RV 09

1.) Reflektieren Sie die Konsequenzen der Aussonderung von Schüler_innen mit Förderbedarf?

2.) Welche Informationen sind in der Diagnose „Förderschwerpunkt Wahrnehmung&Entwicklung“ bzw. „Förderschwerpunkt Lernen“ enthalten? Welche Informationen benötigen Sie von einer Schüler_in um Ihren Unterricht ggf. anzupassen?

3.) Wie können Sie in Ihrem Unterricht die Zugänglichkeit und Anschaulichkeit von Medien/Materialien verbessern? Welche Verbündeten können sie dazu gewinnen?

4.) Wählen Sie eines der Lernvideos auf path2in.uni-bremen.de aus, schauen Sie es sich an und schreiben Sie kurz eine begründete Empfehlung für Ihre Kommiliton_innen, warum es sich ggf. lohnt sich das Video anzusehen.

1.

Die Aussonderung von SchülerInnen mit besonderen Förderbedarf führt oft dazu, dass diese SchülerInnen bevorzugt oder vernachlässigt werden. Durch den Austausch dieser SchülerInnen kann die Kommunikation zwischen Schülern mit besonderen Bedürfnissen und Schülern ohne besonderen Bedarf verhindert werden. Für Lernende mit Förderungsbedarf kann dies eine Belastung sein, aber auch vorhandene Minderwertigkeitsgefühle verstärken (Vgl. Folie 8). SchülerInnen sind in vielen Entwicklungsaspekten auf Vorbilder angewiesen, beispielsweise für die sprachlich- motorisch und für die Lernentwicklung (Vgl. Folie 14). Bei einer Aussonderung würden sie somit kaum auf diese Vorbilder zurückgreifen können. Aufgrund dessen wäre eine Integration jener SchülerInnen sinnvoller, als die bloße Aussonderung.

2.

Sobald ein/e SchülerIn die Diagnose der ‚Förderschwerpunkt Lernen‘ erhält, kann dies darauf hinweisen, dass weitere Förderschwerpunkte vorliegen (Vgl. Folie 8). Meist gehen Förderungsbedarf in sprachlichen, emotional-sozialen, sensomotorischen und kognitiven Bereichen mit ein. Von daher ist eine solche Diagnose sehr Abstrakt und hat wenig informativen Inhalt über den/die SchülerIn. Förderung ist ein individueller Prozess, weshalb zur Kommunikation die Erziehungsberechtigten oder Personen aus dem nahen Umfeld herangezogen werden sollten, um weitere Informationen über den/die SchülerIn zu erhalten. Durch in Erfahrung gebrachte Interessen und der Lebensumstände kann systematisch der Unterricht angepasst werden. (Vgl. Folie 11)

3.

Die Bildung von Gruppentische wäre eine Methode, Medien für die SchülerInnen anschaulicher zu gestalten, da dadurch ein Austausch für Lernende untereinander ermöglicht wird. Dadurch, dass LehrerInnen sich weniger im Diskussionsgeschehen mit einbringen, können SchülerInnen die Fähigkeit der Kommunikation untereinander fördern. Durch die Verwendung verschiedener Medien im Unterricht können LehrerInnen sicherstellen, dass diese Medien zugänglicher und übersichtlicher für SuS sind. Die Vereinfachung der verwendeten Medien dient der Übersichtlichkeit dieser Medien, um die Medieninhalte besser zu verstehen. Man kann Lernvideos als Stütze heranziehen, die durch visuell- auditiven Eindrücke den SchülerInnen die Inhalte vermitteln.

4

Ich empfehle euch das Video „Leistungsbewertung- und Beurteilung“ von Prof. Dr. Hans Brügelmann. Dieser hat den Konflikt, der durch ‚mittelschichtsorientiere weiße‘ Beurteilungskritieren zustandekommen, herangeführt. Viele SuS leisten Herausragendes, jedoch Ausserschulisches, was nie bis kaum anerkannt wird. Fortführend äußert er Kritik über die Unverhältnismäßigkeit der Bewertung auf (Wieso wird Rechtschreibung als wichtiger gewertet, als das Schreiben eines wirklich guten Textes?). Er deutet an, dass SchülerInnen individuell bewertet werden sollen, da alle mit unterschiedlichen Vorkenntnissen anfangen und unter verschiedenen Bedingungen lernen müssen. Außerdem wird das Thema Noten aufgegriffen und ob sie objektiv oder subjektiv seien. Dieses Video hat mich zu vielen Aspekten positiv überzeugt und daher rate ich euch, es euch anzugucken. 🙂

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