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Studieren mit Beeinträchtigung

Beeinträchtigungen können sehr vielseitig sein und sich unterschiedlich auswirken. Rund 11% aller Studierenden sind in ihrem Studium durch eine gesundheitliche Beeinträchtigung eingeschränkt. Bei etwa 5% dieser Studierenden ist sie von außen zwar nicht wahrnehmbar, aber trotzdem vorhanden. Dazu gehören beispielsweise psychische Erkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen. Auch körperliche, chronische Krankheiten, wie zum Beispiel Endometriose, entzündliche Darmkrankheiten, ME/CFS oder Migräne sind von außen selten zu erkennen. Diese Einschränkungen können unter Umständen für Betroffene einen zeitweisen oder dauerhaften Ausfall aus dem Studium bedeuten. Betroffene können aber auch eine motorische Beeinträchtigung, wie eine verminderte Seh- oder Hörkraft haben, oder auf einen Rollstuhl angewiesen sein.

Unabhängig von der Art der Einschränkung benötigen einige der betroffenen Studierenden besondere Hilfeleistungen oder Nachteilsausgleiche in ihrem Studium. Dazu kann eine Anpassung der Prüfungs- und Studienbedingungen zählen. So kann eine Klausur in einem separaten Raum geschrieben werden, mehr Zeit für Teilleistungen gegeben werden, obligatorische Präsenzzeiten durch anderweitige Leistungen ersetzt werden und und und… Die Universität Bremen hat eine Vielzahl an Möglichkeiten, das Studium für alle so inklusiv wie möglich zu gestalten. Härtefälle können in der Bewerbungszeit beantragt werden und in der O-Woche im Studieneinstieg informiert die KIS (die Kontakt- und Informationsstelle für Studierende mit Behinderung oder chronischer Erkrankung) über die verschiedenen Möglichkeiten von Nachteilsausgleichen. In schweren Fällen können beispielsweise Krankensemester absolviert werden.

Die Uni Bremen ist unter anderem mit einigen Leitsystemen für Blinde ausgestattet und es gibt Informationen über die Barrierefreiheit der verschiedenen Uni-Gebäude. Auch Personen mit Autismus, AD(H)S oder Lese-Rechtschreibschwäche können von verschiedenen Möglichkeiten des Nachteilsausgleiches profitieren.

Barrieren direkt in der Entstehung zu verhindern und strukturelle Veränderungen durchzusetzen, hat sich das BAS (Barrierearmes Studieren) zur Aufgabe gemacht. Sie vertreten und unterstützen Studierende mit Beeinträchtigung und oder chronischen Erkrankungen, besonders durch die Stärkung von Bewusstsein und Sensibilität gegenüber diesem Thema.

Alle Menschen, ob mit oder ohne Beeinträchtigung haben ein Recht auf Lehre und Bildung. Es ist wichtig, Rücksicht auf alle zu nehmen und allen Studierenden eine Chancengleichheit zu garantieren. Durch die Vielzahl diverser möglicher Beeinträchtigungen gibt es auch viele unterschiedliche Möglichkeiten individuelle Anpassungen zu treffen. Falls ihr euch also angesprochen fühlt oder mehr Informationen zum Thema sucht, dann könnt ihr euch bei der KIS oder der BAS nach weiteren Möglichkeiten informieren.

 

Kontakte an der Uni Bremen

KIS Kontakt- und Informationsstelle für Studierende mit Behinderung oder chronischer Erkrankung

Dr. Ingrid Zondervan

Mail: kisuni-bremen.de

Telefon: 0421 218 61050

www.uni-bremen.de/kis

Celsiusstraße, Gebäude FVG, Raum M0130

 

BAS Initiative Barrierearmes Studieren

Instagram: @bas_unibremen

Mail: bas11@uni-bremen.de

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