Autor: Emma

Productive: lyrics about the pressure of having to be productive

I’m looking for someone who can stop the time

Years and years of doing nothing

Years of thinking it was a crime

Laying down cause I’m tired

Feeling guilty afterwards

All my lust has expired

Almost never finding my words

 

Wasting time, Is no crime

Don’t count the hours I’m wasting

I am one of those  always hasting 

I can no longer bear the burden of being productive 

 

I’m looking for someone who tells me its okay 

To lay down, do nothing, watch videos and chill

24h racing by

Like Antilopes not ready to die

„Did you use your time wisely?“

I smile an shake my had kindly

 

Wasting time, Is no crime

Don’t count the hours I’m wasting

I am one of those  always hasting 

I can no longer bear the burden of being productive 

Bochum vs. Bremen

Ich sitze gerade im Zug nach Bremen. Ich war Zuhause in Bochum für ein paar Tage. Ich hatte eine echt schöne Zeit. Bochum ist jetzt ein Ort an den ich fahre um mich zu erholen. Als ich noch dort wohnte, wohnten dort auch alle Zukunftsängste und der Alltagsstress mit mir zusammen. Jetzt ist es ein Ort an den ich fahre um meine Liebsten zu sehen. Bochum ist meine Heimat. In Bochum geh ich abends in die Goldkante (eine Kneipe), bin vielleicht mit ein oder zwei Personen dort verabredet und treffe aber alle Menschen die mir lieb sind und die ich kenne. In Bochum geh ich immer dieselben Routen spazieren. Als ich noch dort wohnte, konnte ich sie bald nicht mehr sehen, ich wollte neue Landschaften. Jetzt gehe ich dort spazieren und die altbekannten Bäume und Hügel geben mir ein Gefühl von Sicherheit und Ruhe. Ich bin zwar weg, aber sie sind geblieben und werden auch immer da sein, wenn ich nachhause komme. In Bochum sind meine Familie, meine Hündin und meine Katze, dahingehend wird Bochum Bremen immer einen kleinen Schritt voraus sein. Ich bin irgendwie ein ziemlicher Familienmensch. Auch wenn wir uns mal anschweigen und zanken, gibt es für mich fast nichts schöneres als mit meiner Familie zusammen zu Abend zu Essen. Ich bin ein Familienmensch, obwohl wir eigentlich gar nicht so eine Familie sind die immer zusammengespielt haben und viel zusammen unternommen haben. In Bochum bin ich geboren und in Bochum habe ich 21 Jahre gelebt und tatsächlich war mein Wunsch wegzuziehen nie so richtig groß. In Bochum sind meine Freunde und in Bochum waren bis jetzt die schönsten und prägendsten Momente meines Lebens. Ich lieb Bochum sehr. Das merkt man vor allem daran, dass ich immer, wenn „Bochum“ von Herbert Grönemeyer angeht Tränen in den Augen habe (kitschig, peinlich, ew.).

Naja… Jetzt bin ich aber nach Bremen gezogen. Ich wohn da jetzt seit ein bisschen mehr als vier Monaten, also überhaupt nicht lange. Fragt man mich in Bochum wie es mir geht und wie Bremen ist, muss ich lächeln. Ich sage dann meist das alles echt toll ist und ich unerwarteter Weise Bremen ziemlich wunderbar finde. Ich meine das tatsächlich sehr ernst.  Ich lieb es in Bremen. Ich liebe mein neues Zuhause. Durch Zufall und Vitamin B, wohne ich in einer fünfer WG im Viertel, in einem Altbremer Haus. Mein Zimmer hat eine super Größe und ich freu mich immer hinein zu gehen, weil ich es so schön finde. Ich versteh mich gut mit meinen Mitbewohnis, mit denen ich mir eine wunderschöne Küche, einen Balkon, ein Badezimmer mit Klavier und ein multifunktions-Wohnzimmer teile. Ich kann in Bremen jeden Tag neues entdecken. Ich gehe viel Spazieren und finde immer neue Wege. Ich geh gern an die Weser und in den Bürgerpark. In Bremen geh ich das erste Mal richtig zur Uni und habe endlich einen Studiengang gefunden der zu mir passt und der mir Spaß macht. Ich lerne stetig neue Leute kennen und habe schon wirklich tolle Freundschaften geschlossen. In Bremen geht’s mir gut. In Bochum geht’s mir aber auch gut.

