Bremer Traditionen
Bald beginnt das neue Semester, und für viele von euch vielleicht sogar das allererste hier in Bremen. Eine neue Stadt, neue Menschen und ein komplett neuer Alltag. Damit ihr euch nicht nur an der Uni, sondern auch in eurer neuen Umgebung schnell zuhause fühlt, lohnt es sich, einen Blick auf die Traditionen der Stadt zu werfen.
Im Folgenden findet ihr einige bekannte, aber auch weniger bekannte Bremer Bräuche und Traditionen, die euch vielleicht schon bald im Alltag begegnen. Vielleicht studierst du hier aber auch schon eine Weile und entdeckst trotzdem noch etwas Neues über deine Unistadt.
1. Die Bremer Stadtmusikanten
Kaum ein Symbol ist so eng mit Bremen verbunden wie die Bremer Stadtmusikanten. Die berühmte
Statue in der Innenstadt zieht die vielen TouristInnen nicht durch Zufall an, sondern ist mit einer ganz besonderen Tradition verbunden. Denn wenn du mal zwischen einer Café-Pause an ihnen vorbeigehen solltest und dringend ein Wunsch in Erfüllung gehen muss (wie etwa das Bestehen der Klausurenphase?!), dann empfiehlt es sich, die Vorderbeine des Esels zu umschließen, denn der Bremer Brauch besagt, dass man sich dann etwas wünschen kann. Ob dies nun in Erfüllung geht, sei dahingestellt, doch ein Versuch schadet bekanntlich ja nie.
2. Die Kohlfahrten: ein norddeutsches Muss!!
Wenn ihr in den Wintermonaten Gruppen mit Bollerwagen durch die Gegend ziehen seht und euch fragt, was da los ist … Die Antwort ist ziemlich sicher eine Kohlfahrt!
Die Kohlfahrt ist in Bremen und Umgebung eine echte Tradition Seinen Ursprung hat die Kohlfahrt bereits im späten 19. Jahrhundert. Damals schlossen sich vor allem im Nordwesten Deutschlands Gruppen zusammen, um in den Wintermonaten gemeinsam ins Umland umherzuziehen. Grünkohl galt dabei als typisches Wintergericht, da er erst nach dem ersten Frost geerntet wird und dann besonders aromatisch ist. Mit der Zeit entwickelte sich daraus die heutige Kohlfahrt, was eine Mischung aus Spaziergang, geselligem Beisammensein und traditionellem Essen ist.
3. Die Eiswette
Eine der wohl kuriosesten Traditionen in Bremen ist die Bremer Eiswette. Sie findet jedes Jahr im Winter statt und dreht sich um die eigentlich sehr einfache Frage, ob die Weser zugefroren ist oder nicht.
Der Ursprung dieser Tradition reicht fast 200 Jahre zurück und fing tatsächlich mit einer Wette von Kaufleuten an, welche ein gemeinsames Kohlessen als Wetteinsatz setzten. Heute steht weniger die Tatsache, ob die Weser gefroren ist oder nicht, im Mittelpunkt, sondern vielmehr das gesellschaftliche Ereignis drumherum. Die Wette findet jedes Jahr am 6. Januar, dem Dreikönigstag, Punkt 12 Uhr am Osterdeich an der Weser statt. Inzwischen ist es eine Mischung aus Tradition, Inszenierung und norddeutschem Humor geworden. Mit festlichen Kleidern, viel Publikum und einer Portion Augenzwinkern wird das Ganze jedes Jahr aufs Neue zelebriert.
4. Treppe fegen & Klinken putzen
Du wirst bald 30 oder kennst jemanden, der es wird? Dann aufgepasst: In Bremen und Umgebung gibt es eine Tradition, die man nicht einfach ignorieren kann!
Wer mit 30 noch unverheiratet ist, muss, je nach Geschlecht, Treppen fegen oder Klinken putzen. Und zwar so lange, bis man „freigeküsst“ wird.
Was erstmal streng klingt, wird in der Realität meist mit sehr viel Humor verbunden und garantiert unvergesslichen Spaß.
5. Bremer Babbeler
Und zum Schluss noch etwas für alle Naschkatzen, die sogenannten Bremer Babbeler.
Gerne auch als „längster Hustenbonbon der Welt“ bezeichnet, ist eine dunkelbraune, pfefferminzhaltige Zuckerstange, welche aus Bremen kommt und ein perfektes Mitbringsel für die Familie und Freunde in der Heimat ist.
Kanntest du schon einer dieser Traditionen oder kennst noch mehr skurriele Fakten über unsere Uni stadt, dann teile sie uns gerne in den Kommentaren mit!









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