Kategorie: Allgemein

otu.lea als Beta-Version nun wieder verfügbar!

Die Diagnose-Anwendung otu.lea wurde umfassend überarbeitet und erstrahlt nun in neuem Glanz. Technisch wurde das Tool auf den aktuellen Stand gebracht und auch das Design wurde erneuert. Im Bereich Mathematik wurde ein neues Kompetenzmodell sowie Aufgaben in fünf Schwierigkeitsgraden entwickelt. Auch in den Bereichen Schreiben, Lesen und Sprachgefühl wurden die Kompetenzmodelle überarbeitet und Anpassungen an den Aufgaben vorgenommen, sodass otu.lea, basierend auf alter Qualität, neu überarbeitet zur Verfügung steht.

Sie sind Lehrkraft in einem Alphabetisierungskurs und möchten otu.lea in Ihrem Kurs einsetzen? Dann nutzen Sie bitte diesen Link: https://otulea.lealernen.de

Sie sind Lehrkraft in einem Alphabetisierungskurs und möchte otu.lea vorab einmal selbst testen? Dann nutzen Sie bitte diesen Link: https://otulea.lealernen.de/demo

Bitte notieren Sie sich die Login-Codes Ihrer Teilnehmenden. Bei Rückfragen zu möglichen Fehler in der Anwendung, geben Sie uns bitte den jeweiligen Code mit an. So können wir die Fehlerursache bestmöglich ausfindig machen. Die Anwendung befindet sich im Beta-Status. Es sind alle alten Funktionen bereits verfügbar. Zu Beginn des Jahres 2022 wird ein Dashboard zur differenzierten Auswertung der otu.lea Testergebnisse sowie Kursverwaltung veröffentlicht werden. Dies stellt eine große Erweiterung zum bestehenden otu.lea dar. Zur Veröffentlichung des Dashboards werden wir in Kürze weiter informieren. 

Das lea.online Projekt war auf der HCI International 2021 vertreten

Auf der diesjährigen HCI International war das lea.online Projekt mit einem Poster-Beitrag vertreten. Die Tagung behandelt Themen im Bereich der Mensch-Computer-Interaktion. Präsentiert wurden die gestalterischen Entwicklungen des Kursleitenden Dashboards in Form einer Video-Präsentation.

Das Poster finden Sie unter hci_poster

Unter folgendem Link ist das Paper aus den Proceedings einsehbar: https://link.springer.com/chapter/10.1007%2F978-3-030-78645-8_13  

Otu.lea aufgrund der Einstellung des Flash Players nicht mehr erreichbar

Seit dem 31.12.2020 wird der Flash Player von Adobe nicht mehr unterstützt, was zur Folge hat, dass seit dem 12.1.2021 keine flash-basierten Inhalte mehr ausgeführt werden können. Das betrifft auch otu.lea. Wir arbeiten jedoch mit Hochtouren am Redesign sowie der technischen Überarbeitung der Anwendung auf neueste Standards und planen diese in der zweiten Jahreshälfte 2021 zu Verfügung stellen zu können. Über alle weitere Entwicklungsschritte sowie das Veröffentlichungsdatum werden Sie selbstverständlich hier informiert.

Viertes lea.online-Projekttreffen – Anpfiff zur zweiten Halbzeit des Projektes

Vom 25. bis 26. Februar traf sich das lea.online-Team erneut zu einem Projekttreffen in Würzburg. Zwei Tage lang konnte die Gruppe intensiv zusammenarbeiten und zukünftige Schritte planen.

Vor ziemlich genau eineinhalb Jahren startete das Projekt lea.online. Folglich war es ein guter Zeitpunkt, eine Zwischenbilanz zu ziehen: Wir haben bereits viel geschafft, aber es liegt auch noch Einiges vor uns. Also hieß es “Ärmel hochkrempeln” und Eintauchen in die inhaltliche Arbeit.

