Kategorie: Allgemein

Digital unterstützte Diagnostik

Hier kommt der zweite Beitrag der #Faktenwoche
Aktuelles Thema: Digital unterstützte Diagnostik – also das Bestimmen von fehlenden, oder weiter zu fördernden Kompetenzen, mit der Hilfe von digitalen Programmen.Die Diagnose und Betreuung von Menschen mit geringer Literalität erfordert oft viel Zeit und Personal.Um dem entgegenzuwirken, wurde das lea.Dashboard im Zusammenspiel mit der Online-Diagnostik otu.lea entwickelt, das Lehrenden in Alphabetisierungskursen durch automatisierte Testauswertungen eine digital unterstützte, aber dennoch individuelle Diagnostik von Lernenden ermöglicht. Die Auswirkungen der Digitalisierung sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken und bieten uns immer wieder Chancen zur Verbesserung. Besonders in der Auswertung und Visualisierung von komplexen Daten wie otu.lea Testergebnissen!Im lea.Dashboard für Kursleitende können Testergebnisse von Lernenden visualisiert, gefiltert und ausgewertet werden. Doch keine Sorge, ein großes technisches Know-how wird dafür nicht benötigt.

Literalität und digitale Kompetenzen

Willkommen zum Beginn unserer Faktenwoche!
Heutiges Thema: geringe Literalität und digitale Kompetenzen – also Menschen, denen das Lesen oder Schreiben schwerfällt, hier mit besonderem Blick auf digitale Medien.Wusstet ihr, dass ca. 12% der erwachsenen Bevölkerung Probleme beim Lesen oder Schreiben hat?Wie auch ihr gerade, nutzen über 72% der Deutschen täglich das Internet. Fast 45% haben jedoch nur sehr geringe Fähigkeiten im Umgang mit Computern.Obwohl Menschen mit geringen Lese- und Schreibkompetenzen digitale Anwendungen nahezu ebenso häufig nutzen, schätzen sie ihre Fähigkeiten z.B. bei der Nutzung von Online-Banking oder Job-Webseiten deutlich geringer ein, als die der Gesamtbevölkerung.Um die digitalen Fähigkeiten insbesondere von Menschen mit geringer Literalität zu stärken, versuchen wir, digitale Elemente direkt in der Grundbildung zu verankern und gleichzeitig einen spielerischen und motivierenden Zugang zu Lernmedien und -materialien zu ermöglichen.

FÖDERDIAGNOSTIK EINFACH GEMACHT

Diagnostizieren und Fördern – einfach gemacht mit dem Alphabetisierungs-Angebot von lea.online. Die förderdiagnostischen Anwendungen otu.lea und das lea.Dashboard richten sich an Bildungskräfte vielfältiger Art: Lehrende und Funktionäre in der Alphabetisierung und in Berufsschulen, ebenso wie ehrenamtlich tätige Menschen in der Grundbildung und Alphabetisierung.

Das Diagnose-Tool otu.lea bietet die Möglichkeit zum einfachen Testen der  literalen und mathematischen Kompetenzen, als Selbsttest oder im Rahmen eines Alphabetisierungskurses. Über das lea.Dashboard können Lehrende dann die Testergebnisse einsehen. Hier werden Einschätzungen übersichtlich sowohl auf Alpha-Level, als auch auf Kann-Beschreibungsebene wiedergegeben. So können Auswertung und Ableitung des Förderbedarfs schnell und einfach umgesetzt werden.

Lehrende können über das Dashboard Kurse und einzelne Personen administrieren. Die Ergebnisse der Kompetenzdiagnose können gesammelt und im Sinne eines Portfolio-Ansatzes aufgearbeitet werden. Diese können dann zu weiteren Förderinitiativen oder auch zur gemeinsamen Reflexion genutzt werden. In einem klaren, übersichtlichen Design ist der Lernverlauf jederzeit einsehbar.