Da ich erst ein paar Monate in Bremen bin, muss ich sagen das in einem Kampf um meine Gunst, Bochum momentan noch siegen würde. Aber wer weiß wie es in ein paar Monaten aussieht…

Wer ist Valentin?

Ich habe mich gefragt wer Valentin ist. Ich kenne ihn schon lange, aber er redet nicht so viel von sich aus. Ich setzte mich also mit ihm zusammen und fragte ihn alles was mir so einfiel. Das Folgende ist alles was ich rausfand. Ich hoffe es wird bald noch mehr.

Valentin ist groß, schlaksig, hat Bronzefarbene Haare und isst am liebsten alles was nach Käsekuchen schmeckt: Also Käsekuchen und zum Beispiel Cheesecake-Eis. Valentin macht gerade Abitur, aber keiner weiß wie es um ihn steht. Er redet nicht drüber. Neulich kam raus, dass er in Mathe eine 1 hatte, aber selbst Das hat er nicht erzählt. Valentin wird bald 18 und kann dann Autofahren. Er ist generell eher verträumt, das muss er beim Autofahren ablegen. Fragt man Valle was er am liebsten in seiner freien Zeit macht, sagt er Zocken. Momentan zockt er am liebsten Smash Bros Ultimate. Wenn man fragt was er am meisten am Zocken mag, sagt er den Grind und lacht. Dann erzählt er, dass ihm am meisten gefällt, dass er sich stetig verbessern kann und den Alltagsstress und seine Sorgen vergessen kann. Valentin verbringt gerne Zeit mit Lilli, seiner Freundin. Sie sind schon seit 1,5 Jahren ein Paar. Sie gehen gerne zusammen Shoppen, Essen und Kaffeetrinken. Lilli und Valle sind sehr witzig. Mit ihnen kann man viel lachen und Spaß haben. Sie nehmen momentan an einem Jugendclub im Theater teil. Aber Valle würde auch ohne Lilli teilnehmen, trotzdem ist es schön das zusammen zu machen.

Im Jugendclub arbeiten sie gerade an einer Stückentwicklung über Entscheidungen. Valle spielt Maximilian von Schwanensee, einen abgehobenen Schnösel. Wenn man Valentin fragt was er am Schauspielern mag, antwortet er, dass er keine Scham auf der Bühne hat. Im echten Leben hat er nicht so viel Selbstbewusstsein und auf der Bühne hat er das Gefühl er kann alles und darf alles was er sich sonst nicht traut.  Zuhause lebt Valentin zusammen mit vier Lebewesen wie er erzählt. Zwei Eltern, einer Katze und einer Hündin. Fragt man ihn ob er ein Katzenmensch oder ein Hundemensch ist sagt er bestimmt und etwas böse das er keines von beidem oder gar beides ist. Er ist am liebsten Zuhause. Bei sich, oder bei Lilli.

Valentin ist sehr gerne Süßigkeiten, aber hat eigentlich eine Fruktose-Intoleranz. Er sagt das er sich wohl selber durchs viele Süßigkeiten essen dran gewöhnt habe. Er ist sehr introvertiert. Wenn man ihn fragt was dahingehend seine größte Angst ist antwortet er, dass er es gar nicht gern hat wenn Leute bei ihm Zuhause sind, weil er sich dann nicht zurückziehen kann.

Valle hat Phasen in denen er gern Musik macht. Er baut dann Beats an seinem Computer. Hören tut er gerne Deutschrap, aber nicht den problematischen aggressiven.

Valentin war sein ganzen Leben Pokémon Fan. Er hat unglaublich viele Karten gesammelt und kennt sich ziemlich gut mit dem Pokémon Universum aus. Sein liebstes Pokémon ist Quajutsu. Quajutsu ist ein Frosch Ninja.

Das ist alles was er so erzählte. Jetzt noch eine Sache die ich über ihn schon lange wusste: Mit Valentin kann man am besten Lachen. Die besten und schönsten Lachanfälle waren mit ihm.