Nach dem erfolgreichen Release einer ersten Version der grundlegend überarbeiteten Online-Förderdiagnostik otu.lea rückten nun das Kursleitenden-Dashboard sowie die lea.online-App in den Fokus. Zuerst besprach das Team die Designentwürfe zum Dashboard. Hier müssen nur noch kleinere Änderungen vorgenommen werden, bevor ein digitaler Prototyp im April mit der Zielgruppe getestet werden kann.

(Abb. 1-3: Dashboard-Kursauswahl, Dashboard-Kursübersicht, Dashboard – Teilnehmer*innen Übersicht)

Auch waren die Diskussion über das Konzept der lea.online-App sehr ergiebig. Auf Grundlage erster Mockups konnten weitere detaillierte Anforderungen identifiziert und konstruktive Lösungen gefunden werden. So ist das Team einen großen Schritt weiter in Richtung der Projektziele gegangen.

Anfang des Jahres wurde der Startschuss zur Aufgabenentwicklung in den berufsfeldspezifischen Bereichen gegeben. Hier wurden von den Kolleginnen der PH Weingarten erste Aufgaben vorgestellt und der weitere Workflow im Team besprochen. Dabei wurde erneut viel Wert auf die interdisziplinäre Zusammenarbeit im Team und die draus resultierenden Chancen und Herausforderungen gelegt. Das Team konnte so Stellen der standortübergreifenden, kurz- und mittelfristigen Zusammenarbeit identifizieren und die nächsten Schritte konkret planen.

Im April werden an mehreren berufsbildenden Schulen in Baden-Württemberg Usability-Tests der Diagnose-Software otu.lea, Fokusgruppen-Diskussionen zur Weiterentwicklung des Kursleitenden-Dashboards und Leitfadeninterviews zur berufsfeldbezogenen Aufgabenentwicklung mit Schüler*Innen und Lehrer*Innen stattfinden. Hierzu plante das Team den detaillierten Ablauf, sodass die letzten Feinheiten rechtzeitig vor den Erhebungen besprochen wurden und nun in den einzelnen Projektgruppen umgesetzt werden können.

Nach zwei Tagen intensiver Arbeit bleibt so das Gefühl, inhaltlich gut aufgestellt zu sein und erfolgreich in die zweite Halbzeit des Projektes starten zu können.

Drittes lea.online Projekttreffen

Vom 8. bis zum 9. Oktober 2019 hieß es für das lea.online-Team wieder: „Auf nach Würzburg zum Projekttreffen!“. Sechs Monate sind seit dem letzten persönlichen Treffen aller Teammitglieder vergangen. Es gab viele Themen zu besprechen, folglich war die Liste an Tagesordnungspunkten lang.

So stand eine erste Evaluation der vor einem halben Jahr eingeführten agilen Prozesse im Projektmanagement auf dem Plan. Denn Agilität bedeutet auch, die eigenen Prozesse immer wieder zu hinterfragen und bei Bedarf anzupassen. Hierfür wurde das Projekttreffen am Dienstagmorgen mit einem sogenannten Gesundheits-Check-Up begonnen. Alle Teammitglieder waren dazu angehalten, eine anonyme Bewertung der Themen geeigneter Prozess, Unterstützung, Offenheit, Spaß, Veröffentlichungen, Lernen, Mission und Geschwindigkeit abzugeben. Im Anschluss wurden die Antworten gemeinsam ausgewertet und besprochen. Insgesamt ist der selbst durchgeführte Gesundheits-Check-Up sehr positiv ausgefallen. Strukturen und Kommunikationsabläufe konnten verbessert werden und das Wichtigste ist: das Team arbeitet mit viel Freude und Motivation an einer gemeinsamen Mission. Doch wurden auch weiterhin bestehende Herausforderungen und nicht ausgeschöpfte Potentiale aufgedeckt und konstruktiv besprochen.

