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Wie lernst du denn?! Lernmethoden, Tipps und Tricks – von Studis für Studis

Für meine Lehrkräfte der verschiedensten Methodentage von Klasse 5 bis Klasse 13 war die Sache klar: am besten lernt man an einem sauberen Schreibtisch, ohne Musik oder maximal mit klassischer Musik, Wasser ist das beste Lerngetränk und Lernen funktioniert am besten über Aufschreiben und Anwenden des Wissens. Nun habe ich mein Abi hinter mich gebracht, studiere seit einigen Semestern und kann mit voller Überzeugung sagen: das ist Quatsch. Nun, vielleicht nicht alles, aber einiges davon bringt zumindest mich in meinem Lernfortschritt so gar nicht weiter. Ich habe einige sehr spezifische Lerngewohnheiten entwickelt, die mir deutlich besser gefallen als alles, was ich bisher beigebracht bekommen habe. Und wenn ich mich so in meinem Umfeld umsehe fällt mir auf, dass ich dabei definitiv nicht die einzige bin. Ich habe mal nachgefragt und stelle euch hier nun einige der spezifischen Lerntipps anderer Studis vor… vielleicht ist für euch ja auch etwas dabei:

 

  1. Hintergrundgeräusche:

Ach ja, die altbekannte Stille des Lernens. Für mich persönlich ist Stille keine Dauerlösung und eben nicht das perfekte Umfeld… was bei vielen anderen auch der Fall ist. Die Antworten anderer Studierenden, was sie durchs Lernen bringt, hätten nicht vielseitiger sein können:

Klassische Musik ist dabei eine Art „All Timer“ und in der Lernatmosphäre vieler Studis zu finden. Oft bewusst ohne Sprache oder in einer Sprache, die man selbst nicht spricht um die Musik eher im Hintergrund zu lassen. Manch Eine macht sich explizit die Musik von Vivaldi an, da dort „ordentlich Druck“ mit aufgebaut wird. Wieder eine andere Studentin hat auch Wege gefunden sich externen und musikalischen Druck an den Schreibtisch zu holen: jegliche Variationen von Metal. Alternativ kann man sich aber auch an noch einen anderen Tipp wenden und mit Hilfe von „Gangsterrap“ oder Deutschrap seine Lernmotivation steigern. Mein liebster Lernmusik-Tipp bleibt allerdings die Partymusik aus den 2000ern, denn wie lernt man besser unspannende Themen als mit der Musik der Black Eyed Peas, Lady Gaga, Rihanna, Usher und Natasha Bedingfield?!

Doch nicht nur Musik scheint für so manch eine die perfekte Lernumgebung zu bieten. So lassen sich manche Personen auch durch gesprochene Inhalte im Lernprozess unterstützen. Auch ich muss  ehrlich sagen: da zähle ich dazu. Seit dem Abi helfen mir Hörspiele für Kinder wie „Simsala Grimm“ und „Asterix und Obelix“ oder Hörgeschichten der gesamten griechischen Mythologie dabei, meine Inhalte zu lernen. Andere Lernende gehen noch einen Schritt weiter und können sogar Dokumentationen nebenbei laufen lassen – und dennoch in voller Konzentration bei ihren Materialien bleiben.

  1. Atmosphäre

Auch hier gibt es für mich eine klare Antwort fürs Lernen: entspanntes indirektes Licht, vielleicht eine Kerze und es kann losgehen. Doch wie sich herausstellt, scheint das nicht für alle Menschen gleich effektiv zu sein (wer hätte es gedacht?!). So sagten sogar zwei befreundete Studentinnen, dass sie besonders gerne in hellem und ungemütlichem Licht arbeiten, damit eben keine Entspannung während des Lernens einsetzt.

Auch das Belohnungssytem setzt für viele die richtigen Anreize beim Lernen: Ein gutes Spaßgetränk, ein Lieblingssnack oder die Aussicht auf eine kleine Pause. Wichtig ist dabei immer: nicht ablenken lassen, nicht mit dem Doomscrolling starten und immer zum Thema zurückkehren.

  1. Lernen und Wiederholen

Doch wie funktioniert für Viele jetzt das Lernen an sich?! Bei mir ist und bleibt es das Aufschreiben der Inhalte, auch wenn dabei pro Fach bücherlange Lernzettel entstehen. Andere schreiben sich Karteikarten, die wiederholt werden müssen. Doch alleine das Wiederholen der Inhalte kann sich sehr unterscheiden. So manche sprechen mit der leeren Wand, erzählen die Inhalte ihren MitbewohnerInnen oder Eltern oder quatschen mit ihrem Hund um zu erklären, was sie lernen. Letzteres empfinde ich persönlich als die mit Abstand niedlichste Art der Inhaltswiederholungen.

 

Das war nun ein kleiner Einblick in meine und andere Lernangewohnheiten, die im ersten Moment nicht der typischen Bibliotheks-Atmosphäre entsprechen. Wie ist es bei euch? Musik ja oder nein? Und was benötigt ihr noch, um einen richtig guten Lernmarathon zu starten? Schreibt es gerne in die Kommentare und lasst es uns wissen 😊

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