(SL) Ein kleines Portemonnaie und wieso ich nicht mehr trinken sollte…

09-50-M1-T2: Tutorium 2 zu „Einführung in die Ethnologie“ | Tutor: Ben Baumgarten | WiSe 2023/2024 | 6298972 | Emma Rose | Kurztext

 

Ich bin grade auf dem Heimweg. Es ist fünf Uhr morgens, ich bin immer noch leicht betrunken und meine Füße tun weh vom Tanzen. Beim Laufen trete ich fast auf einen kleinen schwarzen Gegenstand der auf dem Bürgersteig liegt. Ich bleibe stehen und schaue ihn mir genauer an. 

Es liegt eine kleine schwarze Tasche vor mir. Sie ist aus Leder und an ein paar Stellen sind die Nähte etwas ausgefranzt.  Ich nehme die kleine Tasche in die Hand und setze mich auf die Bordsteinkante. Sie ist geformt wie ein kleiner Briefumschlag. Es gibt zwei Möglichkeiten den Umschlag zu öffnen, zwei Stücke des Leders überlappen sich. Ich öffne den unteren Lappen. Eine kleine Tasche öffnet sich in welcher man wahrscheinlich Münzen verstauen kann. Ich glaube es wäre dort ungefähr Platz für eine halbe Kassette. Ich schließe die Tasche wieder und öffne den oberen Lappen, die Tasche klappt auf. Es verbirgt sich dort ein weiteres Fach, in das wahrscheinlich geradeso ein Schein hineinpasst. Beide Taschen sind leer. Von der kleinen Tasche die wahrscheinlich die Funktion eines Portemonnaies erfüllen soll, geht ein etwas strenger Geruch aus.  Ich glaube das so altes Leder riecht.  Es fühlt sich sehr weich an. Als ob schon ganz viele Menschen das Portemonnaie berührt haben und das Leder so an Stärke und Griff verloren hat. Aber gar nicht abgenutzt, sondern als hätten die Benutzungen gemacht, dass es sich jetzt richtig anfühlt.

Ich starre das Portemonnaie müde an. Eine Weile bleibe ich so sitzen und mir fallen fast die Augen zu. Dann stehe ich auf um endlich Nachhause ins Bett zu kommen. Ich packe das Portemonnaie in meine Jackentasche und laufe los. Es wird schon langsam heller und alles was ich höre ist Vögelzwitschern und manchmal entfernte Motorengeräusche von irgendwelchen Autos. Irgendwann gesellen sich zu diesen Geräuschen Schritte. Leise und zaghafte Schritte direkt hinter mir. Ich habe Angst und laufe schneller. Ich traue mich nicht mich umzudrehen. Die Schritte werden schneller und ich fange an zu rennen. Ich bin deutlich schneller als die Person. Im Laufen drehe ich mich also doch um und bleibe abrupt stehen. Hinter mir läuft eine alte Frau. Sie winkt mir und ist völlig außer Atem. Ich laufe ihr langsam entgegen. Ich nehme sie am Arm und schweigend führe ich sie zu einer Parkbank die ein paar Meter weiter steht. Ich setze mich neben sie und warte bis sie wieder normal atmet. Ich schaue sie mir genauer an. Sie trägt einen langen, Gift grünen Rock und einen knallroten Pullover. Auf dem Kopf trägt sie einen Braunen runden Hut der mit einer Feder geschmückt ist. Irgendwie sieht sie ziemlich cool aus. Sie sieht sehr alt aus. Ich würde sie auf Ende 80 schätzen. Sie schaut mich an, hebt ihre Hand und deutet auf meine Jackentasche. Ich fasse hinein und hole das Portemonnaie heraus. Sie öffnet ihre Handfläche und ich lege es hinein. Sie nimmt es, öffnet es und holt etwas heraus. Ich kann nicht erkennen was es ist und wundere mich das sie überhaupt etwas herausholt. Ich hätte schwören können das es leer war. Sie hält mir die Hand hin und zeigt mir was sie herausgeholt hat. Es ist ein winzig kleiner Eimer. Der Eimer ist bestimmt nur zwei Zentimeter tief. Sie lacht und stellt den Eimer neben uns auf die Bank. Jetzt holt sie noch einen Gegenstand aus dem Portemonnaie. Diesmal ist es eine winzig kleine Wasserflasche. Auch diese stellt sie auf die Bank zum Eimer. Sie greift erneut in die Tasche. Diesmal ist es ein kleines Legomännchen, welches so aussieht als würde es sitzen und schlafen. Auch das Männchen legt sie auf die Bank. Sie schaut mich an und lacht wieder. Sie nimmt die kleine Flasche und füllt das Wasser in den kleinen Eimer. Jetzt schaut sie mich an und gibt mir mit ihren Augen zu verstehen den Eimer zu nehmen. Ich nehme den Eimer und schaue sie an. Sie zeigt auf das kleine Männchen und gibt mir zu verstehen den Inhalt des Eimers auf das Männchen zu schütten. Nach kurzem Zögern schütte ich also den Inhalt auf das Figürchen.

