KW4 / 2012 Reflexion

In dieser Woche möchte ich mich in meinem Blog damit beschäftigen, womit ich am meisten Erfahrung habe: Mit der Darstellung eigener Ergebnisse in Form einer Präsentation und worauf es mir bei einer guten Präsentation ankommt.
Ich denke, um diese Frage beantworten zu können, muss man die Präsentation in verschiedene zeitliche Abschnitte einteilen: Den Beginn, den Hauptteil und den Schluss.

Zu Beginn steht vor allem der Charakter des Präsentierenden im Vordergrund. Wenn diese/r über ein gewisses Maß an Charisma und „Witz“ verfügt, ist das mit einer der besten Voraussetzung.  Ich verbinde damit eine gewisse Vorstellungsweise, die ich schlecht in Wort fassen kann. Aber genau dann, wenn die Person über ein solches Charisma verfügt, verfolgt man direkt zu Anfang den Vortrag und hört dem Beitrag gerne aufmerksam zu.
Nach der „Eröffnungsphase“ spielt natürlich die Persönlichkeitsstruktur weiterhin eine große Rolle. Allerdings erwarte ich auch von einer guten Präsentation  einen gewissen Stand an Sachinhalt und einen gewissen Rahmen an fachlichem Hintergrund bei der vortragenden Person. Diese zeigt sich spätestens, wenn erste Fragen auftreten.
In dieser Phase spielt auch die Gliederung eine Rolle. Wenn diese nachvollziehbar gestaltet ist, lässt sich einfach folgen: Die Präsentation bleibt interessant. Transparenter kann man dies natürlich gestalten, indem man die Gliederung zu Beginn des Vortrages vorstellt.

Natürlich muss man auch beachten, dass die Motivation nicht nur von der präsentierenden Person hergestellt wird. Ich brauche selbst Motivation bzw. Interesse für das Thema, damit ich dem Vortrag folge. Dabei glaube ich aber, dass je besser und interessanter ein Vortrag gestaltet ist, je weniger Eigenmotivation benötige ich, um aufmerksam zu folgen.
Zum Abschluss möchte ich noch ein paar Worte über die Darstellung verlieren:
In Zeiten von PowerPoint und Multimedialität ist es fast selbstverständlich, dass die Thematiken irgendwie visualisiert werden. Die Gefahr, die dabei natürlich immer besteht ist, dass man ziemlich leicht durch diese Darstellungen abgelenkt wird. Bunte Folien, viele Schaubilder und viel Text scheinen zwar gut dafür zu sein, dass der Beitrag nachvollziehbarer wird, aber häufig erlebe ich auch das Gegenteil: Man wird müde und schaut sich viel lieber die bunten Bildchen an.

Im letzten Teil einer Präsentation sollte den Zuhörern nochmal ein Anstoß gegeben werden, über die Thematik nachzudenken und sich auch danach damit zu beschäftigen. Dies können provokante Fragen sein, die Wiederholung aufgestellter Thesen, oder eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Inhalte.
Je nach Gruppengröße eignet sich natürlich eine Diskussion gut, um Positionen zur Thematik auszumachen und Argumente auszutauschen.
Für Menschen, die sich besonders für das Thema interessieren und gerne weitergehende Informationen hätten, kann man sich als präsentierende Person noch für diese Rückfragen anbieten.

Zusammenfassend kann ich für mich also sagen, dass es viele verschiedene Komponenten gibt, die einen „guten Vortrag“ ausmachen. Ebenso die eigene Motivation und die Motivation der vortragenden Person müssen bedacht werden, wobei der Charakter des Präsentierers einer relativ hohen Bedeutung zugesprochen werden kann, vermutlich sogar mehr als der reine Inhalt.

4 Gedanken zu „KW4 / 2012 Reflexion

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  2. Das hört sich ja fast so an als ob man gespannt sein dürfte mal einer deiner Präsentationen zu folgen 🙂
    Ich hab mich beim lesen nur gefragt ob du nicht den Schluss der Präsentation vergessen hast? Ist der nicht auch wichtig um einen nachhaltigen Eindruck zu hinterlassen?
    Und zur Darstellung: Sehe ich das richtig, dass du sagst: PowerPoint benutzt man, weil alle es benutzen, aber ein richtig guter Redner braucht es gar nicht?
    Und was ist mit denen die es fachlich richtig drauf haben und was Wichtiges zu sagen haben, aber nunmal ihre Zuhörer nicht so gut in den Bann ziehen können?

  3. Hey Meret,

    wenn man eine Präsentation ansteht, werde ich Bescheid sagen 😉

    Den Schluss habe ich in der Tat vergessen. Also nun den Schluss nachgeschoben:
    „Im letzten Teil einer Präsentation sollte den Zuhörern nochmal ein Anstoß gegeben werden, über die Thematik nachzudenken und sich auch danach damit zu beschäftigen. Dies können provokante Fragen sein, die Wiederholung aufgestellter Thesen, oder eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Inhalte.
    Je nach Gruppengröße eignet sich natürlich eine Diskussion gut, um Positionen zur Thematik auszumachen und Argumente auszutauschen.
    Für Menschen, die sich besonders für das Thema interessieren und gerne weitergehende Informationen hätten, kann man sich als präsentierende Person noch für diese Rückfragen anbieten.“

    zu PowerPoint:
    Es ist nett, eine Gliederung aufzuzeigen oder schwierige Sachverhallte anhand von Diagrammen oder Schaubildern darstellen zu können. Aber eine Argumentation gewinnt nicht dadurch an Gewicht, weil sie digitalisiert wurde.

    Zu Personen, die Wichtiges zu sagen haben, aber ihre Zuhörer nicht in den Bann ziehen können:
    Da spielt die Eigenmotivation eine große Rolle. Wenn ich die Thematik hochinteressant finde, dann werde ich auch „schlechten“ Rednern zuhören und mich mit deren Aussagen beschäftigen.
    Vielleicht hat man ja Glück und jemand, der die Thematik auch interessant darstellen kann, findet das Thema genauso wichtig und erwähnenswert und gestaltet es einfacher für Zuhörer 😉

    Hoffe, ich konnte auf alle deine Fragen antworten 😉

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