Schreibkompetenz stärken: Bestandsaufnahme zum Aufbau der dezentralen Schreibwerkstatt im Fachbereich Sprach- und Literaturwissenschaften

von Anke Schulz und Sibylle Seyferth

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Dieser Artikel ist eine Bestandsaufnahme der Entwicklung der dezentralen Schreibwerkstatt im Fachbereich 10 in den vergangenen vier Jahren. Im FB 10 sind die Sprach- und Literaturwissenschaften angesiedelt: die Germanistik, die English-Speaking Cultures, die Romanistik und die Linguistik. In diesen Fächern wird naturgemäß viel geschrieben, so dass das wissenschaftliche Schreiben als Teil des akademischen Enkulturationsprozesses und wissenschaftlichen Sozialisationsprozesses (vgl. Pohl 2007: 530) hier eine wichtige Voraussetzung für den Studienerfolg darstellt. Wir berichten über Schreibberatungen während des Semesters und in der vorlesungsfreien Zeit, den Einsatz von Schreibcoaches in verschiedenen Formaten und die Weiterbildung der Lehrenden in Bezug darauf, wie sie die Schreibkompetenz der Studierenden stärken können. Wir schildern die Erfolge und Nicht-Erfolge der unterschiedlichen Angebote und geben einen Ausblick auf die kommenden Jahre.

Dezentrale Schreibwerkstatt im FB 10

Das ForstA-Konzept sieht in der Säule 4 zunächst Unterstützungsangebote zum akademischen Schreiben vor allem in der Abschlussphase vor. In der Praxis werden diese durch Angebote in den General Studies und durch Schreibcoaches auf jede Studienphase ausgeweitet. Die Ausbildung von (Schreib-)Coaches wird zentral über die Studierwerkstatt koordiniert und ihr Einsatz in den Fachbereichen aus ForstA-Projektmitteln finanziert. Damit wird ein Format des Peer-Learnings umgesetzt, das auch in unserem ForstA-Fachbereichskonzept verankert ist. Weitere didaktische Ansätze unserer dezentralen Schreibwerkstatt waren in Anlehnung an Pohl (2007: 47):

• Instruktionsbasierte Ansätze (Schreibseminare u.a.);

• Rückmeldungsbasierte Ansätze (Beratungsstellen);

• Integrative Ansätze (beides);

• Curriculare Ansätze (Veränderung des akademischen Schreibcurriculums).

Von den einzelnen Formaten dieser Ansätze wird im Folgenden berichtet. Kurz nach Beginn des ForstA-Projekts wurde in unserem Fachbereich die erste ‚offene Schreibberatung‘ in der vorlesungsfreien Zeit im Februar und März 2013 angeboten. Im SoSe 2013 gab es das wöchentliche Angebot einer ‚Schreibgruppe für total hoffnungslose Fälle‘ und eine Lehrveranstaltung ‚Effiziente Textproduktion‘ in den General Studies, gefolgt von zwei Einzelterminen im Juli und August zur ‚Einführung in Scrivener, die Software für Autor*innen‘. Diese vier Veranstaltungen wurden von Anke Schulz angeboten, im folgenden Text gekennzeichnet mit (AS). In der vorlesungsfreien Zeit von Juli bis September leitete die Studentin Frau Heilke, von der Studierwerkstatt als Schreibcoach ausgebildet, die offene Schreibberatung. Diese stand den Studierenden zweimal wöchentlich für zwei Stunden offen. Im darauf folgenden WiSe 2013/14 haben die Autorinnen erneut eine wöchentliche offene Schreibberatung angeboten, mit kurzem inhaltlichem Input zu Lese- und Schreibstrategien, gefolgt von Zeit für Fragen und Arbeiten am eigenen Text. Dieses Angebot erstreckte sich auch über die vorlesungsfreie Zeit im Februar und März 2014. Im Juni und Juli wurde die offene ‚Schreibwerkstatt im FB 10‘ angeboten (AS), die im August und September von Frau Heilke als Schreibcoach fortgeführt wurde. Im WiSe 2014/15 gab es kein Angebot während der Zeit der Vorlesungen, erst im Februar und März 2015 leitete Frau Heilke erneut die ‚Schreibwerkstatt im FB 10‘. Zum vorerst letzten Mal wurde im August und September 2015 ein ‚Schreibcoaching im FB 10‘ von der Studentin Frau Egert angeboten.