Ein weiterer wichtiger Punkt auf der Tagesordnung war der anstehende Release der neuen otu.lea-Software. Technisch wurde die Online-Diagnostik umfassend überarbeitet, neue und verbesserte Scoring- und Modellierungsmethoden kommen zum Einsatz und auch das User Interface wurde umgestaltet. Mit der überarbeiteten Version von otu.lea sollen im folgenden Schritt Usability-Testungen und Evaluationen durchgeführt werden, welche die Grundlage für die iterative und kleinschrittige (Software-)Entwicklung von lea.online darstellen.

Ebenso konnten in den vergangenen sechs Monaten neue Kooperationspartner für eine partizipative Entwicklung von lea.online gewonnen werden. Mit diesen Partnern plant das Projektteam nun Befragung, Testungen und Workshops. Um eine möglichst zielgruppenorientierte Entwicklung von lea.online sicherzustellen, ist es dem Team besonders wichtig, eng mit Kooperationspartnern aus der Berufsausbildung sowie der Alphabetisierungs- und Grundbildungsarbeit zusammenzuarbeiten. Auch zu diesem Thema konnten im Laufe des Projekttreffens neue Ideen und Impulse erarbeitet werden, welche in den kommenden Wochen und Monaten konkretisiert und in den jeweiligen Projektgruppen umgesetzt werden.

Ein weiteres Augenmerk lag auf der Planung zukünftiger Ziele, Arbeitspaketen und Meilensteine. Hierzu erarbeitete das Team gemeinsam anhand eines Zeitstrahls einen Arbeitsplan für die kommenden Projektphasen. Dabei konnten Schnittstellen und Abhängigkeiten von Arbeitspaketen und Teammitgliedern aufgedeckt und in die Planung integriert werden. Darüber hinaus wurden Meilensteine und Ziele klar visualisiert und in den Fokus gerückt sowie konkrete Strategien zur Erreichung dieser entwickelt.

Nach zwei arbeitsreichen, konstruktiven und auch anstrengenden Tagen fuhren alle Teammitglieder hoch motiviert und mit Blick auf viele anstehende und interessante Aufgaben wieder zurück nach Bremen und Weingarten.

„Lernen mit und über Medien in einer digitalen Welt“ – globale Themen per Liveübertragung an die PH Weingarten #phweingartenfragt

-ein Rückblick

Die PH Weingarten hat gemeinsam mit der PH Zürich und mit Unterstützung der Internationalen Bodenseehochschule die Tagung der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE) der Sektion Medienpädagogik ausgerichtet. Die Tagung fand an der PH Zürich vom 26.9.-27.9.2019 statt. Der Haupttrack wurde an die PH Weingarten übertragen. Die Teilnehmer der Tagung konnten das Geschehen über einen großen Monitor im Institut für Bildungsconsulting verfolgen.

Dank Twitter-Wall und Liveübertragung konnten sich auch die Teilnehmenden in Weingarten aktiv beteiligen! Hier in Weingarten hat einer unserer studentischen Hilfskräfte alle Fragen gesammelt. Was liegt nun näher für die Fragen und den Inhalt der Tagung den Stil des twitterns zu nutzen?

PHWG Medienpädagogik HIWI berichtet #phweingartenfragt

  PHWG Medienpädagogik HIWI berichtet:
@PhwgH #DGfE_MP #phweingartenfragt via Twitter zur DGfE Tagung der Sektion Medienpädagogik nach Zürich

Zur diesjährigen DGfE Herbsttagung der Sektion Medienpädagogik eröffnete sich nicht nur manch einer der Teilnehmenden hier in Weingarten extra einen Twitter Account, sondern auch wir. Eigens für die Tagung wurde also ein Twitter-Account eingerichtet.  Gefühlt war das Fragen stellen über die Twitter-Wall – beinahe in Echtzeit – sehr interessant und ein toller, innovativer Lösungsansatz, um die Distanz zu überbrücken.
Die Fragen und Inhalte der Tagung ließen einen Einblick in aktuelle Trends der Medienpädagogik zu. Der PHWG Medienpädagogik HIWI stellt hier nun inhaltliche Fragen an die Teilnehmenden der Tagung hier in Weingarten.

