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Reflexion

1. Benennen Sie die für Sie zentralsten theoretischen Erkenntnisse, die Sie aus den Vorträgen der Ringvorlesung für sich mitgenommen haben. Nehmen Sie dabei konkret Bezug auf a.) fachdidaktische Aspekte, indem Sie Erkenntnisse auf die Didaktiken ihrer eigenen beiden Fächer beziehen und b.) zwei generelle erziehungswissenschaftliche Erkenntnisse zu Schule und Unterricht mit Bezug zu den relevanten Quellen benennen.

 

Eine der wichtigste Erkenntnis, die ich auch den Vorträgen der Ringvorlesung für mich mitgenommen habe, betrifft den Umgang mit den Schülern und Schülerinnen. Es gibt kein universelles Rezept, für den Umgang mit SuS. Als Lehrkraft muss man sich immer wieder an die individuellen Bedürfnisse des Schülers anpassen und angemessen darauf reagieren. 

Die 8. Ringvorlesung – Vorstellung und politisches Bewusstsein als Ausgangspunkt sozialwissenschaftlichen Lernens, hat mir verdeutlicht, was mit der „doppelten Heterogenität“ gemeint ist und wie man als Lehrkraft damit umgehen kann. Meiner Meinung nach ist es, besonders als angehende Lehrerin, wichtig zu wissen, dass alle SuS unterschiedliche Denkweisen und Vorwissen haben.  

Meine späteren Fächer werden Biologie und Kunst sein und in meine Unterrichtsplanung möchte ich später die individuellen Vorerfahrungen und Schülervorstellungen zu bestimmten Sachverhalten und Assoziationen schätzen und mit einbeziehen. Außerdem halte ich es als wichtig eine gendersensible Perspektive ein zu bewahren und keine Geschlechtsstereotypen bei Aufgabenstellungen im Kunstunterricht zu verwenden.   

Es wurde auch im Bezug auf den Naturwissenschaftlichen Unterricht über einen gendersiblen Unterricht gesprochen. Jungen werden beispielsweise oft für fachliches Wissen gelobt, während Mädchen häufiger im sozialen Kontext gelobt werden. 

 

3. Zu welchen zwei erziehungswissenschaftlichen Fragestellungen, die Sie in der Vorlesung kennengelernt haben, würden Sie gerne mehr erfahren im weiteren Studium in Bezug auf das Modulthema UMHET. Bitte begründen Sie Ihre Wahl?

Sehr gerne würde ich mehr über das Themengebiet des individualisierenden Unterrichts und den damit verbundenen Problemen und Schwierigkeiten annehmen. Mich interessieren verschiedene Methoden zum Umgang mit unterschiedlichen Leistungen der Schüler, da es meiner Meinung nach hilfreich sein könnte als angehende Lehrerin. Herr Prof. Dr. Idel stellte dieses Themengebiet bereits vor und nannte einige Problematiken zwischen dem individualisierenden Unterricht und dem Modell des Unterrichts als Klassengespräch. SuS sollen von den Lehrkräften individuell gefördert und gefordert werden durch individuelle Hilfestellungen und Aufgaben ohne sozial ausgegrenzt zu werden. Durch den Unterricht als Klassengespräch wird einer sozialen Ausgrenzung entgegengewirkt, jedoch können die leistungsschwächeren SuS nur eine unzureichende individuelle Leistungsförderung erhalten. 

Der Umgang mit individueller Förderung der SuS, ohne diese von den anderen SuS auszugrenzen ist schwierig und braucht Übung, Erfahrung und mehr Wissen.

Ein anderes Themengebiet worüber ich mehr in meinem Studium erfahren möchte ist das Thema Inklusion. Die Fragestellung „Was und wie kann ich effektiv dazu beitragen, dass Inklusion an Schulen funktionieren kann.“ beschäftigt und interessiert mich zugleich sehr. Dieses Thema ist wichtig und aktuell an Schulen. Außerdem empfinde ich mehr Informationen während meines Studiums über dieses Thema als sinnvoll und hilfreich. Dennoch stelle ich es mir als schwierig vor, an beispielsweise Oberschulen Inklusion als eine Lehrkraft alleine durchzuführen. Es müssten meiner Meinung nach Hilfestellungen zur Verfügung gestellt werden durch beispielsweise zusätzliche Lehrer oder Sonderpädagogen.

 

4. Welche in den Vorlesungseinheiten von BAUMHET thematisierten Problematiken/Aspekte sehen Sie für sich persönlich als besondere Herausforderung? Wie könnten Sie sich, im Uni-Kontext oder auch darüber hinaus, auf diese Herausforderungen vorbereiten?

Mich verunsichert das Thema der erfolgreichen Inklusion von Kindern mit geistigem oder körperlichem Förderbedarf, ohne SuS zu vernachlässigen oder ihnen die nötige Aufmerksamkeit zu schenken. Um allen SuS gerecht zu werden muss ich differenzieren und gegebenenfalls homogenisieren. Ich empfinde es als nicht einfach, die goldene Mitte zu finden und allen SuS gerecht zu werden. Ich kann mir vorstellen, dass mich das gleichwertige fördern einer heterogenen Masse überfordern könnte. Ich denke, dass das kommende Praktika für mich hilfreich sein wird, da ich mich gegebenenfalls mit anderen Lehrern austauschen kann. 

Eine Herausforderung für mich ist die Unterrichtsgestaltung, da SuS sich auf unterschiedliche Leistungsniveaus befinden. Ein eingehen auf die Leistungsheterogenität ist erforderlich, um SuS in ihren Stärken zu fördern und Schwächen und Unsicherheiten der SuS erfolgreich zu beseitigen. Das Eingehen auf mehrere Individuen gleichzeitig stelle ich mir als große Herausforderung vor. Um dieser Herausforderung gerecht zu werden, können Gespräche mit anderen Lehrkräften aus beispielsweise den Schulen, an denen wir unser Orientierungspraktikum absolvieren werden oder den Besuch von Weiterbildungsangeboten hilfreich sein.

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1 Kommentar

  1. Liebe Selin,
    Ihr Abschlussblog befasst sich in nachdenklicher Weise mit der gestellten Aufgabe und formuliert hier neben Bezügen zu Ihren beiden Fächern, zu denen Sie offenbar vielfältige Impulse durch die Vorlesung erhalten haben, auch gewisse Bedenken im Hinblick auf die Unterstützung von LehrerInnen bei der Umsetzung von Inklusion. Diesbezüglich war die Vorlesung ein ´erster Aufschlag´, um alle mit dieser Thematik in Ansätzen vertraut zu machen, weitere Informationen und Kompetenzen erwerben Sie im Verlauf des weiteren Studiums und der Praxisphasen.
    Bestanden.
    Yasemin Karakasoglu

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