Keines der oben genannten Angebote wurde gut angenommen: Zu vielen der angebotenen Termine kam kein*e einzige*r Student*in, manchmal kamen ein oder zwei, selten mehr. Die Ausnahme bildet die Schreibwerkstatt in der vorlesungsfreien Zeit, die drei Mal in Folge von Frau Heilke angeboten wurde. Diese Termine füllten sich im Laufe der Semester.

Zusätzlich zur ‚offenen Schreibberatung‘ wurden im Rahmen des ForstA-Projekts in den General Studies Angebote zum wissenschaftlichen Schreiben und zur Allgemeinen Wissenschaftssprache organisiert. Inhaltlich wurde das Angebot mit Hilfe von Fachliteratur und verschiedenen Ratgebern konzipiert, darunter z.B. Frank et. al. (2013) sowie praktische Aufgaben aus Grieshammer et. al (2013). Als hilfreich für Studierende ist auch der Online-Ratgeber ‚Bremer Schreibcoach‘ zu nennen (www.bremer-schreibcoach.uni-bremen.de). Viermal, verteilt über das SoSe 2013 und WiSe 2013/14, gab es Einzeltermine zur ‚Einführung in wissenschaftliche Arbeitstechniken‘. Diese wurden von Sibylle Seyferth geleitet, im Folgenden abgekürzt mit (SS). Die Einführungen waren einmal mit 16 Teilnehmer*innen (TN) gut besucht, mussten aber auch zweimal wegen TN-Mangel abgesagt werden. Dazu gab es drei- bis viertägige Workshops mit dem Titel ‚Wissenschaftliches Schreiben für Geisteswissenschaftler*innen am Beispiel der eigenen Hausarbeit‘ (SS). Diese Workshops wurden einmal mit fünf TN durchgeführt und von den Studierenden sehr positiv evaluiert, die anderen zwei Male mangels TN abgesagt.

Weitere Lehrveranstaltungen, die die Schreibkompetenz der Studierenden stärken, konnten durch ForstA-Mittel finanziert und im Rahmen der General Studies (GS) durch externe Lehrkräfte durchgeführt werden. Zu erwähnen sind hier die Workshops zum Drehbuch-Schreiben, zum Schreiben für das Internet mit Content Management Systemen und kreatives literarisches Schreiben. Hinzu kamen Lehrveranstaltungen zum ‚Formatieren langer Texte‘ und zu ‚Deutscher Rechtschreibung und Zeichensetzung‘. Alle diese Veranstaltungen wurden regelmäßig angeboten und gut besucht, die TN-Zahlen lagen um die 20 oder darüber.

Definition von Nicht-Erfolg und Versuch einer Erklärung

Als Nicht-Erfolg stufen wir das Angebot einer dezentralen ‚Schreibwerkstatt‘, einer ‚offenen Schreibberatung‘ oder eines ‚Schreibcoachings‘ ein, das von 2013 bis 2015 im FB 10 bestand. Es wurde von den Studierenden nicht bzw. nur sehr spärlich genutzt. Diejenigen, die daran teilnahmen, sagten anschließend zwar, es hätte ihnen viel gebracht. Die von uns erhoffte Steigerung der TN-Zahlen durch gute Mundpropaganda blieb jedoch aus. Wir haben folgende Erklärungen für uns gefunden.

1) Einige Lehrkräfte sagten, das Angebot sei nicht ausreichend beworben worden und wäre somit den Studierenden nicht bekannt gewesen. Wir haben allerdings verschiedene Wege genutzt, das Angebot anzukündigen und auch alle Lehrenden um Bekanntgabe gebeten.

2) Möglicherweise haben Studierende sich nicht zur Schreibberatung getraut, solange sie von einer Lektorin (AS), also von der „Gegenseite“ geleitet wird. Aber auch die Schreibberatungen in der vorlesungsfreien Zeit, die von den studentischen Coaches geleitet wurden, wurden nicht stärker in Anspruch genommen. Einzig die Kontinuität, die Frau Heilkes Einsatz über drei Semester darstellte, zeigte positive Effekte.

3) Das optimale Format der Schreibwerkstatt muss erst noch gefunden werden. Wir haben offene Sprechstunden, Einzeltermine, mehrtägige Workshops und fortlaufende Lehrveranstaltungen ausprobiert, zu unterschiedlichen Tageszeiten, verteilt über das Semester inklusive der vorlesungsfreien Zeit. Keines der Formate wurde von den Studierenden bevorzugt besucht.

