Studenten machen: Plasma spenden

Dass das Geschäft mit Blutplasma so enorm ist wurde mir das erste Mal durch meine Mitbewohnerin und ihren Freund, die beide schon seit längerer Zeit regelmäßig Blutplasma bei CSL Plasma spenden, bewusst.

Nachdem meine Registrierung als potenzieller Spender leider nicht geglückt ist (mein Hämoglobinwert war bei den nötigen Voruntersuchungen vor der ersten Spende zu niedrig), habe ich bei Konstantin, der selber Student ist und schon seit längerem spendet, nachgefragt was seine bisherigen Erfahrungen waren.

Wer Genaueres über den Ablauf, etc. einer Plasmaspende wissen möchte, schaut am besten bei der CSL Webseite vorbei (https://www.plasma-spenden.de/warum-spendet-man-plasma/), oder geht direkt zum Plasmacenter und fragt dort nach.

Wann hast du das erste Mal gespendet und wie bist du auf CSL aufmerksam geworden?
Also das erste Mal Plasma gespendet hatte ich damals in meinen Abiturzeiten, es war wohl irgendwie in der 12. Klasse. Da bin ich 18 Jahre alt geworden.
Aufmerksam gemacht hat mich damals ein Freund – ich hatte bis dato noch nichts von Plasmaspenden gehört. (…) Vom Blutspenden [schon], das hat man vielleicht mal irgendwo aufgeschnappt, dass es sowas gibt. Aber die Möglichkeit war mir bisher nicht bekannt, dass man Plasma spenden kann und damit auch Geld verdienen kann. Genau, dann habe ich das halt gemacht und bin eigentlich auch dabeigeblieben.

Wieso gehst du spenden?
Ich könnte das jetzt schönreden und sagen, was vielleicht andere gern hören wollen – aber der erste, der hauptsächliche Grund, warum ich das mache, ist einfach, dass es leicht verdientes Geld ist, da bin ich ganz ehrlich. Ich als Student, oder andere Studenten, die das ebenso machen, sind denke ich mal auch aufs Geld angewiesen. Und natürlich ist der Nebeneffekt, dass (…) mithilfe des Blutplasmas lebensrettende Medikamente hergestellt werden, die lebensnotwendig sind für einige Menschen auf dieser Welt. (…)

Wie läuft ein Spendendurchgang auf der Liege ab?
Zunächst einmal wird man medizinisch kontrolliert. Diese Kontrolle erfolgt bei jeder Spende. Sprich, da werden die Vitalparameter kontrolliert, wie – der Blutdruck, Puls, die Körpertemperatur, oder auch der Hämoglobinwert (der Eisenwert). (…)
Man muss zusätzlich (…) einen Fragebogen ausfüllen, der ungefähr 30 Fragen umfasst, (…) um auszuschließen, ob man gewisse Krankheiten hat, etc. (…)
Wenn man die Fragen beantwortet hat und kontrolliert wurde, das dauert vielleicht so 5 Minuten, kann man Platz nehmen, sich da ’nen Kaffee ziehen, Wasser trinken am Automaten, sich an Zeitschriften bedienen und sich im WLAN einloggen. Dann wird man namentlich aufgerufen und geht dann quasi in den Spenderaum, wo ungefähr 50-60 Liegen bereitstehen. Dann wird einem von einem Mitarbeiter der Zugang gelegt (…) und das Blutplasma landet in einer Flasche. Die Blutbestandteile werden separat aufgefangen, und nach der Spende erfolgt eine Art „Rückgabe“ – das bedeutet, man erhält die Blutbestandteile, die ja sehr wichtig sind (…), zurück. Dann ist man eigentlich soweit fertig, (…) geht zum Servicepoint und lässt sich die Aufwandsentschädigung in bar auszahlen.

Würdest du es anderen empfehlen, spenden zu gehen?
Spenden würde ich eigentlich jedem empfehlen – (…) jeder, der keine Mega-Phobie vor Nadeln hat, (…) dann spricht meiner Meinung nach nichts [gegen das Spenden]. Es ist vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig bei der ersten Spende, aber es ist halt Gewöhnungssache, wie bei allem eigentlich im Leben. Dementsprechend würde ich’s jedem empfehlen – man tut was Gutes (…), und verdient nebenbei gutes Geld.

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