  PHWG Medienpädagogik HIWI #phweingartenfragt Tagungsteilnehmende in Weingarten:
Welche Fähigkeiten braucht es um in einer digitalen Welt teilzuhaben?

Die Antwort auf diese Frage findet sich möglicherweise im Keynote-Vortrag von Michael Kerres, der die Bildung in der digitalen Welt behandelt. Jedoch weniger den Fokus auf Medien für die Bildungsarbeit legt. Viel eher ist für eine Antwort relevant zu fragen: „Wie wollen wir Schule mit Medien gestalten?“
Die Durchdringung des Digitalen ist allgegenwärtig, somit bleibt als Schlussfolgerung, dass in einer digitalen Welt keine Alternative zum Zugang zu Wissen besteht, als den Zugang durch Medien.

Die Teilnehmenden in Weingarten waren sich einig darüber, dass der Vortrag von Michael Kerres ein Highlight war. Insbesondere regten seine Positionen zum Weiterdenken und zur Diskussion an. Ideen und Fragen schlossen sich an, wie beispielsweise Kreativität im Unterricht umgesetzt werden könne und wie Werkstattunterricht und MakerSpaces im Bezug dazu stehen. Anschließende Vorträge zur Digitalisierung von Lehrmitteln wie zum Beispiel book creator, der Einsatz von Agumed Reality zur Reflexion von Unterricht oder Virtual Reality Brillen zur inhaltlichen Erfahrbarkeit spezieller Themen im Unterricht, gaben einen sehr praxisbezogenen Einblick in die Gestaltung und Zukunft des Unterrichtens. Damit konnte ein Blick ermöglicht werden wie die Schule in Zukunft möglich sein könnte. Trotz aller digitaler Medien brauchen wir den Menschen als zentrale Verknüpfung zum Wissen.Final wurde der Wissenszuwachs über die Medienpädagogik und ihre Diskurse als bereicherndes Resümee festgehalten.

  PHWG Medienpädagogik HIWI #phweingartenfragt Tagungsteilnehmende in Weingarten:
Welche Inhalte haben zukünftige Lehrer*innen von der Herbsttagung mitgenommen und was bedeutet das für die Ausübung ihres Berufes?

Die Frage beantworten zwei Lehramtsstudierende, die auch Teilnehmende der Tagung waren:

TN1: Durch die Tagung wurde mir, als Lehramtsstudiernde, zum ersten Mal so richtig bewusst, wie vielseitig die Digitalisierung ist und sein kann. Obwohl ich ein Millennial bin, habe ich beispielsweise mit VR-Brillen im Unterricht nicht gerechnet. Zu diesem Zeitpunkt wurde mir klar, dass es für jeden wichtig ist, sich zu informieren. Denn nur, wenn man auf dem neusten Stand ist, kann man sich über seine Möglichkeiten bewusst sein.

Die Rolle der Lehrer*innen wird sich in Zukunft in einigen Bereichen verändern. Die Digitalisierung hat Einfluss auf die Methoden und Mittel im Unterricht. Die pädagogische Rolle der Lehrperson hingegen bleibt trotz der Digitalisierung immer bestehen. Denn die Aufgabe der Lehrperson kann von keiner App, VR-Brille oder Roboter übernommen werden und ist somit unersetzlich.

TN2: Auch ich als Student des Lehramts kann zu den Inhalten der Vorträge nur wiederholen, dass ich das Maschinen lernen unfassbar interessant fand. Auf die gleiche oder relativ ähnliche Art lernen Kinder oder allgemein gesagt Menschen. Wir haben eine Erwartung die wir erreichen möchten bekommen aber ständig andere Werte. Zum Beispiel die Erwartung für einen Wert von 16. Maschine antwortet 4…8…12…14…16. Aus Fehlern lernt man ob man eine Maschine oder ein Lebewesen ist- und das fand ich mega interessant und lehrreich.