4) Ein Faktor ist eventuell der Zeitpunkt im Verlauf des Studiums, zu dem Hausarbeiten geschrieben werden. Im BA English-Speaking Cultures beispielsweise schreiben die Studierenden zwei Hausarbeiten, eine im dritten und eine im vierten Semester, bevor sie im fünften Semester ins Ausland gehen und im sechsten Semester ihre BA-Arbeit schreiben. Viele Studierende erkennen vielleicht erst nach der ersten oder zweiten Hausarbeit, dass wissenschaftliches Schreiben schwieriger ist als angenommen. Der Bedarf für eine Beratung wird dann erst erkannt, wenn es beinahe schon zu spät ist.

5) Es ist keineswegs so, dass grundsätzlich alle Studierenden Schwierigkeiten mit der Erstellung von Haus- und Abschlussarbeiten haben. Es gibt viele Studierende, die auch ohne zusätzliche Unterstützung gute bis sehr gute Arbeiten verfassen.

6) Wir sollten nicht vergessen, dass es vielen von uns oftmals schwerfällt, uns einzugestehen, dass wir etwas nicht können. Sich Hilfe und Unterstützung zu holen stellt an sich schon eine Herausforderung dar. Wenn man sich nun durch den Besuch der Schreibwerkstatt als „Nicht-Könner*in“ outet, erklärt das vielleicht, warum so wenige in die Schreibwerkstatt kommen. Am Ende ist die geringe TN-Zahl möglicherweise nicht mehr als ein Image-Problem der Schreibwerkstatt.

Wir, die Autorinnen, würden uns über Kommentare und Rückmeldungen von Studierenden und Lehrkräften sehr freuen, inwieweit wir mit diesen Erklärungen richtig oder falsch liegen, oder ob wir etwas übersehen haben.

Alternativen

Der Umstand, dass die dezentrale Schreibwerkstatt nicht so viele TN anzog, wie wir uns gewünscht hätten, brachte uns dazu, über Alternativen nachzudenken. Eine besteht darin, das Schreibcoaching direkt in ein Modul, in dem Hausarbeiten geschrieben werden, einzubinden. Eine zweite Alternative ist ein anderes Format für die Schreibwerkstatt, das ‚Crowdwriting‘. Schließlich kann man als dritte Alternative da ansetzen, wo die meisten Studierenden anwesend sind, nämlich in den Lehrveranstaltungen selbst. Hierbei unterstützen hochschuldidaktische Maßnahmen.

Einbindung eines Schreibcoachings in ein Modul des BA Studiengangs English-Speaking Cultures

Im SoSe 2016 war die Studentin Frau Chilinski als Schreibcoachin im Modul D2b des BA Studiengangs English-Speaking Cultures tätig. In diesem Modul belegen die Studierenden zwei Lehrveranstaltungen in der englischen Sprachwissenschaft, in einer der beiden schreiben sie eine Hausarbeit. Drei Lehrende, die im D2b Modul unterrichten, haben Frau Chilinski im laufenden Semester in ihre Lehrveranstaltung eingeladen. Dort hat sie an zwei Tagen sich und ihre Funktion vorgestellt und inhaltlichen Input zu den Phasen des Schreibprozesses und der Struktur der Hausarbeit gegeben, was jeweils etwa 20 Minuten pro Sitzung dauerte. Frau Chilinski stand darüber hinaus den Studierenden per Email als Ansprechpartnerin für das Schreiben der Hausarbeit zur Verfügung. Bei der Einbindung in dieses Modul war es unser Ziel, die Hemmschwelle abzusenken, damit sich die Studierenden auf kurzem Weg Rat bei der ihnen nun schon bekannten Schreibcoachin suchen konnten. Eine Beratung war aber nicht verpflichtend, um das Modul abzuschließen. Als Lehrende*r muss man bereit sein, in der Lehrveranstaltung Zeit für das Schreibcoaching zu opfern, welche dann für die Vermittlung der Fachinhalte fehlt. Andererseits kann man sich damit entlasten und Fragen zum wissenschaftlichen Schreiben an diese Person delegieren. Ich (AS) habe eine der drei Lehrveranstaltungen angeboten, in der Frau Chilinski sich vorgestellt hat. Die Anzahl der bei mir geschriebenen Hausarbeiten hat sich nicht über das normale Maß hinaus erhöht, was aber auch nicht zu erwarten war. Mit einem Blick auf die bereits eingetroffenen Hausarbeiten lässt sich sagen, dass auch deren Qualität nicht besser oder schlechter ist als in den Vorjahren. Es wäre interessant zu erfahren, ob die Studierenden von dem Schreibcoaching profitiert haben. Eine Studentin meldete auf Anfrage zurück, dass sie die inhaltlichen Sessions der Schreibcoachin hilfreich fand. Letztere hingegen sagte, dass es nur wenige Fragen von den Student*innen an sie gab, sie hätte gern öfter geholfen.