Erfolgserprobt

Welchen Förderbedarf im Bereich der Alphabetisierung haben Erwachsene in der Arbeitswelt? Wie können Lehrkräfte in der Alphabetisierungspraxis bei der Diagnose von Lernstand und Förderbedarf unterstützt werden? Wie kann eine digitale Lernanwendung für Menschen mit geringer Literalität für den Einsatz auch über Alphabetisierungskurse hinaus entwickelt werden? Das sind die treibenden Leitfragen des Projekts Literalitätsentwicklung von Arbeitskräften Online – kurz lea.online.

Das BMBF-geförderte lea.online-Projekt (2018-2022) baut auf das lea.-Projekt (Laufzeit 2008-2010) auf. Im lea.-Projekt wurde ein deutschlandweit einzigartiges Kompetenzmodell entwickelt, welches inzwischen in das Rahmencurriculum des Deutschen Volkshochschulverbands (DVV) aufgenommen wurde und für diverse Akteure (z.B. Mittelgeber) als Bezugspunkt dient sowie die Grundlage der leo.-Studie bildet. Dieses Kompetenzmodell ist die diagnostische Basis für das lea.online-Projekt.

Lea.online ist der nächste Schritt zur Unterstützung von Menschen mit geringer Literalität. Im Rahmen des Projekts wurde die bereits in der Alphabetisierungspraxis bundesweit erfolgreich eingesetzte Förderdiagnostik otu.lea überarbeitet und an die aktuellen technischen sowie didaktischen Bedarfe angepasst. Zusätzlich wurde ein Dashboard für Kursleitende entwickelt, welches die Lehrende bei der Auswertung der otu.lea Ergebnisse sowie dem Ableiten von Förderbedarfen unterstützt. Das Dashboard bietet einen Überblick über die Kursorganisation und arbeitet Testergebnisse, Übungsfortschritt und Lernstand grafisch auf. Darüber hinaus wird eine digitale Lernanwendung, die lea.App mit allgemeinem sowie berufsfeldbezogenem Lerninhalt für Menschen mit geringer Literalität entwickelt. Die bereits existierenden lea.Lernmaterialien werden digitalisiert und stehen dann digital in der lea.App auf mobilen Endgeräten unabhängig von Zeit und Ort zur Verfügung. Für die Berufsfelder Pflege, Reinigung und produzierendes Lebensmittelgewerbe werden fachspezifische Lernaufgaben entwickelt, die junge Auszubildende, Interessierte aber auch erfahrene Menschen bei der Verbesserung ihrer literalen Kompetenzen in ihrem Berufsalltag abholen und motivieren. Die App wird voraussichtlich Ende 2022 verfügbar sein.

otu.lea und das lea.Dashboard stehen ab sofort zur Verfügung

Ab sofort steht neben otu.lea auch das lea.Dashboard nur Nutzung als Beta-Version bereit. Wollen Sie einen Zugang zum lea.Dashboard erhalten, müssen Sie die Seite https://dashboard.lealernen.de aufrufen und auf „Zugang anfordern“ klicken. Unter Angabe von Name, Institution und Mailadresse, kann so eine Anfrage für einen Account versendet werden. Daraufhin werden binnen 24 Stunden (werktags) die Zugangsdaten für das lea.Dashboard versendet. Mit dem lea.Dashboard können otu.lea-Testergebnisse ausgewertet und verwaltet werden. 

Die Anwendung otu.lea erreichen Sie unter https://otulea.lealernen.de . Um einen Diagnose-Test zu absolvieren, benötigen Lernende nur einen Code zur Anmeldung. Dieser kann entweder direkt in der Anwendung otu.lea generiert oder vom Kursleitenden im Dashboard erstellt und an den*die Lernenden weitergegeben werden.