Auf die zukünftige Rolle als Lehrer finde ich digitale Medien eine große Stütze und gute Möglichkeit Informationen schnell und einfach an Schüler*innen zu leiten. Ob sie diese aufnehmen ist natürlich eine andere Frage, aber ich finde die Möglichkeit sehr gut Hausaufgaben, Aufgaben allgemein oder Texte online den Schülern per Facebook- Gruppe oder sonstigen Plattformen zur Verfügung zu stellen.

Vielen Dank an die beiden Lehramtsstudierenden für ihre Einblicke in die Inhalte der Tagung und den Blick in ihre berufliche Zukunft!

  PHWG Medienpädagogik HIWI #phweingartenfragt Tagungsteilnehmende in Weingarten:
Wie kann man die Medienkompetenz von Lehrpersonal messen?

Im englischsprachigen Raum hat sich das TPACK-Modell (Technological, Pedagogical and Content Knowledge) als technologiebezogenes Kompetenzmodell für Lehrpersonen etabliert. Dieses Modell wurde durch Mirjam Schmid und Dominik Petko von der Universität Zürich vorgestellt und zeigte auf, dass nicht mehr nur Fachwissen zu den schulischen Lerninhalten, ein pädagogisches Wissen und fachdidaktisches Wissen genügen. Es benötigt auch ein technologiebezogenes Wissen. Die Referent*innen erklären damit, dass eine technologiebezogene Kompetenz auch Wissen um die Implikation von technologischem Wandel für schulische Lerninhalte umfasst. Dabei hilft dieses Modell Lehrkräften ihre technologischen Kompetenzen einzuschätzen und fachdidaktischen Ansätze unter anderem auf Kreativität hin zu reflektieren.

PHWG Medienpädagogik HIWI #phweingartenfragt Tagungsteilnehmende in Weingarten

Unser Fazit aus Weingarten:

Die Themen der Tagung das „Lernen mit und über Medien in einer digitalen Welt“ zeigten ein umfassendes Bild von den Gelingensbedingungen des Lernens mit digitalen Medien. Zum einen der verantwortungsvollen Aufgaben zukünftiger Lehrer*innen den Kindern zu ermöglichen sich Wissen anzueignen und zu verarbeiten, sowie zur Gestaltung didaktischer Möglichkeiten mit Medien.

Als abschließende Aussage sei die Sichtweise von Prof. Arjen Wals, einem Forscher zu Transformative Learning for Socio-Ecological Sustainability, interessant und angebracht. Sein Vortrag wurde auf der ECER 2019 in Hamburg gehalten. Im Allgemeinen werden seine Worte als passendes Geleit in die zukünftige medienpädagogische Entwicklung empfunden.

So the biggest challenge for education is to reorientate itself, towards people and the planet. And to find new ways of teaching and learning and capacity building, that will make it more possible for people to live more likely on the planet and more equitably and more healthy on this planet.“

Das Zitat des Nachhaltigkeitsforschers Prof. Arjen Wals, auf welche Zukunft das Bildungssystem junge Menschen vorbereiten sollte, ist für das Thema dieser medienpädagogischen Tagung ebenso relevant. Bildung, die globale Zusammenhänge beachtet, bedenkt und Teilhabe ermöglicht ist für eine zukünftige digitale Welt unerlässlich. Das „Lernen mit und über Medien in einer digitalen Welt“ ist somit ein Stück greifbarer geworden.

Der September war ein Monat der Tagungen!

Anfang September, vom 2.9.- 6.9.2019, fand die ECER in Hamburg unter dem Thema „Education in an Era of Risk – the Role of Educational Research for the Future“, statt. An diesem Thema haben wir uns aktiv beteiligt und ein Poster innerhalb der Poster-Sessions vorgestellt.

Inhaltlich ging es dabei um die Auswahl der für lea.online relevanten Berufsfelder und die inhaltliche Entwicklung der berufsbezogen Lernaufgaben.