Bessere Erfahrungen haben Frau Chilinski und ich (AS) im vorhergehenden WiSe 15/16 gemacht. Zu der Zeit hat sie das fachwissenschaftliche Tutorium zu einer meiner Lehrveranstaltung im BA Linguistik geleitet und war regelmäßig in meiner Lehrveranstaltung anwesend. Obwohl auch die Teilnahme am Tutorium, ebenso wie die Schreibberatung, auf freiwilliger Basis stattfand, wandten sich die Studierenden sehr viel öfter an die Tutorin, auch mit Fragen, die den Schreibprozess betrafen. Die Einbindung eines Schreibcoachings in eine einzelne Lehrveranstaltung scheint am meisten Erfolg zu versprechen.

In der Germanistik werden seit zwei Jahren in verschiedenen Modulen, die mit einer Hausarbeit abschließen, Schreibcoachings angeboten. Alle diese Coachings waren mittelmäßig besucht. Laut eines Lehrenden haben sie subjektive Zufriedenheit bei den teilnehmenden Studierenden hergestellt, eine objektive Verbesserung der Schreibleistungen konnte allerdings nicht festgestellt werden. Zuletzt bot z.B. eine als Schreibcoachin ausgebildete Germanistikstudentin im Anschluss an die Vorlesungszeit ein wöchentliches Coaching für das BA-Modul Literaturgeschichte an. Frau Schaaf berichtete in der Mitte ihres Tätigkeitszeitraums, dass ihrem Eindruck nach diejenigen vermehrt kämen, die die Hilfe weniger bräuchten. Von anderen Studierenden hörte sie, dass sie nicht wüssten, welche Fragen sie stellen sollten. Wenn Feedback zur vorherigen Hausarbeit fehle, sei das Problembewusstsein gering, vermutet sie.

Abbildung 1: Crowdwriting-Flyer

Abbildung 1: Crowdwriting-Flyer

Crowdwriting

Im August und September 2016 gab es im FB 10 zum ersten Mal ein ‚Crowdwriting‘. Das ‚Crowdwriting‘ war eine Abendveranstaltung pro Monat jeweils von 17-22 Uhr, in der sich die Studierenden vor Ort gemeinsam mit dem eigenen Schreibprojekt beschäftigen konnten, also einer Hausarbeit, einer BA- oder einer Master-Arbeit. In der Zeit standen der Raum offen und die Schreibcoachin Frau Chilinski und eine Lektorin (AS) als Ansprechpartnerinnen zur Verfügung, z.B. um das Thema mit einer neutralen Person zu besprechen oder um Fragen zur Struktur oder zur Formatierung zu stellen, die sich erst im Verlauf der Arbeit ergeben. Zusätzlich lagen Kopien zum Mitnehmen bereit, z.B. zu Lesestrategien, zu Phasen im Schreibprozess oder zur Themenfindung, und es gab einen Büchertisch. Die Studierenden brachten ihre Arbeiten, ihre Notebooks und Verpflegung mit. Das erste Crowdwriting am 04. August war gut besucht, es waren insgesamt zwölf TN da, denen es frei stand, wann sie kommen und gehen wollten. Bis 22 Uhr waren noch vier Studentinnen dabei. Alle Studiensprachen des FB 10 sowie die Linguistik waren durch TN repräsentiert.