Ein kalter Schauer läuft mir über Kopf und Rücken. Meine Haare kleben mir im Gesicht und ich schließe die Augen. Als ich sie wieder öffne und meine Haare aus dem Gesicht wische, sitze ich immer noch auf dem Bordstein, auf den ich mich vorhin gesetzt habe als ich das Portemonnaie fand, nur jetzt bin ich von oben bis unten nass. Verwirrt setze ich mich auf und schaue mich um. Das Portemonnaie ist weg. Etwas entfernt sehe ich jedoch jemanden gerade um eine Ecke verschwinden.  Ich hätte schwören können aus dem Augenwinkel noch einen Hut mit Feder verschwinden zu sehen. Ich stehe auf und mache mich diesmal wirklich auf den Heimweg. Als ich mich wenig später ins Bett lege denke ich noch, dass ich am besten erstmal auf Alkohol verzichten sollte.

(SL.) Literaturliste: Bodyshaming von Emma Rose

09-50-M1-T2: Tutorium 2 zu „Einführung in die Ethnologie“ | Tutor: Ben Baumgarten | WiSe 2023/2024 | 6298972 | Emma Rose | Literaturliste

LITERATURLISTE 

THEMATIK: BODYSHAMING

 

Vanagas, Annette (2021): Sexualpädagogische (Re)Visionen. Wiesbaden: Springer Fachmedien. (191-242)

Birk, Frank Francesco; Mirbek, Sandra (2020):Bodyshaming – der diskriminierte Körper: Diskriminierungssensible Arbeit als ein Thema der Psychomotorik. Praxis der Psychomotorik 45 (3): 172-175.

Hauke, Alexander (2022): Body Positivity. in: Herrman, Anja; Kim, Tae Jun; Kindinger, Evangelia; Mackert, Nina; Rose, Lotte; Schorb, Friedrich; Tolasch, Eva; Villa, Paula-Irene (Hg.): Fat Studies. Bielefeld: transcript.

 Plahl, Silvia; Sauer, Candy (SWR- Kultur) (2022): “Bodyshaming”- wie dicke Menschen diskriminiert werden. URL: https://www.swr.de/swr2/wissen/body-shaming-wie-dicke-menschen-diskriminiert-werden-104.html (abgerufen am: 18.01.2024)

Burnette, Jeni L.; Hoyt, Crystal L.; Dweck, Carol S.; Auster-Gussman, Lisa (2017):Weight beliefs and messages: Mindsets predict body‐shame and anti‐fat attitudes via attributions. Journal of Applied Social Psychology 47 (11): 616-624.

Shorter, Edward; Kober, Hainer (1984): Der weibliche Körper als Schicksal. München: Piper.

Méritt, Laura (2016): Frauenkörper neu gesehen. Berlin: Orlanda Frauenverl.

Müller, Matthias (SWR) (2023): Kim Hoss- Kampf gegen Bodyshaming. (Video) URL: https://www.ardmediathek.de/video/swr-portraet/kim-hoss-kampf-gegen-bodyshaming/swr/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzE5NTg2NDM (abgerufen am: 18.01.2024)

Im GW2

Es ist der Morgen des 14. Novembers. Es ist 10 Uhr. Ich sitze an einem ovalen Tisch auf einer Bank in der Cafeteria im GW 2. Ich bin umgeben von Menschengemurmel. Es ist nicht zu warm und nicht zu kalt und es riecht nach Urin. Von meinem Platz aus sehe ich den Backshop und die Schlange, welche mal länger und mal kürzer ist, aber eigentlich stehen immer Menschen dort und warten.