Besonders bereichernd war der Austausch auf internationaler Ebene, insbesondere mit berufspädagogischen Projekten. Die Instrumente und Methoden, die in der Ausbildung und Entwicklung von berufsbezogenen Kompetenzen eingesetzt werden, waren besonders spannend. Mit Sicherheit kann lea.online von diesem Austausch profitieren!

Ende September vom 26.9.-27.9.19 endete der Tagungsmonat September mit der Herbsttagung der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE) – Sektion Medienpädagogik an der PH Zürich und PH Weingarten unter dem Titel „Lernen mit und über Medien in einer digitalen Welt“. Neu war hier vor allem die Übertragung per Livestream von Zürich nach Weingarten sowie das Stellen von Fragen via Twitter. Trotz der geografischen Entfernung war Weingarten damit ganz nah in Zürich dabei. Dazu ein anderes Mal mehr!

Das lea.online-Team auf der AlphaDekade-Konferenz 2019

Unter dem Titel „Literalität und Teilhabe“ fand vom 7. bis zum 8. Mai 2019 die AlphaDekade-Konferenz in Berlin statt und natürlich war auch das lea.online-Team dabei. Auf der Konferenz wurden die schon mit Spannung erwarteten Ergebnisse der LEO-Studie 2018 – Leben mit geringer Literalität der Universität Hamburg vorgestellt.

Die Studie stellt die Lese- und Schreibkompetenzen von Erwachsenen im erwerbsfähigen Alter zwischen 18 und 64 Jahren dar und ist eine Fortsetzung der 2010 durchgeführten LEO – Level-One Studie. In der aktuellen Erhebung wurden insgesamt 7192 Menschen zu ihren Lese- und Schreibkompetenzen sowie zu Alltagspraktiken aus verschiedenen Lebensbereichen befragt. Im Mittelpunkt stand zum einen die Frage, ob sich der Anteil der Personen im niedrigen Kompetenzbereich im Vergleich zu den Ergebnissen der Vorgängerstudie verändert hat. Zum anderen wurden durch geringe Literalität bedingte Einflussfaktoren auf die gesellschaftliche Teilhabe erfasst und diskutiert.

In der LEO-Studie 2018 werden sieben verschiedene (Lebens-)Bereiche genauer betrachtet:

  • Digitale Praktiken und Grundkompetenzen
  • Finanzbezogene Praktiken und Grundkompetenzen
  • Gesundheitsbezogene Praktiken und Grundkompetenzen
  • Politische Praktiken und Grundkompetenzen
  • Schriftbezogene Kompetenzen im Kontext von Arbeit, Familie und Alltag
  • Lese- und Schreibkompetenz im Kontext von Weiterbildung
  • Lese- und Schreibkompetenz im Kontext von Migration und Mehrsprachigkeit

Auf der Dekade-Konferenz wurden diese Themen in Fachforen auf Grundlage der Studienergebnisse genauer besprochen und diskutiert.

Die Vorstellung dieser Ergebnisse ist für die weitergehende Arbeit des lea.online-Teams sehr interessant und aufschlussreich. Darüber hinaus konnten die Diskussionen in den Fachforen neue Perspektiven eröffnen und bekannte Einblicke vertiefen. Impulse und Inspirationen zu neuen Aufgabenthemen für die Lernmaterialien der zu entwickelnden lea.online-App konnten z.B. durch die Erkenntnisse der Studie zu den Alltagspraktiken der Zielgruppe in den verschiedenen Lebensbereichen gewonnen werden. So wäre es u.a. denkbar, Aufgabensets zu den Themen „Umgang mit Online-Jobbörsen“, „Online Banking“ oder dem „Ausfüllen von Formularen im Krankenhaus“ zu entwickeln.

Das Team lernte weitere, interessante Projekte der AlphaDekade kennen, knüpfte neue Kontakte zu möglichen Kooperationspartnern und fuhr nach­­­ zwei Tagen intensiver Konferenzteilnahme zufrieden wieder nach Weingarten und Bremen zurück.