten Körper (Pyramide, Zylinder, Quader, Prisma, Kegel) und ihrer Eigenschaften, um dann im weiteren Kontext die etwas komplexere Berechnung dieser Körper zu thematisieren. Dabei wurden die Inhalte sehr klar strukturiert und vorgegeben, welche Eigenschaften auf welche Seite des Zines sollte. Jede Person hat ein Zine erstellt, aber es gab pro Körper mehrere Ausgaben, so dass der Austausch untereinander während der Erstellung möglich war. Zudem gab es pro Gruppe eine Art Spickzettel auf dem die wichtigsten Inhalte vorgegeben waren, sollte sie jemand nicht wissen. Diese enge Aufgabenstellung war definitiv der Zeit geschuldet (30 min), die für die Erstellung der Zines zur Verfügung stand. Bei einer längeren Bearbeitung lässt sich zum Beispiel mit Tippkarten arbeiten, die nur einen Teil der Informationen zur Verfügung stellen oder eine eigene Recherche der wichtigsten Inhalte einbauen.
Zuordnung zur AVIVA-Phase
Das AVIVA-Modell strukturiert Unterrichtsvorbereitung und -ablauf in verschiedene Phasen. Die Zuordnung soll zu einem stringenten, sinnigen Ablauf beitragen. Die Methode der Zines kann zu verschiedenen Phasen zugeordnet werden, je nach Einbindung in Aufgaben. Am häufigsten lässt sich das Arbeiten mit Zines jedoch dem I – Informieren und V – Verarbeiten zuordnen. Denn einerseits lassen sich die Zines als Lernmaterial verwenden und die damit verbundene Recherche fördert auch das Erwerben von neuem Wissen, andererseits nutzen die Schüler*innen dieses und ihnen bekanntes Wissen, um es neu zu verknüpfen und zu veranschaulichen (vgl. Städeli u. a. (2021))
Literatur
Meller-Hannich, Caroline. „Wandel der Verbraucherrollen.„ DUNCKER UND HUMBLOT, 2019.
O’Brien, Elizabeth. „Zines: A Personal History“. New England Review (1990-) 33, Nr. 2 (2012): 89–99.
Städeli, Christoph; Maurer, Markus; Caduff, Claudio; Pfiffner, Manfred. „Das AVIVA-Modell im Blended Learning: Fünf Säulen einer guten Unterrichtsvorbereitung.“ Transfer : Berufsbildung in Forschung und Praxis (3/2021), 2021.
Pädagogische Hochschule FHNW, Institut Weiterbildung und Beratung. Beratungsstelle für digitale Medien in Schule und Unterricht – imedias: Faltanleitung. Drucken. Falten. Fertig.https://www.minibooks.ch/faltanleitung.cfm. Abgerufen am 29.01.2024.
Nele Hirsch (eBildungslabor): Zines zum Lehren und Lernen. https://ebildungslabor.de/blog/zines/ . Abgerufen am 29.01.2024.
Methodenkartei. Ein Kooperationsprojekt an den Universitäten Oldenburg und Vechta: Buddy-Book (Lapbook). https://www.methodenkartei.uni-oldenburg.de/methode/buddy-book/ . Abgerufen am 29.01.2024.
Elvis Bakaitis: Zines as Open Pedagogy. http://openpedagogy.org/assignment/zines-as-open-pedagogy/. Abgerufen am 29.01.2024.
von Kassandra | Jan. 29, 2024 | Auswertung, Informieren, Methoden, Verarbeiten, Vorwissen aktivieren
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Beschreibung der Methode
Unkompliziert, ohne Vorbereitungsaufwand, dabei anspruchsvoll und äußerst vielseitig: das ist das Konzept der Unterrichtsmethode „Finde den Fehler“ („find the fib“).
Es ist eine effektive Möglichkeit, Schüler*innen aktiv am Lernprozess zu beteiligen. Durch das Identifizieren von Fehlern in gegebenen Informationen werden kritisches Denken und Problemlösungsfähigkeiten gefördert. Die Methode eignet sich zudem besonders gut, um Fehlerquellen zu erkennen und das Verständnis für bestimmte Konzepte zu vertiefen.
Ablauf der Methode
Die Schüler*innen werden dazu angeregt, drei Aussagen zu verfassen – zwei, die wahr sind, und eine, die bewusst als Lüge formuliert wird. Nachdem alle Schüler*innen ihre Aussagen vorlesen, ist die Klasse gefragt, die Lüge zu identifizieren und zu begründen. Dieser Prozess fördert nicht nur die Analysefähigkeiten, sondern stärkt auch die Kommunikation, da die Lernenden ihre Gedanken und Überlegungen mit der Klasse teilen (vgl. Green 2006; S. 126).
Benötigte Medien und Materialien
Die benötigten Materialien hängen davon ab, wie die Methode angewendet wird.
