Irrläufer

24/7

Thesis-Blog

Ich weiß nicht, ob es wirklich Sinn macht, Master-Studenten zum Führen eines Thesis-Blogs zu verpflichten.

Auf der einen Seite sind zwar Vorteile denkbar, z.B. dass der Betreuer so ohne Termin- und  Zeitdruck auf dem Laufenden gehalten werden kann (sich halten kann) und ggf. zeitnah intervenieren kann, wenn sich eine „falsche“ Richtung der Arbeit abzeichnet.

Auf der anderen Seite stellt sich aber auch die Frage, macht es Sinn jemanden zur Benutzung eines modernen Kommunikationsmittel zu zwingen, mit dem er sich vorher unter Umständen noch nicht auseinander gesetzt hat? Wäre als Alternative das Führen einer Art Tagebuches denkbar?

Und was macht man, wenn Studenten das Führen ihres Bloges verschleppen oder Betreuer diese nicht lesen? Werden Betreuer im gleichen Atemzug verpflichtet, sich durch die Thesis-Blogs zu klicken, um die eigenständige Arbeit zu überprüfen? Wenn ja, wann? Nach Abgabe? In vorgeschriebenen Intervallen?…

Ich persönlich bin in diesem Fall gespaltener Meinung.





2 Comments »

   Stefan wrote @ Mai 5th, 2010 at 14:21

Ich denke mit Zwang kann man in dem Bereich schlecht arbeiten. Am besten kann ich mir den Thesis-Blog immer noch als eigene Gedankenstütze vorstellen, in dem man seine Gedanken festhält und die Möglichkeit hat sich mit seinen Kommilitonen auszutauschen, um so Anregungen zu erhalten und Reflexion zu betreiben.

Man muss glaube ich auch ziemlich kritikfähig sein, wenn man seinen gesamten Arbeitsgang offenbart, oder?

   Jan-Philipp wrote @ Mai 8th, 2010 at 12:23

Moin Anja Carina, Moin Stefan 🙂
Den Blog als Gedankenstütze zu nutzen leuchtet mir ein. Ein MUSS für alle BA-Arbeiten halte ich für fragwürdig. Aber es könnte eine zusätzliche Option sein. Ich bin verfechter der f2f-Kommunikation 😀 Da ist es mir lieber, direkt beim Prof zu sitzen und ganz genau und klar (und hoffentlich verständlich) erklärt zu bekommen, was Sache ist 🙂

Was die Kritikfähigkeit angeht, die braucht man sicherlich! Ich mein, zum einen vergisst das Internet nicht (!), zum anderen dokumentiert man quasi öffentlich (kann man ja einschränken) seine Arbeit – und es gibt immer Schlaumeier, die es besser wissen, und darunter aber immerhin auch einige, die ihr Wissen teilen 😉

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