Am Tisch mir gegenüber sitzt ein Typ am Handy. Er sitzt dort alleine. Er hat den Kopf auf seiner Faust abgestützt. Manchmal dehnt er seine Hand und stützt sich dann aber wieder ab. Jetzt isst er eine Banane und hat sein IPad vor sich hingestellt. Ich kann nicht sehen was genau er guckt. Er schaut in sein Handy und lächelt, kurze Zeit später schaut er in sein Handy und lacht.

In der Schlange vorm Backshop stehen grade wieder mehr Menschen. Nur eine Person hat eine Maske auf. Zwei Frauen unterhalten sich angeregt in der Schlange. Sie lachen und gestikulieren eher stärker. Sie wirken auf mich sehr vertraut. Sie holen sich einen Kaffee und gehen dann an mir vorbei. Jetzt sehe ich sie nicht mehr

Eine Person in der Schlange fällt mir jetzt besonders durch ihren Kleidungsstil auf. Sie trägt weiße Stiefel mit Plateausohlen, einen weißen knielangen Wintermantel und eine weiße Fell Tasche. Man sieht nur an ihren Beinen ein kleines Stück schwarze Hose. Ihr Sleek-Zopf sitzt perfekt und sie trägt Kreolen mit Perlen. Sie ist geschminkt und trägt roten Lippenstift. Es wirkt auf mich als würde sie sich gut überlegen was sie trägt und wie es am Ende aussieht. Es sieht sehr elegant aus. Sie holt sich ein Brötchen und setzt sich anschließend an einen Tisch zu zwei anderen Frauen. Sie grüßen sich durch ein paar Worte. Anschließend geht sie an ihren Laptop. Sie zieht ihren Wintermantel nicht aus.

Ein Mann lehnt sich an die Säule vor dem Backshop an. Er trägt eine orangene Neon Hose, eine gelbe Regenjacke und einen gelben Rucksack. Er wirkt durch seine verklebten Haare und Schweiß auf der Stirn recht erschöpft. Ich kann nicht erkennen was er sich holt und er geht schnell wieder weg. Es wirkt als würde er sich beeilen müssen.

Jetzt sehe ich einen jungen Mann der eine Anzughose, ein Hemd, Hosenträger und eine Fliege anhat. Er sieht aus als würde er zu einer Hochzeit gehen. Ich frage mich was er studiert und ob es irgendeinen Anlass für seine schicken Klamotten gibt oder ob er es einfach so trägt. Die Person die mit ihm weggeht, hat „normale Kleidung an“.

Die Schlange ist jetzt das erste Mal weg, aber auch nur für kurz.

Links von mir sitzt eine Gruppe von Männern um einen ovalen Tisch herum. Sie fallen mir auf, weil ich sie oft lachen und rumalbern höre. Sie sprechen im Gegensatz zu anderen Menschen die näher an mir sitzen sehr laut.  Einer von ihnen macht besonders oft Witze und verstellt seine Stimme. Mal wird mehr und mal weniger über ihn gelacht. Er sitzt sehr breit auf der Bank. Er hat seine Arme nach hinten über die lehne ausgebreitet und sitzt sehr breitbeinig. Sie reden noch eine Weile und lachen viel. Irgendwann höre ich das sie aufstehen, weil sie sich viele Handschläge verpassen zum Abschied, obwohl sie am Ende gemeinsam rausgehen.

Ich entscheide mich einzupacken und zu gehen.

Ich mag mein Gehirn nicht so gern

Ich kann nicht viel besonders gut. Aber diese vier Dinge kann ich ganz bestimmt: Aufschieben, Vergessen, Verdrängen und Prokrastinieren.

Ich gehe jetzt ungefähr fünf Wochen zur Uni. Ich habe mir vorgenommen alles anders zu machen als damals in der Schule. Ich dachte jetzt, wo mich die Themen interessieren, würde ich die größte Streberin werden und alles immer direkt machen, damit ich gut mitkomme und meine Freizeit für meine Hobbys nutzen kann ohne schlechtes Gewissen.

Pustekuchen!