Die Schüler*innen können ihre Behauptungen auf Papier verfassen und laut vorlesen oder ein kooperatives bzw. kollaboratives Schreibtool verwenden, um ihre Ideen schriftlich mit der gesamten Klasse zu teilen.
Variation der Methode
Diese Aktivität ist unglaublich vielseitig. Sie eignet sich nicht nur hervorragend als „Eisbrecher“ für den Unterrichtsbeginn, sondern kann auch leicht an jedes Fach oder Thema angepasst werden, das Sie behandeln. Hier sind einige inspirierende Ideen:
Mathematik: Die Schüler*innen präsentieren eine mathematische Gleichung mit bewusst eingebauten Fehlern. Die Schwierigkeit kann durch die Anzahl der Fehler oder deren Komplexität variiert werden.
Fremdsprachen: Im Fremdsprachenunterricht können die Schüler*innen Definitionen präsentieren, wobei eine falsch ist oder ein erfundenes Wort verwendet wird.
Deutsch: Nach Lektüre eines Textes könnten Informationen über Charaktere präsentiert werden, und die Klasse kann mithilfe der Methode „Finde den Fehler“ die Beschreibungen verifizieren und korrigieren.
Sozialwissenschaften: In sozialwissenschaftlichen Fächern können Schüler*innen mit fehlerhaften statistischen Daten, historischen Fakten oder soziologischen Konzepten arbeiten.
Praxisbeispiel und Rückmeldung zur Methode
Während der Anwendung dieser Methode haben wir festgestellt, dass sie ihre größte Effektivität entfaltet, wenn die Aussagen für alle Teilnehmer*innen sichtbar sind. Dadurch kann jede*r die Informationen in seinem eigenen Tempo verarbeiten, und die Aufmerksamkeit der gesamten Klasse bleibt erhalten.
Die strukturierte Organisation der Ideen durch Medien könnte darüber hinaus Zeitersparnisse ermöglichen. Wir haben bemerkt, dass die Methode gelegentlich zu zeitaufwendig sein kann, insbesondere wenn jede Gruppe oder jede*r Schüler*in eine Aussage präsentiert und daraufhin Zeit für die Lösungsfindung eingeräumt wird. Dies erwies sich als wenig förderlich für die Motivation und Konzentration der Schüler*innen.
Die Überlegung, Aussagen medienbasiert auszuwählen, könnte auch eine differenzierte Herangehensweise ermöglichen, indem man spezifische Fragen auswählt und diese an zuvor zusammengestellte Schülergruppen verteilt.
Abschließend wurde die Anregung aufgebracht, die von den Schüler*innen verfassten Aussagen zu speichern, um daraus Quizfragen zu generieren. Da die Aussagen der Lernenden mitunter ihre individuellen Schwierigkeiten oder Missverständnisse reflektieren können, könnte das erneute Aufgreifen dieser Fragen dazu beitragen, diese Aspekte gezielt zu klären.
Zuordnung zur AVIVA-Phase
(vgl. Städeli 2010: S. 20)
Die Methode „Finde den Fehler“ kann effektiv verschiedenen Phasen des AVIVA-Modells zugeordnet werden.
In der Phase „Vorwissen aktivieren“ werden die Schüler*innen dazu angeregt, ihr Vorwissen zu aktivieren. Dies geschieht, indem bewusst Fakten oder Informationen verwendet werden, die bereits im Unterricht besprochen wurden. Die Lernenden werden motiviert, auf ihr vorhandenes Wissen oder auf Allgemeinwissen zurückzugreifen, um Behauptungen auszudenken und Fehler zu erkennen.
In der Phase „Informieren“ fördert die Methode das Verständnis von Konzepten durch das Erkennen von Fehlern. Die Schüler*innen werden aktiv in den Prozess einbezogen, um Fehler in präsentierten Inhalten zu identifizieren. Dies ermöglicht nicht nur das Erkennen von Fehlern, sondern auch das Vertiefen des Verständnisses für das jeweilige Thema.
In der Phase „Verarbeiten“ können die Schüler*innen das Gelernte aktiv anwenden, indem sie selbst Fehler erstellen und von ihren Mitschüler*innen korrigieren lassen. Dies fördert sowohl die Anwendung des erworbenen Wissens, aber auch den Austausch und die Zusammenarbeit unter den Lernenden.
In der Phase „Auswerten“ kann die Methode dazu dienen, das Verständnis weiter zu vertiefen und zu festigen. Nachdem Fehler identifiziert und korrigiert wurden, können die Schüler*innen in einer reflektierten Diskussion herausfinden, warum bestimmte Fehler gemacht wurden und wie sie vermieden werden können.
Die Methode „Finde den Fehler“ bietet somit eine ganzheitliche Integration in den Unterrichtsprozess, indem sie verschiedene Phasen des AVIVA-Modells anspricht und das Lernen durch Aktivität und Reflexion fördert.
