Methoden…

1) Die mir unbekannten Methodenwerkzeuge sind:

1.1) Schwierige Texte leichter verstehen: Die 5-Schritt-Lese-Methode

„Sachtexte, vor allem Zeitungsberichte, sind oftmals schwer verständlich geschrieben. Mit der 5-Schritt-LeseMethode kann es leichter fallen, den Inhalt zu verstehen. So geht ihr vor: Im ersten Schritt verschafft ihr euch einen groben Überblick über den Text. Die Überschrift, die Anfänge der einzelnen Abschnitte, Schlüsselwörter oder bekannte Begriffe können euch dabei eine Vorstellung von dem Textinhalt vermitteln. Der Text wird überflogen. Ihr überlegt, um welche Fragen oder Probleme es in dem Text geht. Ihr fragt: worum geht es und auf welche Fragen gibt der Text eine Antwort? Jetzt wird der Text gründlich gelesen. Unterstreicht und markiert euch dabei die wichtigsten Aussagen (keine ganzen Sätze!) oder Schlüsselbegriffe. Achtet aber darauf, dass ihr nicht zuviel unterstreicht, damit die Übersicht über die wesentlichen Textaussagen erhalten bleibt. Unbekannte Begriffe schreibt ihr heraus und klärt sie mit Hilfe eines Lexikons oder indem ihr den Lehrer oder die Lehrerin fragt. Lasst euch dabei genügend Zeit, um den Inhalt auch zu erfassen. Fasst die einzelnen Abschnitte in eigenen Worten kurz zusammen und formuliert Überschriften. Nun wiederholt ihr die wichtigsten Informationen des Textes. Mit Hilfe der unterstrichenen Schlüsselwörter könnt ihr dann sicher vor eurer Gruppe oder ganzen Klasse einen kleinen Vortrag über den Bericht halten. In eurer Tageszeitung sucht ihr einen Übungstext, an dem ihr die Methode ausprobieren könnt.“ (Rödermark, 2004, 25)

Diese Methode, die das Lesen schwieriger Texte erleichtern soll, passt sehr gut in meine Unterrichtsreihe zum Thema Religionskritik, da diese durch Texte von u.A. Kant, Marx oder Freud für SuS lesetechnisch eine große Herausforderung darstellt.

1.2) Stop and Go

„Das MT hat eine Beobachtungsaufgabe für die TN formuliert und strukturiertes Notizmaterial vorbereitet (s. Beispiel). Per Videofilm oder ersatzweise in einer Art inszeniertem Rollenspiel werden vom MT oder einer Teilnehmergruppe Abläufe aus der pädagogischen Praxis (Unterricht wie im Beispiel, möglicherweise auch Moderatorenhandeln in der Fortbildung u. Ä.) vorgeführt. Der Film oder das Rollenspiel ist in kurze Sequenzen aufgeteilt. Nach jeder Sequenz notieren die TN ihre Beobachtung oder spontane Einschätzung und Meinung auf den vorbereiteten Papieren. Die Notizen werden abschnittsweise verglichen und diskutiert.“ (Egyptien 2013, http://www.schulentwicklung.nrw.de/methodensammlung/karte.php?karte=098, letzter Abruf: 18.05.2015)
Obwohl sich diese Methode explizit auf Videomaterial bezieht, kann und wird sie auch oft in der Analyse von Musikstücken verwendet. Es ist jedoch aus meiner Sicht von entscheidender Wichtigkeit, ein Musikstück zunächst in seiner Gesamtheit zu erfassen und danach, zum Beispiel durch Stop and Go, tiefer in die Materie vorzudringen. Die oben genannte Spontanität, die sich aus dem ersten Eindruck des Untersuchungsgegenstandes ergibt, geht dadurch zwar ein Stück weit verloren, ändert aber nichts an der Praktikabilität der Methode selbst.
Der Einsatz digitaler Medien beschränkt sich im Wesentlichen auf die Stop and Go Methode und das auch nur bei einer Variation der Aufgabenstellung, bei der diese teilweise von den SuS entwickelt wird. Praktisch könnte dies beispielsweise bedeuten, dass SuS die Sequenzierung des Musikstücks selbst vornehmen und das nicht in einer Partitur oder einem Songtext. Die SuS müssten dann mit einer Musikbearbeitungssoftware selbst sinnvolle Abschnitte in den Stücken finden und diese auch praktisch „zurecht schneiden“.
2. Gerade im Kontext des Bremer Religionsunterrichts, der in dieser Form einzigartig in Deutschland ist, ist es (noch) schwierig von fachspezifischer Methodik zu sprechen, da es überhaupt (noch) keine explizite Fachdidaktik gibt, die dezidiert auf das Bremer Modell eingeht.
Im Fach Musik gibt es aber, gerade in Bezug auf Musikpraxis oder Kompositionsaufgaben eine vielfältige Methodenauswahl, die u.A. an folgenden Stellen zu finden aber leider nicht komplett abrufbar ist:
http://www.verlagruhr.de/shop/dynvadr/shop/showproddtl.php?item=1372 (letzter Abruf: 18.05.2015).

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.