Ich gehe gerne zur Uni. Mich interessieren die Themen und ich mag die Menschen. Aber natürlich werde ich direkt in der zweiten Uni Woche krank und bekomme nichts auf die Reihe. Auch danach in den Tagen ist es, als ob mein Gehirn sich weigert sich zu konzentrieren und mich zu erinnern was ich eigentlich alles so machen sollte. Dann passieren außerhalb der Uni Dinge die mich total ablenken. Ich habe das Gefühl ich kann eigentlich nur funktionieren, wenn ich mich auf eine einzige Sache fokussiere.Dann sehe ich andere Menschen die irgendwie alles gleichzeitig hinbekommen. Ich frage mich dann immer was eigentlich mit mir falsch ist, dass ich mal wieder (gefühlt) die einzige bin die es nicht schafft.

Ich versuche (natürlich) gegen mein Problem anzukämpfen. Ich habe gerade beispielsweise eine To-Do Liste geschrieben und es stehen dort ungefähr 8 Dinge drauf. Manche sind einfacher, manche schwerer. Anstatt einfach anzufangen sie abzuarbeiten, lege ich mich ins Bett an mein Handy. Nach einiger Zeit fällt mir ein, dass ich ja mal wieder eine Maschine Wäsche machen könnte. Ich erinnere mich das ich heute noch gar nichts gegessen habe und mache das erstmal. Nach dem Essen setze ich mich wieder vor die Liste und schaue sie einfach an. Wie kann es sein das ich jetzt bestimmt 2h lang nichts von der Liste abhaken konnte. Irgendwie überfordert es mich diese Liste zu sehen. Ich mag nicht so viele unterschiedliche Dinge tun. Ich wünsche mir manchmal ich hätte einfach nur eine Sache die ich Tag für Tag machen könnte und es würde reichen. Zum Beispiel Musik. Ich mache so gern Musik, es hilft mir und gibt mir sehr viel. Aber jetzt grade finde ich nicht mal dafür Zeit, weil mich alles überfordert.

Die To- Do Liste lag übrigens vier Tage lang rum und ich habe nichts davon abhaken können. Es klingt alles sehr dramatisch was ich schreibe. Ist es gar nicht unbedingt. Es ist einfach nur nervig. Ich denke (und hoffe) es wird mit der Zeit besser werden. Tatsächlich ist dieser Blogeintrag der erste Punkt auf meiner To-Do Liste den ich gleich abhaken werde, mal schauen ob ich danach noch etwas schaffe…

Bremengefühle

Ich habe schon lang nicht mehr so viel in nur zwei Wochen unternommen und irgendwie hat alles spaß gemacht. Selbst einkaufen, putzen und die Bahn verpassen. Jeden Tag realisiere ich aufs neue wie frei ich grade bin. Ich hab das Gefühl mir stehen grade alle Türen offen, obwohl das wahrscheinlich gar nicht so ist und ich einfach dauerhaft überdreht und viel zu glücklich bin.

Vor meinem Umzug nach Bremen habe ich die ganze Zeit auf die Aufregung gewartet.Ich habe darauf gewartet meine Entscheidung hier hin zu ziehen zu bereuen. Ich weiß noch wie ich dachte, dass ich diesen Umzug sowieso nicht durchziehen würde. Nach 2 Jahren in welchen ich mir nie wirklich klar darüber war, was ich will, wo und wieso. Keine Ahnung was mein Ziel ist. Aber irgendwie bin ich jetzt hier. Keine Rückzieher, keine Angst, keine Reue. Ich muss sagen, Bremen fühlt sich richtig gut an.

Bremen ist irgendwie warm und herzlich auf eine ganz ungezwungene Art und Weise. An meinem ersten Abend saß ich in einer Pommes Bude und wartete alleine auf meine Bestellung. Irgendwann hat sich dann eine Gruppe Frauen zu mir gesetzt und mich angesprochen. Sie waren super nett und euphorisch als ich meinte das es mein erster Abend hier ist. Sie haben mich willkommen geheißen und mir viele Tipps zu Bremen gegeben. Mit einem guten Gefühl bin ich dann alleine Heim gegangen, habe mich aber keineswegs alleine gefühlt.

Ich glaube das ist, was Bremen für mich so angenehm macht. Ich war schon viel alleine unterwegs, habe jedoch kein bisschen Einsamkeit verspürt. Bremen fühlt sich an wie eine sehr unaufdringliche aber herzliche Umarmung.

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