Vorgestellt: Fredagbars!

Deutschland und das Bier, Oktoberfest und Partykultur. Von Außerhalb erinnert man sich an das deutsche Bier, dabei ist meine persönliche Erfahrung, dass dies Nichts im Vergleich zur skandinavischen Trinkkultur darstellt. Und so lieben auch die Dänen ihre bäckchenerwärmende Getränke, zelebrieren dies aber noch viel intensiver mit anderen zusammen. Insbesondere Studierende greifen da gerne auf eine Tradition zurück, die an dänischen Universitäten wohl üblich ist. „Fredagsbar“ oder auch in deutsch: Freitagsbar.

Die Website der Universität Aarhus beschreibt das Phänomen als „An oasis in the life of any student“. Als Abstinenzler würde ich jetzt entschieden die Hand erheben und schimpfen, aber es steckt mehr als nur Alkohol hinter der Freitagsbar. Aber erst mal zum Konzept: Jeder Fachbereich verwandelt am Freitag einen ihrer Veranstaltungsräume in eine Bar. Mit gedimmten Licht, Tischdecken und anderen Materialien verwandelt sich das Klassenzimmer in eine moderne Umgebung um ausgelassen zu sein. Quer über den Campus verteilt entstehen bis zu 20 Freitagbars, sodass ihr jede Woche woanders vorbeischauen und neue Leute und Ideen erleben könnt.

Auch hier in Dänemark verbleiben Studierende und ProfessorInnen oft in einem Du-Verhätnis und es ist nicht unüblich dass der Studierende einfach mal auf dessen Schulter klopft und ihn/sie auf ein Bier in der Freitagsbar einlädt. Während selbstverständlich stets ein gewisses Arbeitsverhältnis bewahrt wird, kann man sich hier auflockern und sich tolle Konversationen führen, wenn man vielleicht sonst die Lehrenden mit ihrer Tasche still und heimlich abziehen sieht. Selbst ohne den Reiz für Alkohol zu besitzen empfinde ich Freitagbars als grandioses Konzept um Leute auf dem Campus zu vereinen.

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