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9-to-5 statt Semesterferien

Semesterferien. Das klingt erstmal ziemlich gut…keine 8-Uhr-Vorlesungen, keine Lernpläne, keine Klausuren und endlich ganz viel Zeit für die Dinge, die während des Semesters liegen geblieben sind. 

Zumindest in der Theorie. Denn schnell bemerkt man das die ein oder andere Klausur auf einmal nach hinten geschoben ist und man doch noch büffeln muss! Und was passiert eigentlich, wenn die Semesterferien plötzlich aus einer Vollzeitstelle bestehen? Wenn man fünf Tage die Woche im Praktikum sitzt, vielleicht dafür sogar in eine andere Stadt zieht und nebenbei trotzdem noch lernen, Hausarbeiten schreiben, oder einen Nebenjob organisieren und irgendwie auch ein bisschen Freizeit haben möchte? An genau dieser Steller wird einem dann mehr als deutlich bewusst, dass Semesterferien nicht automatisch Ferien sind!

Gerade wenn man ein Pflichtpraktikum, für sein Studium absolvieren muss, lässt sich die vorlesungsfreie Zeit oft nicht einfach frei gestalten. Und auch wenn ein Vollzeitpraktikum eine tolle Möglichkeit ist, praktische Erfahrungen zu sammeln, kann die Kombination mit dem restlichen Studium manchmal ganz schön herausfordernd sein.

Auch ich musste diesen Punkt im Studium bereits bestreiten, deshalb könnt ihr im folgenden hier ein paar Dinge lesen, die ich gerne vorher gewusst hätte.

1. Das Praktikum nicht einfach irgendwo in die Semesterferien quetschen

Wenn man die Möglichkeit hat, sich den Zeitraum für das Praktikum ein bisschen auszusuchen, lohnt es sich, vorher einen Blick auf den gesamten Semesterplan zu werfen.

Denn ein Vollzeitpraktikum und Klausuren gleichzeitig ist eine Kombination, die man sich auf dem Papier vielleicht noch schönreden kann, nur in der Realität möchte man sie eher vermeiden. Wenn möglich, würde ich deshalb versuchen, das Praktikum in eine Phase zu legen, in der keine oder eher wenige Klausuren mehr anstehen. Gerade bei einem Pflichtpraktikum lohnt sich die frühzeitige Planung, denn wenn der Praktikumszeitraum einmal feststeht, lässt sich daran später oft nicht mehr so viel ändern. Bei Hausarbeiten kann die Situation etwas entspannter sein, wenn es nicht zu viele sind und man gut vorgesorgt hat. Das Wort „theoretisch“ ist hier allerdings ziemlich wichtig, denn welches Pensum man schafft ist ein ganz eigener Maßstab und lässt sich nicht an Anderen messen!

2. Hausarbeiten nicht für die Ferien aufheben

„Das mache ich einfach in den Semesterferien.“ Ein Satz, den wahrscheinlich viele Studierende schon mehr als einmal gesagt haben. Und manchmal funktioniert es auch. Wenn man allerdings gleichzeitig ein Vollzeitpraktikum macht, sieht die Sache etwas anders aus. Denn acht Stunden Praktikum am Tag klingen erstmal gar nicht nach so viel. Dazu kommen aber noch der Arbeitsweg, Einkaufen, Kochen, Haushalt und alles andere, was im normalen Leben eben so anfällt.

Wenn man dann also um 18 Uhr nach Hause kommt, ist die Motivation, noch drei Stunden wissenschaftliche Literatur zu lesen, vielleicht nicht mehr ganz so groß… Deshalb würde ich Hausarbeiten, die in diesen Zeitraum fallen, möglichst schon während des Semesters gut vorbereiten. Das bedeutet nicht unbedingt, dass die komplette Hausarbeit schon vor Beginn des Praktikums fertig sein muss. Aber Thema festlegen, erste Literatur suchen, eine grobe Gliederung erstellen oder vielleicht schon ein paar Seiten schreiben, kann später unglaublich viel Stress ersparen.

3. Deadlines lieber einmal zu viel als einmal zu wenig aufschreiben

Gerade wenn man mehrere Dinge gleichzeitig macht, verliert man schnell den Überblick.

Deshalb, alle wichtigen Termine vorher in den Kalender eintragen! Nicht nur die Abgabe der Hausarbeit, sondern am besten auch kleinere Zwischenziele. Wann möchte ich das Thema festgelegt haben? Wann soll die Literatur stehen? Bis wann möchte ich die Gliederung fertig haben? Wann muss ich mit dem Schreiben beginnen? So hat man einen konkreten Plan vor sich und verliert sich nicht im Alltagswahnsinn. 

4. Eine andere Stadt bedeutet noch ein bisschen mehr Organisation

Wenn das Praktikum nicht am eigenen Wohnort oder in Bremen stattfindet, kommt noch eine weitere kleine Herausforderung dazu: Man muss plötzlich einen komplett neuen Alltag organisieren.Wo wohne ich? Wie komme ich zum Praktikumsplatz? Wo kann ich einkaufen? Wo kann ich lernen? Gerade wenn neben dem Praktikum noch Hausarbeiten anstehen, würde ich mir vorher schonmal ein paar Gedanken zu der neuen Stadt machen. Wichtig ist vor allem, sich nicht immer darauf zu verlassen, dass sich das alles irgendwie von selbst ergibt. Ein bisschen Planung kann auch hier wunder bewirken. 

5. Nicht jede freie Minute muss produktiv sein

Das ist wahrscheinlich der wichtigste Punkt.

Wenn man schon den ganzen Tag im Praktikum war, entsteht schnell das Gefühl, dass man abends doch noch „etwas schaffen“ müsste. Noch an der Hausarbeit arbeiten; Noch Sport machen; Noch die Wohnung aufräumen; Noch die Mails beantworten. Und plötzlich ist es 22:30 Uhr und man fragt sich, wann eigentlich der Tag vorbei war. Deshalb ist es wichtig auch bewusst Freizeit einzuplanen.Wenn du für dein Praktikum in eine andere Stadt ziehst, solltest du nicht nur den Weg zwischen Unterkunft und Arbeitsplatz kennenlernen. Geh auch mal spazieren, probier ein Café aus, triff Menschen oder erkunde die Stadt.

 

 

Ein Vollzeitpraktikum während der Semesterferien kann anstrengend sein. Gleichzeitig ist es eine richtig gute Möglichkeit, praktische Erfahrungen zu sammeln, Kontakte zu knüpfen und vielleicht herauszufinden, ob ein bestimmter Bereich überhaupt zu einem passt. Also lasst euch nicht davon abschrecken, durch gute Planung und Struktur lässt sich auch diese Zeit sehr schön gestalten! 

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