Weiterbildung der Lehrenden

Vielleicht die beste Möglichkeit, die Studierenden in ihrer Schreibkompetenz zu stärken, bietet sich in den Lehrveranstaltungen selbst. Hier kann das Schreiben das Denken und das Verstehen fachlicher Inhalte erleichtern. Lahm (2016: 21) beschreibt die Verzahnung dieser Prozesse folgendermaßen: „Schreiben lernen und Lernen durch Schreiben sind zwei Seiten einer Medaille und häufig gar nicht voneinander zu trennen.“ Es bedarf nur wenig Aufwand, die Lehrenden so zu schulen, dass Schreibaufgaben gezielt in den Lehrveranstaltungen eingesetzt werden können. Schreibaufgaben gehen zwar einerseits zeitlich auf Kosten des fachwissenschaftlichen Inhalts, andererseits werden die Lehrveranstaltungen damit aufgelockert, der Lernprozess erleichtert und die Lehrenden entlastet.

Die erste Weiterbildung für Lehrende im FB 10 fand im Februar 2015 unter dem Titel ‚Make it explicit! Schreiborientierte Lehre in der Germanistik / Literaturwissenschaft‘ statt. Für dieses zweitägige Seminar konnte Dr. Matthias Buschmeier von der Universität Bielefeld gewonnen werden. Die sieben TN erprobten verschiedene Arten von Schreiben, z.B. das ‚Inkshedding‘, und lernten gute und schlechte Schreibaufträge kennen sowie Lesetechniken. All das kann in eigenen Lehrveranstaltungen eingesetzt werden.

Die zweite Maßnahme war der schreibdidaktischer Workshop für alle Lehrenden im FB 10 im Februar 2016 mit dem Titel ‚Schreibaktivitäten in Lehrveranstaltungen‘. Er wurde geleitet von der oben zitierten Swantje Lahm vom Schreiblabor der Universität Bielefeld und konnte aus ForstA-Mitteln finanziert werden. Im Mittelpunkt stand die Entwicklung explorativer Schreibaufgaben für die eigene Lehrveranstaltung, die zugleich der Bearbeitung fachlicher Aufgaben dienen. Die zehn TN reflektierten den Einsatz von unterschiedlichen Schreibaufgaben von der Idee über die Nutzung im Seminar bis hin zur effizienten Rückmeldung auf die studentischen Texte. Dieses Vorgehen kommt dem eingangs erwähnten Ansatz der Veränderung des akademischen Schreibcurriculums nahe.

Ausblick

In den kommenden Jahren sollen aufgrund der positiven Rückmeldungen weitere Seminare für die Lehrenden im FB 10 angeboten werden. Die Wünsche der Lehrenden zu hochschuldidaktischen Weiterbildungsmaßnahmen wurden bereits gesammelt und sollen nach und nach organisiert und durchgeführt werden. Hier sehen wir – neben dem an ein Seminar gebundenen Einsatz von Schreibcoaches – ein größeres Potential, indirekt viele Studierende zu erreichen. Wie eingangs erwähnt ist das Schreiben, auch von akademischen Texten, etwas, das man lernen kann, und es ist vor allem ‚learning-by-doing‘. Die Frage ist letztlich also auch, wie man die Studierenden zum ‚Doing‘ animiert.

Über die Autorinnen

Anke Schulz ist Lektorin für englische Sprachwissenschaft im Studiengang English-Speaking Cultures (FB 10) und ForstA-Mitarbeiterin im Studienzentrum des FB 10.

Sibylle Seyferth ist wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Sprachlehr- und Lernforschung (AG Prof. Harsch) sowie ForstA-Beauftragte und General Studies-Koordinatorin im Studienzentrum des FB 10.

Literatur

Frank, Andrea; Stefanie Haacke; Swantje Lahm (2013): Schlüsselkompetenzen: Schreiben in Studium und Beruf. 2. Auflage, Stuttgart, Weimar: J. B. Metzler.

Grieshammer, Ella; Franziska Liebetanz; Nora Peters; Jana Zegenhagen (2013): Zukunftsmodell Schreibberatung. Eine Anleitung zur Begleitung von Schreibenden im Studium, Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren.

Lahm, Swantje (2016): Schreiben in der Lehre, Stuttgart: UTB.

Pohl, Thorsten (2007): Studien zur Ontogenese wissenschaftlichen Schreibens, Tübingen: Niemeyer (Reihe Germanistische Linguistik, 271).

 

 

Bildnachweis:

  • Autorinnenfotos: Anke Schulz (privat); Sibylle Seyferth (privat)
  • Abb. 1: Anke Schulz; Sibylle Seyferth

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