I am home

Ankommen ist langsam machen

Ankommen ist der Versuch inne zu halten

Ankommen ist ohne Google Maps laufen

Ankommen ist Fahrpläne auswendig lernen

Ankommen ist Möwengeschrei vor meinem Fenster hören

Ankommen ist das Gefühl alle würden es mir ansehen, 

dass ich neu bin und hier noch gar nicht hingehöre

Ankommen ist so tun als ob 

Ankommen ist Fahrrad fahren ohne Kopfhörer

Ankommen ist Kisten auch nach 6 Wochen noch nicht ausgepackt haben

(Brauch ich die Sachen überhaupt noch?)

Ankommen ist mit offenem Mund laufen

Ankommen ist die Stadt zu viel und zu laut finden und

sich so ruhig fühlen wie schon lange nicht mehr

Ankommen ist 13 Mal den falschen Bäcker ausprobieren bis man das richtige Brot hat

Ankommen ist alle Kuchen der Stadt essen

Ankommen ist sich einsperren für zwei Tage, weil man komplett überwältigt ist von allem Neuen

Ankommen ist auch Wände einreißen mit Menschen von früher,

neue Menschen und wenn mit Ihnen Stille aufkommt und die unangenehm ist

es wäre nicht unangenehm, würde man sich schon besser kennen

mit bekannten Menschen kann man gut schweigen

man sollte sogar

mit nicht so bekannten Menschen ist das irgendwie nicht so gut.

Flüchtigkeitsmensch-Stille irgendwie.

Ankommen ist aber auch eine Stadt, die mich begrüßt und umarmt,

mir zeigt, wie sich Zuhause anfühlt und immer schon angefühlt hat.

Dass Zuhause bei mir ist, wo ich mich niederlasse.

Ich bin ein Ort, das weiß ich jetzt.

 

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