Literatur
Green, K (2006): Kooperatives Lernen im Klassenraum und im Kollegium. Das Trainingsbuch. Kallmeyersche Verlagsbuchhandlung GmbH, S. 127.
Städeli, Christoph (2010): Die fünf Säulen der guten Unterrichtsvorbereitung. Das AVIVA-Modell für den kompetenzorientierten Unterricht. In: Folio : die Zeitschrift des BCH | FPS für Lehrkräfte in der Berufsbildung (6), S. 20– 23.
Blog Methodenkartei der Uni Oldenburg: https://www.methodenkartei.uni-oldenburg.de/methode/find-the-fib-finde-den-fehler/ (abgerufen am 29.11.2023)
von Pia | Juni 21, 2023 | Informieren, Methoden, Verarbeiten
Beschreibung der Methode
Die Eulen der Weisheit Methode hat das Ziel, durch unterschiedliche Aufgabenstellungen in mehreren Gruppen verschiedene Impulse zu ermöglichen, um sich einemext zu nähern. Dadurch sollen Inhalte aus verschiedenen Perspektiven betrachten werden können (Frommann 2022).
Ablauf der Methode
Die Klasse wird in verschiedene Gruppen eingeteilt. Die Gruppengröße und Anzahl der Gruppen hängt von der Personenanzahl undb und auch davon, auf wie vielen unterschiedlichen Arten sich der Text genähert werden soll, zwei Gruppen sollten es jedoch mindestens sein. Die Lernenden erhalten vom Lehrenden einen Informationstext zum Unterrichtsthema. Jede Gruppe bekommt schließlich unterschiedliche Aufgaben- und Fragestellungen, um sich dem Text zu nähern. Die Ergebnisse werden schriftlich festgehalten z.B. auf ein DIN 4 Papier, einem Plakat oder in einem online Tool. Zum Schluss werden die Ergebnisse vorgestellt und im Plenum diskutiert (vgl. Forum Umweltbildung 2022).
Benötigte Medien und Materialien
Die Materialien hängen davon ab, wie die Methode gestaltet wird. Es braucht jedoch definitiv einen informierenden Text zum Unterrichtsthema. Wenn eine Gruppe grafisch arbeiten soll, dann werden auch Plakate benötigt oder entsprechende online Tools.
Variation der Methode
Diese Methode ist sehr reich an verschiedenen Varianten. So können die Gruppen unterschiedliche Fragestellungen schriftlich lösen oder eine Gruppe bekommt die Aufgabe eine grafische Darstellung anzufertigen, während die andere Gruppe schriftlich einige Aufgaben schriftlich beantwortet (siehe Praxisbeispiel).
Praxisbeispiel und Rückmeldung zur Methode
Dieses Praxisbeispiel wurde im Seminar Aktive/Aktionsbasierte Lehr-Lernmethoden für eine kompetenzorientierte Lehre mit einigen Studierenden durchgeführt. Das Thema war die industrielle Revolution und der Kurs wurde in zwei Gruppen aufgeteilt.
Aufgabenstellung:
Gruppe 1:
Lest den Text und beantwortet die Fragen im Etherpad schriftlich
(höchstens zwei bis drei Sätze).
Gruppe 2:
Veranschauliche den Zuwachs der Population durch ein Säulendiagramm. Nenne jeweils die Orte, Jahreszahlen und Bevölkerungszahlen.
Ergebnissicherung
Stellt eure Ergebnisse dem Plenum vor.
– Welche Informationen waren neu für euch?
– Was hat euch besonders interessiert?
– Welche Fragen sind offen geblieben?
Die hierzu verwendeten Materialien bestanden aus einem Fachtext zum Thema der industriellen Revolution auf dem auch die Fragen für die erste Gruppe vermerkt waren. Auch die zweite Gruppe arbeitete ihre Aufgabenstellung aus diesem Text heraus und bekam ein Plakat zur Darstellung. Am Ende präsentierten beide Gruppen ihre Ergebnisse.
Zuordnung zur AVIVA-Phase
Diese Methode kann hauptsächlich der AVIVA-Phase Verarbeiten (V) zugeordnet werden. Aber auch das Informieren (I) und die Auswertung (A) ist eng mit dieser Methode verbunden, da diese an den Materialien erfolgt.
Literatur
Forum Umweltbildung (2022): Eulen der Weisheit. Methode der Themenerarbeitung und Ergebnisvermittlung – eine Alternative zu üblichen Referats- und Vortragsformen. Abrufbar unter: https://www.umweltbildung.at/praxismaterial/eulen-der-weisheit/. Letzter Zugriff am 22.01.2023.
Frommann, Uwe (2022): Eulen der Weisheit v1. Text abrufbar unter: https://mahara.uni-kassel.de/view/view.php?id=1008. Letzter Zugriff am 22.01.2023.
Lizensierung
Eulen der Weisheit by Pia Kubina is licensed under CC BY-SA 4.0