Einladung zum lea.online-Projekttag am 22.03.2022 von 9:30 Uhr – 13:00 Uhr

Wir möchten Ihnen ein Einblick in das Arbeiten mit den lea.online-Anwendungen geben. Dazu werden verschiedene Workshops und Vorträge stattfinden. Den genauen Programmablauf senden wir Ihnen rechtzeitig vorab zu. Die Veranstaltung wird online per Zoom stattfinden und die Teilnahme ist kostenlos. Wir freuen uns auf Sie!

Die Programminhalte sind:
– Arbeiten mit otu.lea und dem lea.Dashboard in der Alphabetisierungspraxis
– Einsatz und Potentiale der lea.App
– Neuerungen im lea.Kompetenzmodell „Rechnen“
– Digitale Grundbildung: Einsatz digitaler Medien in der Praxis

Anmeldungen bitte bis zum 15.3.2022 an imeyer@uni-bremen.de

 

otu.lea als Beta-Version nun wieder verfügbar!

Die Diagnose-Anwendung otu.lea wurde umfassend überarbeitet und erstrahlt nun in neuem Glanz. Technisch wurde das Tool auf den aktuellen Stand gebracht und auch das Design wurde erneuert. Im Bereich Mathematik wurde ein neues Kompetenzmodell sowie Aufgaben in fünf Schwierigkeitsgraden entwickelt. Auch in den Bereichen Schreiben, Lesen und Sprachgefühl wurden die Kompetenzmodelle überarbeitet und Anpassungen an den Aufgaben vorgenommen, sodass otu.lea, basierend auf alter Qualität, neu überarbeitet zur Verfügung steht.

Sie sind Lehrkraft in einem Alphabetisierungskurs und möchten otu.lea in Ihrem Kurs einsetzen? Dann nutzen Sie bitte diesen Link: https://otulea.lealernen.de

Sie sind Lehrkraft in einem Alphabetisierungskurs und möchte otu.lea vorab einmal selbst testen? Dann nutzen Sie bitte diesen Link: https://otulea.lealernen.de/demo

Bitte notieren Sie sich die Login-Codes Ihrer Teilnehmenden. Bei Rückfragen zu möglichen Fehler in der Anwendung, geben Sie uns bitte den jeweiligen Code mit an. So können wir die Fehlerursache bestmöglich ausfindig machen. Die Anwendung befindet sich im Beta-Status. Es sind alle alten Funktionen bereits verfügbar. Zu Beginn des Jahres 2022 wird ein Dashboard zur differenzierten Auswertung der otu.lea Testergebnisse sowie Kursverwaltung veröffentlicht werden. Dies stellt eine große Erweiterung zum bestehenden otu.lea dar. Zur Veröffentlichung des Dashboards werden wir in Kürze weiter informieren. 

Das lea.online Projekt war auf der HCI International 2021 vertreten

Auf der diesjährigen HCI International war das lea.online Projekt mit einem Poster-Beitrag vertreten. Die Tagung behandelt Themen im Bereich der Mensch-Computer-Interaktion. Präsentiert wurden die gestalterischen Entwicklungen des Kursleitenden Dashboards in Form einer Video-Präsentation.

Das Poster finden Sie unter hci_poster

Unter folgendem Link ist das Paper aus den Proceedings einsehbar: https://link.springer.com/chapter/10.1007%2F978-3-030-78645-8_13  

Otu.lea aufgrund der Einstellung des Flash Players nicht mehr erreichbar

Seit dem 31.12.2020 wird der Flash Player von Adobe nicht mehr unterstützt, was zur Folge hat, dass seit dem 12.1.2021 keine flash-basierten Inhalte mehr ausgeführt werden können. Das betrifft auch otu.lea. Wir arbeiten jedoch mit Hochtouren am Redesign sowie der technischen Überarbeitung der Anwendung auf neueste Standards und planen diese in der zweiten Jahreshälfte 2021 zu Verfügung stellen zu können. Über alle weitere Entwicklungsschritte sowie das Veröffentlichungsdatum werden Sie selbstverständlich hier informiert.